Produktbild: Briefe an die grüne Fee

Briefe an die grüne Fee Über die Langeweile, das Begehren, die Liebe und den Teufel.

20

21,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2020

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7448-0914-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2020

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7448-0914-6

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: [email protected]

Kundinnen und Kunden meinen

20 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Provokant, poetisch - erfrischend anders

kingofmusic aus Bielefeld am 12.12.2017

Bewertungsnummer: 1068236

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Vorteil an einer Buch-Community oder auch nur das Er- und Einstellen von Rezensionen im Internet ist der, dass man als Schreiber von selbigen unverhofft Einladungen zu Buchverlosungen von Autoren erhält, die eine Rezension zu einem anderen Buch gelesen und der enthaltenen Kernaussage zugestimmt haben. So ging es mir mit Salih Jamal und seinem Debüt „Briefe an die grüne Fee“. Da ich schon mal ein Auge auf das Buch geworfen hatte, habe ich die Einladung dankend angenommen. Jetzt, 260 Leseseiten weiter, sitze ich hier und versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen. Wer bei der Erwähnung einer Fee im Titel an ein neues Fantasy-Epos denkt, der sollte jetzt besser nicht weiterlesen, da sonst die Gefahr einer großen Enttäuschung besteht *g*. Alle anderen (egal ob Literaturnerd oder Independentbuchjunkie) können und sollen bitte weiterlesen. Salih Jamal ist ein Autor, der sich nicht oder kaum um bestehende literarische Konventionen schert. Er schreibt einfach frei von der Leber weg. Da stehen provokant-derbe Ausdrücke neben tiefsinnig poetischen und lyrischen Textstellen – who cares? Er beschreibt das Leben einfach so wie es ist – mal hart und brutal, mal witzig und komisch, mal herzerwärmend und poetisch. Autobiografische Texte vermischen sich hier gekonnt mit der guten Beobachtungsgabe des Autors und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zu einem konsequenten Ganzen. Der Autor teilt gerne aus und dem ein oder anderen Leser ist die tabulose Sprache wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite zeigt sich aber zwischen den provokant-selbstverherrlichenden Zeilen ein sehr sensibler Mensch, der sich und sein Tun hinterfragt und zum Schluss hin (trotz seiner „Ich will Spaß im Leben“-Mentalität) ein anderer Mensch geworden ist. So begleiten wir den Protagonisten durch ein feucht-fröhliches Leben mit allen Höhen und (selbstverursachten?) Tiefen, erleben ihn wie er feiert, trauert, LEBT und langsam aber sicher zu sich und seinem (Seelen-)Frieden findet. Am Anfang jeden Kapitels tauchen passende literarische Zitate auf (Kafka, Montaigne usw.), was das Buch noch einmal aufwertet. Alles in Allem ist Salih Jamal mit „Briefe an die grüne Fee“ ein starkes Debüt gelungen, welches sich nahtlos in die lange Reihe der guten bis sehr guten Independent-Veröffentlichungen, die ich dieses Jahr gelesen habe, einreiht! Ich danke Salih Jamal für die Fee, für die Widmung im Buch und freue mich auf den nächsten Roman!

