Produktbild: Die Stunde der Helden (Fantasy Roman)

Die Stunde der Helden (Fantasy Roman)

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.01.2018

Verlag

Mantikore-Verlag

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

20,6/13,9/4,7 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96188-042-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.01.2018

Verlag

Mantikore-Verlag

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

20,6/13,9/4,7 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96188-042-3

Herstelleradresse

Mantikore Verlag
Triftstraße 9
60528 Frankfurt
DE

Email: mantikoreverlag@aol.com

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ohne spice und Romantik, schon daher einfach nur gut

phantastische_fluchten aus Walzbachtal am 06.03.2025

Bewertungsnummer: 2430402

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Während Felahar von Brickstein in einer Schenke sitzt und eine recht abenteuerliche Geschichte über die drei Helden Wim, Dalagar und Huk erzählt, öffnet sich plötzlich die Tür und die drei Helden erscheinen höchst selbst auf der Bildfläche. Wie so oft im Leben, stimmen Legenden und Realität nicht unbedingt überein. Statt dreier begnadeter und ehrenhafter Kämpfer besteht das Trio aus einem riesenhaften ... mit einem kindlichen Gemüt, einem griesgrämigen Schläger und einem Schwert schwingenden Weiberheld. Und statt heldenhaft auf einem Pferd oder Nobo in die nächste Schlacht zu reiten, ziehen die drei in einem Planwagen von Ort zu Ort, immer auf der Suche nach einem lukrativen Auftrag, der ihnen wieder ein paar Münzen in die Tasche bringt. Sie sind mehr Söldner als Helden. Drei, die um jeden Preis feilschen und deren glorreiche Taten aus dem Töten von mutierten Ratten oder dem plündern von Grabstätten bestehen. Um sich eine eigene Meinung über die Helden zu bilden und ihre Geschichten aufzuschreiben, begleitet der naive und gutmütige Felahar die drei Männer auf ihren Reisen durch die Nordlande. Schnell wird klar, dass der junge Städter nicht für ein Leben in so einem verwahrlosten, brutalen und kalten Landstrich geeignet ist. Seine Illusionen über ein abenteuerliches Leben sind schnell dahin und bald beginnt der Kampf um das nackte Überleben. Unwissentlich haben sich die vier die Feindschaft des Syndikats zugezogen, dass ihnen nun auf den Fersen ist und ihnen nach dem Leben trachtet. Ausgerechnet der naive, etwas pummelige und gutmütige Felahar gerät in Gefangenschaft und in die Folterkeller des Syndikats. Nun muss sich zeigen, ob auch er zu einem Helden geboren ist. Kommentar: Das Buch beginnt sehr witzig und unterhaltsam. Es ist amüsant zu lesen, wie Felahar eine erfundene Geschichte über drei bewunderungswürdige Helden erzählt und diese dann die Schenke betreten. Keiner der drei kann sich an das geschilderte Abenteuer erinnern. Schnell machen sie Felahar klar, dass sie mit den Helden aus der Geschichte wirklich nichts gemeinsam haben. Wie Huk sagt: Echte Helden sind tote Helden. Für Felahar waren Helden immer nobel, mutig, tapfer, ehrenhaft. Er ist entsetzt über das Verhalten der drei, die nur eingreifen, wenn die Kasse klingelt. Ansonsten werden die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Das Land ist rau, grausam und unwirtlich von Kriegen zerrissen, nur die Starken überleben. Dalagar nutzt die