Cato Winter hat viel hinter sich gelassen, um sich mit ihrem Bruder Roman in Bautzen ein neues Leben aufzubauen. Als sie jedoch in ihrem Büro auf der Reichenstraße eine grausige Entdeckung macht, wird ihr klar, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat. Schon bald steht sie im Mittelpunkt der Ermittlungen der leitenden Kommissare und beginnt, an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln. Hatte sie Jahre zuvor in Brandenburg eine Mordserie zu verantworten? Lauert ein unsichtbarer Jäger in ihr, der ein zweites Mal Tribut verlangt? Während Catos Realität sich aufzulösen beginnt, versuchen die Kommissare Esther Behrens und Max Kawka alles, um weitere Morde zu verhindern. Aber wie sollen sie einen Täter finden, der unsichtbar scheint und lautlos wie ein Schatten ist? Momo, liiert mit Esther, interessiert sich brennend für den Fall und findet schließlich eine Methode hinter dem Wahnsinn. Die Fragen, die sich dabei stellen, führen direkt in den finsteren Schlund psychischer Abgründe.
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5.0/5.0
Bewertung
5/5
15.09.2017
Buch (Taschenbuch)
Mord in Bautzen!
Cato Winter leidet an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung. Sie ist mit ihrem Bruder Roman nach Bautzen gezogen um die schrecklichen Ereignisse in ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen. Momo, liiert mit Esther, einer leitenden Kommissarin und gestraft oder gesegnet mit einer ziemlich dominanten und chaotischen Mutter, interessiert sich schon immer für psychopatische Mörder.
Eines Morgens, kurz vor Beginn des Bautzner Frühlings findet Cato in ihrem Büro auf der Reichenstraße eine Leiche. Die Umstände ähneln erschreckend den Geschehnissen, vor denen sie geflohen ist. Hat ihre Vergangenheit sie eingeholt?
Die Geschichte ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben. Besonders aufwühlend und beeindruckend sind die Seiten, auf denen Catos Gefühle und Gedanken beschrieben sind. Ihre Zweifel und ihre Ängste, ob sie nicht doch selbst diese schrecklichen Taten begangen hat, kommen einem ganz nahe. Die Szenen, in denen Mo die Hauptrolle spielt, sind etwas lockerer geschrieben. Aber besonders hier kommt besonders gut die Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten zum Tragen. In diesem Buch kann man sich sehr gut in die Hauptpersonen hineinversetzen. Es ist sehr bildhaft geschrieben. In einer Szene fällt ein Mann vom Reichenturm. Ich habe noch Wochen nach der Lektüre beim Vorbeigehen verstohlen nach oben geschaut...
Also, unbedingt lesen und sich vom Ende überraschen lassen!
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