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Produktbild: Der Ruf des Meeres
Band 3

Der Ruf des Meeres

Aus der Reihe Carolina Chronicles
8

9,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Francke-Buch

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

20,8/13,6/3,4 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The seakeeper's daughters

Übersetzt von

Silvia Lutz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86827-667-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Francke-Buch

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

20,8/13,6/3,4 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The seakeeper's daughters

Übersetzt von

Silvia Lutz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86827-667-1

Herstelleradresse

Francke-Buch GmbH
Am Schwanhof 19
35037 Marburg
DE

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  • Klaudia K.

    aus Emden

    5/5

    08.10.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Neue Chancen im Leben...

    Der sehr unterhaltsame und lesenswerte Roman "Der Ruf des Wassers" von Lisa Wingate berichtet über eine Menschenrasse, genannt Melungeons. Der Herzenswunsch von Whitney Monroe, einer jungen erfolgreichen Frau, ist es ein zweites Restaurant TAZZA 2 zu eröffnen, was ihr allerdings von Dritter Seite erschwert wird. In dieser für sie recht komplizierten Zeit erfährt sie, dass sich ihr alleine lebender Stiefvater bei einem Sturz verletzt hat und ihre Hilfe benötigt. Ihr Stiefvater lebt in Outer Banks, North Caroline, und bewohnt dort zurückgezogen das historische Hotel "Excelsior", welches einst Whitneys Großmutter gehörte. In diesem Hotel verbrachte sie gerne ihre Sommerferien, als ihre geliebte Mutter noch lebte. Mit dem Tod der Mutter erbte Whitney zwar das Anwesen jedoch lebte und kümmerte sich der Stiefvater Clyde Franczyk um das Haus. Mit dem eigenwilligen Clyde versteht sich Whitney allerdings nicht besonders gut und versucht nun, so gut es geht, sich um ihn und seine beim Sturz zugezogene Verletzung zu kümmern. Im Haus findet Whithney eine Reihe abgestellter Kartons, die noch von ihrer Großmutter stammen. Für sie völlig überraschend findet sie in ihnen wertvolle Objekte, die sie zu einem wohl gehüteten Familiengeheimnis leiten und schließlich sogar ihre eigene Identität in Frage stellen. In diesen Kartons finden sich auch einige Briefe von Alice, einer Schwester ihrer Großmutter. Über ihre Briefe entwickeln sich auf dramatische Weise zwei Erzählstränge, die den Leser auf eine erstaunliche Reise von Alice und ihrem Begleiter Tom zu den Melungeons mit nimmt. Das Leben der mir unbekannten Melungeons, die ein Mischvolk aus Europäern, Indianern und Afrikanern ist, entfaltet sich als herrliches Kopfkino vor dem geistigen Auge des Lesers. Ich habe diese Briefe regelrecht verschlungen; schenken sie so viele unfassbare Informationen über die damalige Zeit und die Lebensweise dieser faszinierenden und doch so unbekannten Rasse. Die Inhalte vieler dieser Briefe fesseln auch Whitney und den mürrischen Clyde, der mit der Zeit immer umgänglicher zu ihr wird. Schließlich liebte er ihre Mutter und vermisst sie sehr. So fanden sich zwei Menschen, die im Schmerz um den verlorenen Menschen vereint sind. Whitney möchte die Immobilie verkaufen und stößt dabei auf heftigen Widerstand in Mark, dem Besitzer des Surfshops im Erdgeschoss des Hotels "Excelsior". Er denkt gar nicht daran sein Geschäft aufzugeben und stellt sich Whitney in den Weg. Lisa Wingate schuf für ihren Roman überzeugend authentische und lebendig modellierte Charaktere. Whitney, die ständig auf der Suche nach der eigenen Identität ist und sich nach dem frühen Tod ihres Vaters, schon als Kind traumatisiert, schließlich als junge Frau in die Arbeit stürzt, um den Schmerz zu bewältigen und die ganze Welt im Zuge ihrer Tätigkeit als Managerin bereisen kann. Mit dem Tod ihrer geliebten Mutter häufen sich die emotionalen Berge erneut, die es zu bewältigen gilt. Denise, ihre Cousine, ist ihr schon seit den Kindertagen Hoffnung, Wegweiser und eine Oase der Ruhe für sie gewesen. Der Stiefvater und schließlich Mark, der Ladenbesitzer im Excelsior, sind Personen, die ihr Leben zutiefst beeinflussen. Die ruhige, tiefgründige Atmosphäre des Buches zielt in die Herzen seiner Leser. Wer sich auf ihn einlässt gewinnt allemal die Erkenntnis, dass man sich seinen Mitmenschen öffnen sollte und es stets das Beste ist, dem Leben immer wieder auf's Neue eine Chance zu geben. Wir leben im Hier und Jetzt und Gott segnet und wacht über uns zu jeder Zeit. Ein Schlüsselsatz des Buches wird mir in diesem Zusammenhang stets im Gedächtnis bleiben: "Segen ist erst ein Segen wenn man andere daran teilhaben lässt" Ich möchte den sehr ansprechenden, ruhigen Roman daher sehr gerne weiterempfehlen. So bedanke ich mich recht herzlich beim Francke Verlag für die Publikation dieses gewinnbringenden und schönen Romans.

