Seit Peter den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und ihn aufgezogen hat, sind die beiden unzertrennlich. Aber dann kommt der Krieg und reißt beide auseinander. Hunderte von Kilometern und tausend Gefahren müssen Peter und Pax überwinden, um einander wiederzufinden ... Sara Pennypackers poetische Geschichte rührt von der ersten bis zur letzten Minute und ist ein Plädoyer für Herz und Menschlichkeit. Der Pianist Rainer Bielfeldt begleitet die Abenteuerreise mit bewegender Musik.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Ashelia
4/5
24.03.2022
Hörbuch-Download
Berührendes Kinderbuch mit ernstem Thema
"Mein Freund Pax" ist ein Kinderbuch, das die Freundschaft zwischen dem Jungen Peter und dem Fuchs Pax behandelt. Die beiden haben eine enge Bindung, seit Peter Pax als Jungtier gefunden und aufgezogen hat. Doch als Peters Vater für den Krieg (der nicht näher erklärt wird) eingezogen wird, zwingt er Peter dazu, Pax auszusetzen. Peter wird anschließend beim Großvater untergebracht, sehnt sich aber so sehr nach seinem Fuchs, dass er sich zu Fuß aufmacht, um Pax wieder zu finden.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Pax und Peter erzählt. Natürlich wird Pax dabei ein Stück weit vermenschlicht, es werden jedoch auch ganz typische Ausschnitte aus einem Fuchsleben gezeigt und auch wildlebende Füchse kommen vor und stehen Pax anfangs skeptisch gegenüber, riecht er doch nach Mensch.
Peter geht die Suche nach Pax sehr spontan an und weiß eigentlich nicht, auf was er sich da einlässt. Entsprechend schnell gerät er in Probleme und ist auf Hilfe von unerwarteter Seite angewiesen. Ich mochte Peters Reise, in der er auch erwachsener wird und lernt, schwere Entscheidungen zu treffen.
Ein paar Szenen, die mit dem Krieg zusammenhängen, fand ich recht grausam für ein Kinderbuch, andererseits wird Krieg hier auch nicht beschönigt. Eine der Hauptaussagen des Buches ist nicht umsonst, sich für Frieden und Menschlichkeit einzusetzen. Dennoch sollte jeder Elternteil vorher selbst entscheiden, ob die Handlung für das eigene Kind vielleicht zu traurig und verstörend sein kann.
Der Schreibstil ist leicht poetisch und für Kinder leicht verständlich. Damit wird auch das Alter von Peter und seine anfängliche Naivität eingefangen. Und auch Pax steht einem Leben in Wildnis anfangs hilflos gegenüber, was durch den Schreibstil gut unterstützt wird.
Das Ende kommt sehr plötzlich und hätte noch ein paar zusätzliche Absätze vertragen. Ich fand es aber dennoch passend. Und inzwischen gibt es auch eine Fortsetzung, die vermutlich am Ende anknüpft.
Insgesamt ein berührendes Kinderbuch mit einem ernsten Thema, das sicherlich nicht für jedes Kind schon geeignet ist. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es gerne an alle weiter, die sich auf ein Kinderbuch mit vermenschlichten Tieren einlassen können.
