Produktbild: Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden Roman

22

16,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

23.03.2017

Abbildungen

2 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Fischer Fjb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/3,2 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The One Memory of Flora Banks

Übersetzt von

Maria Poets

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8414-4007-5

Beschreibung

Rezension

Flora ist eine wunderbare Heldin mit einem eigenwilligen Blick auf die Welt und sehr viel Mut. ("Alliteratus")
Ich bin der Magie dieses Buches einfach verfallen. ("Listen to Lenny")
Diese Geschichte verleiht Mut und gibt Hoffnung. Hier erlebt man ein Abenteuer der ganz besonderen Art. ("Der Duft von Büchern und Kaffee")
Es ist kein heiter-fluffiger Jugendroman, sondern ein tiefsinniges Buch über eine Protagonistin, die, ganz einfach ausgedrückt, für ihr selbstbestimmtes Leben kämpft - auf ihre Art. ("Damaris liest")
›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden‹ ist ein unterhaltsames Buch, mit einem schwierigem Thema, aber einer wichtigen Botschaft. ("glutton-for-books")
›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden‹ ist ein wirklich außergewöhnlicher Coming-of-Age Roman! ("Favola liest")
Eine wirklich berührende Geschichte mit Tiefgang, die auch nach dem Lesen nachhallt ("Lovelybooks")
Ein Buch, was mir hoffentlich eine Weile in Erinnerung bleiben wird, mit der Protagonistin, die ganz besonders ist. ("Catas Welt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

23.03.2017

Abbildungen

2 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

Fischer Fjb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/3,2 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The One Memory of Flora Banks

Übersetzt von

Maria Poets

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8414-4007-5

Herstelleradresse

FISCHER FJB
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Nicole

    aus Nürnberg

    5/5

    28.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte die an das Herz geht

    Meine Meinung zum Jugendbuch: Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden Aufmerksamkeit: Diesen Punkt, den erfahrt ihr auf dem Original Beitrag auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Flora hat eine Amnesie, dank eines Tumors, der mit 11 Jahren entfernt worden ist. Sie kann sich an alles erinnern was davor war, doch nichts was danach kam. Bis auf eine Sache, einen Kuss, und hier beginnt ihre Reise in die Antarktis und zu einem Jungen, der doch nicht wirklich sie gemeint hat. Ihr Halbbruder aus Frankreich versucht ihr zu helfen, ob es ihm gelingen wird, Flora zu befreien aus ihrem Nicht mehr erinnern können, das kann euch nur dieses Buch erzählen. Wie ich das Buch empfand: Ich bin von diesem Buch sehr tief berührt worden und ich bin irre traurig dass das Buch nun wirklich ein Ende hat, das kam viel zu früh und außerdem kann ich mir als Leserin nun denken, wie es wohl weiter gehen wird, ich hoffe die Autorin ist so lieb und schreibt noch einmal über Flora, denn mich konnte Flora abholen und begeistern, obwohl das Buch alles aufweißt, was ich normalerweise weniger toll finde. Wiederholungen, die hin und wieder endlos sind, und gerade das macht den Reiz des Buches aus, denn ohne diese Wiederholungen würde ich nicht erfahren was mit Flora los ist. Denn Flora hat kein normales Leben. Sie kann sich nicht erinnern, doch ihre Hände und Arme, Zettel und Bücher helfen ihr sich an alles zu erinnern, denn sie schreibt sehr viel. Das muss sie auch tun, sonst würde sie nämlich verrückt werden und Angst bekommen. Letztlich ist ein Spruch "Flora ist mutig", genau das was sie auch auslebt. Sie haut von ihrem zu Hause ab, wo ihre Eltern die sonst auf sie aufpassen nicht da sind, denn sie sind in Frankreich, denn der Halbbruder liegt im Sterben. Dennoch schafft er es, zu seiner Schwester durchzukommen und ihr letztlich zu helfen. Sie findet Freunde in einem fremden Land und stellt sich ihren Ängsten. Das gefällt aber einer Person gar nicht, denn diese Person hat sehr große Schuldgefühle. Wie es dann ausgeht das soll euch das Buch am besten selbst verraten. Charaktere: Letztlich bin ich mit Flora und ihren Gedanken unterwegs. Lerne durch sie viele verschiedene Figuren im Buch kennen, und sogar ein Land das kalt ist, lerne ich näher kennen. Obwohl sie sich nicht erinnern kann, hat sie mehr Mut als manch anderer Mensch den ich kenne und sogar viel mutiger als ich. Ihre Eltern sind für mich nicht nachvollziehbar, erst einmal Kopfschütteln in mir, weil sie ihre Tochter die eigentlich auf Hilfe angewiesen ist, allein lassen und am Ende hatte ich unbändige Wut auf diese Eltern, weil sie etwas aufrecht erhalten wollen, was so niemals gegeben ist. Für mich waren diese Eltern also die Antiprotagonisten. Drake dagegen ist für mich ein typischer Macho. Andere Charaktere in diesem Buch sind auf ihre Art und Weise sehr liebenswert und ich hoffe so sehr, dass ich noch einmal das Vergnügen mit den Figuren habe, denn ich fand diese total toll. Am stärksten ist neben Flora aber auch ihre beste Freundin, obwohl diese ziemlich einen großen Bockmist gebaut hatte, hat sie doch entscheidende Schritte getan um Flora zu helfen. Schreibstil: Das Buch handelt aus den Augen von Flora und dreht sich natürlich auch um Flora, und dennoch ist es in keiner typischen ICH-Form geschrieben. Diese Schreibweise die mit viel Bildsprache und viel Gefühl mich berühren konnte, ist einfach schön. Nachvollziehbar: Immer wieder hatte ich Momente, wo ich überrascht worden bin, wo etwas was für gegeben galt doch so ganz anders ist, und das haute mich positiv von den Socken und hat mich richtig begeistern können. Obwohl ich auch sagen muss, das ich erstaunt war, wie krass die Geschichte ist, durch die vielen Themen die im Buch vorkommen. Ein Coming Out, ein in Watte gepacktes Mädchen, ein Mann der der größte Idiot ist und eine Reise in ein völlig fremdes Land, das letztlich eine Reise in sich selbst ist, PTBS wird angesprochen, was in meinen Augen aber deutlich übertrieben worden ist und ich kann mich nicht vorstellen, das es wirklich so einfach wie es im Buch dargestellt ist, ist. Empfehlung: Ich möchte euch dieses Buch unbedingt empfehlen und an das Herz legen. Denn für mich war es ein richtiges erfrischendes und zugleich sehr tiefes Erlebnis dieses Buch zu lesen. Es ist einfach mal völlig anders als andere Bücher die ich sonst lese und es ist einfach besonders, weil es daran appelliert, trau dir mehr als bisher zu und gehe über deine Grenzen, es lohnt sich! Und bitte liebe Autorin dieses Buches schenk mir noch einmal ein Abenteuer mit Flora! Bewertung: Nachdem dieses Buch mich wirklich überraschte, mich abholte und mitgerissen hatte muss ich es einfach als mein Monatshighlight Mai 2017 auszeichnen. Deswegen gibt es auch klare fünf Sterne.