Provokant, poetisch - erfrischend anders

kingofmusic aus Bielefeld am 12.12.2017
Bewertungsnummer: 1068236
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Vorteil an einer Buch-Community oder auch nur das Er- und Einstellen von Rezensionen im Internet ist der, dass man als Schreiber von selbigen unverhofft Einladungen zu Buchverlosungen von Autoren erhält, die eine Rezension zu einem anderen Buch gelesen und der enthaltenen Kernaussage zugestimmt haben. So ging es mir mit Salih Jamal und seinem Debüt „Briefe an die grüne Fee“. Da ich schon mal ein Auge auf das Buch geworfen hatte, habe ich die Einladung dankend angenommen. Jetzt, 260 Leseseiten weiter, sitze ich hier und versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen. Wer bei der Erwähnung einer Fee im Titel an ein neues Fantasy-Epos denkt, der sollte jetzt besser nicht weiterlesen, da sonst die Gefahr einer großen Enttäuschung besteht *g*. Alle anderen (egal ob Literaturnerd oder Independentbuchjunkie) können und sollen bitte weiterlesen. Salih Jamal ist ein Autor, der sich nicht oder kaum um bestehende literarische Konventionen schert. Er schreibt einfach frei von der Leber weg. Da stehen provokant-derbe Ausdrücke neben tiefsinnig poetischen und lyrischen Textstellen – who cares? Er beschreibt das Leben einfach so wie es ist – mal hart und brutal, mal witzig und komisch, mal herzerwärmend und poetisch. Autobiografische Texte vermischen sich hier gekonnt mit der guten Beobachtungsgabe des Autors und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zu einem konsequenten Ganzen. Der Autor teilt gerne aus und dem ein oder anderen Leser ist die tabulose Sprache wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Auf der anderen Seite zeigt sich aber zwischen den provokant-selbstverherrlichenden Zeilen ein sehr sensibler Mensch, der sich und sein Tun hinterfragt und zum Schluss hin (trotz seiner „Ich will Spaß im Leben“-Mentalität) ein anderer Mensch geworden ist. So begleiten wir den Protagonisten durch ein feucht-fröhliches Leben mit allen Höhen und (selbstverursachten?) Tiefen, erleben ihn wie er feiert, trauert, LEBT und langsam aber sicher zu sich und seinem (Seelen-)Frieden findet. Am Anfang jeden Kapitels tauchen passende literarische Zitate auf (Kafka, Montaigne usw.), was das Buch noch einmal aufwertet. Alles in Allem ist Salih Jamal mit „Briefe an die grüne Fee“ ein starkes Debüt gelungen, welches sich nahtlos in die lange Reihe der guten bis sehr guten Independent-Veröffentlichungen, die ich dieses Jahr gelesen habe, einreiht! Ich danke Salih Jamal für die Fee, für die Widmung im Buch und freue mich auf den nächsten Roman!

Der Ich-Erzähler dieser…

Wuestentraum am 28.11.2017

Bewertungsnummer: 2711098

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Ich-Erzähler dieser Geschichte sitzt auf einem Hochhaus, hoch über den Dächern der Stadt, bereit zum Sprung. Dabei hat er eine alte Pistole aus dem Keller seines Großvaters und Briefe an eine Frau, die er geliebt, begehrt und angebetet hat. Der Ich-Erzähler erzählt aus seinem Leben, sein Heranwachsen in einem Leb- und lieblosen Elternhaus. Sein im Skorpion geborenes Wesen im seltenen Jahr des Feuerpferdes, welches ihm ein unsichtbares Zeichen auf die Stirn gebrannt hat, welches ihm mächtige Sympathien bei seinen Mitmenschen einbringt, bei denen er sich fast alles erlauben kann, ohne dass ihm jemand böse ist. Er liebt das leichte angenehme Leben, ohne Verantwortung oder Pflichtbewusstsein. Immer das Angenehme und Reizvolle, Abenteuer und Risiko suchend, immer an der Felskante stehend, aber nie Angst haben müssen, abzustürzen. Er genießt die Liebe und den Sex in vollen Zügen, nimmt sich, was er gerade braucht. Ohne Rücksicht auf die Anderen und immer dabei bemüht, niemals sich selbst zu verletzen oder etwas zu nah an sich heranzulassen. Die Menschen und die Gelegenheiten zu seinem Vorteil und seinem Vergnügen zu benutzen. Immer auf nötigen Abstand achtend. Bis er einer Frau begegnet, der er verfällt. Und die ihn nach kurzer Zeit der Nähe, des Verschmelzens und der Vertrautheit, die er sich gewünscht hatte, zurückweist und sich von ihm zurückzieht. Und er daran fast zerbricht. Salih Jamal beschreibt mit einem ungewöhnlichen, tiefgründigen, teils poetischen Schreibstil, das Leben dieses Ich-Erzählers, den ich auf den Autor selbst projizierte. Eine interessante, ehrliche und provokante Sichtweise, die in der heutigen schnelllebigen und oberflächlichen Zeit nicht mehr oft zu finden ist. Er beschreibt ausführlich das exzessive Leben mit Alkohol und Drogen und intimen Bettgeschichten, was sicher dem einen oder anderen Leser zu viel des Guten ist, aber zu diesem leichtfüßigen Lebensstil des Erzählers passt und dazugehört. Es ist ein offenes und gewagtes Resümee eines Lebens, das mit dem Teufel spielt, und glaubt, niemals verlieren zu können. Fazit: Tiefgründig, teils poetisch und philosophisch erzählt, mit offenen und freizügigen, aber passenden und treffenden Gedanken über ein Leben, mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen, welches leicht, ohne Anstrengung, ohne Verantwortung oder Verpflichtungen geführt werden will, aber am Ende doch nicht so einfach umsetzbar ist. Mir hat dieser Roman bestens gefallen, gerade wegen seinem Schreib- und Erzählstil. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

