Produktbild: Ein Gentleman in Moskau

Ein Gentleman in Moskau Ein Meisterwerk über den Wandel Russlands, die Magie des Alltags und die stille Revolution der Menschlichkeit

23

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

11381

Erscheinungsdatum

08.09.2017

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

560 (Printausgabe)

Dateigröße

3644 KB

Übersetzt von

Susanne Höbel

Sprache

Deutsch

EAN

9783843716192

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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08.09.2017

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Ullstein Ebooks

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560 (Printausgabe)

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Susanne Höbel

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Deutsch

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9783843716192

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  • LaberLili

    5/5

    20.01.2021

    eBook (ePUB 3)

    Tolle Erzählkunst!

    Ich gebe zu, dass ich gar nicht erwartet hatte, dass mir dieser Roman so gut gefallen würde, obschon ich definitiv von vornherein mit keinem Reinfall gerechnet hatte. Aber ich war doch besorgt, dass sich die Geschichte letztlich sehr in all den politischen Unruhen und gesellschaftlichen Umbrüchen vor den Türen des Hotels verheddern würde, aber „Ein Gentleman in Moskau“ ist völlig konzentriert auf diesen Landadligen und sein Dasein im Hotel Metropol, in welchem er sich vom noblen Gast notgedrungen, aber auch voller Raffinesse in neues, gesellschaftlich eher geächtetes Dasein einfügt, ohne tatsächlich geächtet zu werden, denn fortan ist er trotz des neuen Mitarbeiterstatus ein respektiertes Bindeglied zwischen den sich immer stärker auflösenden Gesellschaftsschichten. Graf Rostov ist ein echter Gentleman, wahrlich stilvoll, und seine Hingabe an diese Eleganz zeigt sich sehr überraschend vor Allem zum Schluss, wenn er eher beiläufig bekundet, was er (nie) getan habe und damit seinen seit Jahrzehnten andauernden Hausarrest prinzipiell eher ad absurdum führt und damit die immense Loyalität, der er sich immer ergeben hat, erst enthüllt. Dieses „Geständnis“ fand ich wahrlich verblüffend und zugleich wurde es so kurz und eher nebenher angesprochen, dass mir dessen tatsächliche Bedeutung erst einige Seiten später plötzlich durch den Kopf schoss. Ich fand Rostov eine sehr angenehme Hauptfigur; er ist sehr leger, sehr anpassungsfähig und hadert hier nie mit seiner persönlichen Situation, begegnet den gegenwärtigen Veränderungen mit Neugier, teilweise auch mit besonderer Raffinesse. Das gesamte Leben im Hotel ist so lebensecht dargestellt, dass man sich nahezu selbst in die Szenerie versetzt glaubt; die erzählerische Atmosphäre erinnerte mich stark an die Aura der Gegenwart, von welcher der Film „Grand Hotel Budapest“ erzählte: schick, zurückhaltend, vom äußeren Wandel geprägt, aber voller inniger Beziehungen. „Ein Gentleman in Moskau“ ist einfach ganz wunderbar erzählt, ein Zeugnis guten Benehmens sowie Respekts, ein Schriftstück voller tiefgründigerem Interesse und letztlich der Spiegel eines Umgangs, wie man ihn der Menschheit untereinander gerne wünschen würde; Zusammenhalt auch unter widrigen Umständen und das Bemühen, immer das Beste aus den gegebenen Situationen zu machen, welche man nicht so einfach verändern kann. Zugleich ist aber auch ein Aufruf enthalten, sich gegen das aufzulehnen, was man niemals zu akzeptieren bereit ist und füreinander einzustehen. Ich habe diesen Roman sehr, sehr gerne gelesen; der Inhalt hallt nach, ohne zu bedrücken, ohne zu erdrücken, ohne zu ängstigen, aber man möchte das Gelesene doch nochmals reflektieren. Zumindest erging es mir so und ebenso erging es mir so, dass es mich letztlich ein wenig überraschte, dass die Printausgabe 560 Seiten beinhaltet. Ich fand das erzählte so kurzweilig geschrieben, dass ich kaum drei Abende daran gelesen habe. Würde man in diesem Jahr „Lesetipp“-Stempel mit dem zusätzlichen Druck „Literarisch wertvoll“ auf Bücher stempeln wollen, wäre „Ein Gentleman in Moskau“ sicherlich auf Seiten der Romane, die diesen Aufdruck verdienten! Da mir der Roman im eBook-Format vorliegt, bin ich mir unsicher, ob der Satz tatsächlich dem nun letztlich vertriebenen digitalen Exemplar entspricht: Sollte das Endprodukt tatsächlich mit meinem Vorab-Exemplar identisch sein, ist das Problem der Fußnoten allerdings unbefriedigend gelöst. Nahezu jedes Kapitel beinhaltet zumindest eine „Sternchen-Erklärung“, welche dem Kapitel letztlich angehängt ist, aber zumindest im Falle meines Exemplars waren Sternchen und zugehörige Erläuterung nicht verlinkt, so dass ich häufig am Ende eines Kapitels Erläuterungen vorfand, von denen ich nicht mehr wusste, worauf sie sich eigentlich bezogen. Besondere Verständnisprobleme haben sich zwar nicht vor mir aufgetan, aber diese „Zusammenhanglosigkeit“ bzgl. der Fußnoten fand ich in meinem digitalen Exemplar dann doch schon ein wenig ärgerlich. Dies ist aber auch mein einziger echter Kritikpunkt, wobei ich letztlich aber ohnehin keine tatsächlichen Verständnisschwierigkeiten hatte. Dennoch hätte ich mir da auch in meinem digitalen Leseexemplar ein wenig mehr „Kopplung“ zwischen den betreffenden Textstellen und den entsprechenden Erläuterungen gewünscht.