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    4/5

    09.04.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Das Leben ist ein Risiko

    "Die erfolgreiche Restaurantbesitzerin Whitney will expandieren. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Mutter ihr ein altes Hotel am Atlantik vererbt. Vielleicht lässt es sich ja noch zu Geld machen? Doch ihre Sondierungsreise nach Roanoke Island stellt Whitney vor ungeahnte Schwierigkeiten: Sie muss sich nicht nur mit ihrem Stiefvater auseinandersetzen, der für sie lange ein Fremder war, sondern auch noch mit Mark, der in dem historischen Gebäude einen Surfshop betreibt und von ihren Plänen alles andere als begeistert ist. Außerdem hält das alte Gemäuer für Whitney die eine oder andere rätselhafte Entdeckung bereit. Während sie die Schätze sichtet, die das Hotel birgt, beginnt für sie eine Reise zu ungeahnten Familiengeheimnissen …" - soweit der Klappentext. Das Cover zeigt eine auf einem Stein sitzende Frau am Meer, blau ist die vorherrschende Farbe. Die Haltung der jungen Frau empfinde ich als nachdenklich, vielleicht etwas verloren. Das Cover passt zum Inhalt. Lisa Wingate ist Journalistin, Kolumnistin, Rednerin und die Autorin zahlreicher Bücher. Sie lebt mit ihrer Familie in Texas. (Quelle: Klappentext). Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass es sich bei diesem Roman um den letzten Teil einer Trilogie handelt. Die ersten beiden Bände habe ich nicht gelesen, was zum Verständnis dieses Buches nicht notwendig ist. Die Autorin schreibt einen flüssigen, gut lesbaren und sehr dichten Stil. Die ersten Kapitel beschreiben eine Erfolgsfrau, die sich um nahezu jeden Preis durchsetzen will, obwohl sie kurz vor dem Ruin steht. Whitney ist auf den ersten Blick nicht sehr sympathisch. Während ihres Aufenthaltes in Manteo ändert sich dies, so richtig warm werde ich mit Whitney allerdings nicht. Wie in einem Roman, in dem es um Familiengeheimnisse geht, nicht anders zu erwarten, gibt es zwei Erzählstränge: Whitney stößt bei ihrer Suche nach wertvollem Stücken Briefe von Alice, der Zwillingsschwester ihrer Großmutter, von deren Existenz sie nichts wusste. Alice war Mitarbeiterin des Federal Writers' Project, einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während der 30iger und 40iger Jahre des 20. Jahrhunderts und berichtet in ihren Briefen an ihre Schwester über ihre Arbeit. Teilweise sind diese Briefe zerrissen, so dass sie erst mühsam zusammengesetzt werden müssen, Teile der Texte fehlen, dennoch ist dieser Teil für mich sehr viel interessanter als Whitneys Erfahrungen und Erlebnisse in Roanoke Island, wo einiges doch sehr vorhersehbar ist. Alices Bericht über ihre Reise zu den Melungeons, die Geschichte der Verlorenen Kolonie, Glaube und Aberglaube sowie die Rassenkonflikte in den USA fand ich interessanter als die erwartbaren Missverständnisse. Whitney gewinnt im Verlauf des Romans wichtige Erkenntnisse. Der ihr so verhasste Stiefvater trauert wie sie um ihre Mutter, die er genauso geliebt hat wie Whitney. Sie erkennt, dass Alices Weg, ihr Leben zu leben, riskanter war als der ihrer Großmutter, sie dadurch aber zu Hoffnung und Freude zurückgefunden hat. Am Schluss findet Whitney zu sich selbst. Fazit: ein lesenswerter Roman.

