Konzeptionelle Nähe und sprachliche Routinisierung Konversationelle Selbstreparaturen im Französischen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
25.09.2017
Abbildungen
35 b/w and 5 col. Illustrationen, 36 b/w tblättern
Verlag
De Gruyter OldenbourgSeitenzahl
435
Maße (L/B/H)
23,6/16/3 cm
Gewicht
825 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-052383-6
In einer Integration konversationsanalytischer und sprachwandeltheoretischer Ansätze untersucht die Studie die sprachliche Kontextualisierung konversationeller Selbstreparatur in der gesprochenen Nähesprache des Französischen. In Paraphrasen besteht zwischen Reparandum und Reparatur semantische Äquivalenz, in Korrekturen semantische Differenz. Beide Reparaturtypen weisen spezifische prosodische, lexikalische und syntaktische Kontextualisierungshinweise auf. Als Datengrundlage dienen ein nähesprachliches Testcorpus und ein distanzsprachliches Kontrollcorpus; die Analyse erfolgt in einem variationslinguistischen Ansatz. In konzeptioneller Nähe kontextualisieren Sprecher Korrekturen tendenziell zu Paraphrasen um. Zur Erklärung der Ergebnisse werden nähesprachliche Kommunikationsbedingungen herangezogen, insbesondere Dialogizität: Semantisch inkompatible Korrekturen stellen ein konversationelles Problem dar, da sie die Diskurskohärenz stärker als Paraphrasen beeinträchtigen und das damit verbundene Risiko, das Rederecht aufzugeben, erhöhen. Die paraphrastische Re-Kontextualisierung von Korrekturen wird als sprecherstrategische Lösung dieses Problems aufgefasst, die zu sprachlicher Routinisierung führen kann.
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