Produktbild: Die schwedischen Gummistiefel
Band 21705

Die schwedischen Gummistiefel Roman

Aus der Reihe Non-Wallander
15

11,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29942

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.12.2017

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19/12/3,5 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Anthrazit / Khaki

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Svenska Gummistövlar

Übersetzt von

Verena Reichel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-21705-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29942

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.12.2017

Verlag

dtv

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19/12/3,5 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Anthrazit / Khaki

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Svenska Gummistövlar

Übersetzt von

Verena Reichel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-21705-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Bewertung

    aus Semmering

    2/5

    21.08.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Zäh wie Gummi(stiefel)

    Ich habe dieses Buch gewonnen; es war mein erster Mankell, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es auch der letzte gewesen sein wird. Meine Lektüre zog sich über mehrere Monate hin; es ist nicht gerade ein Pageturner, und im Grunde habe ich das Buch nur aus Pflichtbewusstsein zuende gelesen. Vielleicht zuerst zum Positiven: Eine gewisse Authentizität kann man dem Autor nicht absprechen: Hier schreibt ein Schwede um die 70 über einen Schweden um die 70. Ich nehme auch mal an, dass Mankell die Schären kennt, auf denen der Großteil der Handlung spielt. Das Personal wie das Setting wirkt somit glaubwürdig. Es fällt mir allerdings schon schwer, zu glauben, dass alle Schweden so schweigsam, introvertiert und melancholisch sind wie der Ich-Erzähler namens Fredrik; auf jeden Fall ist es auf die Dauer ermüdend. Ich habe mich auch zwischenzeitlich gefragt, ob es im Schwedischen kein Wort für „Bitte“ gibt? Gelernt habe ich jedenfalls, dass man nicht nur aneinander vorbei reden, sondern auch aneinander vorbei schweigen kann. Geschwiegen wird viel in diesem Buch, nicht zuletzt ver-schwiegen. Der Plot befasst sich im wesentlichen mit zwei Rätseln: Jemand zündet auf den Inseln Häuser an – als erstes das von Fredrik –, und der Erzähler versucht, Näheres über das Leben seiner (längst erwachsenen) Tochter heraus zu finden. Beide Handlungsstränge sind nur lose miteinander verknüpft; der Brand bringt Vater und Tochter wieder miteinander in Kontakt, aber das war’s dann auch schon. Dass es sich bei dem Feuer nur um den ersten Fall einer Reihe von Brandstiftungen handelt, wird sowieso erst recht spät im Buch klar. Die Ermittlungen verlaufen zäh; Fredrik gilt zeitweise gar als Verdächtiger, aber als Leser weiß man es natürlich besser, was dem Ganzen fast die komplette Rest-Spannung nimmt. Ebenso zähl verläuft der Planungs-Prozess des Wiederaufbaus des Hauses, der erst gegen Ende in Gang kommt. Zwischendurch schildert der Erzähler detailliert, oft geradezu akribisch sein Leben. Wirklich interessant ist das fast nie! Viele Gedanken macht sich Fredrik etwa darum, dass die meisten der Kleidungsstücke, die er nach dem Brand kauft, Made in China sind. Wenn man sonst keine Sorgen hat ... Mit der Handlung hat das freilich wenig zu tun. Eher mit der Natur des Erzählers. Der Stil wirkt geschwätzig mit einer starken Neigung zu Abschweifungen und zur Weitschweifigkeit; Reminiszenzen aus dem Leben des Erzählers werden immer wieder eingestreut, was oft genug willkürlich wirkt. Wenn Mankell hier ein glaubwürdiges Porträt eines alternden Mannes zeichnen wollte, so ist ihm das durchaus gelungen! Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass er einfach drauf los schrieb, angefangen bei der relativ simplen Ausgangssituation, und dann schauen wir mal, was draus wird ... Wenn sich die Handlung nicht weiter entwickelte, schilderte Mankell einfach das ziemlich eintönige Leben Frederiks, die Gegend, die Mitbewohner der Schären ... Dann kam ihm halt eine Idee, wie man den Handlungsstrang um die Tochter weiterspinnen könnte ... Auch dieser Subplot konnte kaum mein Interesse wecken, da das Verhalten der Tochter arg irrational wirkt. Eine Auflösung des Rätsels um die Brandstiftungen deutet sich erst gegen Schluss an und wirkt eher aufgesetzt. Von Motivationen scheint der Autor Mankell eher wenig zu halten. Fazit: Ein glaubwürdiges, aber nicht sonderlich interessantes Porträt eines alternden Mannes, verknüpft mit einer recht dünnen Handlung. Eventuell werde ich mir doch mal einen ‚frühen’ Mankell zulegen; kann ja nicht sein, dass der immer so geschrieben hat!?

  • Bewertung

    aus Birkenfeld

    5/5

    10.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die schwedischen Gummistiefel

    In der gewohnt stimmungsgerechten Erzählweise ein gekonnt inszenierter Erzählungsroman der absolut lesenswert eine Gefühlswelt inszeniert, die den Leser in das Mankell eigene Universum der berührenden Romane einstimmt und einen nachdenklichen aber versöhnten Leser mitnimmt. Danke dafür.

