Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...
In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann. Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …
Lesen Sie auch die anderen Romane von Sylvia Lott mit Inselflair! (Auswahl)
Der Dünensommer
Die Inselfrauen
Die Inselgärtnerin
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
10 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Eine wundervolle, herzergreifende Geschichte!
Marens Bücherwelt - Miss Letter am 23.12.2017
Bewertungsnummer: 1070520
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich gebe dem Roman "Die Fliederinsel" 5/5 verdiente Herzen. Mit dem Gemälde, das seit dem Krieg als verschollen galt, wird die Geschichte von der Jüdin Ruth Liebermann im zweiten Weltkrieg neu aufgerollt. Ein fesselnder und sehr emotionaler Erwachsenenroman, den ich jedem Leser nur ans Herz legen kann! Ich verspreche ein Leseerlebnis, bei dem man das ein oder andere Tränchen vergießt und das Leben im Hier und Jetzt noch mehr schätzen lernt!
Story 5/5, Charaktere 5/5 , Gefühle 5/5, Spannung 4/5, Schreibstil 5/5, Ende 5/5
Als die Urlauberin Celia durch ein tollpatschiges Missgeschick das längst verschollene Fliedergemälde in ihrem Ferienhäuschen entdeckt, kann es ihre Vermieterin Inger einfach nicht fassen. Das Fliedergemälde ihrer Mutter Ruth Liebermann ist nach vielen Jahrzehnten endlich wieder aufgetaucht. Für Inger bedeutet dieses Kunstwerk, dass sie ihrer verstorbenen Mutter ein Stück nähergekommen ist. Celia hingegen ist wahnsinnig neugierig auf die Geschichte, da sie selbst nach Fünen gereist ist, um mehr über ihren unbekannten Großvater zu erfahren und das große schwarze Loch in ihrer Ahnenreihe zu schließen. Die sympatischen Frauen setzen sich zum Tee auf die Veranda und Inger erzählt die unglaublich emotionale Geschichte über ihre Mutter Ruth. Die Jüdin Ruth, die zu Hitlers Zeiten die grausamen Seiten des zweiten Weltkrieges zu Gesicht und am eigenen Leib zu spüren bekommen hat: Die Judenverfolgung.
Wer den Schreibstil von Nicholas Spark liebt, wird hier begeistert sein, denn Sylvia Lott nutzt zum Erzählen für ihre Familiengeschichte auch zwei Zeitebenen. In der Gegenwart in Dänemarkt treffen sich die beiden Frauen Celia und Inger, um mehr über Ruth Liebermann zu erfahren. Für ca. 80% der Geschichte springen wir in das Jahr 1938. Allein zu wissen, dass Ruth schon längst verstorben ist, hat mich als Leser schon schon völlig fertig gemacht. Als ich die erste Seite mit der liebenswürdigen Ruth gelesen habe, wusste ich sofort, dass auf mich eine spannende, aber auch unglaublich traurige Geschichte wartet. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch konnte ich nicht mehr aus den Händen legen, denn die Liebesgeschichte von Ruth und Jakob inmitten all des Schreckens und der Unmenschlichkeit hat mich sehr berührt.
Ruth und Jakob sind frisch verheiratet und über beide Ohren ineinander verliebt. Ruth, begeisterte Malerin und Jakob, leidenschaftlicher Schriftsteller, genießen das Künstlerleben in der deutschen Hauptstadt Berlin und leben in den Tag hinein. 1938 erleben wir zusammen mit den herzensguten Menschen, wie die Jagd auf die Juden langsam eröffnet wird. Synagogen werden angezündet, die Kriminalität auf den Straßen steigt, die Verbote für Juden mehren sich, plötzlich heißt es: Alle Juden sind vogelfrei. Ruth und Jakob wissen, dass sie in tödlicher Gefahr schweben und entscheiden, aus Deutschland zu flüchten. Mit ihrer Flucht beginnt ein Leben voller Angst, Armut, Tränen und Hass. Doch Ruth und Jakob lassen sich nicht unterkriegen. Zwischendurch gibt es immer wieder Hoffnungsschimmer, an denen sie sich verzweifelt klammern und auf eine bessere, faire Zukunft warten. Ihr größter Wunsch: Ein Leben in Frieden.