  • peedee

    4/5

    04.10.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Gemächlicher Start, gegen Ende immer interessanter

    Carolina Chronicles, Band 3: Whitney Monroe ist eine erfolgreiche Restaurantbesitzerin, die eben ihr zweites Restaurant eröffnet hat. Doch schon von Beginn an gibt es Probleme mit der Bewilligung, und vor allem mit dem Konkurrenten Tagg Harper, der ihr alle nur möglichen Steine in den Weg legt. Da kriegt Whitney einen Anruf, dass es ihrem Stiefvater nicht gut gehe und sie kommen solle. Jetzt muss sie sich nicht nur mit den Restaurantproblemen auseinandersetzen, sondern auch noch mit ihrem Stiefvater und dem langsam verfallenden geerbten Hotel ihrer Mutter. Es wird für Whitney eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit ihrer Familie… Erster Eindruck: Auf dem Cover ist ein schönes Bild einer auf einem Felsen sitzenden Frau mit den Füssen im Wasser. Das Cover ist schon durch das kräftige Blau des Meeres und das Gelb des Kleides auffällig. Die Übersetzung des englischen Titels „The Sea Keeper’s Daughters“ wäre für mich jedoch passender gewesen, als „Der Ruf des Meeres“. Whitney hat mir gut gefallen, ebenso ihre Cousine und Geschäftspartnerin Denise. Leider läuft es ja gar nicht gut mit dem zweiten Restaurant. Es fehlt das Geld, um die Verzögerung kompensieren und um die fortlaufend neuen Auflagen erfüllen zu können. Whitney fühlt sich klein, wertlos und alleine verantwortlich für diese Situation. „Die wichtigste Fertigkeit im Leben ist es zu lernen, das anzunehmen, was man selbst nicht für sich geplant hat.“ Als Whitney auf ihren Stiefvater Clyde Franczyk trifft, war das keine schöne Situation. Das letzte Mal haben sie sich bei der Beerdigung ihrer Mutter vor fünf Jahren gesehen. Warum reagiert Clyde so gereizt auf Whitney? Sie trifft auch auf Mark Strahan, der einen Surf-Shop führt. Er reagiert misstrauisch auf Whitneys Anwesenheit. Wieso? Da Whitney nun schon mal in ihrem Hotel steht, kann sie mal ein paar Dinge durchsehen. Vielleicht lässt sich ja etwas verkaufen? Das könnte ihr helfen. Sie findet Dinge in den Geheimfächern eines Schreibtisches, u.a. einen Brief an ihre Grossmutter Ziltha Benoit – sie hat einst das Hotel „Excelsior“ geführt. Sie war eine strenge Frau, sicher auch streng mit sich selbst. Whitney findet noch weitere Briefe und erfährt Rätselhaftes. „Wenn man leben will, wenn man wirklich leben will, darf man sich nicht daran klammern, immer alles unter Kontrolle zu haben, sondern muss die Kontrolle aus der Hand geben.“ Die Abgabe der Kontrolle fällt mir auch immer schwer. Dies war mein drittes Buch von Lisa Wingate, nach „Die Hüterin der Geschichten“ und „Jolas Briefe“. Diese beiden Bücher haben mich absolut begeistert. Erst im Hinblick auf das vorliegende Buch habe ich festgestellt, dass diese drei Bücher zu einer Reihe gehören, nämlich „Carolina Chronicles“. Von Band 1 zu Band 2 habe ich jedoch keinerlei Gemeinsamkeiten entdeckt. Beim diesem Band hier gibt es jedoch einzelne, beinahe versteckte Verbindungen zu den Bänden 1 und 2. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen, um dieses Buch zu verstehen. In einem der Briefe, die Whitney findet, wird von dem jungen Mädchen Able erzählt; sie ist ein Melungeon und schwanger. Dies schlägt eine Brücke zu Band 1, wo auch Melungeons vorkamen. Am meisten gefreut hat mich das Wiedersehen mit Tandi aus Band 2, Tandi Jo Reese, die nun Chastain heisst. Somit hat sie ganz offenbar Paul Chastain geheiratet. Die Geschichte um Vertrauen, den Glauben, Melungeons, Familie, die Liebe hat ziemlich gemächlich gestartet und wurde gegen Ende immer interessanter. Die Spannung war meines Erachtens nicht optimal verteilt. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne.

