Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…
Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Galladan
aus Niederrhein
5/5
15.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Klassiker modern aufgelegt
Krieg der Welten von H.G. Wells. Erschienen im Mantikore Verlag am 26. Januar 2017.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert greifen die Marsianer die Welt an. Das Buch spielt in London und Umgebung. Es spielt auf die Kolonialpolitik an. Aus den Aggressoren werden die Opfer, die von einer um Längen besser ausgerüsteten Vorhut nicht besser als Tiere behandelt werden. Die Menschen fliehen und jeder ist sich selbst der Nächste.
Sprachlich an das 21. Jahrhundert angepasst ist dieses Buch noch immer aktuell. Wir betrachten uns noch immer als Krone der Menschheit und würden unseren verbrauchten Planeten für eine neue Welt mit unverbrauchten Rohstoffen jederzeit aufgeben. Die Frage ob wir jemandem schaden würden, würde auch heute noch ganz klar zweitrangig hinter der Frage sein, ob uns etwas schadet.
Das Buch ist mehr eine Art Dokumentation was geschehen ist. Das Buch ist eine Ich-Erzählung und beschreibt die Vergangenheit. Es gibt keine große Action wie die Menschheit sich gegen die Eindringlinge wehrt, keine Romantik zwischen dem Protagonisten und seiner Frau. Dafür ist es spannend was die Marsianer treiben, die nicht auf Dreibeinen durch die Gegend ziehen und Ungeziefer vernichten. Die Beschreibung der Gesellschaft und ihre Reaktion auf die Invasion ist sehr interessant beschrieben und beinhaltet ein gutes Stück reales ausgehendes 19. Jahrhundert. Ich kann mir gut vorstellen, dass Wells ein Visionär gewesen ist und das neue Medium Film bei manchen Abschnitten im Blick hatte.
PMelittaM
aus Köln
5/5
15.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Lesenswert!
In der idyllischen englischen Provinz schlägt ein riesiger Zylinder ein. Ihm entsteigen Wesen vom Mars, die mit ihren Hitzestrahlen direkt anfangen, Menschen zu töten.
Die von H. G. Wells 1898 veröffentlichte Geschichte dürfte jedem, zumindest in Grundzügen, bekannt sein, sie wurde mehrfach verfilmt, das Hörspiel des genialen Orson Welles hatte 1938 ungeahnte Folgen, und auch der Roman dürfte schon vielfach gelesen worden sein. Der Mantikore Verlag hat ihn nun in neuer Übersetzung mit Illustrationen von Hauke Kock herausgebracht, der Roman macht einen rundum gelungenen Eindruck, das Cover ist mehr als passend und ein Eyecatcher, die Schwarz-Weiß-Illustrationen passen gut zu dem über 100 Jahre alten Werk, enthalten ist ein interessantes Vorwort.
Auch der Roman selbst hat mir sehr gut gefallen, gelesen hatte ich ihn bereits vor vielen Jahren, damals war ich ein großer Fan des Autors und habe sein gesamtes Werk inhaliert. Mir gefällt vor allem die Herangehensweise an die Geschichte. Erzählt wird aus Sicht eines Ich-Erzählers, dessen Namen man bis zum Schluss nicht erfährt, der aber hautnah dabei ist und somit zum größten Teil aus erster Hand erzählt, und zwar als Rückblick sechs Jahre nach den Geschehnissen. Szenen, die er nicht miterlebt hat, wie etwa das Auftauchen der Marsianer in London, lässt Wells den Bruder des Erzählers erleben, so dass auch diese der ich-Erzähler berichten kann.
Als Leser kann man sich dadurch sehr gut in das Geschehen hinein denken. Wie die Menschen erst erstaunt und neugierig sind, wie sie Kontakt aufnehmen wollen, wie erschütternd es ist, dass die Marsianer sofort schießen, wie die Menschen, die weiter weg wohnen und daher nicht selbst dabei waren, zunächst ungläubig sind und die Gefahr nicht wahrnehmen, das alles kann man nachvollziehen, ebenso wie nach und nach klar wird, dass man sich in Sicherheit bringen muss, wie man möglichst viel mitnehmen will und schließlich die Panik und das Fallenlassen aller Rücksichten, als klar wird, dass die Aliens dem Menschen überlegen und kaum zu besiegen sind.
Der Schrecken und die Spannung bauen sich immer mehr auf, auch das gelingt dem Autor sehr gut, so dass sich der Roman durchaus zum Pageturner entwickelt. Die Faszination, die Wells bereits vor Jahrzehnten auf mich ausübte, kann ich immer noch spüren.
Ich muss aber auch Kritik üben: Waren zu Beginn noch einige Fußnoten vorhanden, die Erklärungen für möglicherweise unbekannte Worte und Begriffe lieferten, blieben diese sehr schnell aus, obwohl sie weiterhin nötig gewesen wären. Sicher kann man sich heutzutage die Erklärungen selbst aus dem Internet holen, aber wozu dann überhaupt erst mit Fußnoten anfangen?
