• Produktbild: Die himmlische Tafel
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Die himmlische Tafel Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis; International 2017, 1. Platz

5

10,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2018

Verlag

Heyne

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,5 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Originaltitel

The Heavenly Table

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-67715-9

Beschreibung

Rezension

»Als hätten sich Cormac McCarthy und David Vann zusammengetan und vorher ordentlich rabiat-schwarzen Humor getankt« ("Rainer Moritz, Die Welt / Literarische Welt")
»Donald Ray Pollock ist der Großmeister der Hillbilly-Prosa.« ("Christian Buß, LiteraturSpiegel")
»Historie, Melodram und Krimi in einem, ein Höllenritt durch ein groteskes, zutiefst rassistisches und ratloses Land, der überaus aktuell wirkt.« ("Der Tagesspiegel")
»(Ein) Bastard aus William Faulkner und Cormac McCarthy ...« ("Stefan Maelck, NDR Kultur")
»Armut, Gewalt, Fanatismus und Heuchelei – Vierklang des weißen Amerikas. Rauer Realismus, mit winzigem Lichtstreif. Great.« ("Jury der KrimiZeit-Bestenliste")
»Das ist relevante Literatur: gespickt mit Wissen um menschliche Sehnsucht, voll bitterer Komik und getragen von einer skeptischen Moralität, die beim Fressen beginnt.« ("Tobias Gohlis, Die Zeit")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2018

Verlag

Heyne

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,5 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Originaltitel

The Heavenly Table

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-67715-9

Herstelleradresse

Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE
vertrieb.verlagsgruppe@randomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Georgia, 1917. Die Jewett-Brüder schlagen sich nach dem Tod ihres Vaters als Desperados nach Norden durch. Auf gestohlenen Pferden und mit erbeuteten Waffen hinterlassen sie eine blutige Spur. Den Platz an der himmlischen Tafel suchen sie allerdings vergeblich ... Donald Ray Pollock, der Meister des Southern Gothic, legt nach der grandiosen Story-Sammlung Knockemstiff und dem meisterhaften Romandebüt Das Handwerk des Teufels noch einen drauf: dunkel, grotesk und spannend. Ein wahrer Höllenritt.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    21.03.2018

    Buch (Taschenbuch)

    THE HEAVENLY TABLE - Es war einmal im amerikanischen Süden. Die raue und groteske Geschichte dreier Outlaws 1917

    Georgia, 1917. Der Farmer Pearl Jewett lebt nach dem Tod seiner Frau ganz in seinem religiösen Fanatismus. So glaubt er, sich durch irdische Armut einen Platz an der reich gedeckten himmlischen Tafel verdienen zu können. Nach seinem Tod entledigen sich seine drei ungleichen Söhne der ungeliebten Farm und beschließen, nach literarischem Vorbild als Outlaws durch die amerikanischen Südstaaten zu ziehen. Schon bald gehen zahlreiche Banküberfälle und Morde auf ihr Konto. Die Jewetts werden mit steigender Belohnung gesucht - tot oder lebendig ... Auch mit seinem dritten Roman erweist sich Donald Ray Pollock (*1954) als Meister des Neo-Noir. Die perfekt gezeichneten Figuren sind zumeist fernab all dessen, was als Moral zu bezeichnen wäre. Neben den drei Outlaws gibt es zahlreiche weitere Protagonisten, die sich teils erst im Fortgang der Handlung mit der Chronik der Jewetts verbinden. Pollock zeichnet ein äußerst pessimistisches Bild der von Rassismus und Gewalt geprägten amerikanischen Südstaaten des Jahres 1917 vor dem Hintergrund des amerikanischen Eintritts in den Ersten Weltkrieg, das in einigen Aussagen beunruhigend aktuell wirkt. 100 Jahre sind eben wirklich keine Ewigkeit ... Der HEYNE-Verlag veröffentlicht den bereits 2016 in deutscher Übersetzung von Peter Torberg als Hardcover erschienenen Roman nun im preisgünstigen Paperback-Format in der innovativen HARDCORE-Reihe. Ein wegen seines harten Realismus empfehlenswerter Roman, der sich für empfindsamere Leser allerdings weniger eignet.

  • Bewertung

    5/5

    03.03.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Die Jewett Brüder auf Raubzug

    Nach dem Tod ihres Vaters, dem Farmer Pearl Jewett, müssen seine 3 Söhne sich allein im ländlichen Georgia des Jahres 1917 durchschlagen. Auf den Spuren ihres Idols, dem Bankräuber Bloody Bill Bucket ziehen sie raubend und plündernd durchs Land. Als sich ihr Weg mit dem des Betrugsopfers Ellsworth Fiddler kreuzt, nimmt die Geschichte für alle Beteiligten zwei unerwartete Wendungen. Der eine Weg führt zu den himmlischen Tafeln, der andere geradewegs in die Hölle... Die Handlung spielt im Jahr 1917, die Parallelen zum heutigen Amerika sind jedoch ebenso verblüffend wie beunruhigend. Donald Ray Pollock ist ein Großmeister eines der amerikanischsten Genres überhaupt: des Roadmovies in Buchform. Episch, brutal hart, düster intelligent und literarisch eine Offenbarung. Absolut brillant!