  • kingofmusic

    aus Bielefeld

    5/5

    20.01.2021

    eBook (ePUB 3)

    Brillantes Kaleidskop russischer Geschichte des 20. Jahrhunderts

    Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht. Wir begleiten beim lesen Graf Alexander Rostov bei seinem 1922 verhängten lebenslangen Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Ein jeder von uns würde wahrscheinlich verzweifeln, wenn er nie wieder das Haus verlassen dürfte. Und auch Graf Rostov ist irgendwann verzweifelt, hat aber durch den Rückhalt seiner zahllosen Freunde im Hotel Metropol schnell den „Punkt“ überwunden und macht das einzig richtige in dieser Situation: er arrangiert sich mit seinem Hausarrest, übernimmt einen Job als Kellner in einem der Restaurants im Metropol und beobachtet dabei alles, was es zu beobachten gibt. So weit so fiktiv. Das Großartige an diesem Roman ist aber der gleichzeitige Blick auf die russische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir (die Leser) werden Zeuge der Stalin-Ära in Russland, erleben die Einführung des Fünfjahresplans, erfahren von der Medienzensur der Regierung – all das vorgetragen in einer (be)ruhigen(den) Sprache, die ich schlichtweg großartig fand und die ich in Anlehnung an eine Passage im Buch „die Poetik des Schweigens“ nennen möchte. Das Buch bricht nicht wirklich aus, es wird nie laut. Trotzdem ist es zu keiner Sekunde langweilig. Im Gegenteil: die zahlreichen Hinweise auf (russische) Literatur, Musik und die schon bereits genannten politischen (Hintergrund)-Informationen sind fesselnd und werden mit einer großen Prise subtilem Humors vorgetragen. Und so sollte jeder Fan anspruchsvoller Literatur, der sich (nicht nur) für die russische Geschichte interessiert, dieses wunderbare Buch gelesen haben!

  • Webervogel

    5/5

    20.01.2021

    eBook (ePUB 3)

    Feinsinniger Roman über einen russischen Adeligen und die eigene, kleine Welt in einem Hotel

    Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass in diesem Roman nicht viel passiert. Gleich zu Anfang, wir befinden uns im Jahr 1922 in Moskau, wird die Hauptfigur Graf Alexander Rostov zu lebenslangem Hausarrest an seinem aktuellen Wohnort verurteilt. Dieser ist jedoch nicht das heimische Gut, da der Adelsstand schon einige Jahre zuvor abgeschafft wurde und Graf Rostov es längst verlassen musste. Seitdem lebt er im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platze in Moskau. Es verfügt unter anderem über zwei Restaurants, eine Bar, einen geschlossenen Blumenladen und eine Nähstube, so dass dem 33-jährigen Grafen immerhin nicht sofort die Decke auf den Kopf fällt. Doch der Hausarrest des Grafen geht über Jahrzehnte, und als Leser begleitet man ihn dabei. Werden seine Begegnungen und Erlebnisse anfangs noch ausführlich geschildert, gibt es schließlich vermehrt Zeitsprünge. Diese wirken jeder Monotonie entschieden entgegen. Und auch sonst ist Graf Rostovs Leben im Hotel nur eine kleinere Ausgabe des Lebens in der richtigen Welt: Auch hier wird geliebt, gelacht und einander geholfen. Aber es wird auch bespitzelt und intrigiert – gegen die ehemals herrschende Klasse und eigentlich gegen jeden, der nicht zu den Bolschewiki zählt, kritisch hinterfragt oder auf die Äußerung seiner eigenen Meinung wert legt. Bei der Lektüre dieses Romans habe ich einiges über das Leben im Russland des 20. Jahrhunderts gelernt; nicht zuletzt durch die gelegentlichen Fußnoten, die eine Brücke zwischen Fiktion und Wirklichkeit schlagen. Trotz der zerstörerischen Politik dieser Jahre handelt „Ein Gentleman in Moskau“ auch von Idealisten wie Graf Rostovs Freund Michail Fjodorowitsch, von selbstbewussten Frauen wie der Näherin Marina, von gutherzigen Parteimitgliedern wie Ossip Iwanowitsch Glebnikow und nicht zuletzt von Gentlemen wie Graf Rostov. Amor Towles hat als Hauptfigur einen beeindruckenden Philanthropen geschaffen, dessen Gedanken das Buch zu einem Lesevergnügen machen. Stets freundlich, höflich und so heiter wie möglich vermittelt er direkt und indirekt, was es heißt, ein Gentleman zu sein. Das Klischee vom grobschlächtigen Russen wird einem nach der Lektüre dieses Buches kaum mehr in den Sinn kommen. Graf Rostovs teils philosophische Gedanken zu Heimat, Freundschaft und dem Leben generell machen diesen Roman so bemerkenswert. Ich habe mir ganze Passagen markiert, während ich das E-Book las. Es ging viel zu schnell, um sich alles zu merken, aber ich wollte die Sätze auch nicht einfach so an mir vorüberziehen lassen. Auch sprachlich überzeugen die Inhalte. Und so ist es zwar größtenteils ein ruhiges Buch, aber es gibt auch dramatische Szenen. Zwar passieren oft nur Kleinigkeiten, doch durch die Sprache und die geschilderten feinsinnigen Gedankengänge werden auch diese interessant. Ein wohlkomponiertes, weises Buch mit genau dem richtigen Ende. Mir hat es sehr gefallen!

