Produktbild: Der Mann ohne Schatten

Der Mann ohne Schatten Roman

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24,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.05.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,2 cm

Gewicht

626 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Man Without A Shadow

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397276-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Tiefgründig und fordernd. ("Norddeutscher Rundfunk")
Ein traurig-schönes Buch über den Fluch ewiger Gegenwart. ("Focus")
[…] Zärtlichkeit, Sexualität und Liebe […] auf diskrete, völlig unvoyeuristische Weise zu zeigen, schafft Oates’ Roman, dessen Komposition kaum hoch genug gerühmt werden kann. ("junge Welt")
Nun hat sie eine besondere Art Psychothriller vorgelegt, in dem kein Blut fließt, der aber dennoch sehr gruselig ist […] und das alles auf höchstem Niveau. ("Stern")
Ein anrührendes, ein berührendes Buch […] ein großartiger Roman, feinsinnig, funkelnd, dunkel und sprachlich präzise. ("Rundfunk Berlin Brandenburg")
Joyce Carol Oates berührender Roman ist gleichermaßen ein Buch über Beziehung wie über Einsamkeit. ("emotion")
Was für ein rasant abgründiger Plot! ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.05.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,2 cm

Gewicht

626 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Man Without A Shadow

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397276-4

Herstelleradresse

S.Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt am Main
DE
produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Timo Funken

    5/5

    29.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Mann ohne Schatten

    Ein Roman, welcher einem zum Nachdenken bringt. Ein Roman mit Tiefe und Eindringlichkeit. Ich war von Anfang bis Ende dabei und von der Erzählung gepackt. Liebe Grüße Timo Funken

  • Bewertung

    aus Köln

    4/5

    18.06.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefgründiger Roman, der trotz aller Komplexität der Gehirnforschung durch die tragikomischen Momente unterhält und bewegt

