Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist. Doch der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Mainz
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB 3)
So muss ein Krimi sein
Mit "Rabenfraß" legt das Autorinnen-Duo Liliane Skalecki und Biggi Rist den mittlerweile vierten Fall um Kriminalkommissar Heiner Hölzle vor.
Dieses Mal spielt der Krimi im Harz, wo Hölzle eigentlich Urlaub machen möchte. Doch gleich am ersten Urlaubstag erfährt er vom Mord an einer jungen Frau, die in seinem Urlaubsörtchen lebte. Da er den Ermittler in sich auch im Urlaub nicht ablegen kann, beschäftigt er sich mit dem Fall und stößt auf eine Mordserie, die seit 20 Jahren immer wieder ihre Opfer findet. Hierbei scheint der Mörder nach mittelalterlichen Ansichten und Methoden vorzugehen.
Auch dieser 4. Fall von Hölzle ist ein gut recherchierter Krimi, der ständig dazu animiert, selbst zu überlegen, wer nun wohl der Mörder ist. Die Kapitel wechseln sich von der Erzählweise ab, teilweise sind sie aus der Sicht der Mordopfer erzählt, teilweise aus Hölzles Sicht. Diverse Zeitungsartikel und Zitate aus dem Buch eines mittelalterlichen Scharfrichters runden die abwechslungsreiche Schreibweise ab.
Biggi Rist und Liliane Skalecki haben es wieder geschafft, einen Krimi abzuliefern, wie er meiner Meinung nach sein soll: Spannend, zu keiner Zeit langweilig und durchaus auch humorvoll. Hölzle bleibt auch hier der sympathische Mensch wie Du und Ich wie man ihn aus den vorherigen Bänden schon kannte und seine privaten Angelegenheiten lockern auch hier die reine Ermittlungsarbeit auf.
Bemerkenswert finde ich, dass keines der Bücher der Reihe dem anderen gleicht in der Art der Hintergrundgeschichte um den jeweiligen Mord. Jedes hat einen anderen Hintergrund, keiner der Fälle gleicht dem anderen, wie es sonst so oft bei Kriminalreihen der Fall ist. Zudem kann man bei jedem der Bücher als Leser durchaus noch etwas lernen, in diesem Fall Einiges über den Harz und auch auch über das Mittelalter. Hier wird für mich die Realität mit der Fiktion absolut glaubhaft vermengt.
Einmal mehr kann ich Krimilesern Kommissar Hölzle absolut ans Herz legen.
Bewertung
aus Leipzig
5/5
24.02.2017
Buch (Taschenbuch)
Spannung im Harz!
Hölzle hat Urlaub, 4 Wochen.Eigentlich wollte er diese mit seiner Christiane in Australien verbringen, aber wie das Leben so spielt, kommt es meist anders als man denkt. Hölzle ist ausgezogen und er und Christiane haben sich getrennt. Zu groß war die Eifersucht und die Unstimmigkeiten. Es war doch eigentlich überhaupt nichts passiert mit Sabine Adler-Petersen. Hätte mal Heiner nur nicht Sabine diesen Gefallen getan.
Da ihm zusätzlich noch ein vergangener Fall nachhängt, beschließt Hölzle, wenn es schon nicht Australien wird, dann sollen es 14 Tage entspannter Wanderurlaub im Harz werden. Die Harzer wird es freuen, dass man ihre schöne Gegend als Ersatz für Australien betrachtet.
In einem kleinen Gasthof angekommen, ist Heiner auch gleich mit ganzer kriminalistischer Aufmerksamkeit dabei, so ganz kann man das als leidenschaftlicher Polizist wohl nicht ablegen. In dem kleinen Dorf, in dem er untergekommen ist, ist eine junge Frau bestialisch ermordet worden. Der passende Täter wird auch gleich verhaftet. Ein eifersüchtiger Ehemann hat immer ein Motiv und den hat passenderweise das Opfer auch gehabt. Das Dorf ist entsetzt, hätte man es doch niemals dem Ehemann zugetraut! Gleich am Stammtisch aufgenommen, hört sich Hölzle ein bissel um, und auch ihm kommt die Sache doch zu glatt vor. Er beginnt sich mal ein bissel umzuschauen.