  • Klara

    5/5

    20.01.2021

    eBook (ePUB 3)

    Hausarrest für einen Gentleman

    Armor Towles Roman "Ein Gentleman in Moskau" spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, Träger des Ordens des Heiligen Andreas, Mitglied des Jockey-Clubs, Meister der Jagd, geb. am 24. Oktober 1889 in St. Petersburg wird am 21. Juni 1922 für ein 1913 unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres Gedicht zum Tode verurteilt; die Strafe in Hausarrest in dem luxuriösen Hotel Metropol umgewandelt. Sollte er das Hotel jemals verlassen, wird er erschossen. Nach der Urteilsverkündung kehrt der Graf jedoch nicht in seine herrschaftliche Suite zurück. Ihm wird eine Kammer mit einem Fenster, das nicht größer als eine Briefmarke war, auf dem Dachboden zugeteilt, ein Großteil seines Hab und Gutes geht in Volkseigentum über. Während der nächsten 30 Jahre passt sich der Graf seinem Mikrokosmos an, und vor der Hoteltür nimmt die Geschichte Russlands und der ganzen Welt ihren Lauf. Amor Towles hat einen wundervollen Roman geschrieben, der dem Leser viele Informationen über die Geschichte Russlands und das Leben des Aristokraten Rostov in seiner Jugend in der Provinz Nischni Nowgorod nahebringt. Der Graf ist ein Ästhet, ein Feingeist, ein sehr gebildeter und kultivierter, höflicher und sympathischer Mann, mit einer großen Leidenschaft für Musik und Literatur. Er hat nicht die Arroganz des Aristokraten, der sich auf seinen Status und seinen Reichtum verlässt. Die hat er ohnehin weitgehend verloren. Stattdessen entwickelt er viel menschliches Mitgefühl und ist zu tiefen Bindungen fähig. Er freundet sich nicht nur mit hochrangigen Persönlichkeiten und der wunderschönen Schauspielerin Anna, sondern auch mit dem Portier Wassili, der Schneiderin Marina, dem Barkeeper Andrei und Emile, dem Maître d’Hôtel an. Auch wenn der Graf sich seiner Gefangenschaft ungebeugt stellt und versucht sich anzupassen, ist er einmal so hoffnungslos, dass er bereit ist, sich das Leben zu nehmen. Er entscheidet sich jedoch dafür weiterzuleben. Er wird der neunjährigen Nina ein wunderbarer Freund und Spielkamerad. Sie zeigt ihm die geheimsten Orte des Metropols, und kehrt Jahre später als junge Frau zurück. Sie ist verzweifelt und bittet den Grafen, sich ihrer Tochter Sofia anzunehmen, der er ein liebevoller und aufopferungsvoller Ziehvater ist. Tief verbunden ist er mit seinem Freund Mischka aus Jugendzeiten, der ihn viele Jahre später als den glücklichsten Menschen Russlands bezeichnen wird, denn trotz seiner eingeschränkten Lebensumstände ist er immer noch fähig, Freude und Glück zu empfinden. Er ist auch nicht völlig von der Realität abgeschnitten. Informationen über das Weltgeschehen und die Lage in Russland erhält er von den Bediensteten und Hotelgästen. Ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, von dem aus er das Bolschoi-Theater und die Mauern des Kreml sieht. Der Graf ist nicht Ich-Erzähler einer eigenen Geschichte. Der Autor lässt sie von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person erzählen. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und empfehle ihn uneingeschränkt weiter.

  • Yasmin Tiefenthaler

    aus Gmunden

    5/5

    07.05.2020

    eBook (ePUB 3)

    Ein Gentleman in Moskau

    Nach der Revolution in Russland wird Graf Alexander Rostov als Strafe dafür, dass er ein Aristokrat ist zu lebenslangen Hausarrest in dem berühmten Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Ich habe mich von der ersten Seite in die entzückende Persönlichkeit, des Grafen verliebt. Trotz aller Hindernisse bleibt Graf Alexander Iljitsch Rostov ein wahrer Gentleman. Ein Buch dass man einfach gelesen haben muss. Amor Towles schreibt diesen Roman mit einer wunderschönen Sprache, die einem jede einzelne Seite versüßt.

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