  • Anyah Fredriksson

    aus Hannover

    5/5

    09.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Made in Sweden

    Der fast 70jährige Arzt Fredrik Welin hat sich nach einem von ihm begangenen Kunstfehler auf eine kleine Schäreninsel zurückgezogen. Er lebte dort im Haus seiner Großeltern, bis zu der einen Nacht vor einem Jahr, als das Haus niederbrannte. Schnell wird ihm da klar, dass die Menschen, die hier leben, ihm noch immer nicht vollends vertrauen – er ist ein Zugereister für sie. Er gerät in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben. Nun lebt Fredrik auf der kleinen Insel im Wohnwagen seiner Tochter und hat nicht mehr viel übrig, als die Sachen in denen er vor dem Feuer floh. Als seine Tochter Louise seine Hilfe in Paris benötigt, ist er sofort zur Stelle. Doch genau zu dieser Zeit, kommt es erneut zu einem Feuer auf einer der Inseln. Dieser in der Ich-Form, aus Fredriks Sicht, geschriebene Roman Henning Mankells ist soviel mehr als ein Liebesroman oder Kriminalroman, er ist vor allem ein Abschied. Der Abschied eines ganz großen Schriftstellers unserer Zeit. Henning Mankell hat so viel von sich selbst und seinem eigenen Leben in die Geschichte einfließen lassen. Denn so wie Louise im Roman war er selbst zeit seines Lebens ein Aktivist, der sich für seine Ansichten aktiv eingesetzt hat, so z.B. für die Aktion: „Ship to Gaza“. Deshalb liegt ein klein wenig Melancholie über der Lektüre dieses wunderbaren Buches, in dem Henning Mankell noch einmal mehr die Schwächen, die Fehler und Abgründe der Menschen betrachtet. Im fesselnden Schreibstil und wundervoller Sprache erzählt der Autor die Geschichte, die zwar als Fortsetzung zu dem Roman „Die italienischen Schuhe“ gilt, doch eigenständig ist und einzeln gelesen und verstanden werden kann. Natürlich erhält dieses Buch fünf von fünf möglichen Sternen von mir und ich empfehle es absolut weiter, an Leser feiner, exklusiver Romane, für Fans von Henning Mankell ist dieses Buch sowieso ein Must-Read. Ich wurde noch einmal prächtig unterhalten von Henning Mankell und gehe nun der im Buch gestellten Frage nach, ob ein Mensch, der alles verloren hat, nicht viel Zeit hat oder ob es umgekehrt ist.

  • Bewertung

    5/5

    21.11.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine melancholische Geschichte über das letzte Lebensdrittel

    Welin, ehemals Arzt, musste aufgrund eines Kunstfehlers seine Arbeit aufgeben. Allein lebt er auf seiner Schäre. Als sein Haus abbrennt, wird er verdächtigt. Von seiner Tochter erhofft er sich Unterstützung, merkt aber, wie schwierig die Beziehungsgestaltung ist. Melancholisch, dicht und wunderschön geschrieben.

  • angeliques.leseecke

    aus Nübbel

    5/5

    24.10.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine bewegende und melancholische Geschichte übers Altwerden, über das Vergängliche und über den Tod

    *Inhalt* Mitten in der Nacht fängt das Haus vom 70jährigen Fredrik Welin an zu brennen, er kann sich gerade noch vor den Flammen retten. Nun steht er vor seinem abgebrannten Haus, mit zwei linke Gummistiefel und den Klamotten, die er am Leib trägt. Sonst ist alles verbrannt, Kleidung, Papiere, Erinnerungsstücke usw. Zum Glück kann er in dem Wohnwagen seiner Tochter erstmal unterkommen und macht sich Gedanken, ob sich ein Neuanfang in seinem Alter noch lohnt. *Meine Meinung* "Die schwedischen Gummistiefel" ist das letzte Buch von Henning Mankell. Als mich am 05.Oktober 2015 die Nachricht seines Todes erreichte, war ich unendlich traurig, einer der besten Autoren der Gegenwart und einer meiner Lieblingsschriftsteller hat uns verlassen. Umso mehr freue ich mich, sein letztes Buch lesen zu dürfen. Dieser Roman baut sich auf "Die italienischen Schuhe" aus dem Jahr 2006 auf. Und es ist genau wie der Vorgängerband kein Buch zum Schnelldurchlesen, ich habe die einzelnen Worte, die atmosphärischen Beschreibungen der Schären, der Einsamkeit und der Lebensweise von Welin genossen. Zitat S. 74 "Das Altern war ein Nebel, der still übers Meer herangezogen kam." Ich finde dieses Zitat einfach wunderbar, es drückt meine Gefühle über das Gelesene richtig gut aus. Das Buch ist sehr melancholisch, es dreht sich um das Altwerden, um die Einsamkeit und um den Tod aber auch um einen Neuanfang, der sich immer lohnt, egal, wie alt man ist. Der Titel "Die schwedischen Gummistiefel" hat einen direkten Bezug zur Geschichte, nach dem Feuer bleiben Fredrik nur noch zwei linke Gummistiefel und die Bestellung nach neuen "Made in Sweden" ist die ganze Zeit präsent. Mit Welin hat der Autor einen Charakter erschaffen, der nicht nur sympathisch ist. Auf der einen Seite kann man mit ihm mitfühlen und kann sein Verhalten nachvollziehen. Aber dann ist da immer noch die andere Seite, er ist seinen Mitmenschen gegenüber absolut nicht empathisch, in manchen Fällen bewegt er sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Sogar seiner Tochter gegenüber benimmt er sich nicht, wie ein liebender Vater. Im Laufe des Buches nähern die beiden sich langsam an und man hofft, dass sich das Verhältnis der beiden stabilisiert. Und zum Abschluss des Buches noch einmal wunderbare Worte des Autors, die zum Nachdenken anregen: Seite 475 Mittlerweile war es spät im August. Bald würde der Herbst kommen. Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr. *Fazit* Ein wunderbares Buch mit Tiefgang, wer den Schreibstil des Autors mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. In meinem Herzen und in seinen Büchern wird Henning Mankell weiterleben.

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