Notlage der Frauen aus und macht sie sich gefügig. Er macht Versprechungen, die er nicht einzuhalten gedenkt, nur seine flinke Zunge rettet ihn aus manch brenzligen Situationen. Doch er hat eine Eliteausbildung als Kämpfer genossen und weiß sein Schwert aus Stahl genauso erfolgreich zu schwingen, wie sein Schwert, dass er bei den Frauen einsetzt. Huk ist ein mürrischer, übellauniger Raufbold für den nur das Geld zählt. Nie käme er auf die Idee, notleidenden Menschen zu helfen. Seiner Ansicht nach haben sie ihr Schicksal verdient. Und Wim ist der große, dumme Kämpfer, den eine tiefe Freundschaft mit Dalagar verbindet und der ihm überall wie ein treuer Hund folgt. Im Kampf wird er zum regelrechten Berserker und zusammen ergeben die drei Männer ein sehr erfolgreiches Trio. Was als amüsante Unterhaltung mit viel Humor beginnt wandelt sich bald in einen düsteren und bedrückenden Fantasyroman. So, wie Felahar erkennen muss, das nichts so ist, wie es in den Geschichten erzählt wird, so muss auch der Leser umdenken und lernen, dass der Autor nicht nur eine humorvolle und oberflächliche Geschichte erzählen will. Nuareth ist keine Welt, in der jemand Schwaches überleben kann. Sie ist dreckig , grausam und düster. Hier ist kein Platz für Romantik oder Liebe, der tägliche Kampf um das nackte Überleben verlangt den Menschen alles ab. Die Bauern werden ausgenommen und betrogen, die Frauen vergewaltigt und die Söhne in Bergwerke oder Fronarbeit verschleppt. Mitleid ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann, auch nicht die drei Helden. Felahar erfährt am eigenen Leib, dass Geschichten zu erzählen und Geschichten zu erleben ein Himmel weiter Unterschied ist. Und er ist nicht der geeignet, in dieser Wildnis zu überleben. Er ist pummelig, linkisch und naiv, aufgewachsen in einer großer Stadt, die alles zu bieten hat, was man im Alltag braucht. Er hatte eine gute Anstellung als Schreiber und ein geregeltes Einkommen, hat nie wirklich Not gelitten. Die Langweile und Abenteuerlust trieben ihn in die Nordlande, doch die harte Wirklichkeit holt ihn bald ein. Keine der vier Protagonisten gewinnt wirklich das Herz des Lesers. Sie sind zu ehrlich, brutal und schonungslos geschildert, doch das ist sicherlich auch die Absicht des Autors. Wie ich erfahren habe, gehört die Welt um Nuareth zu einem Browserspiel. Ich habe keine Ahnung, was das bedeutet, kann aber sagen, dass man dieses Buch ohne Kenntnisse dieses Spiels lesen und für gut befinden kann. Ein in sich abgeschlossener Roman, dem leider eine Karte von Nuareth fehlt um ihn perfekt zu machen. Mittlerweile habe ich erfahren, dass detaillierte Karten zu dieser Welt im Internet zu finden sind und es ist mir unbegreiflich, warum sie dem Roman nicht beigefügt wurden. Das hätte sicherlich viele Leser auch neugierig auf das Spiel gemacht. Das Cover zeigt die Untensilien eines Helden und ist in gedämpften gold-braun Tönen gehalten, was mir sehr gut gefallen hat und zur Atmosphäre des Romans passt. Fazit: Man sollte als Leser öfters neue Wege beschreiten. Der deutsche Fantasymarkt hat wesentlich mehr zu bieten als einen Heitz oder Hohlbein. Junge Autoren, die neue Wege gehen und spannende, innovative, humorvolle und sehr unterhaltsame Geschichten zu erzählen wissen. Neben Andreas Dresen und Felix Hänisch gehört für mich nun auch Jörg Benne dazu.