Da er ja nebenbei auch noch ein bissel Urlaub machen will, besucht er all die schönen Städte, die der Harz rund um sein Urlaubsdomizil zu bieten hat. Dabei erfährt er, dass die Harzer ein sehr mordlustiges Völkchen sein müssen, denn in der Vergangenheit sind in der Gegend noch mehr seltsame Morde geschehen.
Bei einem Besuch in dem wunderschönen Städtchen Quedlinburg findet Hölzle in einer Buchhandlung eine sehr interessante Lektüre und stellt fest, dass die Morde in der Vergangenheit und auch der jüngste Mord erstaunliche Ähnlichkeiten mit mittelalterlichen Hinrichtungsmethoden haben. Haben denn all die Opfer auch etwas mit dem Grund für diese Hinrichtungsmethoden gemeinsam? Ist Hölzle in seinem Urlaub einem Serienkiller auf der Spur, der sein Unheil im beschaulichen Harz anrichtet?
Ungeahnte Hilfe naht aus Bremen. Zu Anfang ist sich Heiner nicht sicher, ob er diesen Überraschungsgast freudig empfangen oder doch lieber gleich wieder zurück an die schöne Weser schicken soll, aber dann wird es doch noch ganz nett! Er hat nicht nur eine hervorragende Hilfe bei der Mördersuche, sondern auch noch sehr angenehme Gesellschaft in den doch im Harz zu dieser Zeit oft empfindlich kalten Nächten.
So langsam kommt er dem Täter immer näher und plötzlich gerät er selber ins Visier und gerät in tödliche Gefahr!
Kann Hölzle weitere Morde verhindern und unschuldig Verurteilten zu Gerechtigkeit verhelfen? Kann er sich selber aus der Gefahrenzone bringen und am Ende doch noch ein paar Tage entspannten Urlaub genießen, und was wird mit ihm und dem netten Überraschungsgast?
Wenn ich einen Krimi lesen möchte, der mich richtig fesselt, dann habe ich da so eine Hand voll Autoren wo ich mir sicher bin, dass mich das Buch so fesselt, das ich es nicht aus der Hand legen werde. Zu diesen Autoren gehören auch Biggi Rist und Liliane Skalecki. Alle Krimis aus der Feder dieses sympathischen Duos haben mich bisher beim Lesen alles um mich herum vergessen lassen. Mit entspannter Lesezeit ausgestattet war der Krimi dann auch in anderthalb Tagen weggelesen. Wie immer war ich total begeistert.
Den beiden Autoren ist es wie immer gelungen, den Spannungsbogen weit oben zu halten und sogar noch zu steigern. Ich hatte mir ja schon so gut ausgemalt, wer mein Serienkiller ist und musste wieder mal feststellen, dass mich die beiden Krimispezialisten am Ende mehr als überraschten. Als es zum Showdown auf Harzer Bergen kam, musste ich erstmal mein Buch weglegen und ein Ach Ne? Echt? Der? in den Raum werfen! Es ist den beiden Autorinnen nicht nur gelungen mich wieder zu überraschen, sondern sie haben auch dem Hauptprotagonisten noch mehr Kontur gegeben und mein Bild von Heiner Hölzle, dem Schwaben in Bremen, hat sich nochmal gewandelt. Fast alleine im Mittelpunkt der Ermittlungen, lernt man ihn nochmal anders kennen und auch amouröse Abenteuer sind ihm da nicht fremd. Ich selber war zwar schon im Harz, aber nach diesem Buch drängt es mich geradezu dort einen Urlaub zu verbringen. Liliane Skalecki und Biggi Rist ist es gelungen, einen kleinen Reiseführer mit in das Krimigeschehen einzubauen. Perfekt recherchiert zeigen sie dem Leser nicht nur die Abgründe der menschlichen Seele, sondern auch einige der schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten des Harzes. Die genaue Vorbereitung und die genaue Beschreibung der Orte des Geschehens zeigte sich ja schon in den vorangegangenen Krimis um den schwäbisch-bremerischen Hauptkommissar, aber hier wird es nochmal deutlich wie sorgfältig das Duo vorgeht. Denn um den Harz so genau zu beschreiben und auch stimmungsbildlich einzufangen, muss man schon einige Zeit dort verbringen und sich genau umschauen! Im Anschluss an das Lesen wundere ich mich auch überhaupt nicht, dass dieses Buch aus dem Gmeiner Verlag dort in fast jeder Touristeninfo und in den Buchläden zu haben ist. Aber hat mich das überhaupt gewundert ?
