Jetzt endlich als Taschenbuch! ›Das zweite Buch der Träume‹ ist die fulminante, spannende Fortsetzung der SILBER-Trilogie. Aufwendig veredelt und im extragroßen Format.
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …
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Ein Pageturner
Jenny Wons aus Bergheim am 17.07.2025
Bewertungsnummer: 2542161
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt & Atmosphäre
Kerstin Gier beweist auch im zweiten Teil ihrer Silber-Trilogie, dass sie mit Leichtigkeit Spannung, Humor und jugendliche Emotionen in eine unterhaltsame, fantasievolle Geschichte verpacken kann. Der Leser taucht erneut mit Liv Silber in die geheimnisvolle Welt der Träume ein – genauer gesagt in die unendlichen, düsteren Korridore, durch die Träumende wandeln können. Doch etwas hat sich verändert: Die Atmosphäre ist bedrückender, das Spiel mit Realität und Traum gefährlicher. Albträume, ein mysteriöser Verfolger, unheimliche Zeichen und das wiederkehrende Rätsel um „Secrecy“ sorgen für einen fesselnden Spannungsbogen, der diesmal deutlicher in Richtung Mystery geht.
Gleichzeitig gelingt es Gier, diese magischen Elemente mit ganz alltäglichen, teils herrlich absurden Problemen zu verweben: Die Patchwork-Familie wächst zusammen – aber nicht unbedingt harmonisch. Mit der Rückkehr der dominanten Großmutter, liebevoll (oder weniger liebevoll) „Bocker“ genannt, kommt neuer Zündstoff ins Haus. Zwischen pubertierenden Zwillingen, schlafwandelnder Schwester und nervigen Schuldramen bleibt Liv kaum Zeit zum Durchatmen – und das spürt man auch beim Lesen. Es ist genau diese Mischung aus Übernatürlichem und Alltagswahnsinn, die Silber so besonders macht.
Charaktere – vielschichtig, liebenswert, echt
Liv Silber
Liv bleibt der leuchtende Mittelpunkt der Geschichte – mit ihrer klugen, charmant sarkastischen Art trägt sie nicht nur die Handlung, sondern auch die emotionale Tiefe der Geschichte. Ihre Beobachtungen sind witzig, ihre Gedanken nachvollziehbar und oft zum laut Auflachen. Gleichzeitig zeigt sie in diesem Band mehr Unsicherheit, mehr emotionale Verletzlichkeit, vor allem in Bezug auf Henry. Sie ist gewachsen – und das merkt man.
Henry Harper
Henry ist rätselhaft wie nie. Er entzieht sich Gesprächen, wird abweisend und geheimniskrämerisch. Gerade das bringt Spannung in die Beziehung zu Liv – und beim Leser ein ganzes Bündel an Fragen. Was ist in seiner Vergangenheit passiert? Warum vertraut er ihr nicht? Seine innere Zerrissenheit wird glaubhaft dargestellt, auch wenn man sich manchmal wünscht, er würde weniger schweigen und mehr fühlen.
Grayson Spencer
Grayson ist in diesem Band die größte positive Überraschung. Seine Rolle wird stärker, seine Persönlichkeit facettenreicher. Besonders durch seine Trennung von Emily tritt er aus deren Schatten und entwickelt sich zu einem echten Sympathieträger. Er zeigt Verantwortung, Humor und – vielleicht? – ein bisschen zu viel Zuneigung zu Liv? Die Chemie zwischen den beiden wirkt deutlich intensiver als im ersten Band, was für zusätzliche emotionale Spannung sorgt.
Mia Silber
Die kleine Schwester ist und bleibt ein Highlight. Clever, mutig, witzig – Mia steht Liv in nichts nach. Ihr Schlafwandeln bringt nicht nur Sorge, sondern auch neue Wendungen in die Geschichte. Ihre Loyalität zu Liv und ihr trockener Humor machen sie zu einer der stärksten Nebenfiguren.
