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Hier ist es schön Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

389

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,7 cm

Gewicht

449 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42794-1

Beschreibung

Rezension

»Annika Scheffel verhandelt hier nicht weniger als die Frage, was die Geschichten sind, die wir über uns selbst erzählen wollen — und wie wirs sie finden.« ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»Scheffels Roman spart nicht an Trostlosigkeit und versöhnt mit der Welt, wie sie in all ihrer Schönheit heute noch immer ist.« ("Berliner Morgenpost")
» Hier ist es schön wirkt mitunter wie eine Mischung aus Märchen, surrealistischem Theaterstück und Science-Fiction [...]. Am Ende wartet die Autorin mit einer überraschenden Wendung auf, so dass es bis zur letzten Seite spannend bleibt.« ("neues deutschland")
» Hier ist es schön ist ein gekonnter Mix aus düsterer Science Fiction und Roadmovie.« ("Fritz RBB")
»Ein Road-Movie, das spannend und klug erzählt ist und in dem die Autorin viele Themen und Überlegungen zusammenführt.« ("ORF")
»So fantastisch wie gegenwärtig schildert Annika Scheffel eine Zweierbeziehung vor der Folie des Weltuntergangs und des Reality Show-Wahnsinns.« ("RBB Inforadio")
»Es ist faszinierend, wie Annika Scheffel es mit wenigen Details schafft, eine Welt zu erschaffen ...« ("MDR")
»Es ist nicht allein die Geschiche, die anfangs nur anhand von Briefen erzählt wird, die glänzt, sondern auch die feine Art, wie Annika Scheffel ihre Protagonist*innen in ihrem mittlerweile dritten Roman zeichnet. [...] Die klare und dennoch feinsinnige Sprache korrespondiert überraschend gut mit der fiktionalen Storyline, die sicher nicht zufällig an das Projekt ›Mars One‹ erinnert.« ("Missy Magazine")
»Ein Buch, das wirklich anders ist.« ("Nenaties Bücherwelt")
»Ein Buch, das wirklich anders ist.« ("Nenaties Bücherwelt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

389

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,7 cm

Gewicht

449 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42794-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Christina P.

    aus Hamburg

    4/5

    30.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erst wenn die Hoffnung stirbt, stirbt mit ihr der Mensch

    Die Erde in naher Zukunft: Das Wetter hat sich verändert, der erhöhte Meeresspiegel ließ alle Inseln verschwinden, die Ernteerträge werden geringer, die Erdölvorkommen neigen sich dem Ende zu. Da hat die Carpe Diem Organisation eine geniale Idee: Zwei Auserwählte sollen die Reise auf einen fernen Planeten antreten und dort alles für den Fortbestand der Menschheit organisieren. Die 16jährige Irma bewirbt sich – und wird gemeinsam mit Sam als Auserwählte für die Mission ausgebildet. Doch kurz, bevor beide die Reise antreten sollen, beschließt Sam, um dessen Herkunft sich bereits Legenden ranken, das Trainingscamp zu verlassen und nach seinen Wurzeln zu suchen. Und Irma folgt ihm… Eine Rezension über dieses Buch zu schreiben, ohne zuviel des Inhaltes zu verraten, ist nicht leicht. Besonders gefiel mir, wie Annika Scheffel zu Beginn des Romans die Welt und ihre langsame Veränderung mehr oder weniger subtil durch Briefe von Familie, Freunden und Fans an Irma ausdrückte. Wer jedoch einen Science-Fiction Roman erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, den Glauben und die Hoffnung an das Leben nicht zu verlieren, das Positive zu entdecken. Es geht um Freundschaft und Vertrauen, aber ebenso auch um Show und Manipulation, der modernen Form der Religion, anhand welcher Glaube und Hoffnung aufrecht erhalten werden können. Wie bereits erwähnt, gefiel mir vor allem die Briefform als Stilmittel sehr gut. Der weitere Verlauf des Romans besteht aus der Handlung, nachdem Sam und Irma aus dem Camp flohen, raffiniert gespickt mit Rückblicken auf erst Irmas und später Sams Vergangenheit. Wobei vor allem die Rückblicke auf Sams Vergangenheit recht interessant waren. Das Ende des Romans passte für meinen Geschmack recht gut, wenn auch einige wenige Fragen offen blieben und zum Nachdenken anregen. Gestört haben mich jedoch einige Logikfehler im Roman wie z. B. das Verwenden von Plastiktüten oder alten Audiocassetten in der Zukunft oder der plötzliche Wandel eines Bootes in ein Schiff, weswegen ich dem Buch in der Bewertung einen Punkt abziehe. Ansonsten ein schöner Roman mit nur einigen wenigen Längen zu Beginn des zweiten Teils.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    4/5