Eine klare Leseempfehlung!
Bewertung
aus Bremen
5/5
03.07.2016
Buch (Taschenbuch)
Diesmal überregional
Zwei "zugereiste" Bremerinnen schreiben Ihren 4 . Regionalkrimi, der diesmal überregional im Harz spielt.
Die Märchen und Sagen des Harzes werden mit einem spannenden Serienmord vermischt.
Wieder spielt die Handlung über mehreren Zeitebenen. Diese Zeitsprünge mit geschichtlichem Hintergrung, wieder perfekt recherchiert, machen die mitreißende Handlung sehr interessant, kurzweilig und anspruchsvoll.
Die mittlerweile bekannten Hauptpersonen haben Ihre Plätze gefunden. Der Fall ist in sich abgeschlossen.
Wer Kommissar Hölzle näher kennenlernen möchte, empfehle ich die Wartezeit bis zum 5. Fall, der wieder in Bremen spielen wird ?! mit Schwanensterben, Rotglut und Mordsgrimm zu überbrücken.
angeliques.leseecke
aus Nübbel
5/5
10.04.2016
Buch (Taschenbuch)
Nachdem seine Hochzeit und…
Nachdem seine Hochzeit und die Hochzeitsreise gecancelt wurden, möchte der Bremer Kriminalhauptkommissar Heiner Hölzle Abstand gewinnen und sich eine Auszeit nehmen. Sein neues Ziel ist der wunderschöne und beschauliche Harz. Aber auch hier macht das Verbrechen nicht Halt und gleich am ersten Urlaubstag wird eine Frau tot im Wald gefunden, sie wurde enthauptet. Die örtliche Polizei hält den Ehemann für den Mörder, doch Hölzle hat da seine Zweifel. Bei seinen Ausflügen in den Harz stößt er immer wieder auf ungewöhnliche Todesfälle, die er ziemlich schnell in Zusammenhang mit dem aktuellen Fall bringen kann. Ist seit 20 Jahren ein Mörder unentdeckt unterwegs, der seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden tötet? Die Neugierde von Hölzle wird geweckt und dabei gerät er in Lebensgefahr… "Rabenfraß" von Liliane Skalecki und Biggi Rist ist bereits der vierte Band um den Bremer Kommissaren Heiner Hölzle. Obwohl dies mein erster Fall mit ihm ist, habe ich keine Probleme ins Buch und die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil ist spannend und flüssig, wenn man nicht aufpasst ist man "schwuppdiwupp" durch. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr anschaulich und authentisch. Da ich einige Flecke im Harz kenne, wusste ich, dass die erzeugten Bilder der Wahrheit entsprachen. Ich habe richtig Lust, die Strecken von Hölzle einmal selbst abzuwandern. Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch beschrieben worden. Bei mir wurde Sympathien und Antipathien geweckt. Besonders Hölzle ist mir ans Herz gewachsen, er ist intelligent und kann Zusammenhänge schneller erfassen. Seine Neugierde gegenüber den Mythen des Harzes ist mir nicht fremd. Dann gibt es ein/zwei Charaktere vom Stammtisch, die mit ihren rechtsradikalen Aussagen, mich sehr wütend gemacht haben. Aber auch solche Leute gibt es und finden ihren Platz in der Geschichte. Gut gefallen haben mir die Rückblenden, hier werden die vergangenen Morde detailliert beschrieben. Auch die Idee mit den Auszügen aus dem Tagebuch eines Scharfrichters an den Anfang zu stellen, ist ein kluger Schachzug. Sie machen neugierig, wen hat der Mörder nun im Visier und wie wird er ihn umbringen. Abschließend möchte ich noch kurz auf das Cover hinweisen, es ist ein echter Hingucker. Der Sonnenuntergang und die Krähe vermitteln eine spukige und geheimnisvolle Atmosphäre. Die dadurch versprochenen spannenden Lesestunden werden auch eingehalten. Fazit: Diesen spannenden und spukigen Regiokrimi kann ich nur jeden empfehlen, der "Whodunit"-Krimis mag. Außerdem ist dieses Buch eine gute Werbung für den wunderschönen und mystischen Harz. Hier kann ich nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 Sterne geben. :-)