ohne spice und Romantik, schon daher einfach nur gut

phantastische_fluchten aus Walzbachtal am 06.03.2025
Bewertungsnummer: 2430402
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Während Felahar von Brickstein in einer Schenke sitzt und eine recht abenteuerliche Geschichte über die drei Helden Wim, Dalagar und Huk erzählt, öffnet sich plötzlich die Tür und die drei Helden erscheinen höchst selbst auf der Bildfläche. Wie so oft im Leben, stimmen Legenden und Realität nicht unbedingt überein. Statt dreier begnadeter und ehrenhafter Kämpfer besteht das Trio aus einem riesenhaften ... mit einem kindlichen Gemüt, einem griesgrämigen Schläger und einem Schwert schwingenden Weiberheld. Und statt heldenhaft auf einem Pferd oder Nobo in die nächste Schlacht zu reiten, ziehen die drei in einem Planwagen von Ort zu Ort, immer auf der Suche nach einem lukrativen Auftrag, der ihnen wieder ein paar Münzen in die Tasche bringt. Sie sind mehr Söldner als Helden. Drei, die um jeden Preis feilschen und deren glorreiche Taten aus dem Töten von mutierten Ratten oder dem plündern von Grabstätten bestehen. Um sich eine eigene Meinung über die Helden zu bilden und ihre Geschichten aufzuschreiben, begleitet der naive und gutmütige Felahar die drei Männer auf ihren Reisen durch die Nordlande. Schnell wird klar, dass der junge Städter nicht für ein Leben in so einem verwahrlosten, brutalen und kalten Landstrich geeignet ist. Seine Illusionen über ein abenteuerliches Leben sind schnell dahin und bald beginnt der Kampf um das nackte Überleben. Unwissentlich haben sich die vier die Feindschaft des Syndikats zugezogen, dass ihnen nun auf den Fersen ist und ihnen nach dem Leben trachtet. Ausgerechnet der naive, etwas pummelige und gutmütige Felahar gerät in Gefangenschaft und in die Folterkeller des Syndikats. Nun muss sich zeigen, ob auch er zu einem Helden geboren ist. Kommentar: Das Buch beginnt sehr witzig und unterhaltsam. Es ist amüsant zu lesen, wie Felahar eine erfundene Geschichte über drei bewunderungswürdige Helden erzählt und diese dann die Schenke betreten. Keiner der drei kann sich an das geschilderte Abenteuer erinnern. Schnell machen sie Felahar klar, dass sie mit den Helden aus der Geschichte wirklich nichts gemeinsam haben. Wie Huk sagt: Echte Helden sind tote Helden. Für Felahar waren Helden immer nobel, mutig, tapfer, ehrenhaft. Er ist entsetzt über das Verhalten der drei, die nur eingreifen, wenn die Kasse klingelt. Ansonsten werden die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Das Land ist rau, grausam und unwirtlich von Kriegen zerrissen, nur die Starken überleben. Dalagar nutzt die Notlage der Frauen aus und macht sie sich gefügig. Er macht Versprechungen, die er nicht einzuhalten gedenkt, nur seine flinke Zunge rettet ihn aus manch brenzligen Situationen. Doch er hat eine Eliteausbildung als Kämpfer genossen und weiß sein Schwert aus Stahl genauso erfolgreich zu schwingen, wie sein Schwert, dass er bei den Frauen einsetzt. Huk ist ein mürrischer, übellauniger Raufbold für den nur das Geld zählt. Nie käme er auf die Idee, notleidenden Menschen zu helfen. Seiner Ansicht nach haben sie ihr Schicksal verdient. Und Wim ist der große, dumme Kämpfer, den eine tiefe Freundschaft mit Dalagar verbindet und der ihm überall wie ein treuer Hund folgt. Im Kampf wird er zum regelrechten Berserker und zusammen ergeben die drei Männer ein sehr erfolgreiches Trio. Was als amüsante Unterhaltung mit viel Humor beginnt wandelt sich bald in einen düsteren und bedrückenden Fantasyroman. So, wie Felahar erkennen muss, das nichts so ist, wie es in den Geschichten erzählt wird, so muss auch der Leser umdenken und lernen, dass der Autor nicht nur eine humorvolle und oberflächliche Geschichte erzählen will. Nuareth ist keine Welt, in der jemand Schwaches überleben kann. Sie ist dreckig , grausam und düster. Hier ist kein Platz für Romantik oder Liebe, der tägliche Kampf um das nackte Überleben verlangt den Menschen alles ab. Die Bauern werden ausgenommen und betrogen, die Frauen vergewaltigt und die Söhne in Bergwerke oder Fronarbeit verschleppt. Mitleid ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann, auch nicht die drei Helden. Felahar erfährt am eigenen Leib, dass Geschichten zu erzählen und Geschichten zu erleben ein Himmel weiter Unterschied ist. Und er ist nicht der geeignet, in dieser Wildnis zu überleben. Er ist pummelig, linkisch und naiv, aufgewachsen in einer großer Stadt, die alles zu bieten hat, was man im Alltag braucht. Er hatte eine gute Anstellung als Schreiber und ein geregeltes Einkommen, hat nie wirklich Not gelitten. Die Langweile und Abenteuerlust trieben ihn in die Nordlande, doch die harte Wirklichkeit holt ihn bald ein. Keine der vier Protagonisten gewinnt wirklich das Herz des Lesers. Sie sind zu ehrlich, brutal und schonungslos geschildert, doch das ist sicherlich auch die Absicht des Autors. Wie ich erfahren habe, gehört die Welt um Nuareth zu einem Browserspiel. Ich habe keine Ahnung, was das bedeutet, kann aber sagen, dass man dieses Buch ohne Kenntnisse dieses Spiels lesen und für gut befinden kann. Ein in sich abgeschlossener Roman, dem leider eine Karte von Nuareth fehlt um ihn perfekt zu machen. Mittlerweile habe ich erfahren, dass detaillierte Karten zu dieser Welt im Internet zu finden sind und es ist mir unbegreiflich, warum sie dem Roman nicht beigefügt wurden. Das hätte sicherlich viele Leser auch neugierig auf das Spiel gemacht. Das Cover zeigt die Untensilien eines Helden und ist in gedämpften gold-braun Tönen gehalten, was mir sehr gut gefallen hat und zur Atmosphäre des Romans passt. Fazit: Man sollte als Leser öfters neue Wege beschreiten. Der deutsche Fantasymarkt hat wesentlich mehr zu bieten als einen Heitz oder Hohlbein. Junge Autoren, die neue Wege gehen und spannende, innovative, humorvolle und sehr unterhaltsame Geschichten zu erzählen wissen. Neben Andreas Dresen und Felix Hänisch gehört für mich nun auch Jörg Benne dazu.

