Die in diesem Buch sorgfältig ausgeloteten Zehn Gebete folgen zwar in der Bibel nicht so aufeinander wie die Zehn Gebote, aber: Es handelt sich nicht nur um sprachlich besonders schöne und gehaltvolle Texte, die uns in weiten Teilen aus der Seele sprechen ¿ wir treffen hier auf die Gebete Jesu und auf sieben ihn besonders inspirierende Psalmen des Alten Testaments. In den Liturgien der Kirchen haben die Zehn Gebete schon ihren Platz. Gleichwohl ist es den Exegeten immer wieder aufgegeben, das Ewig-Menschliche in den alten Texten aus der Schale des Zeitbedingten herauszuschälen. Denn die Autoren der ¿Zehn Gebete¿ waren auch Kinder ihrer Zeit und einer so nicht mehr bestehenden Lebenskultur. Der Verfasser legt die Psalmen mit Linien ins weitere Alte Testament aus und die Bitten des Vaterunsers mit Blick in die Verkündigung Jesu. So entsteht eine kleine ¿Jesulogie¿. Jedenfalls leitet das Buch an, unser Glauben und Beten mit Jesu innersten Motiven abzustimmen. Und es liefert jenen Bibellehrern, welche die ¿Zehn Gebete¿ einem möglichst weiten Kreis der Christinnen und Christen (wieder) lieb machen möchten, reichlich Hintergrundwissen.
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