Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte eine weltweite Sensation daraus machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn es gibt auch Leute, die es beschützen wollen, etwa der burmesische Elefantenflüsterer Kaung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Lotta
5/5
22.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Elefantastisch
"Elefant" ist mein erstes Martin Suter Buch, wird aber sicher nicht lange das Einzige sein.
Schoch ist obdachlos, seit vielen Jahren, und will daran auch nichts ändern. Bis er eines Tages den kleinen rosa Elefanten Sabu in seiner Höhle findet.
Roux ist ein Wissenschaftler der Genmanipulation, und besessen davon das "perfekte Spielzeug" zu erschaffen - leuchtende Miniaturelefanten in allen Farben.
Kaung arbeitet im Zirkus, und ist ein burmesischer Elefantenflüsterer. Als der Wissenschaftler Roux eine der Elefantenkühe künstlich befruchten lässt, merkt er sofort, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Valerie ist eine Tierärztin, die auch kostenlose Behandlungen für die Tiere der Obdachlosen anbietet. Als Schoch mit einem unglaublichen Wesen zu ihr kommt, hilft sie Sabu natürlich sofort, und auch um Schoch kümmert sie sich.
Ein winziger, rosa Elefant der im dunkeln leuchtet, es klingt so ausgedacht und fast albern. Doch von Beginn an fühlt es sich ganz real an. Diese Geschichte spricht viele wichtige Themen an, Genmanipulation, Obdachlosigkeit und der ewige Durst nach Geld sind nur ein paar davon. Trotzdem hat Martin Suter Humor und auch ein bisschen Liebe nicht fehlen lassen. Es ist hohe Kunst, einem Leser wichtige und ernste Literatur leicht zu vermitteln, und Suter hat es geschafft.
Ich empfehle dieses Buch allen LeserInnen der deutschen Literatur, allen SciFi Fans, und auch jedem, der gerne bei einer Lektüre entspannen möchte, die nicht nur lustig ist, sondern auch wichtige Botschaften enthält die einen über die Menschheit nachdenken lassen.
Bewertung
5/5
08.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Wohlfühl-Buch mit hochaktuellem Hintergrund
Die Geschichte des kleinen, rosa Elefanten liest sich ausgesprochen leicht.
Suter versteht es, die gelungene Geschichte in ein Themenfeld von höchster Aktualität zu integrieren (Stichwort Genmanipulation). Ähnlich wie in "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes" gelingt es ihm, ein komplexes Thema auf erstaunlich verständliche Art und Weise in seinen Roman aufzunehmen.
Tina Dietrich
aus Bern
5/5
08.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Sabu - fluoreszierendes Wunderwesen
Der Obdachlose Schoch entdeckt mitten in der Nacht ein wundersames Wesen in seiner Schlafhöhle das vor sich hin leuchtet - ein genmanipulierter, fluoreszierender Miniatur-Elefant. Suter hat einige Themen in diese Buchdeckeln gepackt - das Tabuthema obdachlos zu sein, die Schere zwischen arm und reich, sowie die Arroganz Gott zu spielen und neue Spezies aus Profitgier zu erschaffen.
Wenn ich die Augen schliesse erscheint der kleine faltige Elefant und kommt trompetend auf mich zu.
Nebst "Small World" meine Lieblingslektüre von Martin Suter.
Bewertung
aus Wetzikon ZH
5/5
02.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Amüsant und leicht zu lesen
Die Geschichte war gut verstrickt, alles kam auf eine komikhafte Art zusammen. Ich fand es witzig, wie jeder Mensch seine Interessen in Extremen ausführten, von moralischen Verpflichtungen bis hin zu Egoismus und Grössenwahn.
Bewertung
5/5
23.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Bezaubernd, humorvoll, spannend und ein wenig beängstigend ist dieser Roman von Martin Suter. Das große Thema: Genmanipulation und ethische Korrektheit. Hauptattraktion ist ein winziger, lebendiger, rosafarbener Elefant, der im Dunkeln leuchtet. Die einen möchten ihn retten, die anderen ihn für wissenschaftliche Zwecke benutzen und ihn als Haustier vermarkten. Suter bringt den Leser mit seinem niedlichen Elefanten in Gewissenskonflikte: Am liebsten möchte man auch so einen kleinen Hauselefanten haben. Aber echte Tierfreunde werden sich nicht beeinflussen lassen und fiebern bei dieser nervenaufreibenden Verfolgungsjagd mit.
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