Die Vergänglichkeit eines Hochzeitstages einzufangen – das ist der Job der Hochzeitsfilmer Yvan und Corentin. Sie selbst führen allerdings kein besonders romantisches Leben – vor allem Corentin wird regelmäßig von seinen Freundinnen verlassen. Desillusioniert mit gerade einmal 27 Jahren, begegnet er einer ungewöhnlichen Braut: Aline bittet ihn, heimlich ein Liebesbekenntnis für ihren Mann aufzunehmen. Corentin ist davon so beeindruckt, dass er beschließt, auch Verwandte und Freunde vor die Kamera zu bitten. Indem er ihre Träume, Enttäuschungen und Sehnsüchte filmt, findet er unversehens selbst zur Liebe und zum Leben zurück.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
11.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebeserklärung
Ein Roman/Komödie über den schönsten Tag im Leben/den Hochzeitstag aus der Sicht des Hochzeitsfotografen. Auch er kann den Aufregungen/Gefühlswirren nicht immer entkommen. Sehr amüsant zu lesen.
F. Himmelstorfer
aus Linz
5/5
01.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zarte Selbstfindung mit Happy End!
Blondel ist wieder da und hat zu seiner alten Form zurück gefunden.
Jean-Philippes Geschichten zeigen seine Figuren immer wenn sie sich gerade verloren fühlen und auch Corentin scheint aus dem Leben gefallen und weiß nicht so recht was er mit sich anfangen soll.
„Die Liebeserklärung“ ist eine zarte Geschichte darüber seinen Platz im Leben wieder zu finden.
Liebe dein Buch
aus Bremen
5/5
22.02.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Viel zu wenig Tiefgang
Vorweg schon einmal, das Buch hat mir gar nicht gefallen. Die Hauptidee der Geschichte klingt wirklich super, total poetisch und tiefgründig. Das ist aber weit gefehlt. Es wird nur oberflächlich erzählt, gerade zu "monologartig". Dadurch entsteht überhaupt kein Tiefgang, kein Spannungsaufbau, keine emotionale Bindung an Charaktere oder Geschichte. Ich habe mir hier echt mehr erhofft. Klar das Buch hat echt wenig Seiten (159 S.), aber dadurch an der Story zu sparen, geht gar nicht!
Dem Buch fehlt generell der "rote Faden". Irgendwie scheint die Geschichte keinen tieferen Sinn zu haben. Für mich ist das keine richtige Handlung, die es rechtfertigt eine Geschichte darüber zu schreiben.
Das Ende macht alles noch viel schlimmer. Es ist regelrecht (sorry) dämlich, denn es macht die ganze Geschichte irgendwie kaputt (mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern).
Den Charakteren steht man eigentlich relativ neutral gegenüber. Durch den Erzählstil kann man keine Bindung zu ihnen aufbauen. Bei Corentin gab es zwar Aktionen, die ihn sympathischer haben erscheinen lassen, aber für mich auch Aussagen, die das Gegenteil erwirkt haben.
Fazit: Ich habe auch von vielen gelesen, die den Erzählstil mögen. Deshalb denke ich das man diesen Stil entweder total mag oder ganz schrecklich findet. Ich gehöre leider zu letzterer Gruppe. Daher würde ich dieses Buch eigentlich niemanden weiterempfehlen. Ich gebe trotzdem 2 Sterne, da die Grundidee eigentlich toll war, die leider leider in der Umsetzung gescheitert ist.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
14.02.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die etwas andere Romantik,…
Die etwas andere Romantik, mit französischen Charme. Meine Meinung Die Liebeserklärung ist ein außergewöhnlicher Liebesroman. Er handelt von Hochzeiten, die gefilmt werden. Corentin genießt in dieser Geschichte die Hauptrolle. Mit seinem Patenonkel fotografiert und filmt er Paare, die sich das Jawort geben. Corentin widerfährt ein wunderbares Erlebnis in einer Abstellkammer. Die graue Maus Aline spricht per Video zu ihrem Bräutigam. Corentin filmt die Liebesschwüre und erlebt eine Achterbahn der Gefühle. Er ist so fasziniert, dass er das nun bei jeder Hochzeit praktizieren möchte. Dachte ich Anfangs dass niemand vor laufender Kamera sein Innerstes nach außen kehren würde, belehrte mich diese Story eines besseren. Corentin erfährt Geheimnisse und bekommt teilweise menschliche Abgründe serviert, die jeder Hochzeitstorte spotten. Nicht jedes Paar ist von einer Ehe wirklich überzeugt. Nicht jedes Paar ist Mann und Frau, so wie sich das gehört. Fragt mal den Bürgermeister! Nicht jeder Liebesschwur ist für den Bräutigam gedacht. Und nicht jede Ehe hält was sie anfangs verspricht. Aber, das ist uns allen ja nichts Neues. Nicht jedes Fest verläuft harmonisch. So dann und wann muss da der Hochzeitsfilmer schon einschreiten. Ich denke, wenn man sein Gesicht ständig hinter der Kamera verstecken kann, bekommt man alles mit und entwickelt mehr Mut. Ich wusste nicht, was ich von Corentin halten soll. Manchmal haben mich seine düsteren Gedanken irritiert. Sie passten irgendwie nicht zu Corentin. Ich würde ihn als Romantiker einstufen. Einen, der damit nicht hausieren geht. Könnte man sonst solch einen Beruf ausüben? Mit den Frauen ist das so eine Sache. Corentins Freundinnen waren allesamt von seinem eleganten Outfit begeistert. Zumindest so lange, bis sie bemerkt haben, dass es nicht ihnen galt, sondern den Hochzeiten. Ja, und das von März bis September an fast allen Samstag- und Sonntagen. Ein romantischer Beruf, der die eigene Romantik verkümmern lässt. Der Schreibstil ist locker leicht. Ich weiß nicht warum, aber ich hätte mehr Tiefsinn erwartet. Ich denke, diese Vermutung ist dem Cover geschuldet. Bild und Schrift ließen mich keine solche Leichtigkeit erahnen. Ich hätte gerne mehr Nähe zu den Protagonisten aufgebaut. Da in der dritten Person geschrieben wurde, war mir das in diesem Roman nicht möglich. Zitate aus dem Buch: Nein, sagen Sie nichts, es würde nichts nützen, Sie werden dafür bezahlt, mir Komplimente zu machen, und außerdem würde mir heute kein Mensch die Wahrheit sagen, es ist der Jahrmarkt der Scheinheiligkeiten. (Seite 19) Eine Hochzeit muss den beiden Familien gefallen und nicht unbedingt dem Brautpaar! (Seite 47) Fazit Trotz kleiner Schwächen kann ich "Die Liebeserklärung" empfehlen. Die Idee, der französische Charme und die Umsetzung konnten mich größtenteils überzeugen. Die Geheimnisse, die einige Hochzeitsgäste, Freunde und Verwandte preisgaben, verpassten der Story eine Prise Spannung und Humor. Ob mir das Ende gefallen hat? Ja, obwohl ich nach den ersten paar Seiten schon so eine Ahnung hatte. Ich habe diese Geschichte, mit der etwas anderen Romantik, heute am Valentinstag beendet.
