Archibald Ferguson heißt der jugendliche Held von Paul Austers neuestem Roman, und er kommt darin gleich viermal vor – in vier raffiniert verwobenen Variationen seines Lebens, ganz nach dem Motto: Was wäre geschehen, wenn …?
So entwirft Auster ein grandioses, episches Porträt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Amerika, voller Abenteuer, Liebe, Lebenskämpfe und den Schlägen eines unberechenbaren Schicksals. « 4 3 2 1 » ist ein faszinierendes, ein überwältigendes Gedankenspiel und ein Höhepunkt in Austers Schaffen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
03.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Empfehlenswert
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, da ich noch andere Bücher erst lesen muss.
Mein Sohn hat das Buch gelesen und war begeistert. Er war überrascht von dem Ende und gerade das macht ein Buch interessant, wenn man den Schluss nicht vorhersehen kann.
Hornita
aus Augsburg
5/5
02.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Amerikanisches Epos
Das komplette Leben von Archie Ferguson wird in vier Varianten erzählt, aber nicht ein Leben von vorne bis hinten, sondern immer einige Jahre in jeder Variante und dann die nächsten Varianten für die nächsten Jahre. Die Abschnitte entsprechen sich nicht zeitlich, sondern orientieren sich an wichtigen Ereignissen im Leben. Es ist sehr interessant, wenn auch anfangs schwierig, sich wieder zu erinnern. Mit den sich unterschiedlich entwickelnden Erzählsträngen wird es dann leichter, sich immer wieder rein zu finden. Das Buch ist gekonnt gemacht, vor allem wie manche Personen aus dem Umfeld in verschiedenen Varianten auftauchen oder wie sich das Leben und das Umfeld durch eine einzige Veränderung komplett anders entwickeln können. Jeder Zeitabschnitt pro Variante bildet ein Kapitel. Trotz seiner Länge war das Buch sehr kurzweilig. Bestechend fand ich die weise und intelligente Darstellung der verschiedenen Leben, da jedes Schicksalsschläge beinhaltet und immer Gutes und Schlechtes passiert. Die Bedeutung von Zufällen und den Personen, die man im Leben trifft, wird herausgearbeitet. Der Schreibstil, durch sehr lange Sätze charakterisiert, erinnert mich ein bisschen an John Irving und war sehr angenehm zu lesen. Ein Inhaltsverzeichnis hätte ich noch gut gefunden, aber diese formelle Kleinigkeit ändert nichts am großartigen Inhalt.
Hornita
aus Augsburg
5/5
02.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Amerikanisches Epos; Das…
Amerikanisches Epos; Das komplette Leben von Archie Ferguson wird in vier Varianten erzählt, aber nicht ein Leben von vorne bis hinten, sondern immer einige Jahre in jeder Variante und dann die nächsten Varianten für die nächsten Jahre. Die Abschnitte entsprechen sich nicht zeitlich, sondern orientieren sich an wichtigen Ereignissen im Leben. Es ist sehr interessant, wenn auch anfangs schwierig, sich wieder zu erinnern. Mit den sich unterschiedlich entwickelnden Erzählsträngen wird es dann leichter, sich immer wieder rein zu finden. Das Buch ist gekonnt gemacht, vor allem wie manche Personen aus dem Umfeld in verschiedenen Varianten auftauchen oder wie sich das Leben und das Umfeld durch eine einzige Veränderung komplett anders entwickeln können. Jeder Zeitabschnitt pro Variante bildet ein Kapitel. Trotz seiner Länge war das Buch sehr kurzweilig. Bestechend fand ich die weise und intelligente Darstellung der verschiedenen Leben, da jedes Schicksalsschläge beinhaltet und immer Gutes und Schlechtes passiert. Die Bedeutung von Zufällen und den Personen, die man im Leben trifft, wird herausgearbeitet. Der Schreibstil, durch sehr lange Sätze charakterisiert, erinnert mich ein bisschen an John Irving und war sehr angenehm zu lesen. Ein Inhaltsverzeichnis hätte ich noch gut gefunden, aber diese formelle Kleinigkeit ändert nichts am großartigen Inhalt.
Bewertung
aus Stuttgart
5/5
15.12.2021
Buch (Taschenbuch)
großartig!
Dieses Buch ist ein spannendes Gedankenspiel und ein Hochgenuss von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist absolut empfehlenswert!
