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Nikotin

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.01.2018

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/14,2/3,2 cm

Gewicht

479 g

Farbe

Hellblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Nicotine

Übersetzt von

Michael Kellner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-07670-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Intelligent, rastlos und extrem lustig. Und am besten sind die Figuren: Man genießt jede Minute mit diesen Verrückten. ("The New York Times Book Review")
Zinks Genie liegt darin, dass sie das Bizarre vollkommen natürlich erscheinen lassen kann. ("The Wall Street Journal")
Zink ist eine Komikerin par excellence, mit der Besonderheit, dass sie dabei keine Miene verzieht. Sie schreibt über die großen Dinge: die Travestie des Amerikanischen Traums, den sexuellen, ökonomischen und intellektuellen Status der Frauen; die Vergänglichkeit der Lust und die Dauerhaftigkeit ihrer Folgen. Und ihr literarischer Ton ist so überraschend, so ohne Vorläufer, dass sie wie eine Außenseiterin wirken würde, wäre da nicht dieser scheinbar ganz nebenbei eingeflossene, ungeheure literarische Kenntnisreichtum. ("The New Yorker")

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Erscheinungsdatum

24.01.2018

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/14,2/3,2 cm

Gewicht

479 g

Farbe

Hellblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Nicotine

Übersetzt von

Michael Kellner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-07670-2

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
Deutschland
Email: [email protected]
Url: www.rowohlt.de
Telephone: +49 40 72720
Fax: +49 40 7272342

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Kompromisslose Direktheit

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 22.10.2021

Bewertungsnummer: 1592731

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nell Zink lädt in ihrem Roman in ein besetztes Haus. Eine Realistin blickt auf irre Verhältnisse. Vorgeschichte. 1985. Im kolumbianischen Cartagena trifft die dreizehnjährige Amalia einen mittelalter (51) Amerikaner (Norm) auf einer Müllkippe. Dort wird sie nie wieder zurückkehren, denn Norm wird Amalia adoptieren. 2005. Penny, Tochter von Amelia und Norm ist 12 Jahre alt, ihr Halbbruder Matt, Müllwagendesigner, 36, drei Jahre älter als seine Stiefmutter Amalia. Elf Jahre später liegt Norm im Sterben. Nach dem Tod des von Penny geliebten Vaters erfährt sie von einer weiteren Immobilie in seinem Besitz. Nach einem Brand wegen einer vergessenen Zigarette stand es lange Jahre leer. Ein Gebäude in New Jersey mit einem „Monster“; in einem Zimmer stapeln sich Eimer voll mit Exkrementen. Inzwischen hat sich im "Nikotin", so der Name des Hauses ein buntes Grüppchen „netter rauchender Anarchisten“ wohnlich eingerichtet: Sorry aus dem Westjordanland wurde von einem fehlenden Visum daran gehindert, die Revolution in Afghanistan anzuführen, die Malerin Anka verschenkt ihre Bilder und arbeitet mit Aids-Kranken, der gutaussehende Rob bastelt in der Garage an Fahrrädern herum und die Dichterin Jazz trocknet auf dem Dachboden Tabakpflanzen und lebt mit großem Enthusiasmus ihre Sexualität aus. Penny, arbeits- und bald obdachlos ist fasziniert von diesen schrulligen Typen. Sie hat sich auf den ersten Blick in Rob verliebt, doch dieser will keinen Sex mit ihr. Ist er schwul oder impotent? nein einfach nur asexuell. Doch Sex steht höher im Kurs als Ideologien, auch Matt, der das Haus noch niederreißen wollte, hat in Jazz seine ideale Gespielin gefunden. Nach einer Katastrophe wandelt sich der rohe Matt vom Saulus zum Paulus. Jazz ist geflohen und Matt begibt sich auf die Suche nach ihr. Die verschiedenen Arten von Liebe spielen eine große Rolle, es geht um komplexe Familienstrukturen, um liebenswerte Außenseiter, Protestbewegungen, um Tod und Abschied, um Glaube und Spiritualität. Ohne Übertreibungen strahlt der Roman eine kompromisslose Direktheit aus, zu verkraften sind extreme Seltsamkeiten. Der Roman bietet gute Unterhaltung und als Europäer kann man sich an dieser Momentaufnahme der amerikanischen Gesellschaft ergötzen und für einen oder eine der Hausbesetzer/-innen Sympathie gewinnen. "Das Buch ist Jonathan Franzen (er kämpft mit seiner Nikotinsucht) gewidmet." Nell Zink Das Leben lebt! Alles ist eins!

Kompromisslose Direktheit

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 22.10.2021
Bewertungsnummer: 1592731
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nell Zink lädt in ihrem Roman in ein besetztes Haus. Eine Realistin blickt auf irre Verhältnisse. Vorgeschichte. 1985. Im kolumbianischen Cartagena trifft die dreizehnjährige Amalia einen mittelalter (51) Amerikaner (Norm) auf einer Müllkippe. Dort wird sie nie wieder zurückkehren, denn Norm wird Amalia adoptieren. 2005. Penny, Tochter von Amelia und Norm ist 12 Jahre alt, ihr Halbbruder Matt, Müllwagendesigner, 36, drei Jahre älter als seine Stiefmutter Amalia. Elf Jahre später liegt Norm im Sterben. Nach dem Tod des von Penny geliebten Vaters erfährt sie von einer weiteren Immobilie in seinem Besitz. Nach einem Brand wegen einer vergessenen Zigarette stand es lange Jahre leer. Ein Gebäude in New Jersey mit einem „Monster“; in einem Zimmer stapeln sich Eimer voll mit Exkrementen. Inzwischen hat sich im "Nikotin", so der Name des Hauses ein buntes Grüppchen „netter rauchender Anarchisten“ wohnlich eingerichtet: Sorry aus dem Westjordanland wurde von einem fehlenden Visum daran gehindert, die Revolution in Afghanistan anzuführen, die Malerin Anka verschenkt ihre Bilder und arbeitet mit Aids-Kranken, der gutaussehende Rob bastelt in der Garage an Fahrrädern herum und die Dichterin Jazz trocknet auf dem Dachboden Tabakpflanzen und lebt mit großem Enthusiasmus ihre Sexualität aus. Penny, arbeits- und bald obdachlos ist fasziniert von diesen schrulligen Typen. Sie hat sich auf den ersten Blick in Rob verliebt, doch dieser will keinen Sex mit ihr. Ist er schwul oder impotent? nein einfach nur asexuell. Doch Sex steht höher im Kurs als Ideologien, auch Matt, der das Haus noch niederreißen wollte, hat in Jazz seine ideale Gespielin gefunden. Nach einer Katastrophe wandelt sich der rohe Matt vom Saulus zum Paulus. Jazz ist geflohen und Matt begibt sich auf die Suche nach ihr. Die verschiedenen Arten von Liebe spielen eine große Rolle, es geht um komplexe Familienstrukturen, um liebenswerte Außenseiter, Protestbewegungen, um Tod und Abschied, um Glaube und Spiritualität. Ohne Übertreibungen strahlt der Roman eine kompromisslose Direktheit aus, zu verkraften sind extreme Seltsamkeiten. Der Roman bietet gute Unterhaltung und als Europäer kann man sich an dieser Momentaufnahme der amerikanischen Gesellschaft ergötzen und für einen oder eine der Hausbesetzer/-innen Sympathie gewinnen. "Das Buch ist Jonathan Franzen (er kämpft mit seiner Nikotinsucht) gewidmet." Nell Zink Das Leben lebt! Alles ist eins!

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