Bewertung
5/5
13.01.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Viele Hochzeiten und eine Liebeserklärung
Kennen Sie den Roman 6 Uhr 41? Das war der erste Roman, mit dem Jean-Philippe Blondel in Deutschland bekannt geworden ist. Außerdem gibt es von ihm noch die Titel Zweiundzwanzig, Direkter Zugang zum Meer und This is not a Love Song. Alles Bücher, die klein und ein wenig unscheinbar daherkommen. Und trotzdem hat der französische Autor anscheinend die Herzen der Leser erobert. Für mich ist sein neuester Roman Die Liebeserklärung sein erstes Buch, welches ich gelesen habe. Aber es wird nicht sein letztes sein!
Auf knapp 159 Seiten erzählt Jean-Philippe Blondel die Geschichte von Corentin. Corentin ist 27 Jahre alt und arbeitet als Hochzeitsfilmer bei seinem Patenonkel Yvan. In diese Arbeit ist er so einfach hineingerutscht, aber sie macht ihm viel Spaß. Allerdings macht diese Arbeit auch einsam, denn wenn andere feiern, muss Corentin zur Arbeit. Sein Onkel und er filmen und fotografieren nämlich nicht nur die eigentliche Hochzeitszeremonie und die Feier danach. Nein, sie sind auch schon am Vormittag bei den Vorbereitungen dabei. D.h. sie begleiten das Brautpaar auf Schritt und Tritt bei ihren Vorbereitungen. Hinterher wird daraus ein Film geschnitten, der den vermeintlich schönsten Tag des Lebens dokumentieren soll, aber trotzdem natürlich eine Fiktion ist, die so zurechtgeschnitten wird, dass sie wunderschön ins Bild einer idealen Hochzeit passt. Und so folgen wir Corentin bei sehr verschiedenen Hochzeiten. Wir lernen die unterschiedlichsten Menschen kennen und erfahren die Liebesgeschichten der Brautpaare. Als eines Tages Aline Corentin bei ihrer Hochzeitsvorbereitung zur Seite nimmt, um eine Liebeserklärung für ihren Mann aufzunehmen, passiert bei Corentin etwas. Er merkt plötzlich, dass er für die Menschen unsichtbar ist, wenn er hinter seiner Kamera versteckt ist. Sie können dann ganz frei Dinge aussprechen, die sie sonst nicht zu sagen wagen. Und dies bringt Corentin auf eine Idee. Er sammelt Porträts von Menschen, die ihm erzählen, was sie ihm vor der Kamera erzählen möchten. Und daraus entwickelt sich für Corentin etwas ganz neues.
Jean-Philippe Blondel hat einen wunderschönen kleinen Roman über die Liebe geschrieben. Die Geschichte ist ruhig, wird ein wenig lakonisch und mit einem feinen Humor erzählt. Die Begegnungen und die Gespräche mit den Brautpaaren zeigen ein vielschichtiges Bild, was die Liebe auszeichnet und wie verschieden sie doch für die ganzen Menschen ist. Und sie zeigt, dass ein Leben rein hinter der Kamera kein gelebtes Leben ist, wenn die Liebe auf der Strecke bleibt und der Kameramann ein reiner Beobachter ist. Und das lässt sich natürlich auch wunderbar auf das wirkliche Leben übertragen. Man muss sein Leben selbst in die Hand nehmen. Man muss es leben! Und nicht immer nur Beobachter sein. Dies ist vielleicht die schwierigste Aufgabe gerade für uns Leserinnen und Leser, denn wir beobachten gerne die Menschen in den Geschichten, die wir lesen. Aber leben wir auch?
Ein wunderschönes Buch über die Liebe., was aber auch nachdenklich macht. Wenn Sie gerade eine Hochzeit planen, seien sie vorsichtig mit dieser Lektüre. Eine Hochzeit ist nicht unbedingt immer der schönste Tag für das Brautpaar, denn es wollen so viele Menschen zufriedengestellt werden!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.