    30.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erst wenn die Hoffnung…

    Erst wenn die Hoffnung stirbt, stirbt mit ihr der Mensch Die Erde in naher Zukunft: Das Wetter hat sich verändert, der erhöhte Meeresspiegel ließ alle Inseln verschwinden, die Ernteerträge werden geringer, die Erdölvorkommen neigen sich dem Ende zu. Da hat die Carpe Diem Organisation eine geniale Idee: Zwei Auserwählte sollen die Reise auf einen fernen Planeten antreten und dort alles für den Fortbestand der Menschheit organisieren. Die 16jährige Irma bewirbt sich – und wird gemeinsam mit Sam als Auserwählte für die Mission ausgebildet. Doch kurz, bevor beide die Reise antreten sollen, beschließt Sam, um dessen Herkunft sich bereits Legenden ranken, das Trainingscamp zu verlassen und nach seinen Wurzeln zu suchen. Und Irma folgt ihm… Eine Rezension über dieses Buch zu schreiben, ohne zuviel des Inhaltes zu verraten, ist nicht leicht. Besonders gefiel mir, wie Annika Scheffel zu Beginn des Romans die Welt und ihre langsame Veränderung mehr oder weniger subtil durch Briefe von Familie, Freunden und Fans an Irma ausdrückte. Wer jedoch einen Science-Fiction Roman erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, den Glauben und die Hoffnung an das Leben nicht zu verlieren, das Positive zu entdecken. Es geht um Freundschaft und Vertrauen, aber ebenso auch um Show und Manipulation, der modernen Form der Religion, anhand welcher Glaube und Hoffnung aufrecht erhalten werden können. Wie bereits erwähnt, gefiel mir vor allem die Briefform als Stilmittel sehr gut. Der weitere Verlauf des Romans besteht aus der Handlung, nachdem Sam und Irma aus dem Camp flohen, raffiniert gespickt mit Rückblicken auf erst Irmas und später Sams Vergangenheit. Wobei vor allem die Rückblicke auf Sams Vergangenheit recht interessant waren. Das Ende des Romans passte für meinen Geschmack recht gut, wenn auch einige wenige Fragen offen blieben und zum Nachdenken anregen. Gestört haben mich jedoch einige Logikfehler im Roman wie z. B. das Verwenden von Plastiktüten oder alten Audiocassetten in der Zukunft oder der plötzliche Wandel eines Bootes in ein Schiff, weswegen ich dem Buch in der Bewertung einen Punkt abziehe. Ansonsten ein schöner Roman mit nur einigen wenigen Längen zu Beginn des zweiten Teils.

  • Bewertung

    aus Hude

    3/5

    29.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fehlende Quintessenz

    "Hier ist es schön" von Annika Scheffel, ist ein dystopischer, Big Brother ähnelnder Roman, der bereits vor der Fertigstellung mit dem Robert Gernhardt Preis ausgezeichnet wurde. Nur wieso. Das kann ich nicht so recht verstehen. Es beginnt alles mit Briefen, in denen die letzten zehn Jahre umschrieben werden. Eltern, Fans und Bekannte schreiben den Auserwählten, die abgeschnitten von der Welt um die Auswahl kämpfen. 2 dieser 5 oder 6 jungen Menschen, sollen ausgewählt werden, um auf einem neuen Planeten angesiedelt zu werden. Die Eltern der Protagonistin weinen ihrer Tochter Irma hinterher, die mit Sack und Pack, ohne wirklichen Abschied, von ihnen gegangen ist, um für einen Platz auf der Fähre zu kämpfen. Mit diesen Briefen werden 10 Jahre überbrückt. Die Welt wird als trostlos beschrieben. Das Essen ist knapp, Öl und andere Ressourcen sind aufgebraucht und teuer. CUT. Es gibt nur noch 2 Auserwählte. Irma und Sam. Irma als kühle, Egomanin, mit einzigem Ziel: Weg von hier. Sam. Ein Mythos. Angespült. Keine Erinnerungen. Als Hoffnungsträger für die Menschheit. Jeglicher Charakterzug ist ihm angelernt worden, er wirkt und spricht, wie jemand, den die Gesellschaft einfach lieben muss. Ein Junge, dumm und einfach. Der nach all den Jahren die Welt nie wirklich kennen lernen durfte, da er in der Arena, in der Auswahl aufgewachsen ist. Über allem kursiert das Gerücht der Insel. Die irgendwo auf der Erde der schönste Ort sein soll. Sam kann sie nicht vergessen und bevor er endlich mit Irma auf die Fähre gehen soll, findet er eine Karte und flieht um die Insel zu finden. Irma kann ihn nicht gehen lassen und läuft mit ihm mit. CUT. Die Flucht vor denjenigen, die sie wieder einfangen wollen beginnt. Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend. Sehr begeistert kann der Leser verfolgen, wie die Auserwählten aus dieser Show der Hoffnung ausbrechen und versuchen ihrem Schicksal (zumindest Sam, der immer noch nach Antworten sucht, woher er eigentlich kommt) zu entfliehen. Die Charaktere entwickeln sich nicht. Sind kühl dargestellt und der Leser schafft es kaum Sympathie für einen zu entwickeln, da die Gedankengänge der beiden sehr brüchig und unliebevoll dargestellt sind. Die Geschichte nimmt einfach nicht recht an Fahrt auf und die Geschichte bleibt oberflächlich. Man muss sich immer wieder fragen, was die Autorin eigentlich möchte? Ist dies ein Appell an uns? Endlich mit der Welt vernünftig umzugehen? Ist es einfach nur ein Bild von dem, was passieren kann? Unsere Hoffnung in Menschen setzen, die nichts dafür können, dass die Welt so ist wie sie ist? Eine zweite Chance, ein neuer Planet? So viele Fragen bleiben ungeklärt. Der Spannungsbogen endet bereits bei Abschnitt 2/4 und ein reines Durchkämpfen beginnt, da sich einfach alles wiederholt. Meine Idee des Schreibens war immer, dass mit Romanen eine Aussage getroffen wird, zu bestimmten Thematiken und wenn keine Aussage gemacht wird, dann muss wenigstens die Story stimmen. Aber beides ist hier nicht zu finden. Die Idee ist wirklich klasse. Aber wie viel Interpretation kann von den Lesern erwartet werden? Was ist die Quintessenz dieses Romans? Es bleibt offen

