Isolde Ohlbaum bereist seit 2008 die Ukraine und dokumentierte ihre Eindrücke fotografisch. Czernowitz und Lemberg sind Städte mit einer reichen europäischen Tradition, die aber im europäischen Bewusstsein der jüngeren Vergangenheit marginalisiert wurden. Ohlbaums Bilder zeigen diese Prägung, die städtebauliche Wurzel in der K.u.K.-Monarchie, in deren Lücken und Rissen heute das Leben der Ukrainer, gegen alle Widrigkeiten, sehr farbenfroh pulsiert. Sie laden ein, diese zwei Kulturstädte in ihrer alltäglichen Erscheinung zu erkunden. Die Fotos lassen aber auch erahnen, dass große Teile des kulturellen Erbes, etwa der jüdische Friedhof in Czernowitz, dem Verfall nach wie vor ausgesetzt sind. Juri Andruchowytsch lässt in seinem Begleittext die Bedeutung von Czernowitz und Lemberg in seinem Leben und Schreiben Revue passieren, beschreibt die Geschichte ihrer Verbindung und ihre heutige Wahrnehmung in der westlichen Öffentlichkeit. Aus dem Ukrainischen übersetzt von Sabine Stöhr.
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13.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht nur beim Wetterbericht merkt...
Nicht nur beim Wetterbericht merkt man allzu oft, das der Kalte Krieg noch nachwirkt. Europa hört nicht in Polen oder dem Baltikum auf. Diese europäische Prägung der Gebiet bis zum Ural muss immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden, ohne jede Allüren.
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