Sylvia Lott hat eine wundervolle herzergreifende Geschichte geschrieben! Im Nachwort betont die Autorin, viel und lang recherchiert zu haben. Das macht sich auf jeden Fall bemerkbar. "Die Fliederinsel" ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern fasst die Judenverfolgung in Deutschland und international kompakt zusammen. Ihr erzählerische Stil ist unglaublich fesselnd!Und auch, dass das Cover des Romans das berühmte Fliedergemälde von der Hauptprotagonistin Ruth Liebermann darstellen soll, finde ich eine absolut klasse Idee von Sylvia Lott.
Die Idylle trügt...
Eliza am 30.07.2017
Bewertungsnummer: 1037251
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Sylvia Lott hat ein Buch geschrieben, welches unter die Haut geht. So lieblich und schön das Cover daher kommt, so schwere Kost ist das Buch an einigen Stellen. Wer hier eine leichte Sommerlektüre erwartet, wird enttäuscht werden. Wer allerdings gerne Bücher mit Tiefgang liest, die auch zum Nachdenken anregen, der ist hier genau richtig.
Wie schon gesagt, das Cover ist sehr schön und stimmungsvoll. Die Farben sind ein Traum und man hat das Gefühl den Fliederstrauch riechen zu können.
Sylvia Lott erzählt in alter Manier ihre Geschichte auf zwei Zeit-Ebenen, sie kann somit wunderbar Parallelen aufzeigen und die Spannung steigern, auch dies gelingt ihr wieder sehr gut.
Der Erzählstrang in der Vergangenheit hat mich wesentlich mehr bewegt, als der in der Gegenwart, auch waren mir die Figuren in der Vergangenheit näher, als die in der Gegenwart. Besonders mit Celia konnte ich nichts anfangen. Sie blieb mir den ganzen Roman lang etwas fremd. Umso mehr vereinnahmte mich Ruth, sie ist eine tolle, facettenreiche Persönlichkeit, die vor allen Dinge mit ihrer Individualität besticht. Aber auch mit Jakob, Ruths Mann, ist der Autorin ein glaubhafter Zeuge seiner Zeit gelungen.
Im Mittelpunkt stehen die emigrierten Juden, die in Dänemark Zuflucht gefunden haben. Die Solidarität der dänischen Bevölkerung mit den Emigrierten und ihre Hilfsbereitschaft. Ein besonderes Augenmerk hat die Autorin auf das Schicksal der Kinder gelegt und genau dieses Schicksal geht unter die Haut.
Die Geschichte wird jeweils chronologisch auf beiden Ebenen erzählt, sicherlich die Erzählung in der Vergangenheit mehr gerafft, als die der Gegenwart. Der Roman wird von der Autorin schlüssig und sehr bewegt dargestellt. Die Dialoge wirken authentisch und echt. Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm zu lesen und dabei hoch emotional.
Als Zielgruppe sind hier sicherlich die Leserinnen zu nennen, dennoch könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass auch geschichtlich interessierte Männer ihre Freude an dem Roman haben können, denn wie bereits erwähnt, lernt man sehr viel über Dänemark und die Menschen dort zur Zeit des zweiten Weltkrieges.
Ein überaus gelungener Roman, der noch sehr lange nachhallt, weil er so ein bewegendes Schicksal in den Mittelpunkt stellt. Dieser Roman ist sicherlich keine leichte Strandlektüre, dennoch bin ich mir sicher, dass dieser Roman in diesem Sommer seine Leser finden wird. Denn unsere Geschichte ist immer ein Teil von uns und diese Geschichte dürfen wir nicht vergessen oder verdrängen, wir müssen sie lebendig halten, dies sind wir unseren Vorfahren schuldig.
Eine glasklare Lese- und Kaufempfehlung von mir, ein Roman der es verdient hat, ganz viele Leserinnen und Leser zu erreichen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.