  • Bewertung

    aus Köln

    3/5

    28.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Zukunftsaussichten: mehr Gesellschaftskritik als Dystopie

    Die 16-jährige Irma macht bei einem Casting für eine Fernsehshow mit, für die Pioniere gesucht werden, die einen neuen Planten besiedeln, um die Menschen vor dem Aussterben zu retten. Sie kann sich gegen die anderen Bewerber durchsetzen und wird letztlich zusammen mit Sam ausgewählt. Sie verlässt ihre Eltern und Freunde, während Sam nach den Angaben der Macher der Fernsehshow an einem Strand angespült wurde und keine Erinnerungen an seine Herkunft hat. Zehn Jahre werden sie auf ihre anstehende Reise in einer Arena vorbereitet und dabei von Kameras und den Menschen mit den Masken begleitet. Kurz vor dem Abschied verlässt Sam die Arena. Irma folgt ihm, um ihn zurückzuholen und die Mission zu retten. Sam nimmt "draußen" zum ersten Mal das Leben auf der Erde bewusst wahr und begibt sich auf die Suche nach seiner Herkunft, während Irma sich wundert, dass die Masken sie nicht zurückholen. Der Roman beginnt mit zahlreichen Briefen an Irma, die sie in den zehn Jahren ihrer Abwesenheit von Mutter, Vater, Oma, ihren Freunden, aber auch von Fans erhalten hat. Während die Fans sie feiern, wird Irma von ihrer Familie schmerzlich vermisst und bis zum Schluss versucht, sie von ihrer endgültigen Abkehr von der Welt aufzuhalten. Beiläufig erfährt man durch die Briefe, wie sich das Leben auf der Erde weiterentwickelt hat: Nahrung ist knapp, da das Klima offenbar kaum noch den Anbau von Pflanzen möglich macht. Die Menschen haben resigniert und gehen kaum noch Berufen nach. Mehr Details über den Zustand der Erde erfährt der Leser auch nicht. Es ist weder klar, wann der dystopische Roman spielt, noch aus welchem Grund und wie dringend die Menschen neuen Lebensraum brauchen. Darüber hinaus bleibt dem Leser verborgen, wie Irma und Sam zehn Jahre lang auf ihre Reise vorbereitet worden sind. Nach ihrem Weggang aus der Arena wirken sie allein auf der Erde unbeholfen. Der außergewöhnliche Beginn des Romans hat mir gut gefallen. Die Briefe und Irmas Abschied von der Welt waren sehr emotional und eindringlich beschrieben. Anschießend entwickelte sich der Roman jedoch ganz anders als erwartet und wie man es von typischen Dystopien kennt. Statt einer Vorbereitung von Pionieren zur Besiedelung eines neuen Planeten geht es vielmehr um das Miteinander der Menschen und um einen bizarren Roadtrip zweier junger Menschen, die trotz ihres Alters wie Teenager wirken, zu einer Insel. Die Geschichte wirft dabei mehr Fragen als Antworten auf. Als Leserin blieb ich am Ende etwas ratlos zurück, da ich mir mehr Science Fiction und eine konkretere Beschreibung der Zukunft auf der Erde erwartet hatte. So stellt sich mir die Frage: War am Ende alles nur Show? Ein großangelegter Fake einer Realityshow, um zu unterhalten oder die Menschen wachzurütteln? Zusammen mit dem Titel kann der Roman dann so interpretiert werden, sich den Zustand der Erde bewusst zu machen und die Menschen davor zu warnen, weiter Raubbau mit ihr zu betreiben. Nur dann kann man noch weiter behaupten, "Hier ist es schön". Auch wenn der Roman einen etwas unerwarteten Verlauf genommen hat, wollte ich unbedingt weiterlesen, um Erklärungen zu finden oder eine Aufklärung zu erhalten. Bis zum Ende war ich mir aber über den Zustand der Erde überhaupt nicht sicher, konnte nicht einordnen, ob es wirklich an der Zeit ist, neuen Lebensraum zu besiedeln und wie der Öffentlichkeit verkauft wurde, dass das mit nur zwei Menschen möglich sein könnte. Diese beiden waren zudem sehr unnahbar und stellten nicht wie bei Weltuntergangsszenarien üblich typische Helden dar. Bei der Botschaft des Romans bleibt viel Platz für Interpretationen, aber zumindest die vermittelte Gesellschaftskritik ist offensichtlich.