angeliques.leseecke
aus Nübbel
5/5
10.04.2016
Buch (Taschenbuch)
grausame Morde im beschaulichen Harz
Nachdem seine Hochzeit und die Hochzeitsreise gecancelt wurden, möchte der Bremer Kriminalhauptkommissar Heiner Hölzle Abstand gewinnen und sich eine Auszeit nehmen. Sein neues Ziel ist der wunderschöne und beschauliche Harz. Aber auch hier macht das Verbrechen nicht Halt und gleich am ersten Urlaubstag wird eine Frau tot im Wald gefunden, sie wurde enthauptet. Die örtliche Polizei hält den Ehemann für den Mörder, doch Hölzle hat da seine Zweifel. Bei seinen Ausflügen in den Harz stößt er immer wieder auf ungewöhnliche Todesfälle, die er ziemlich schnell in Zusammenhang mit dem aktuellen Fall bringen kann. Ist seit 20 Jahren ein Mörder unentdeckt unterwegs, der seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden tötet? Die Neugierde von Hölzle wird geweckt und dabei gerät er in Lebensgefahr
"Rabenfraß" von Liliane Skalecki und Biggi Rist ist bereits der vierte Band um den Bremer Kommissaren Heiner Hölzle. Obwohl dies mein erster Fall mit ihm ist, habe ich keine Probleme ins Buch und die Geschichte einzutauchen.
Der Schreibstil ist spannend und flüssig, wenn man nicht aufpasst ist man "schwuppdiwupp" durch.
Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr anschaulich und authentisch. Da ich einige Flecke im Harz kenne, wusste ich, dass die erzeugten Bilder der Wahrheit entsprachen. Ich habe richtig Lust, die Strecken von Hölzle einmal selbst abzuwandern.
Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch beschrieben worden. Bei mir wurde Sympathien und Antipathien geweckt. Besonders Hölzle ist mir ans Herz gewachsen, er ist intelligent und kann Zusammenhänge schneller erfassen. Seine Neugierde gegenüber den Mythen des Harzes ist mir nicht fremd.
Dann gibt es ein/zwei Charaktere vom Stammtisch, die mit ihren rechtsradikalen Aussagen, mich sehr wütend gemacht haben. Aber auch solche Leute gibt es und finden ihren Platz in der Geschichte.
Gut gefallen haben mir die Rückblenden, hier werden die vergangenen Morde detailliert beschrieben. Auch die Idee mit den Auszügen aus dem Tagebuch eines Scharfrichters an den Anfang zu stellen, ist ein kluger Schachzug. Sie machen neugierig, wen hat der Mörder nun im Visier und wie wird er ihn umbringen.
Abschließend möchte ich noch kurz auf das Cover hinweisen, es ist ein echter Hingucker. Der Sonnenuntergang und die Krähe vermitteln eine spukige und geheimnisvolle Atmosphäre. Die dadurch versprochenen spannenden Lesestunden werden auch eingehalten.
Fazit:
Diesen spannenden und spukigen Regiokrimi kann ich nur jeden empfehlen, der "Whodunit"-Krimis mag. Außerdem ist dieses Buch eine gute Werbung für den wunderschönen und mystischen Harz.
Hier kann ich nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 Sterne geben. :-)
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