Zwischen Wahnsinn und bitterer Realität - ein packender Psychokrimi, der Hochspannung garantiert.
Helene traut ihren Augen nicht: In der Wiege ihres Sohnes auf der Säuglingsstation eines Klagenfurter Krankenhauses liegt ein fremdes Kind. Doch niemand glaubt der jungen Mutter. Kommissar Rosners Freundin Alice liegt einige Zimmer weiter und gerät immer tiefer in den Sog der Ereignisse. Als sich Helene schließlich zu einer Verzweiflungstat hinreißen lässt, schreitet Rosner ein . . .
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Nittendorf
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Atmosphärisch dichter und packender Krimi!
In Simon Rosners drittem Fall entwickelt die Autorin Andrea Nagele eine packende Handlung, in der mehrere Erzählstränge, teils auch auf unterschiedlichen Zeitebenen fesselnd miteinander verwoben wurden.
Dies war mein erstes Buch über den Ermittler Simon Rosner, was aber kein Problem war, da die Figuren im Zuge der Handlung so geschickt eingeführt wurden, dass man die Hintergrundgeschichte von Rosner und seiner Alice allmählich durch Erinnerungen oder Rückblenden erfährt.
Fasziniert hat mich auch, wie aus mehreren zunächst scheinbar völlig unabhängigen Schicksalen dann eine stimmige Erzählung wurde.
Wie der Klappentext verrät, steht Leni im Mittelpunkt, die nach der Geburt ihres Sohnes Max plötzlich behauptet, ihr Baby sei vertauscht worden. Da sie aber bereits nach der Geburt von Ängsten gequält wurde, schenkt man ihr keinen Glauben. Alice, Rosners Verlobte, die zufällig ebenfalls auf der Station liegt, ist die einzige, die ihr hilft.
Ausgehend vom persönlichen Albtraum einer jeden Mutter entwickelt sich eine spannende Geschichte von Lenis traumatischer Vergangenheit über den kriminellen KIndsvater bis hin zu einer Einbruchserie in Klagenfurt. Wirklich spannend mit verblüffendem Ende!
Elke Seifried
aus Gundelfingen
5/5
03.02.2021
Buch (Taschenbuch)
"Eins, zwei, drei. Das Dritte von links."
Zwischen Wahnsinn und bitterer Realität ein packender Psychokrimi, der Hochspannung garantiert., mit diesen Worten wird für Kärntner Wiegenlied geworben, und dieses Versprechen hält die Autorin absolut. Nicht nur Rosner und seine Freundin geraten hier immer tiefer in den Sog der Ereignisse, sondern der Leser mindestens genauso sehr.
Eins, zwei drei. Das dritte von links., murmelt Helene stets vor sich hin, wenn sie das Säuglingszimmer der Privatklinik betritt. Nach einer schweren Geburt ist sie zutiefst verunsichert und hat Angst davor, dass sie ihr eigenes Kind nicht wiedererkennen könnte. Dass man einer Mutter nichts vormachen kann, wird ihr schlagartig klar, als ein fremder Junge im dritten Bettchen von links liegt. Natürlich ist ihre seltsam anmutende Angst auch den Pflegekräften und den Ärzten nicht verborgen, geblieben, was dazu beiträgt, dass ihr niemand glaubt, als das Unglaubliche nun wahr wird. Es kann nicht sein, dass ein Baby auf dieser Station vertauscht wurde. Aber was, wenn doch?
Die frisch gebackene Mutter Helene, bei der man nicht weiß, ist sie durchgedreht, oder nicht, ein absolut unsympathischer Kindsvater Sven, der nur darauf aus ist, die Beruhigungsmittel, die ihr der seltsame Psychiater Dr. Friede verschreiben will, für seinen eigenen Drogenkonsum abzuzwacken, eine unbekannte Miriam, die fern ab von Klagenfurt eine Gastprofessur in Exeter hat, ein Einbrecher, der der Fröhliche Weinberg genannt wird, weil er bei seinen Opfern genüsslich ein Glas Wein trinkt, und eine schwangere Alice, Rosners Freundin, die ins Krankenhaus eingeliefert wird, weil sie liegen muss. Das sind die Puzzlestücke, die dem Leser zu Beginn von der Autorin präsentiert werden und aus denen sich dann ein absolut fantastischer Psychokrimi entwickelt.
Ein Kind vertauscht, unmöglich, klar, dass der Frau niemand glaubt. Nur die schwangere Alice, die auf derselben Station liegt, scheint misstrauisch zu werden. Rosners Grenze zwischen Beruf und Privatem wird kläglich überschritten, was ihm gar nicht behagt und er beginnt nur zögerlich mit seinen Nachforschungen, Alice zuliebe. Den Hauptpart, der zur Lösung des Falls dient, trägt hier die Mutter selbst. Diese hat nicht nur damit zu kämpfen, dass ihr niemand glaubt, sie muss die Ängste um ihr eigenes Baby aushalten und hat zudem ein fremdes, schwächliches Kind am Leben zu erhalten.