  • Bewertung

    aus Leiblfing

    3/5

    23.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hier ist es schön - eine Frage des Blickwinkels

    Annika Scheffel hat einen besonderen Roman vorgelegt, in den sie eine Menge Themen gepackt hat. Dieses Werk ist so vieles, eine Mischung aus Dystopie und Roadtrip, die Mahnung, unsere Erde besser zu schützen, Kritik an Reality Shows und totaler Überwachung. Ein Buch, auf das ich lange gewartet hatte, dessen Idee und Potenzial ich hervorragend finde, das aber meiner Meinung nach leider, leider sowohl sprachlich als auch inhaltlich nicht ganz rund ist und das für mich sehr schwer einzuordnen ist. Trotzdem hat es mir interessanterweise doch gefallen. Mit Hilfe einer Reality Show werden zwei junge Menschen auserwählt, Irma und Sam, um einen neuen Planeten neu zu besiedeln und dadurch die Menschheit zu retten. Die Geschichte spielt in einer nicht näher benannten, relativ nahen Zukunft. Die Erde ist nach mehreren, vage bleibenden Katastrophen, nahezu unbewohnbar geworden, das Ökosystem nicht mehr zu retten. Zehn Jahre lang werden Irma und Sam noch auf der Erde für ihre Mission ausgebildet, bevor die Reise losgehen soll. Kurz vor dem Start beschleichen Sam Zweifel und die beiden verlassen ihr abgeschlossenes System, auf der Suche nach einer geheimnisvollen Insel. Besonders die ersten 60 Seiten haben mir sehr gut gefallen, da hier an Hand von Briefen von Irmas Eltern und Freunden in die Geschichte eingeführt wird. Es ist hier sehr berührend zu lesen, wie sehr ihre Angehörigen als Zurückbleibende leiden. Auch weil sie die ganze Mission von Anfang an sehr kritisch beurteilen. "Lass die Kometen kommen, die Sonne verglühen, die Menschheit völlig den Verstand verlieren und die scheiß Flüsse aufwärts fließen, hier ist es schön." Seite 16 Im weiteren Verlauf lässt das sprachliche Anspruchsniveau leider etwas nach, fast könnte man an einen Jugendroman denken, wozu auch das Alter der beiden leider nicht so recht sympathischen Protagonisten passen würde. Die Autorin hat hier eine höchst beunruhigende Zukunftsvision kreiert und am Ende lässt sie den Leser ratlos zurück. Technische Aspekte sind ihr scheinbar nicht so wichtig, vieles erfahren wir nicht. Vieles ist auch einfach nicht logisch oder nachvollziehbar. Aber darum geht es ihr wohl nicht. Es geht wohl mehr um zwischenmenschliche Aspekte. Vielleicht führt der Roman vor Augen, was Heimat ist bzw. sein kann, und zwar indem er dem Leser den Gegenentwurf einer nicht mehr lebenswerten Heimat präsentiert. Aber das ist nur ein Interpretationsversuch von vielen möglichen, denn Spielraum bleibt hier viel. Trotz allen Widrigkeiten und Kritikpunkten konnte mich die Geschichte emotional packen, habe ich mitgefiebert, mit den Protagonisten und mit Irmas Angehörigen. Und ich bleibe nachdenklich zurück. Das ist wohl die Absicht dieses Werkes. Und, ja, hier ist es schön, vor allem nach dieser Lektüre. Es ist auch eine Frage des Blickwinkels.

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