    Elihu Hoopes erkrankt im Sommer 1964 an einer Herpesinfektion, die zu einer Entzündung seines Gehirns führt. Teile seines Gehirns sind danach so geschädigt, dass er einen Gedächtnisverlust erleidet und sich Dinge nicht mehr länger als 70 Sekunden merken kann. Eine Chance auf Heilung besteht nicht. Für die Wissenschaft wird Elihu Hoopes aufgrund seiner partiellen retrograden und seiner totalen anterograden Amnesie zu einem interessanten Forschungsobjekt. 31 Jahre lang untersuchen und testen ihn Wissenschaftler im Rahmen des Projekts, dass zu Beginn von Milton Ferris geleitet wird. Seine Doktorandin Margot Sharpe beschäftigt sich als Neurowissenschaftlerin eingehend mit Eli. Im Rahmen der täglichen Arbeit im Gedächtnislabor entwickelt sie Gefühle für den 14 Jahre älteren, charismatischen Mann, der für sich ein Leben lang 37 Jahre alt sein wird. Er wird sich allerdings nie an sie erinnern können. Jeden Tag aufs Neue stellt sie sich ihm als seine Neuropsychologin vor und kann nur im Heimlichen die Beziehung zwischen den beiden losgelöst von den Testreihen intensivieren. Rätselhaft sind dabei die Erinnerungen Elis aus seiner Kindheit, an ein ertrunkenes Mädchen, die er in Zeichnungen artikuliert. Margot Sharpe lebt für die Forschung und übernimmt im Laufe der Jahre die Leitung des Forschungsobjekts, nachdem sich Milton Ferris in Veröffentlichungen ohnehin ihre Studien zu eigen gemacht hatte und ihr Abhängigkeitsverhältnis als junge Doktorandin mit einer Affäre ausnutzte. Sie erntet allerdings öffentlich Kritik an ihrer Arbeit, wird beschuldigt, den Mensch Elihu Hoopes in seiner Hilflosigkeit als Projekt der Gedächtnisforschung auszubeuten. Das Buch ist eine Mischung aus wissenschaftlicher Langzeitstudie und Roman über eine Liebe, die nicht sein kann und darf. Denn Elihu Hoopes ist "in ewiger Gegenwart gefangen [...]. Wie jemand, der im Halbdunkel der Wälder im Kreis herumläuft - ein Mann ohne Schatten." Mit vielen medizinischen Fachbegriffen, aber dennoch feinfühlig, beschreibt die Autorin wie sich aus der anfangs sachlichen, wissenschaftlichen Arbeit eine fragwürdige und für Margot selbstzerstörerische Beziehung zwischen Wissenschaftlerin und Versuchsperson entwickelt. Dabei erscheint nur logisch, dass Margot aufgrund der mangelnden Distanz ihre Objektivität verliert und damit das Projekt in Gefahr bringt. Auch die Ausweglosigkeit Elihu Hoopes ist anrührend dargestellt, der (zum Glück) nicht begreift, dass sein Leben nur noch der Forschung dienlich zu sein scheint, nachdem sich Freunde und Verwandte bis auf eine Tante aufgrund seiner Wesensveränderung von ihm abgewandt haben. Jahre später wird er nicht einmal mehr die Gesichter seiner Geschwister erkennen können. Margot sucht die Nähe zu Eli und verliert sich schon fast in einer wahnhaften Vorstellung mit Eli eine Beziehung zu führen. Selbst Eli meint sich an Margot als seine Ehefrau zu erinnern, obwohl er selbst nie verheiratet gewesen ist. Ganz klar wird dabei nicht, ob es sich um eine reine Wunschvorstellung handelt, in der Hoffnung, tatsächlich eine Zukunft zu haben, oder ob er sie tatsächlich liebt. Die Beziehung des "Paares" entwickelt sich nicht weiter, kann es auch gar nicht. Wie soll eine Liebe zu einem Mann, der in der Gegenwart gefangen ist, eine Zukunft haben? Mitgefühl entwickelt man als Leser für beide Protagonisten: Elihu Hoopes, dessen Biographie sich nicht weiterentwickeln kann und der nicht begreift, was mit ihm in dem Labor Tag für Tag passiert und Margot Sharpe, die für die Forschung und für ihre zum Scheitern verurteilte Liebe lebt und dabei eine krankhafte Obsession entwickelt. Beide Leben erscheinen erschreckend trostlos. Der Roman dreht sich um die Frage, wie weit eine Forscherin gehen darf und wie viel Zwischenmenschlichkeit in der Wissenschaft erlaubt ist. Unabhängig von Margots Liebe zu ihrem Probanden wird Kritik an dem unmenschlichen Umgang der Forscher geübt, die Hoopes zu einem Forschungsobjekt degradieren. Spannung wird dem Roman durch das Rätsel um das ertrunkene Mädchen verliehen, eine Erinnerung, die Elihu Hoopes vor seine Erkrankung verdrängt haben muss. "Der Mann ohne Schatten" ist ein tiefgründiger Roman mit hohem Anspruch, der trotz aller Komplexität der Gehirnforschung durch die tragikomischen Momente unterhält und aufgrund der Ausweglosigkeit von Elihu Hoopes Schicksal bewegt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überzogen konstruierter Plot…