  • smillas_bookworld

    aus Rheinland Pfalz

    4/5

    27.09.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Roman zum Entschleunigen

    »Manchmal muss man einen großen Sprung machen, um auf einem Wellenkamm zu landen. Aber wenn du oben bist, erwartet dich eine herrliche Gleitfahrt.« (S. 370) Whitney steht vor dem Scherbenhaufen ihres Restaurants. Ein Mitbewerber versucht, sie aus dem Rennen zu drängen. In diese ohnehin turbulente Situation hinein erhält sie die Nachricht, dass ihr verhasster Stiefvater einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt. Da sich sonst keiner um den Witwer zu kümmern scheint, verlässt die 38jährige widerwillig Michigan und fährt nach Roanoke Island. Dort kann sie dann auch gleich mal nach dem Hotel schauen, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat - nebst allem möglichen Gerümpel. Vielleicht finden sich ein paar wertvolle Gegenstände, die Whitney zu Geld machen und damit das Restaurant retten könnte? Bei der Sichtung der Hinterlassenschaft stößt Whitney auf alte Briefe. Diese stammen von einer Alice und richten sich an Whitneys Großmutter. Wer war Alice und warum hat ihre Großmutter nie von ihr erzählt? Immer tiefer gerät sie durch die Briefe in den Sog der Vergangenheit, fasziniert von dem Geheimnis, das ihre verstorbene Familie zu umgeben scheint. Doch auch die Gegenwart lässt ihr keine Ruhe. Ihr Stiefvater raubt ihr den letzten Nerv, das Hotel ist marode und der gutaussehende Makler Casey möchte sie zum Verkauf überreden. Dann ist da noch Mark, dem der Surfladen nebenan gehört und andere Pläne mit dem Hotel hätte... Und die Zustände in ihrem Restaurant in Michigan werden auch nicht besser. Whitney muss Entscheidungen treffen, was ihr sehr schwer fällt. Konfrontiert mit der Vergangenheit merkt sie, dass sie loslassen und heilen muss. Und dabei helfen ihr die Briefe von Alice. Die erzählt von einem Projekt in den Dreißiger Jahren, das sie in die Blue Ridge Mountains verschlägt. Dort trifft sie auf Menschen, die von den anderen Bergbewohnern ausgegrenzt werden: Die Melungeons. Und auf Gott. Und hier schließt sich ein Kreis, was den Lesern auffallen dürfte, die »Die Hüterin der Geschichten« und auch »Jolas Briefe« gelesen haben. Hatte ich zwischen den beiden vorigen Bänden keinen Zusammenhang erkennen können, so ist er nun, im dritten Band, sehr stark zu erkennen. Man begegnet namentlich ein paar Personen aus der »Hüterin« und Tandie aus »Jolas Briefe« wieder. Wie das alles zusammenhängt, verrate ich natürlich nicht. Man kann dieses Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände sehr gut lesen. Lisa Wingate hat eine sehr dichte Schreibweise, weswegen man das Buch nicht einfach mal eben so wegliest. Anfangs musste ich mich wieder einlesen, bis ich in die Handlung richtig eintauchen konnte, was u.a. daran lag, dass es quasi zwei Handlungsstränge gibt. Die Spannung steigert sich zunächst nur unmerklich, aber irgendwann erwischt man sich dabei, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag, weil es einen Sog entwickelt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Lisa Wingate ist eben eine begnadete Geschichtenerzählerin! Da ich mich anfangs recht lange einlesen musste, gibt’s 4 Sterne. Trotz allem aber wieder ein äußerst lesenswerter Roman, für den man allerdings in der richtigen Stimmung sein muss. Ich brauchte dafür immer Ruhe, um mich genügend auf die Handlung konzentrieren zu können.