  • Mikka Liest

    aus Zwischen den Seiten

    5/5

    11.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Flora Banks leidet an…

    Flora Banks leidet an anterograder Amnesie, was bedeutet, dass sie sich Dinge nur für wenige Stunden, manchmal sogar nur für Minuten merken kann. Seit sieben Jahren setzt sich ihr Gehirn immer wieder zurück auf den Stand, auf dem sie im Alter von 10 Jahren war. Immer wieder stellt sie die gleichen Fragen, immer wieder tut sie die gleichen Dinge, immer wieder ist sie überrascht von ihrem eigenen Spiegelbild. Im Grunde ist sie daher ein kleines Mädchen im Körper eines Teenagers. Doch dann küsst sie am Strand einen Jungen, und die Erinnerung bleibt. Für sie bedeutet das zwei Dinge: 1) er muss die Liebe ihres Lebens sein, und 2) wenn sie mit ihm zusammen ist, wird das ihre Amnesie heilen. Dass er in die Arktis gezogen ist, um dort zu studieren, kann sie nicht aufhalten - mutig und entschlossen reist sie ihm nach ans Ende der Welt. Flora ist eine sehr ungewöhnliche Heldin mit einer sehr ungewöhnlichen Erkrankung. Eigentlich würde man ja erwarten, dass sie sich im Laufe des Buches nicht wirklich weiterentwickeln kann - schließlich vergisst sie ständig, was sie erlebt hat, und kann daher nichts daraus lernen. ...oder? Die Autorin schafft es dennoch, Flora als einzigartigen Menschen mit ganz viel Persönlichkeit und wunderbaren Eigenschaften zu zeigen. Und Flora hat ein System entwickelt, mit dem sie ein Stück weit ihr Gedächtnis ersetzen kann: sie schreibt wichtige Dinge auf ihre Arme, auf Zettel und in Notizbücher. Jedes Mal, wenn sie sich verwirrt irgendwo wiederfindet, ohne zu wissen, wer sie ist, wo sie ist und was gerade passiert ist, setzt sie sich anhand dieser Dinge Stück für Stück wieder zusammen. Meist fällt ihr als erstes das "Flora - Sei mutig!" auf ihrer Hand ins Auge. Gleichzeitig ist Flora emotional sehr kindlich, denn im Herzen ist sie immer noch zehn. Und deswegen war ich sehr, sehr skeptisch, was die Liebesgeschichte betrifft! Dass Flora direkt glaubt, Drake müsse die Liebe ihres Lebens sein und diese Liebe das Allheilmittel für ihre Amnesie, konnte ich nachvollziehen, gerade weil sie noch denkt und fühlt wie ein kleines Kind. Es kam mir aber mehr als fragwürdig vor, dass Drake ein Mädchen küsst, von dem er ganz genau weiß, dass sie emotional im Alter von zehn Jahren stehengeblieben ist. Ich möchte jetzt natürlich noch nicht verraten, was daraus wird, aber meine Befürchtungen, Floras Erkrankung könne herabgesetzt werden, indem die Liebe wundersamerweise die Lösung für all ihre Probleme ist, haben sich nicht erfüllt. Die Autorin geht sehr sensibel und realistisch mit dem Thema um. Die anderen Charaktere muss man zusammen mit Flora immer wieder neu von vorn entdecken, und trotzdem bekommt man einen guten Eindruck davon, wer sie sind. Ein echtes Kunststück der Autorin! Der Schreibstil ist eher einfach, denn Flora denkt meist wie ein Kind. Natürlich gibt es unzählige Wiederholungen, was aber keineswegs dazu führt, dass die Geschichte langweilig wird, und es wird auch nicht benutzt, damit der Leser auf Floras Kosten lachen kann. Stattdessen hat es etwas unbeschreiblich Bewegendes und oft Tragisches. Man fiebert mit Flora mit, man freut sich über ihre Fortschritte, und dann... Schnitt. Reset. Flora schaut sich um, wundert sich, wo sie ist, und muss schon wieder von vorne anfangen. Ich fand das Buch unglaublich gut geschrieben und konnte es kaum einmal weglegen. Ich habe es in Rekordzeit beendet, denn ich habe mit Flora mitgefiebert und ihr so sehr ein (glaubhaftes) Happy End gewünscht... Die Auflösung fand ich überraschend und dennoch schlüssig. Flora und der Leser stellen fest, dass die ganze Zeit Dinge vorgingen, die Flora nicht bewusst waren, und die Autorin verzichtet auf einfache Lösungen, findet aber ein Ende, mit dem ich zufrieden war.

