Sie kamen, um uns zu vernichten: die ›Anderen‹, eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Jenny Wons
aus Bergheim
5/5
07.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Emotionaler Abschluss
Mit Der letzte Stern schließt Rick Yancey seine dystopische Trilogie auf eine Weise ab, die sowohl schmerzhaft als auch beeindruckend ist. Schon vor dem ersten Kapitel liegt ein Gefühl von Endgültigkeit über der Geschichte. Als Leser*in weiß man, dass Versprechen gebrochen, Opfer gebracht und Abschiede unausweichlich sein werden. Genau diese emotionale Schwere macht den Roman so intensiv.
Handlung
Die Handlung setzt in einer Welt an, die bereits mehrfach zerstört wurde – physisch wie emotional. Die Menschheit steht kurz vor der Auslöschung, und die wenigen Überlebenden kämpfen nicht nur gegen einen übermächtigen Feind, sondern auch gegen ihre eigenen Zweifel, Ängste und Verluste. Hoffnung ist ein rares Gut, und jede Entscheidung hat unumkehrbare Konsequenzen.
Yancey gelingt es, das Ende der Welt nicht als reines Actionspektakel darzustellen, sondern als langsamen, unausweichlichen Prozess. Die Spannung entsteht weniger durch große Schlachten als durch moralische Entscheidungen, innere Konflikte und die Frage, was es bedeutet, bis zum Schluss Mensch zu bleiben. Trotz des hohen Tempos wirkt die Geschichte nie gehetzt; jede Szene hat Gewicht, jede Handlung Konsequenzen. Besonders bemerkenswert ist, wie logisch und durchdacht der finale Konflikt aufgebaut ist – nichts fühlt sich zufällig oder erzwungen an.
Der Epilog setzt schließlich einen ruhigen, aber umso wirkungsvolleren Schlusspunkt. Er ist kein klassisches Happy End, sondern ein ehrlicher, nachdenklicher Abschluss, der die gesamte Trilogie noch einmal in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Charaktere
Die Figuren sind das Herzstück von Der letzte Stern. Rick Yancey zeigt hier noch einmal deutlich, wie viel Arbeit und Liebe er in jede einzelne Person gesteckt hat. Es gibt keinen Charakter, der überflüssig wirkt – selbst Nebenfiguren haben Bedeutung und tragen zur Gesamtgeschichte bei.
Cassiopeia (Cassie) erlebt im letzten Band eine beeindruckende Entwicklung. War sie zuvor oft von Unsicherheit geprägt, wächst sie hier über sich hinaus und beweist Mut, Entschlossenheit und emotionale Stärke. Sie wird zu einer tragenden Säule der Geschichte und zeigt, dass Heldentum nicht laut oder makellos sein muss.
Sam steht exemplarisch für den Verlust von Kindheit in einer zerstörten Welt. Seine Entwicklung über die drei Bände hinweg ist schmerzhaft realistisch und im Finale besonders bewegend. Er ist gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die kein Kind treffen sollte, und genau das macht seine Figur so eindringlich.
Ben Parish (Zombie) überzeugt weiterhin mit Loyalität, Mut und innerer Zerrissenheit. Er ist eine Figur, auf die man sich verlassen kann, ohne dass sie eindimensional wirkt.
Evan Walker polarisiert auch im Abschlussband. Lange Zeit eine Figur, die man schwer einordnen konnte, zeigt er hier neue Seiten, die ihn greifbarer und menschlicher machen. Yancey gelingt es, selbst kontroverse Charaktere nuanciert darzustellen und ihnen Raum zur Entwicklung zu geben.
Themen und Stil
Der letzte Stern behandelt große Themen wie Opferbereitschaft, Liebe, Schuld, Freiheit und das Wesen der Menschlichkeit. Besonders stark ist das Motiv der Versprechen – zwischen den Figuren, aber auch zwischen Autor und Leser*in. Diese Versprechen werden nicht immer erfüllt, doch genau darin liegt ihre emotionale Kraft.
Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch und stellenweise poetisch. Viele Passagen sind ruhig und nachdenklich, andere wiederum voller Spannung und Dramatik. Yancey versteht es, mit wenigen Sätzen große Gefühle auszulösen. Die Geschichte wirkt trotz ihres fantastischen Settings erschreckend realistisch und glaubwürdig.
