Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den "Schattendorf-Prozess" und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte. Die Historikerin Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. "Ständestaat" wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen. Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt.
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5.0/5.0
Vampir989
aus Freudenberg
5/5
10.05.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin Gurdula Waltershof…
Die Autorin Gurdula Waltershofen verführt uns in die Zwischenkriegszeit von 1922-1938 nach Österreich.Die Zeit ist geprägt von vielen politischen Veränderungen und Ereignissen.Es gab Bespitzelungen und man konnte eigentlich niemanden mehr trauen.Die Nationalsozialisten komen langsam an die Macht.Das Land wird von unruhen und Chaos beherrscht.Es beginnt eine schreckliche Zeit und die Bevölkerung ist hin und her gerissen.Letztendlich siegt auch hier Hitler durch seine faszinierende Propoganda. All dies verarbeitet die Autorin in diesesm Werk und versucht es uns nahe zu bringen.Durch Ihre sehr guten Recherchen erfahren wir viel Wissenswertes darüber .Wir erhalten gute Informationen und Fakten die klar und deutlich sind. Die Frage ob Österreich Opfer oder Täter ist,kann der Leser für sich selbst entscheiden.Die Autorin gibt uns Anlass dafür darüber Nachudenken.Das hat mir sehr gut gefallen. Durch die interessante und beeindruckende Erzählweise wird man förmlich in die Geschichte hinein gezogen und es wird nie langweilig. Mich hat dieses Buch tief bewegt und iich hatte interessante Lesemomente.Für geschichtsinteressierte Leser ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.
Bewertung
aus Freudenberg
5/5
10.05.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
sehr interessantes Geschichtsbuch über ein brisantes Thema
Zum Inhalt:
Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den Schattendorf-Prozess und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte.
Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. Ständestaat wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen.
Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt.
Die Autorin Gurdula Waltershofen verführt uns in die Zwischenkriegszeit von 1922-1938 nach Österreich.Die Zeit ist geprägt von vielen politischen Veränderungen und Ereignissen.Es gab Bespitzelungen und man konnte eigentlich niemanden mehr trauen.Die Nationalsozialisten komen langsam an die Macht.Das Land wird von unruhen und Chaos beherrscht.Es beginnt eine schreckliche Zeit und die Bevölkerung ist hin und her gerissen.Letztendlich siegt auch hier Hitler durch seine faszinierende Propoganda.
All dies verarbeitet die Autorin in diesesm Werk und versucht es uns nahe zu bringen.Durch Ihre sehr guten Recherchen erfahren wir viel Wissenswertes darüber .Wir erhalten gute Informationen und Fakten die klar und deutlich sind.
Die Frage ob Österreich Opfer oder Täter ist,kann der Leser für sich selbst entscheiden.Die Autorin gibt uns Anlass dafür darüber Nachudenken.Das hat mir sehr gut gefallen.
Durch die interessante und beeindruckende Erzählweise wird man förmlich in die Geschichte hinein gezogen und es wird nie langweilig.
Mich hat dieses Buch tief bewegt und iich hatte interessante Lesemomente.Für geschichtsinteressierte Leser ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.
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