  • Bewertung

    aus Bielefeld

    3/5

    01.10.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Das Geheimnis alter Briefe

    Whitney hat in einem alten Fabrikgebäude ein italienisches Restaurant eröffnet, doch ein skrupelloser Geschäftsmann macht ihr dort das Leben schwer. Während sie darum bangt, ob sie ihr Unternehmen behält und die Gehälter der Mitarbeiter noch zahlen kann, bekommt sie eine weitere schlechte Nachricht. Ihr Stiefvater Clyde ist schwer gestürzt und möchte unter keinen Umständen aus Whitneys geerbten Hotel ausziehen. So macht sie sich auf den Weg nach Roanoke Island und nutzt die Gelegenheit, das alte Gebäude auszumisten und nach wertvollen Gegenständen zu suchen. Doch dabei stößt sie auf alte Briefe, die sie weit in die Vergangenheit zurückführen... . Bei diesem Buch habe ich etwas Zeit gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen und mich an die Figuren zu gewöhnen. Ähnlich wie im Vorgängerband ,,Jolas Briefe" entdeckt hier die Protagonistin Whitney alte und vergessene Briefe, mit denen ein zweiter Handlungsstrang aufgemacht wird. Dieser war für mich zum Teil spannender und interessanter als die Handlung in der Gegenwart. Mit Whitney bin ich lange nicht richtig warm geworden. Nur bruchstückhaft erfährt man etwas über sie und kann sich lange kein richtiges Bild von ihr machen. Auf den ersten Blick wirkte sie auf mich wie eine taffe Geschäftsfrau, die sich von nichts und niemanden ihr Restaurant wegnehmen lässt, aber dann merkt man, dass sie innerlich doch sehr unsicher und scheinbar auch zerbrochen ist. Doch nach und nach macht sie auf Roanoke Island eine Wandlung durch und beweist, dass sie nicht immer nur den leichten Weg wählt. Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Erzählungen aus den ,,Blue Ridge Mountains", die in den Briefen von Alice, einer zunächst für Whitney unbekannten Verwandten festgehalten worden sind. Diese hat im Zuge des Federal Writers Projekt, welches von President Roosevelt ins Leben gerufen wurde, verschiedene Menschen in der Bergregion interviewt und stieß dabei auf die sogenannten ,,Melungeons", die noch stärker als Farbige und Indianer von der Gesellschaft ausgegrenzt und gemieden wurden. Lisa Wingate schreibt flüssig, aber schafft es diesmal nicht so wie sonst, ihre Figuren stimmig darzustellen. Auch konnte sie mich erst recht spät in die Handlung hineinziehen. Was mir persönlich im Buch auch zu kurz kommt, ist der christliche Glaube, der bei Whitney kaum präsent ist und nur bei Alice in den Briefen etwas sichtbar wird. Der Autorin gelingt es allerdings sehr deutlich zu zeigen, wie schlimm Vorurteile und Rassismus für die Betroffenen und für alle, die sich für diese einsetzen, sind. Insgesamt kann ,,Der Ruf des Meeres" nicht mit den Vorgängerbänden von Lisa Wingate mithalten, aber letztendlich hat mir die Handlung doch noch gefallen und mich gut unterhalten. Daher empfehle ich das Buch hier auch gerne weiter.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

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