Fazit
Der letzte Stern ist ein würdiger, mutiger und emotionaler Abschluss einer außergewöhnlichen Trilogie. Rick Yancey nimmt seine Leser*innen ernst und scheut sich nicht davor, schmerzhafte Entscheidungen zu treffen. Das Ende ist konsequent, logisch und berührend – kein einfacher Abschluss, aber ein ehrlicher.
Diese Trilogie bleibt nicht nur wegen ihrer Handlung in Erinnerung, sondern vor allem wegen ihrer Figuren und der Gefühle, die sie auslöst. Der letzte Stern ist ein Triumph und ein Beweis dafür, wie kraftvoll dystopische Literatur sein kann, wenn sie den Fokus auf Menschlichkeit legt.
5 von 5 Sternen!
Bewertung
5/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Höhepunkt der dystopischen Trilogie,...
Höhepunkt der dystopischen Trilogie, spannend, aufregend und gut gelungen.
Bewertung
4/5
18.11.2016
Buch (Taschenbuch)
Das packende Finale der fünften...
Das packende Finale der fünften Welle Reihe. Mit einem nicht zu erwartenden Ende, es lässt an Spannung auf keiner Seite nach.
Bewertung
aus Mechernich
3/5
20.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Besser als Teil 1 und 2, aber immer noch nicht gut
Meine Meinung
»Der letzte Stern« ist der letzte Teil der leider größtenteils enttäuschenden Trilogie von Rick Yancey. Insgesamt fand ich ihn etwas besser als die ersten beiden Teile, aber das Ende hat mein Happy End Leserherz doch schon sehr zerbrochen …
Sie kamen, um uns zu vernichten: die ›Anderen‹, eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...
Insgesamt wird dieser Teil besser, weil die Truppe sich endlich etwas zusammenrauft und nicht mehr jeder nur auf sein eigenes Überleben fokussiert ist. Und endlich fangen sie auch an zu agieren und nicht bloß auf all das zu reagieren. Die Spannung blieb auch in diesem Band wieder erhalten, aber zwischenzeitlich bin ich bei den ganzen Erklärungen, was genau die ›Anderen‹ denn jetzt sind, trotzdem wieder ausgestiegen, weil es dem Leser einfach nicht verständlich erklärt wird. Oft habe ich mir gedacht, Ist ja ganz nett, dass du eine genau Vorstellung davon hast, Rick Yancey, aber ich sitze hier draußen und nicht in deinem Kopf. Du müsstest also etwas konkreter werden …
Naja, das Ende hat mich dann ein bisschen gekillt, weil ich damit absolut nicht gerechnet habe, aber es ist definitiv mal was anderes. Und das Schicksal der Erde ist tatsächlich immer noch nicht ganz klar. Die Hauptbedrohung ist zwar besiegt, aber überall lauern noch Schläfer. Es bleibt ein wenig offen, ob die Menschheit sich wirklich komplett erholen wird …
Fazit
Insgesamt der beste Teil der Reihe, aber trotzdem bleiben die Erklärungen lückenhaft und obwohl die Charaktere sympathischer werden, kann ich nicht sagen, dass ich warm mit ihnen geworden bin. Insgesamt eine eher enttäuschende Endzeit-Dystopie. Nachdem der Autor so gefeiert worden ist, hatte ich ehrlich mehr erwartet.
Bewertung
aus Chemnitz
2/5
27.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Der letzte Stern
Auch dieser Teil konnte mich nicht überzeugen, er war sogar noch schlechter als die anderen beiden Teile. Ich kann dieser Reihe überhaupt nichts abgewinnen und würde diese auch nicht empfehlen. Alle 3 Bände hätte in einem Roman zusammen gefasst werden, denn die Handlung ist wirklich sehr übersichtlich. Ich habe mich durch alle 3 Bücher gequält, in der Hoffnung dass alles am Ende einen Sinn ergibt. Leider nein, ich habe nicht einmal verstanden, ob es nun Außeridische waren, oder doch nur durch Anleitung der Außerirdischen der Untergang der Menschheit eingeleitet worde. BITTE NICHT LESEN, keinen der Bänder.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.