Der Ich-Erzähler dieser…

Wuestentraum am 28.11.2017
Bewertungsnummer: 2711098
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Ich-Erzähler dieser Geschichte sitzt auf einem Hochhaus, hoch über den Dächern der Stadt, bereit zum Sprung. Dabei hat er eine alte Pistole aus dem Keller seines Großvaters und Briefe an eine Frau, die er geliebt, begehrt und angebetet hat. Der Ich-Erzähler erzählt aus seinem Leben, sein Heranwachsen in einem Leb- und lieblosen Elternhaus. Sein im Skorpion geborenes Wesen im seltenen Jahr des Feuerpferdes, welches ihm ein unsichtbares Zeichen auf die Stirn gebrannt hat, welches ihm mächtige Sympathien bei seinen Mitmenschen einbringt, bei denen er sich fast alles erlauben kann, ohne dass ihm jemand böse ist. Er liebt das leichte angenehme Leben, ohne Verantwortung oder Pflichtbewusstsein. Immer das Angenehme und Reizvolle, Abenteuer und Risiko suchend, immer an der Felskante stehend, aber nie Angst haben müssen, abzustürzen. Er genießt die Liebe und den Sex in vollen Zügen, nimmt sich, was er gerade braucht. Ohne Rücksicht auf die Anderen und immer dabei bemüht, niemals sich selbst zu verletzen oder etwas zu nah an sich heranzulassen. Die Menschen und die Gelegenheiten zu seinem Vorteil und seinem Vergnügen zu benutzen. Immer auf nötigen Abstand achtend. Bis er einer Frau begegnet, der er verfällt. Und die ihn nach kurzer Zeit der Nähe, des Verschmelzens und der Vertrautheit, die er sich gewünscht hatte, zurückweist und sich von ihm zurückzieht. Und er daran fast zerbricht. Salih Jamal beschreibt mit einem ungewöhnlichen, tiefgründigen, teils poetischen Schreibstil, das Leben dieses Ich-Erzählers, den ich auf den Autor selbst projizierte. Eine interessante, ehrliche und provokante Sichtweise, die in der heutigen schnelllebigen und oberflächlichen Zeit nicht mehr oft zu finden ist. Er beschreibt ausführlich das exzessive Leben mit Alkohol und Drogen und intimen Bettgeschichten, was sicher dem einen oder anderen Leser zu viel des Guten ist, aber zu diesem leichtfüßigen Lebensstil des Erzählers passt und dazugehört. Es ist ein offenes und gewagtes Resümee eines Lebens, das mit dem Teufel spielt, und glaubt, niemals verlieren zu können. Fazit: Tiefgründig, teils poetisch und philosophisch erzählt, mit offenen und freizügigen, aber passenden und treffenden Gedanken über ein Leben, mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen, welches leicht, ohne Anstrengung, ohne Verantwortung oder Verpflichtungen geführt werden will, aber am Ende doch nicht so einfach umsetzbar ist. Mir hat dieser Roman bestens gefallen, gerade wegen seinem Schreib- und Erzählstil. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

Kundinnen und Kunden meinen

Briefe an die grüne Fee

von Salih Jamal

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Briefe an die grüne Fee