Jesus war ein meisterhafter Geschichtenerzähler, und die Gleichnisse, die er erzählt hat, waren genial einfache Alltagsgeschichten, die aber tief gehende geistliche Lektionen vermittelten. Und wenn wir wissen wollen, wie wir als Christen leben sollen und wie das Leben im Reich Gottes aussieht, ist es wichtig, dass wir diese Gleichnisse auch verstehen.
Der bekannte Theologe John MacArthur bringt den Menschen schon seit vielen Jahrzehnten das Wort Gottes nah. In diesem Buch hilft er dem Leser, 12 bekannte Gleichnisse Jesu neu zu verstehen. Er erklärt, in welchem Kontext sie entstanden, an wen sie gerichtet waren, welche Bezüge zum Alten Testament oder zu anderen Texten des Neuen Testaments sie beinhalten - und auch, was sie mit unserem Leben heute zu tun haben. Lassen Sie sich ein auf die bekanntesten und einflussreichsten Kurzgeschichten, die jemals erzählt wurden.
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Ein Appell an alle Gläubigen sich intensiver mit der Wahrheit der Gleichnisse auseinander zu setzen. Absolut empfehlenswert!
Bewertung aus Bargteheide am 14.11.2021
Bewertungsnummer: 1606693
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Pastor und Autor John MacArthur steht für eine der versiertestes Bibelauslegungen unserer Zeit. In dem Buch „Gleichnisse - was uns die Geschichten von Jesus über das Leben mit Gott erzählen“ stellt er dem Leser/die Leserin in zehn Kapiteln mehrere Gleichnisse und deren Auslegung vor.
Doch zunächst gibt es eine Einführung „Warum lehrte Jesus in Gleichnissen und wie legen wir sie richtig aus?“ Hier geht er auf alle Aspekte zum Thema Gleichnisse ein. Der Autor erklärt nicht nur, warum oder ab wann Jesus in Gleichnissen sprach, sondern erklärt auch Details und Definitionen, zum Beispiel was ein Gleichnis ist, wie es sich zu einer Allegorie unterscheidet, usw. Schon hier hat mich beeindruckt, wie umfangreich die Wissensvermittlung erfolgt und doch hält der Autor sich bei der Wortzahl zurück. Die Thematik wird vielfältig und logisch nachvollziehbar erläutert und doch kommt John MacArthur genau auf den entscheidenden Punkt, ohne ein Wort zu viel. Was mich als nicht Theologin begeistert, ist, dass er sich dabei einer Sprache bemächtigt, die leicht verständlich ist und so das Lesen des Buches zu einem Vergnügen macht.
Dieser Grundsatz setzt sich auch in den Auslegungen der verschiedenen Gleichnisse, die nun folgen durch. Jedem Kapitel ist eine weiterführende Bibelstelle vorangestellt. Im Anschluss wird in einem Textzusammenhang das Gleichnis erzählt, in dem es in dem jeweiligen Kapitel geht. Textzusammenhang schreibe ich deshalb, weil der Autor hier auch sehr viel Hintergrundwissen vermittelt. Seien es historischen Tatsachen zum Beispiel den Wert eines Denars oder auch ob die Stelle des Gleichnisses innerhalb des Evangeliums eine Auswirkung für die Auslegung hat. Erst wenn die wichtigen Details des Gleichnisses geklärt sind, wendet sich John MacArthur der Auslegung zu. Hierbei erlebte ich so manchen Aha-Effekt. Manchmal waren es nur Kleinigkeiten, die ich nicht gelesen hatte, manchmal fehlte mir der große Überblick oder Zusammenhang, den ich nicht verstanden hatte oder der mir noch nie so erklärt wurde. Doch die Argumentation von Pastor MacArthur ist logisch und in sich schlüssig, so dass selbst ich als Laie nun einen viel tieferen Einblick in die Gleichnisse von Jesus gewonnen habe. Den Abschluss des Buches bildet ein Anhang zum Thema „In Geschichten verpackte Wahrheit – der objektive Sinn einer Erzählung“. Hier geht der Autor u.a. auf das Thema Wahrheit in unserer Zeit ein, das für mich schon fast ein eigenes Buch verdient. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen. Mich haben die Einfachheit und Logik, mit der John MacArthur seine Leserschaft zum Ziel führt einfach nur begeistert. Man muss nicht unbedingt Theologie studiert haben, wenn jedem Gläubigen solche Bücher zur Verfügung stehen würden.