Wahnsinnig Gut!

just.me am 18.02.2021

Bewertungsnummer: 1416520

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch nicht aus der Hand legen konnte und es unbedingt zu Ende lesen musste. Dieses Buch war auf jeden Fall eines davon. Die Charakter sind wunderbare Eigenbrödler und jeder einzelne von ihnen war mir auch seine eigene Art sympathisch. Ich mochte ihre ruppige Art, ihren Witz und ihren Charme und vor allem die Beziehung und ihr Umgang mit dem Geschichtensammler Felahar hat mir während dem Lesen immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Vor allem das Ende konnte meiner Meinung nach für den Roman nicht passender sein und ich habe ihn schon in meinem Umkreis jedem weiterempfohlen. Ich möchte aber auch noch hier eine Leseempfehlung aussprechen. Benne schafft es mit seinem Stil den Leser sofort in seine Welt zu ziehen, man fühlt sich wohl, fühlt sich zu Hause und kann es gar nicht erwarten, mit den Figuren ein Abenteuer zu erleben und glauben Sie mir - das werden Sie erleben.

Wahnsinnig Gut!

just.me am 18.02.2021
Bewertungsnummer: 1416520
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch nicht aus der Hand legen konnte und es unbedingt zu Ende lesen musste. Dieses Buch war auf jeden Fall eines davon. Die Charakter sind wunderbare Eigenbrödler und jeder einzelne von ihnen war mir auch seine eigene Art sympathisch. Ich mochte ihre ruppige Art, ihren Witz und ihren Charme und vor allem die Beziehung und ihr Umgang mit dem Geschichtensammler Felahar hat mir während dem Lesen immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Vor allem das Ende konnte meiner Meinung nach für den Roman nicht passender sein und ich habe ihn schon in meinem Umkreis jedem weiterempfohlen. Ich möchte aber auch noch hier eine Leseempfehlung aussprechen. Benne schafft es mit seinem Stil den Leser sofort in seine Welt zu ziehen, man fühlt sich wohl, fühlt sich zu Hause und kann es gar nicht erwarten, mit den Figuren ein Abenteuer zu erleben und glauben Sie mir - das werden Sie erleben.

Kundinnen und Kunden meinen

Die Stunde der Helden (Fantasy Roman)

von Jörg Benne

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