Bewertung
5/5
28.03.2018
Buch (Taschenbuch)
Was wären wenn
Paul Auster und sein neues Buch mit dem ungewöhnlichen Titel „4321“ muss ich Ihnen ja eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Im Feuilleton wurde das Buch seit seinem Erscheinen Ende Januar 2017 bereits ausführlich besprochen und hoch gelobt. Dadurch wird dies für meine Verhältnisse eine ungewöhnliche Buchbesprechung, denn ich erzähle Ihnen einmal nichts über den Inhalt des Buches, der auf dieser Seite sehr gut wiedergegeben wurde, sondern nur von meinen Empfindungen und Eindrücken.
Bisher habe ich mich noch nie an einen Titel von Paul Auster herangewagt. Der Autor machte mir einfach Angst, da er immer so gelobt wird und als einer der ganz Großen der ernsthaften Literatur gilt. Eine Freundin hatte mir zwar schon vor einiger Zeit den Titel „Mond über Manhattan“ als Einstieg empfohlen, und ich habe es brav gekauft, aber dabei ist es bisher geblieben. Doch diesmal haben mich die Besprechungen so gelockt, dass mich nicht einmal die 1264 Seiten abschrecken konnten. Und ich habe das Buch tatsächlich geschafft, auch wenn ich dafür fast einen ganzen Monat gebraucht habe, obwohl ich sehr viel Zeit zum Lesen hatte. Hier nun meine Eindrücke:
„4321“ liest sich ausgesprochen gut- Allerdings musste ich mich erst einmal an den Erzählstil des Autors gewöhnen. Paul Auster liebt nämlich sehr lange Sätze! Und er hat eine Art zu schreiben, die es mir nicht möglich gemacht hat, dieses Buch schnell durchzufressen. Es ist ein Buch, welches man wirklich nur sehr langsam lesen kann. Die Idee, die hinter der Story und dem Titel steckt, ist genial. 4 Variationen eines Lebens. Gleiche Grundvoraussetzung, d.h. die gleichen Eltern und der gleiche Geburtsort. Alle eint, dass die Hauptperson Archi(bald) Ferguson ein super Basket- und Baseball-Spieler, als auch ein Liebhaber des geschriebenen Worts ist. Aber dann entwickeln sich die Geschichten unterschiedlich weiter. Und dies betrifft nicht nur Archie selbst, sondern auch seine Familie. Eingebettet ist die ganze Geschichte in der Zeitspanne von 1947, wo Archie geboren wurde, bis Anfang der siebziger Jahre – eine Zeit, in der sich in den USA sehr viel getan hat.
Mich hat fasziniert, wie wenig ich doch von der amerikanischen Geschichte der jüngeren Vergangenheit wusste. Dabei lese ich gerne Bücher über genau diese Zeitspanne. Paul Auster hat mir da gute Einblicke geliefert. Seine Hauptfigur Archie denkt sehr viel nach, ist teilweise politisch interessiert und reflektiert viel. Und seine Sexualität, die er bereits früh entwickelt, nimmt auch einen großen Raum ein. Teilweise war er mir einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Dies war mir zu viel, da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Sehr ungewöhnlich empfand ich die eingeschobenen Geschichten, die Archie selbst geschrieben hat. Ob die wirklich für die restliche Geschichte notwendig waren? Dazu muss man aber auch bedenken, dass ich normalerweise eher eine Leserin von Unterhaltungsliteratur bin und keine studierte Literaturwissenschaftlerin, dies also eine sehr subjektive Meinung ist.
Für mich war dies ein sehr beeindruckender Roman, der mich sicherlich noch einige Zeit auf Grund seines Inhalts beschäftigen wird. Ich hatte ursprünglich angenommen, dass es sich um eine Roman-Biografie des Autors handelt. Aber wenn dies so wäre, dann muss er noch weitere Bände schreiben, denn, als der Roman endet, ist Archie gerade einmal Anfang 20. Wenn ich das Buch einordnen soll, dann gehört es für mich in eine Kategorie mit den amerikanischen Autoren John Updike und John Irving. Autoren, deren Bücher für mein Empfinden vorrangig an ihren männlichen Protagonisten und deren Befindlichkeiten und Sexualität ausgerichtet sind.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.