Was die Gleichnisse Jesu wirklich bedeuten
orfe1975 am 11.05.2021
Bewertungsnummer: 1017788
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Cover und Gestaltung:
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Das Titelbild ist recht dunkel gehalten. Das Schaf erkennt man kaum als solches aufgrund der vielen Wolle und seine Augen sind kaum zu erkennen. Es strahlt zwar eine gewisse Klarheit und Seriosität aus, die zum Titel passt, wirkt aufgrund der Düsternis jedoch nicht sehr ansprechend. Das ist das einzige Manko an diesem Buch für mich.
Interessant sind die beiden Ringe, die im Buch auch immer wieder zu finden sind. Sie erinnern an Eheringe und man könnte sie sowohl als Symbol des Bundes der Menschen mit Gott sehen als auch als Symbol einer Schnittmenge zwischen Gleichnis (ein Kreis) und dem Leben (der andere Kreis): die Schnittmenge ist die Kernbotschaft, die für beides gültig ist. Wäre sehr passend.
Das Buch ist als Hardcover mit einem Schutzumschlag eingefasst und wirkt sehr hochwertig.
Inhalt:
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"Ein Gleichnis ist ein genial einfaches Bild, das eine wichtige geistliche Lektion veranschaulicht." (S. 25)
Bei dem Wort "Gleichnis" habe ich, wie viele andere auch, sofort an die Geschichte vom verlorenen Schaf gedacht, an die das Cover sicher auch erinnern will. Dann fiel mir noch der verlorene Sohn und das Gleichnis mit den Talenten ein. Aber was genau ein Gleichnis ist, wie es sich von einfachen, bildhaften Vergleichen in der Bibel abgrenzen lässt, warum und zu welcher Zeit es von Jesus verwendet wird und was er uns letztendlich WIRKLICH sagen will - darauf hatte ich keine Antwort, bis ich dieses geniale Buch las.
Der Autor geht das Thema systematisch an. Er erläutert sehr anschaulich und gut nachvollziehbar, was die Definition eines Gleichnisses für ihn ausmacht und macht darauf aufmerksam, dass in der Bibel Gleichnisse ausschließlich im Matthäus und Johannesevangelium vorkommen. Er warnt davor, die Gleichnisse nicht literarisch zu zerpflücken und dadurch zu überinterpretieren, sondern stattdessen seinen Blick auf das Wesentliche zu lenken. Dabei greift er sehr oft auf den originären Wortsinn zurück und erläutert die wichtigsten, historischen Zusammenhänge, die zum Verständnis des Gleichnisses notwendig sind. Seine Argumentation ist klar, sehr gut nachvollziehbar und schlüssig, der rote Faden stets erkennbar.
Der Autor hat mich mit seiner Art der Darlegung in seinen Bann gezogen und mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Von einigen Gleichnissen hatte ich bisher noch nichts bzw. kaum was gehört. Dieses Buch bewies mir wieder mal, dass es sich lohnt, die Bibel für sich alleine, unabhängig von den oft genannten Zitaten im Gottesdienst, zu lesen, um ein vollständigeres Bild von Gottes Willen zu bekommen. Hierzu werden auch die passenden Bibelstellen im Buch genannt.
Der Hauptgrund, warum dieses Buch mich (im positiven Sinne) aufgewühlt hat, ist die Tatsache, dass der Autor hier Tacheles redet. Er führt dem Leser deutlich vor Augen, dass Jesus keine "Wellnesskirche" (mein Ausdruck) wollte und es "lauwarme Christen" (Bezeichnung des Autors) nicht gibt. Entweder man glaubt an Jesus und Gott mit allen Konsequenzen und ist bereit, sein Leben vollständig nach ihm auszurichten oder man glaubt nicht. Ein bisschen Glauben gibt es nicht. Er spricht auch Themen wie die Hölle an, das sind Tatsachen, die man in der Kirche nicht oder nur selten zu hören bekommt. Daher sind sie so aufwühlend, aber eben auch sehr wichtig! Dies zu verkraften, ist jedoch nicht jedem zuzumuten, das sollte man sich vor dem Lesen des Buches bewusst machen.
Mich hat die Lektüre wissender, aber auch nachdenklich zurückgelassen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der wirklich daran interessiert ist, der Bedeutung von Jesus Gleichnissen auf die Spur zu kommen und bereit ist, sich damit auseinander zu setzen, was wahrer christlicher Glaube bedeutet.
Fazit:
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Die Gleichnisse klar und schlüssig interpretiert - Ein Buch, das lehrreich und gleichzeitig aufwühlend ist
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