Das Buch ist eine Einladung an glaubende Menschen, ihren Tag mit Psalmengebet, biblischen Lesungen und Fürbitten zu gestalten. Es sind Gebete für den Morgen (Laudes), für eine kurze Unterbrechung am Tag (Terz, Sext oder Non) und für ein Abendgebet (Vesper) enthalten. Das Buch enthält ca. 170 Hymnentexte, rund 430 reine Notenseiten, 200 reine Textseiten und 100 Seiten zur Eröffnung. Auf hochwertigem Dünndruckpapier gedruckt, gut lesbar, mit stabilem Einband und einem Leseband sowie einem sehr zweckmäßigen Format ist diese Ausgabe ideal für das tägliche Gebet im Alltag.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
06.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
praktisch und gelungen
Das Morgen- und Abendlob bietet in kompakter Form Hymnen, Antiphonen und Psalmen, um damit die Gebetszeiten des Morgens und (frühen) Abends singend zu gestalten. Neben melodischen und textlichen Neuschöpfungen findet sich viel Bekanntes. Die Neukompositionen sind sanglich gut zu bewältigen und Gruppen, die mit dem ‘call-respons’ vertraut sind, sollte es möglich sein, die vorgesungenen Antiphonen nachzusingen. Zur instrumentalen Unterstützung werden gängige Kürzel geboten.
Man merkt dem Werk also an, dass es ‘auf Praxis’ angelegt ist. Von daher nimmt Schmitz auch auf die Tonarten Rücksicht, die aufeinander folgen, er gibt gute Anleitung des Inhaltes und der Umsetzung.
Zur Unterbrechung des Tages am Mittag (Sext) wird nur ein einziges Formular und das ohne Psalm geboten - meditatives Innehalten, was ich ein wenig schade finde… Doch der Titel liegt den Fokus klar auf ‘Laudes’ und ‘Vesper’ - somit such man auch vergeblich nach einer ‘Komplet’ (Nachtgebet).
Vieles wird modular geboten (Invitatorien, Hymnen) - von daher ist man mit zwei Bändchen zu knapp bedient.
Leider hat es nur wenige Festtage mit eigenem Formular - allerdings bietet Schmitz ganz vorne ein ‘Direktorium’, wo er auflistet, was man wann beten kann, besonders wenn es keine Eigentexte gibt.
Die Psalmen wurden aus der neuen Einheitsübersetzung (2016) genommen und entsprechend eingerichtet.
Am meisten fehlen mir allerdings die Antiphonen zum Benedictus und Magnificat - diese werden ohne solche Umrahmung gesungen. Dafür gibt es Lesungen mit einem passenden Antwortgesang (Responsorium). Die Bitten, bzw. Fürbitten bestehen nur aus einer Einleitung und geben Raum zur eigenen Gestaltung.
Insgesamt also ein paar wenige Mängel - die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen und z.B. dadurch aufgewogen werden, dass Schmitz für die Advents- und Fastenzeit eine eigene Wochen Psalmenreihe bietet.
Ein gelungenes Werk!
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