Astrid Wergen
5/5
03.03.2024
Hörbuch (CD)
eine Geschichte über Mut, Veränderung und Freundschaft
Peter ist ein kleiner Junge, dessen bester Freund ein Fuchs ist. Den hat er vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen. Doch schon lange ist Peters Vater der Fuchs ein Dorn im Auge. Denn ein Fuchs ist eigentlich ja gar kein richtiges Haustier, sondern ein Wildtier, das in die wilde freie Natur gehört. Als Peters Papa dann endgültig sich dazu entschließt, den Fuchs namens Pax vor die Tür zu setzten, geht für Peter eine Welt unter. Und dann muss Peters Vater auch noch weg, und Peter wird beim Onkel zwischen geparkt. Doch Peter will sein neues Leben nicht ohne Pax leben und begibt sich auf die Suche nach seinem flauschigen Freund. Das wird aber gerade in den Kriegswirren zu einem ganz großen Abenteuer. Denn Pax ist viele Meilen weit weg, und Peter muss den Weg zu Fuß stemmen. Als er ausrutscht, und sich den Fuß bricht, kommt er bei einer mysteriösen Frau unter. Und die bringt ihm ganz schön viel bei, vor allem praktisches, was er auf seiner Suche nach Pax dringend brauchen kann, um seinen besten Freund wieder zu finden. Wow, das ist wirklich ein richtig schönes Buch. Wer jemals einen Freund hatte, der – warum auch immer – weggezogen ist, wird diesen Freund sehr vermissen. (Das gilt natürlich auch für alle Freundinnen!!). Es ist sehr wichtig, dass wir solche Freunde in unserem Leben haben. Dafür ist kein Weg zu kurz. Und so ist es wirklich mutig von Peter, dass er sich aufmacht, seinen tierischen Freund zu finden. Aber genauso verständlich. Denn gerade, wenn ein Elternteil weg ist, oder es besondere Situationen wie Krieg gibt, benötigt man halt. Dieses Buch ist aber nicht nur über die Vorteile einer tiefen Freundschaft und Mut. Nein, diese Geschichte ist auch eine Geschichte über Veränderung. Denn der Weggang des Vaters in den Krieg, der Krieg selber und auch Pax‘ Weggang sind negative Veränderungen. Der Umzug zum Onkel birgt auch viel Neues für Peter, der Halt sucht, der ihm scheinbar erstmal nur Pax geben kann. Aber gerade die schrullige Dame im Wald wird zu einer sehr wichtigen Lehrmeisterin von Peter. Sie bringt ihm bei, mit dem Verlust umzugehen, aber auch neues Selbstbewusstsein zu bekommen. Er lernt, mit neuen Situationen umzugehen, und weiß, dass er mit Veränderung umgehen kann. Sie füllt ihm die Lücke, die sein Vater erstmal nicht füllen kann. Zum einen, weil er nicht da ist, zum anderen, weil er selbst nicht mit umgehen kann. Gleichermaßen ergeht es Pax. Er spürt war instinktiv, dass er mehr ist als nur ein Haustier, und doch ist Peter sein Rudel. Er kann sich an seinen Geruch erinnern, an seine Gesten usw. Als er im Wald auf eine Fehe trifft, ist er verschreckt. Aber diese hilft ihm genauso weiter wie ein älterer Fuchs. Pax findet ein neues Rudel, die ihm behilflich sind, im Wald zurecht zu kommen. Bald verhält er sich wie ein wilder Fuchs, geht auf Jagd und verliert sogar den Menschengeruch.
Dieses Buch ist sehr vielschichtig: es behandelt Veränderung, Mut und Freundschaft. Manchmal muss man den Mut aufbringen, mit Veränderung umzugehen. Ob groß oder klein. Ob Mensch oder Tier. Und manchmal kann auch eine Freundschaft sich verändern, weil sie räumlich getrennt ist. Und sie kann auch über viele Meilen und Kilometer bestehen, auch wenn man sich nicht so oft dadurch sehen kann.
Ein sehr bewegendes Buch, aber auch sein sehr schönes Buch, das mich sehr nachdenklich hat werden lassen. Übrigens habe ich dieses Buch gehört, und fand es sehr angenehm zu hören. Jacob Weigert als Sprecher hat hier der Geschichte die nötige Tiefe gegeben und sehr angenehm gesprochen. Man konnte die Charaktere und Stimmungen sehr gut durch seine Betonung erfassen. Unterteilt wird die Geschichte von Musik vom Pianisten Rainer Bielefeld (zugegeben, die musikalischen Unterteilungen hätte ich jetzt nicht gebraucht).