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    3/5

    01.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ambivalent

    Ach, diese Pollock-Western-Romane: man weiss nie so recht, ob diese Bücher in die Kategorie „gehobener Literatur“ gehören oder ob sie eher zu den billigen Groschenromanen aus dem Kiosk nebenan zu zählen sind. Die Geschichten sind alleweil gut beschrieben: ein harter, direkter und gefälliger Stil. Man liest das Buch gerne. Die Geschichte erzeigt Spannung, man fragt sich nach jedem Kapitel, wie es weiter geht. Die Personen sind gut und glaubwürdig beschrieben. Aber die Geschichte hat eine Vielzahl von Seitensträngen, einige sind bizarr, brutal und recht „pornographisch“. Am Schluss hat der Autor Mühe, all diese Geschichten und Personen zu einem Ende zusammenzufügen. (Aber er schafft es irgendwie.) Der Autor arbeitet auch mit recht vielen Männlichkeits-Stereotypen, wob dies wohl gewollt ist. Die Frauen kommen sehr schlecht weg in dieser Männerwelt des Westens. Und die Sexualität spielt eine grosse Rolle, auch die gleichgeschlechtliche. Weshalb gegen Schluss ein Leutnant (der Sinn und Nutzen dieses Bovard-Nebenstranges leuchtet mir nicht ein) noch ziemlich brutal dran genommen werden muss, leuchtet mir nicht ein. Kurz: Ich weiss nicht, ob das grosse Literatur ist oder einfach unterhaltsame Story-Erzählung, wo man sich mit Schiessereien, Mord, Porno und Sexobjekten an einer netten Freizeitlektüre ergötzen kann.

  • Havers

    5/5

    03.08.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die himmlische Tafel von…

    Die himmlische Tafel von Donald Ray Pollock „…ach, dass es danach noch was Schönes gibt, ist tröstlich in unserer Lage. Wie gut! Und doch, da bleibt uns noch die kleine, die große, die Frage – das wüssten wir gern noch daneben! Ob’s sowas gibt, wir hätten‘s gern: auch vor unserm Tode ein Leben“ (aus: Es gibt ein Leben vor dem Tod, Wolf Biermann). Diese Liedzeilen sind mir spontan in den Kopf gekommen, als ich die ersten Seiten des neuen Romans „Die himmlische Tafel“ von Donald Ray Pollock gelesen habe (erschienen bei Liebeskind, und wie immer wunderbar übersetzt von Peter Torberg). Pearl Jewett verdingt sich mit seinen drei erwachsenen Söhnen Cane (der einzig Normale in der Familie), Cob (der liebenswerter Tölpel) und Chimney (der unüberlegt agierende Hitzkopf) in Georgia als Tagelöhner. Aber obwohl sie sich Tag für Tag die Seele aus dem Leib schuften, fristen sie ein Leben in bitterster Armut unter unbeschreiblichen Zuständen, weil Pearl der Vorstellung anhängt, dass ihnen alle Entbehrungen auf Erden nach dem Tode von einem gnädigen Gott vergolten werden. Dann werden sie nie mehr Hunger leiden, sondern an der himmlischen Tafel speisen, auf der sich alle vorstellbaren Köstlichkeiten auftürmen. Abwechslung in die Mühsal des täglichen Einerleis bringen nur die Abendstunden, in denen Cane seinen Brüdern aus einem Groschenroman die Abenteuer des „Bloody Bill Bucket“ vorliest. Ein Bankräuber ohne Furcht und Tadel, den sie zutiefst bewundern. Es kommt wie es kommen muss, als ihr Vater stirbt. Ob an Auszehrung oder einer Vergiftung durch das Fleisch eines kranken Schweins, weiß man nicht so genau. Aber von heute auf morgen sind die Brüder allein auf sich gestellt und müssen eigene Entscheidungen treffen. Sie beschließen, ihrem Idol Bill Bucket nachzueifern und sich auf den Weg gen Kanada zu machen, um dort ihr Glück zu finden. Sie vagabundieren über Land und beschaffen sich die nötigen Mittel für ihren Lebensunterhalt, wie könnte es anders sein, indem sie Banken überfallen. Und spätestens hier hatte ich ständig die Coen-Odyssee „O Brother Where Art Thou“ vor Augen, denn auch die Jewett-Brüder machen auf ihrer Reise Bekanntschaft mit äußerst skurrilen Typen, wobei das um seine Ersparnisse betrogene Ehepaar Fiddler aus dem Süden Ohios noch am harmlosesten ist. Deren Sohn ist spurlos verschwunden, und so „adoptieren“ sie kurzerhand den jungen Cob Jewett… Wie bereits in „Das Handwerk des Teufels“ beeindruckt der spät zum Schriftsteller berufene Donald Ray Pollock wieder einmal mit einer rabenschwarzen Geschichte aus dem ländlichen Amerika. Sämtliche Personen sind einfache Gemüter, Kompass für ihr Handeln ist in erster Linie die Bibel, aber natürlich nur die Passagen, die „Auge um Auge“ fordern. Keiner von ihnen wurde jemals vom Schicksal begünstigt, jeder Tag fordert erneut dazu heraus, um’s Überleben zu kämpfen. Moral ist ein Fremdwort, lediglich bei Cane sind entsprechende Tendenzen zu erkennen. Aber auch er ist kein Heiliger, so wie es in dem gesamten Roman keine Heiligen sondern nur Sünder gibt. „Die himmlische Tafel“ ist absolut keine Lektüre für Zartbesaitete. Es wird gelogen, gestohlen und geprügelt, herumgehurt, gesoffen, geflucht, geschossen und gemordet. Pollock Sprache ist direkt und kompromisslos, die Dialoge sind oft bizarr und von schwarzem Humor geprägt. Seine Beschreibungen sind atmosphärisch dicht, sehr bildhaft und lassen vor dem Auge des Lesers immer wieder filmische Sequenzen ablaufen. Und so bleibt abschließend nur zu sagen: Ganz, ganz großes Kino, Mr Pollock!

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