    Überzogen konstruierter Plot Im riesigen Œuvre der erfolgreichen amerikanischen Schriftstellerin Joyce Carol Oates, die immer wieder mal als Aspirantin für den Nobelpreis gilt, nimmt der Roman «Der Mann ohne Schatten» thematisch eine Sonderstellung ein. Unverkennbar von ihrem zweiten Ehemann inspiriert, dem Neurowissenschaftler Charles G. Gross, erzählt sie darin die Geschichte eines Patienten, der an einer äußerst seltenen Form der Amnesie leidet, ausgelöst durch eine Infektion. Reales Vorbild dafür war der an Epilepsie leidende Henry Gustav Molaison, dem 1953 nach einer riskanten Hirnoperation irreparabel die Fähigkeit verloren ging, sich an zurückliegende Ereignisse zu erinnern. Er konnte fortan also keine Ereignisse mehr in seinem Langzeit-Gedächtnis speichern und blieb bis zu seinem Tod 2008 als Proband HM ein berühmtes Studienobjekt der Neuro-Wissenschaften. Der an diesen berühmten, historischen Fall anknüpfende Roman ist ein raffinierter Mix aus einer wissenschaftlich fundierten, gleichwohl aber fantastischen Erzählung mit sozialkritischen Elementen und einer seltsamen Liebesgeschichte der besonderen Art. Im Jahre 1965 lernt die ehrgeizige, 24jährige Doktorandin Margot Sharpe den Patienten Elihu Hoopes kennen, der durch eine fatale Infektion sein Gedächtnis verloren hat. E.H., wie er wissenschaftlich diskret genannt wird, kann sich nur noch an Ereignisse erinnern, die weniger als 70 Sekunden zurückliegen, für ihn ist praktisch alles Gegenwart, er ist quasi in einer Zeitschleife gefangen. Am Institut für Neuropsychologie wird der Proband vom berühmten Leiter des Instituts, Professor Milton Ferris betreut, dessen revolutionäre Forschungs-Ergebnisse aus diesem für die Wissenschaft hoch interessanten Fall Jahre später zur Verleihung des Nobelpreises führen werden. Sehr schnell etabliert sich die brillante Margot Sharpe als seine wichtigste Mitarbeiterin, der eigentlich als maßgebende Co-Autorin der Preis ebenfalls hätte zuerkannt werden müssen. Sie ist voller Bewunderung für ihren Mentor, erliegt schließlich den Avancen des Mannes, der ihr Vater sein könnte, und wird für einige Jahre seine Geliebte. Elihu Hoopes ist ein charismatischer, stattlich Mann, der aus einer sehr reichen Familie stammt, die einige Kaufhäuser betreibt, in denen er vor seiner Erkrankung äußerst erfolgreich mitgearbeitet hat. Der 37Jährige ist unverheiratet, hoch intelligent und sportlich fit. Er kann sich zwar an kleinste Details aus seiner Zeit vor der Erkrankung erinnern, aber eben nicht an Jemanden, dem er vor mehr als siebzig Sekunden die Hand gereicht hat. Margot gewinnt sehr schnell das Vertrauen des Probanden und führt nun zusammen mit anderen Assistenten diverse Testreihen mit E.H. durch. So soll er zum Beispiel die Zahlen von 1 an aufzählen und kommt bis 87, wo man ihn mit einer anderen Frage für einen definierten Zeitraum kurz unterbricht. Als er danach weiterzählen soll, weiß er nicht mehr, wo er aufgehört hat. Diese und viele andere Messungen werden in immer neuen Varianten wiederholt und protokolliert. So begrüßt ihn ein Mitarbeiter beispielsweise mit einem extrem kräftigen Händedruck, der erkennbar schmerzlich für E.H. ist, wie Margot beobachtet hat. Als der Mitarbeiter den Raum kurz verlässt und dann zurückkehrt, hat der Proband ihn schon vergessen und gibt ihm erneut zu Begrüßung die Hand, die wieder sehr schmerzvoll gedrückt wird. E.H. hat sich weder an den Mitarbeiter noch an seinen schmerzhaften Händedruck erinnern können, kann sich also weder an visuelle noch an haptische Ereignisse erinnern. Margot fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen, verliert die wissenschaftliche Distanz und macht den total hilflosen Mann schließlich zu ihrem Geliebten. Abgesehen von Details aus der Hirnforschung ist dieser Roman in weiten Passagen mit den sich ständig wiederholenden Beschreibungen der absoluten Lebens-Unfähigkeit des Protagonisten total langweilig und wenig bereichernd, und die ungleiche Liebesgeschichte gar ist einfach nur grotesk. Der gewagte Plot dieses Romans ist leider beim besten Willen nicht nachvollziehbar!

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