Bewertung
Book Circle Community
5/5
27.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Die Emotionen sprudeln nur so aus den Seiten raus
Das Buch hat es in sich….
Unglaublich die Bindung zwischen Peter (dem Jungen) und Pax (dem Fuchs). So viele Hürden stehen den beiden im Weg und das Ende ist unglaublich emotional! Die Augen sind leider nicht trocken geblieben!
Absolut lesenswert! Regt sehr zum Nachdenken an! Die Emotionen sprudeln ab einer gewissen Zeit nur so aus den Seiten raus
Bewertung
5/5
17.10.2023
Buch (Taschenbuch)
herzergreifend und berührend
ein sehr berührendes Buch über die unzertrennliche Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Fuchs. Peter hatte einst einen Fuchswelpen gerettet und ihn Pax genannt. Er wird sein bester Freund. Eines Tages wird er von seinem Vater gezwungen Pax auszusetzen und er begibt sich am nächsten Tag auf die Suche nach ihm.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
29.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Bewegend
„...Da merkte der Fuchs, dass der Junge weinte. Um ganz sicher zu sein, drehte er sich um und sah ihm ins Gesicht. Doch, wirklich, er weinte, aber ohne jedes Geräusch...“
Pax, der Fuchs, weiß nicht, dass ihn Peter, der Junge, in wenigen Minuten verlassen wird. Er wird plötzlich allein am Waldrand stehen und dem Jungen nachsehen.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich tief berührt. Scheinbar geht es um die Freundschaft zwischen Tier und Mensch. Doch der Roman ist viel mehr.Er ist ein Antikriegsroman von der besten Sorte.
Der Schriftstil lässt sich flüssig lesen. Die Geschichte wird abwechselnd von Pax und Peter erzählt.
Peters Vater hat sich freiwillig in den Krieg gemeldet. Da ihr Wohnort betroffen sein könnte, bringt er Peter zum Großvater. Zuvor lässt der seinen Fuchs in einem Wald frei.
Doch schon am ersten Abend weiß Peter, dass er einen Fehler gemacht hat. Er hat Pax in Stich gelassen. Hat der überhaupt eine Chance, in der Wildnis zu überleben? Peter hinterlässt dem Großvater eine Nachricht und geht.
Pax trifft Gray, einen alten Fuchs und macht sich mit ihm auf den Weg, um Peter zu finden. Gray sagt ihm:
„...Die Straße ist seit gestern blockiert. Von den Kriegskranken...“
Ich finde die Bezeichnung, die die Tiere für die Soldaten wählen, sehr treffend.
Peter findet auf seinem Weg nach einer Verletzung Hilfe bei Vola. Sie war im Krieg und hat ihre Lehren daraus gezogen.
„...Auf jeden Fall bin ich dafür, den Menschen die Wahrheit über den Krieg zu sagen. Was er jeden von uns kostet. Die Menschen müssen wissen, wie hoch die wahren Kosten eines Krieges sind...“
Als Peter wieder unterwegs ist, bekommen diese Sätze für ihn ein Gesicht. Er sieht verlassen Haustiere und er fragt sich, wie viele Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung weggehen mussten.
Die Gespräche zwischen Vola und Peter gehen in die Tiefe. Vola macht Peter klar, dass der Mensch im Krieg zum Befehlsempfänger wird. Außerdem glaubt jeder, auf der richtigen Seite zu kämpfen.
„...Sie wollen keine Individuen dort, keine Persönlichkeiten. Sie wollen nur austauschbare Teile, die sich in die Maschinerie einfügen lassen...“
Währenddessen lernt Pax mit Hilfe von Gray und einer Füchsin, wie man im Wald überlebt. Doch der Krieg kommt immer näher. Sie sind in Gefahr. Sehr anschaulich und realistisch wird das Leben der Füchse geschildert.
Das Ende der Geschichte ist bittersüß. Pax hat gelernt, was Freiheit ist. Er hat eine neue Familie. Wird Peter sie ihm lassen?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
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