Untersuchungen zur Textkonstitution in der 'Minneburg' "Ey geselle, heb an und sprich / Die rede durch die frawen din!"
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.12.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
1522 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668365483
So erging es mir im Herbst des vergangenen Jahres, als ich mich entschloss, meine Examensarbeit im Fach Mediävistische Germanistik anzufertigen und in diesem Zusammenhang Bekanntschaft mit der Minneburg, einem mir bis dato völlig unbekannten Text des 14. Jahrhunderts, machte. Sowohl hinsichtlich der Gattung als auch des Gegenstandes erfüllte ich alle soeben beschriebenen Kriterien der ignorantiae und freute mich mehr oder weniger unbedarft auf das anstehende Abenteuer der Minneburg-Rezeption. Lediglich durch wenige Hinweise aus der Vorbesprechung des Themas beeinflusst beschäftigte ich mich zunächst mit der Übersetzung. Schon im Verlauf der Lektüre des ersten Kapitels, das weniger als ein Zehntel des insgesamt mehr als 5.500 Verse zählenden Werkes ausmacht, wuchs die Faszination und damit das wissenschaftliche Interesse an der Thematik in gleichem Maße wie die Begeisterung für die textuelle Umsetzung durch den uns unbekannten Autor. Dies wiederum führte zu einer fortan gesteigerten Empfängnisbereitschaft für jegliche Hinweise, die mir zur Wahl eines geeigneten Untersuchungsgegenstandes dienlich erschienen.
Um eine aussagekräftige und damit stichhaltige Untersuchung zu den einzelnen Textkomponenten der "Minneburg" zu liefern, ist es meiner Ansicht nach erforderlich, zu Beginn der Darstellung klare Kriterien festzulegen, anhand derer die Typologisierung einer textuellen Konstituenten nachvollzogen werden kann. Dabei möchte ich vorab die grundsätzliche Unterscheidung zwischen linguistischen bzw. sprachwissenschaftlichen Kategorien auf der einen Seite und - im weitesten Sinne - literaturwissenschaftlichen auf der anderen betonen. Dies hat zur Folge, dass zunächst rein textlinguistische Parameter vorgeführt werden. Erst in einem zweiten Schritt werden Möglichkeiten der Typologisierung von Minnereden vorgestellt, wie sie in der bisherigen Forschung vorgenommen wurden.
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