Der locker, flüssige Schreibstil der Autorin hat Sogwirkung. Ich bin regelrecht durch den Krimi geflogen. Das Buch noch einmal aus der Hand zu legen, ist fast unmöglich, hat man erst einmal begonnen. Ich konnte immer wieder einmal schmunzeln, was mir gut gefallen hat. So bringt z.B. Rosner seiner Alice unüberlegt Kinderkacke, das ehrliche Elternbuch als Geschenk ins Krankenhaus, oder sie sagt ihm deutlich, dass nicht aufregen mit einem Mann wie ihm nicht geht. Andrea Nagele versteht sich ganz großartig darauf die Psyche und die Gefühle der Protagonisten zu beschreiben. Die Ängste und die grenzenlose Verzweiflung Helenes konnte ich fast selbst spüren, ich habe regelrecht mit ihr gelitten und die Geschichte hat mich emotional absolut gefangen genommen. Rosners Angst um das ungeborene Baby ist ebenfalls grandios dargestellt. Seelische Abgründe tun sich auf und ziehen den Leser regelrecht ins Geschehen hinein.
Die Eigenheiten der Mitspieler werden hier bis ins Detail großartig gezeichnet. Helene, die verzweifelte Mutter, die um den Kindsvater Sven alles andere als zu beneiden ist und zudem ein gehöriges Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat, hat sofort mein Mitleid erregt. Wie muss es sein, wenn einem niemand glaubt, wenn man sich plötzlich in einem ganz anderen Film befindet, in die Psychiatrie abgeschoben wird und es scheinbar niemanden gibt, der bestätigen kann, dass das Kind vertauscht wurde. Rosner, der Ex Alki, macht dieser Fall schwer zu schaffen, hat er doch Angst, dass seine Alice vor Aufregung, das Baby verlieren könnte. Ich mag den, in Beziehungsfragen manchmal etwas unbeholfenen, Kommissar richtig gern. Süß ja, wenn er beim Hausputz auch die Ecken nicht vergisst, bevor Alice entlassen wird. Undurchsichtige Nebendarsteller, beim mysteriösen Dr. Friede angefangen bis hin zum Jugendfreund, der unter jugendlicher Schizophrenie litt und plötzlich auftaucht, ermöglichen dem Leser Rätselraten.
Nach Tod am Wörthersee und Tod in den Karawanken ein weiterer Pageturner um Rosner aus der Feder von Andrea Nagele, der mich mit Sogwirkung mehr als fesselnd, berührend und äußerst exzellent unterhalten hat. Völlig begeisterte fünf Sterne.
Ladybella911
aus Besancon
5/5
03.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Max & Moritz - oder das vertauschte Kind
Die Befürchtung vieler junger Mütter : ihr neugeborenes Kind nicht wieder zu erkennen.
Dieses Schicksal ereilt Helene, die gerade entbunden hat und psychisch sehr instabil ist. Ständig quälen sie Ängste, ihr eigenes Kind nicht mehr wieder zu erkennen, und auf der Säuglingsstation fällt sie schon unangenehm auf. Und plötzlich werden ihre Befürchtungen wahr: Max ist verschwunden. Ein fremdes Kind liegt in seinem Bettchen. Aber keiner glaubt ihr im Gegenteil, man hält sie, volkstümlich gesagt, für verrückt.
Und Simon Rosner, der eigentlich gar nicht ermitteln möchte denn auch er hält Helene, wenn nicht für verrückt aber zumindest doch für reichlich überspannt, ermittelt nun doch, seiner Alice zuliebe, die sich in der Klinik erholen soll. Sie hat eine Risikoschwangerschaft und man befürchtet dass sie das Kind nicht austragen kann. Sie sollte sich auf keinen Fall aufregen.
Als Helene sich zu einer Verzweiflungstat hinreißen lässt greift Kommissar Rosner ein, und es ist ungeheuerlich, was er zutage fördert.
Dieser Psychokrimi hat wahrlich an meinen Nerven gezerrt, und ich war geschockt, was kranke Gehirne sich ausdenken können, sei es nun nur der Fantasie der Autorin entsprungen, oder sei es an der Realität orientiert. In einer eindrucksvollen, tief berührenden Sprache versteht es Andrea Nagele meisterhaft, uns Leser mitzunehmen in ein nicht ganz alltägliches Szenario.
Das Ende ist so überraschend wie der ganze Fall selbst und hat mir ausnehmend gut gefallen, denn es war für mich absolut nicht vorhersehbar.
Ich vergebe hier gerne 5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.
Autor: Andrea Nagele
Bambisusuu
5/5
03.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Rosners 3. Fall
Der Kriminalroman "Kärntner Wiegenlied" wurde von der Autorin "Andrea Nagele" geschrieben und ist im "Emons Verlag" erschienen. Kärntner Wiegenlied ist bereits ihr sechster Krimi.
Helene hat nach der Geburt ihres Sohnes Angstzustände ihr Kind verlieren zu können. Andauernd hält sie auf der Säuglingsstation Ausschau nach ihrem Baby Max. Ihr Alptraum wird dann aber zur wahren Realität und in der Wiege des Kleinen befindet sich ein fremdes Kind. Doch niemand glaubt der jungen Mutter. Zeitgleich befindet sich auch Komissar Rosners schwangere Freundin Alice im Krankenhaus und kommt nicht zur Ruhe. Was ist, wenn wirklich das Kind von Helene verschwunden ist?
