Produktbild: Große Freiheit Mitte

Große Freiheit Mitte Als das Leben ein einziger großer Rausch — Mein wilder Trip durchs Berliner Nachtleben

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12,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2018

Abbildungen

20 schwarz-weiße Fotos

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-78926-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2018

Abbildungen

20 schwarz-weiße Fotos

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Schwarz / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-78926-1

Herstelleradresse

Knaur Taschenbuch
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    06.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mir gut gefallen.

    Das Buch ist witzig und der Schreibstil gefiel mir auch. Kann ich weiterempfehlen. *************************************************************************************************

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    25.02.2018

    Buch (Taschenbuch)

    GROSSE FREIHEIT MITTE - Unterhaltsame persönliche Erinnerungen an die fröhliche Anarchie im Berlin der Nachwendezeit

    Von seiner Jugend im Hamburger Reeperbahn-Milieu war Michel Ruge (*1969) einiges gewohnt. Doch nach und nach schwanden die Freiheiten in Hamburg und machten einer kommerzialisierten Bürgerlichkeit Platz. Auch persönlich sah Ruge die Zeit für eine Luftveränderung gekommen - und in der fröhlichen Anarchie des Berlins der Nachwendejahre eine Herausforderung für einen Neuanfang. Natürlich nicht Berlin schlechthin - der West-Teil hatte sich ähnlich entwickelt wie Hamburg. Doch in Berlin-Mitte wartete in den Jahren nach dem Fall der Mauer eine Freiheit, die sich im Angesicht der mittlerweile erfolgten gnadenlosen Kommerzialisierung nur noch vorstellen kann, wer sie erlebt hat: "Mitte war ein Biotop, eine Insel, auf der die Regeln der vereinten Stadt noch nicht galten. Es waren auch nicht nur die Frauen, die sich weigerten, erwachsen zu werden. Die Männer taten es genauso. ... Der Großteil der Mitte-Bewohner kam aus bürgerlichen Elternhäusern. Man war behütet und gebildet, man war abgesichert und wohlerzogen. Aber genau aus diesen Gründen hatte man keinen Bock auf Wohlerzogenheit und Bildungsbürgeretikette. Stattdessen stürzte man sich in die Ungewissheit des intellektuellen Chaos und trug dabei Schlabberpullis und Trainingshosen." (S. 45 f.) Immer neue Clubs eröffnen in alten Wohn- oder Fabrikruinen - und Michel Ruge beginnt nach eher halbherzigen Versuchen im Schauspielbereich und als Kampfsport-Trainer seine Karriere als Türsteher in den angesagtesten Clubs. Zu jener Zeit waren die Türsteher noch Institutionen, die das Image von Clubs wie WBM oder Cookies maßgeblich prägten. Vom ersten Tag an lernt er die ungeahnte sexuelle Freizügigkeit einer Stadt im Rausch kennen und bekommt es auch mit den Paten des Milieus zu tun. "Es ging nicht ums Abzocken und Abkassieren, sondern darum, die Welt schöner zu machen. Es wurden Utopien gelebt. Bei jeder Party hatte man das Gefühl, an einer Geschichte teilzuhaben. ... In dieser kreativen Goldgräberstimmung hatte man den Eindruck, alle interessanten Menschen der Welt hätten sich in Mitte versammelt, um dem Rest des Erdballs zu zeigen, wie das mit dem friedlichen Anarchismus funktionierte." (S. 136 f.) Sehr kurzweilig berichtet Michel Ruge über seine wilde Berliner Zeit, die auch Opfer forderte und ihn dazu brachte, rechtzeitig sein abenteuerliches Leben hinter sich zu lassen - an das er sich mit deutlicher Wehmut erinnert. Doch inzwischen sind auch die Kulissen verschwunden: "Was in den 15 Jahren nach der Maueröffnung in Berlin möglich war, wird dort so schnell nicht wiederkommen. Die Freiräume des Ruinenspielplatzes eines gescheiterten Staates kann man nicht künstlich erzeugen. Sie kommen erst wieder, wenn es einen Börsencrash gibt. Oder einen Krieg. Oder irgendeine andere große Krise. Solange sich die Menschen einer Struktur unterwerfen, in der einige wenige Riesenprofit machen, während sich die anderen dem sozialen Druck, überleben zu müssen, aussetzen, ist die Große Freiheit Mitte lediglich ein Raum in den Köpfen derer, die sie erlebt haben. Und ein Ziel für alle, die von ihr träumen. Darin bleibt sie lebendig." (S. 235) Das bei KNAUR erschienene Taschenbuch ist vergnüglich zu lesen, bietet viel Raum für eigene Erinnerungen - Vorhandensein vorausgesetzt - und zum Nachdenken über eine noch nicht lange zurückliegende Zeit, in der noch nicht jegliche Kreativität mit starrer gesetzlicher Durchregulierung ausgebremst wurde.

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