Secrecy
Die geheimnisvolle Bloggerin bleibt das große Rätsel der Reihe. Wer steckt hinter dem Tittle-Tattle-Blog, und wie kommt sie an all diese pikanten Informationen? Die Autorin spielt gekonnt mit den Erwartungen der Leser – es gibt Andeutungen, falsche Fährten und offene Fragen. Dass man auch am Ende dieses Bandes noch im Dunkeln tappt, ist kein Manko, sondern macht die Geschichte umso spannender.
Nebenfiguren
Ob Granny Bocker mit ihrer herrlich schrecklichen Art, Florence mit ihrer Boshaftigkeit oder Persephone, die als Freundin eher enttäuscht – alle Figuren tragen auf ihre Weise zur Atmosphäre bei. Besonders schade ist jedoch das Fehlen von Jasper, dem naiv-liebenswerten Chaoten aus dem ersten Band. Seine komische Note fehlt spürbar – hoffentlich kehrt er im dritten Band zurück.
✅ Stärken & Pluspunkte
Wortwitz und Humor: Kerstin Gier gelingt es wie kaum einer anderen Autorin, tiefgründige Themen mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die zum Schmunzeln einlädt. Viele Dialoge sind urkomisch, ohne je albern zu wirken.
Starke Hauptfigur: Liv ist eine glaubwürdige, starke Erzählerin, in deren Gedankenwelt man sich sofort zuhause fühlt. Ihre Art, das Leben zu nehmen, wie es kommt, macht Mut und Spaß zugleich.
Ungewöhnliches Setting: Die Traumkorridore als zentrales Element sind einzigartig und faszinierend. Im zweiten Band wird deutlicher erklärt, wie sie funktionieren – das nimmt zwar etwas von der Magie, schafft aber mehr Verständnis und Tiefe.
Zwischenmenschliche Spannung: Ob zwischen Liv und Henry, Liv und Grayson oder Liv und ihrer neuen Familie – die Beziehungsdynamiken sind realistisch und mit viel Gefühl geschrieben.
Liebevoll ausgestattetes Buch: Ein echtes Schmuckstück im Regal. Der florale Buchschnitt, das kunstvolle Design und die hübschen Details machen es zu einem haptischen und optischen Genuss.
Pageturner-Qualität: Trotz der eher ruhigen ersten Hälfte steigert sich die Spannung kontinuierlich. Spätestens ab der zweiten Hälfte will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen – vor allem wegen des gemeinen Endes!
Kritische Anmerkung?
Wirklich viel zu kritisieren gibt es nicht – der einzige Punkt, der auffällt: Der zweite Band wirkt ein Stück weniger düster und bedrohlich als der erste. Die Atmosphäre rund um Dämonen und Friedhöfe weicht einer eher psychologischen Spannung. Auch das „Knister-Potenzial“ zwischen Liv und Henry ist geringer, was durch Henrys Geheimniskrämerei bedingt ist. Dafür gewinnen andere Charaktere an Tiefe.
Und: der Cliffhanger ist brutal. Wer keinen dritten Band parat hat, wird leiden.
Fazit
„Silber – Das zweite Buch der Träume“ ist ein wunderbar geschriebener, humorvoller und spannender Mittelteil, der die Geschichte konsequent weiterentwickelt und dabei den Leser emotional mitreißt. Kerstin Gier bleibt ihrem Stil treu: leicht, pointiert, mit einem guten Gespür für Timing, Sprache und jugendliche Lebensrealität.
Die Charaktere sind glaubwürdig, vielschichtig und entwickeln sich weiter, insbesondere Liv, Grayson und Mia. Die geheimnisvolle Traumwelt wird weiter erforscht, ohne ihren Zauber zu verlieren. Auch wenn der ganz große Showdown noch ausbleibt, macht gerade der Aufbau dieses Bandes Lust auf das Finale. Und zwar sofort!
Wer den ersten Band mochte, wird den zweiten lieben – trotz (oder gerade wegen) des fiesen Endes.
5 von 5 Sternen!
Tolle Fortsetzung
E am 29.05.2025
Bewertungsnummer: 2502364
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Tolle und spannende Fortsetzung, die einen wieder direkt mitnimmt und in die Geschichte einfühlen lässt. Wirklich tolle Fantasy mit magischen Kopfkino.❤️
Habe es genauso wie den ersten Band geliebt.
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