Hierbei handelt es sich wieder mal um einen spannenden Krimi der Autorin Andrea Nagele. Der fesselnde Schreibstil lässt nicht locker, sodass kräftig mit den Nerven des Lesers gespielt werden. Eine Psycho-Handlung, wodurch meine Nervosität mit den Kapiteln gestiegen ist.
Helenes Schicksal ist mitreißend und emotional. Verwirrung entsteht beim Lesen bewusst. Ist Helenes Kind tatsächlich verschwunden? Mit den Gefühlen steht man zwischen Realität und Wahnsinn. Die Ängste der jungen Mutter nehmen zu. Damit hat die Autorin eine gute Handlung aufgebaut, die nicht packender hätte sein können.
Ich konnte mich gut in die Lage von Helene hineinversetzen. Ihre Emotionen werden immer wieder zur Geltung gemacht. Aber auch der Verdacht einer Entführung wird nicht locker gelassen. Kommissar Rosner traut seiner Freundin Alice und beschließt auf ihr Bitten sich um den Fall zu kümmern. Eine starke Vernetzung entsteht, wodurch die Tätersuche nicht erleichtert wird. Der Wechsel der Perspektiven baut die Spannung auf und gibt eine authentische Handlung.
Das Motiv der Entführung ist nicht eindeutig. Als Leser war ich selbst zwiegespalten und habe nach Indizien gesucht. Das Krankenhaus und Helene sind wie Gegensätze. Sich zu entscheiden, was das Richtige ist, ist nicht einfach und macht das Lesen umso fesselnder. Rosner ist bei seinen Ermittlungen sympathisch und sucht nach den Hintergründen. Ich konnte den Ermittlungen gut folgen und habe fleißig mitgefiebert. Im Laufe der Handlung werden die Zusammenhänge klarer, sodass man bis zum Ende gespannt auf die Aufklärung wartet.
Simon Rosners dritter Fall ist ein packender Psycho-Krimi. Dabei ist der Schreibstil flüssig und macht die Geschichte spannend. Ich bin gespannt, ob demnächst noch ein weiterer Teil der Reihe erscheint!
Martin Schult
aus Borken
5/5
03.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Muttergefühle
Simon Rosner wird wieder Vater und freut sich auf den völlig neuen Abschnitt seines Lebens. Ganz reibungslos läuft es allerdings nicht ab, da es sich bei Alice um eine Risiko-Schwangerschaft handelt und sie somit bis zur Geburt im Hospital verweilen muss, um unter ständiger Betreuung stehen zu können. Hier lernt sie Helen kennen, eine frisch gebackene Mutter, die von der Angst bestimmt wird, ihr Säugling Max nicht wiederzuerkennen. Unter dem Einsatz des Krankenhauspersonals gelingt es Helen immer besser diese Ängste zu beherrschen, bis sie eines morgens feststellen muss, dass das Baby im Bettchen nicht ihr Max ist. Handelt es sich wirklich um eine anderes Kind? Wer sollte einen Säugling austauschen? Niemand außer Alice glaubt der jungen Mutter, welche sich in ihrer Not zu einer Verzweiflungsaktion hinreißen lässt...
Auch in ihrem dritten Band um Kommissar Simon Rosner spielt die Autorin Andrea Nagele mit den Gefühlen und Gedanken ihrer Protagonisten. Sie stellt die Ängste und Emotionen in den Vorder-grund und baut darauf eine raffinierte und spannende Geschichte auf. Die junge Mutter Helen hat zunächst Angst ihr Kind nicht wiederzuerkennen und später behauptet sie, ihr Max wäre ausgetauscht worden. Andrea Nagele belässt es aber nicht bei den einfachen Fakten, sondern schildert die Situation aus der Sicht der beteiligten Personen, wie dem Vater oder dem behandelnden Arzt. Dies hat bei mir als Leser viele Gedankenspiele um den Wahrheits-gehalt und die Hintergründe der vermeintlichen Tat ausgelöst. Es entwickelt sich eine clever konzipierte und vielschichtige Geschichte, die mich im Verlauf des Buches zunehmend in den Bann gezogen hat. Die Spannung wird dabei auf einem stets sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem für mich sehr überraschenden, aber auch gut nachvollziehbaren Finale endet. Der Schreibstil der Autorin ist mir nach mittlerweile nach sechs gelesenen Büchern sehr vertraut und ich schätze ihn sehr. Ihr gelingt es mit ihrer lebendigen und flüssig zu lesenden Erzählweise immer wieder, das ich mich in ihre Protagonisten einfühlen kann und verleiht damit ihren Büchern einen besonderen Charme
"Kärntner Wiegenlied" ist ein aus meiner Sicht hervorragend gelungener Kriminalroman, der bei einem äußerst emotionalen Thema mit Tiefgang überzeugen kann. Aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung, welche ich mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.