Ein weiterer Kritikpunkt sind manche sehr holprigen Sätze, ob es sich hier schlichtweg um Fehler oder vielleicht auch um falsche Übersetzungen handelt, kann ich nicht immer sagen, dazu müsste man den Originaltext vorliegen haben. Möglicherweise gehört es auch zum o. g. Problem fehlender Fußnoten. Ein Beispiel: Ich saß am Kopfende, mäßigte die Nüsse mit einer Zigarette, bedauerte Ogilvys Unbesonnenheit und verurteilte die kurzsichtige Furchtsamkeit der Marsianer. (S. 64).
Abgesehen von den o. g. Kritikpunkten hat H. G. Wells einen zeitlosen Roman geschaffen, der auch heute noch Leser ansprechen kann, Spannung vermittelt und zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die sich gerne einmal auf einen Klassiker einlassen.
Bewertung
aus Clausthal-Zellerfeld
4/5
15.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Invasion vom Mars
Ende des 19. Jahrhunders landen seltsame Zylinder auf der Erde. Ihr Inhalt bringt den Tod.
Das Cover ist schlicht gestaltet, aber ein Klassiker braucht auch keine auffällige Gestaltung, der Titel spricht für sich.
Die Geschichte gibt sich nach Außen hin den Anschein eines Berichts, der von einem Ich-Erzähler dargelegt wird. Dieser Ich-Erzähler hat keinen Namen, man erfährt nicht wer hier erzählt/berichtet. Auch sonst gibt es in dem Buch keine Namen. Allenfalls erklärene Bezeichnungen wie der Artillerist, der Vikar, mein Bruder.
An die Sprache des Buches musste ich mich erst gewöhnen, den seiner Entstehungszeit gemäß ist die Sprache eher gehoben und meist respektvoll in ihrer Ausdrucksweise. Auch gibt es immer mal wieder Wörter, die man heutzutage eher selten gebraucht und deren Bedeutung sich nicht gleich offenbart.
Die Erzählweise ist eher unaufgeregt und doch ansprechend und spannungsgeladen. Wenn man sich auf die ungewohnte Sprache einlässt, kann man schnell in der dargebotenen Welt versinken.
Auch die Illustrationen innerhalb des Buches sind gelungen und haben mir gut gefallen.
Dieser Klassiker der Science-Fiction Literatur schafft es auch heute noch zu gefallen.
Bewertung
aus Münster
3/5
31.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Lieferumfang des Produkts
Auf dem Einband steht, dass bei dieser illustrierten Ausgabe sechs "Design-Postkarten und ein Vorwort von Joachim Körber" enthalten sein sollten. Letzteres ist vorhanden, die Postkarten fehlen jedoch.
Forti
3/5
15.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Nicht ganz perfekte Neu-Übersetzung des Klassikers
Knapp 120 Jahre nach der Erstveröffentlichung von H.G. Wells' "Krieg der Welten" wurde der Klassiker für den Mantikore-Verlag von Jan Enseling neu ins Deutsche übersetzt und von Hauke Kock mit Illustrationen versehen.
Über H.G. Wells' Klassiker muss man nicht viele Worte verlieren. Zu Recht steht er auf vielen Leselisten und ist nicht nur für Science Fiction-Fans eine Pflichtlektüre. Es gibt wohl viele Lesarten für dieses Buch: Science Fiction, bitterböse Gesellschaftskritik, Zukunftsvision ...
Da das Werk in jedem Fall einen hohen und unstrittigen Stellenwert in der Weltliteratur hat, möchte ich hier lieber auf die Eigenheiten dieser Ausgabe eingehen als auf den Text ansich.
Die Übersetzung von Jan Enseling liest sich überwiegend gut und schafft meist den Spagat zwischen authentischer Wiedergabe eines Textes der vorletzten Jahrhundertwende und einer für den heutigen Leser eingänglichen Lektüre.
Leider finden sich dann doch einige Stellen, auf die das ganz und garnicht zutrifft, wo auf einmal in eine etwas altertümliche Sprache gewechselt wird. Noch ärgerlicher die Stellen, die so übersetzt wurden, dass sie in der deutschen Sprache wenig bis garkeinen Sinn machen. Dazu kommen einige kleinere orthografische Fehler. Schade!
Ungewöhnlich für einen Roman verwendet der Übersetzer Fußnoten. Dies geschieht allerdings sparsam und behindert den Lesefluss nicht.
Bei den acht Illustrationen von Hauke Kock handelt es sich um schwarz-weiße Zeichnungen, die die Marsianer in Szene setzen. Die menschliche Protagonisten sind hier nur Nebendarsteller. Die Darstellung orientiert sich stark an der Beschreibung der Außerirdischen durch H.G. Wells. Sie stellen sich nicht unangemessen vor den Text, sondern illustrieren ihn im besten Wortsinne und sind meiner Meinung nach gut gelungen.
Leider sind die Illustrationen gerastert und wirken dadurch etwas unscharf.
Es ist keine richtig schlechte Ausgabe des Klassikers, aber leider bleibt sie hinter den hohen Erwartungen zurück, die man bei einer selbsternannten "Sammlerausgabe" haben darf, zurück.
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