Laurentius von Brezová und seine Hussitenchronik Wie rechtfertigt ein spätmittelalterlicher Geschichtsschreiber eine Häresie?
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.09.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
301 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640429288
Dabei ging es mir in erster Linie nicht darum, sein Leben und sein Lebenswerk vorzustellen, sondern vielmehr eine bestimmte Problemfrage zu erörtern. Wenn man sich dessen bewusst ist, dass Brezová in den Diensten Wenzels an dessen königlicher Kanzlei tätig war, und darüber hinaus die verurteilungspflichtige Gewalt der Taboriten in Böhmen detailliert kannte, entstehen Schwierigkeiten mit dem Verständnis seiner Sympathie zur hussitischen Häresie. Der Vergleich mit der Böhmischen Chronik von Aeneas Silvio Piccolomini unter Punkt 4.1. wird hierbei zur beispielhaften Veranschaulichung zu Hilfe genommen. Konnte man denn im 15. Jahrhundert in den Diensten der Konservativen eine so wertfreie, aber doch reformbefürwortende schriftliche Situationsdarstellung über viele Jahre hinweg tätigen? Oder ist vielleicht gerade ausschließlich in dieser Position "zwischen den Fronten" eine zwar beeinflusste, jedoch von gesundem pazifistischen Menschenverstand gezeichnete Wiedergabe der Geschehnisse möglich.
Schließlich berechtigen die vorangegangenen Überlegungen zu der folgenden zentralen Fragestellung: "Wie rechtfertigt ein spätmittelalterlicher Geschichtsschreiber eine Häresie?"
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