  • Mikka Liest

    aus Hilter am Teutoburger Wald

    5/5

    11.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Flora - sei mutig!

    Flora Banks leidet an anterograder Amnesie, was bedeutet, dass sie sich Dinge nur für wenige Stunden, manchmal sogar nur für Minuten merken kann. Seit sieben Jahren setzt sich ihr Gehirn immer wieder zurück auf den Stand, auf dem sie im Alter von 10 Jahren war. Immer wieder stellt sie die gleichen Fragen, immer wieder tut sie die gleichen Dinge, immer wieder ist sie überrascht von ihrem eigenen Spiegelbild. Im Grunde ist sie daher ein kleines Mädchen im Körper eines Teenagers. Doch dann küsst sie am Strand einen Jungen, und die Erinnerung bleibt. Für sie bedeutet das zwei Dinge: 1) er muss die Liebe ihres Lebens sein, und 2) wenn sie mit ihm zusammen ist, wird das ihre Amnesie heilen. Dass er in die Arktis gezogen ist, um dort zu studieren, kann sie nicht aufhalten - mutig und entschlossen reist sie ihm nach ans Ende der Welt. Flora ist eine sehr ungewöhnliche Heldin mit einer sehr ungewöhnlichen Erkrankung. Eigentlich würde man ja erwarten, dass sie sich im Laufe des Buches nicht wirklich weiterentwickeln kann - schließlich vergisst sie ständig, was sie erlebt hat, und kann daher nichts daraus lernen. ...oder? Die Autorin schafft es dennoch, Flora als einzigartigen Menschen mit ganz viel Persönlichkeit und wunderbaren Eigenschaften zu zeigen. Und Flora hat ein System entwickelt, mit dem sie ein Stück weit ihr Gedächtnis ersetzen kann: sie schreibt wichtige Dinge auf ihre Arme, auf Zettel und in Notizbücher. Jedes Mal, wenn sie sich verwirrt irgendwo wiederfindet, ohne zu wissen, wer sie ist, wo sie ist und was gerade passiert ist, setzt sie sich anhand dieser Dinge Stück für Stück wieder zusammen. Meist fällt ihr als erstes das "Flora - Sei mutig!" auf ihrer Hand ins Auge. Gleichzeitig ist Flora emotional sehr kindlich, denn im Herzen ist sie immer noch zehn. Und deswegen war ich sehr, sehr skeptisch, was die Liebesgeschichte betrifft! Dass Flora direkt glaubt, Drake müsse die Liebe ihres Lebens sein und diese Liebe das Allheilmittel für ihre Amnesie, konnte ich nachvollziehen, gerade weil sie noch denkt und fühlt wie ein kleines Kind. Es kam mir aber mehr als fragwürdig vor, dass Drake ein Mädchen küsst, von dem er ganz genau weiß, dass sie emotional im Alter von zehn Jahren stehengeblieben ist. Ich möchte jetzt natürlich noch nicht verraten, was daraus wird, aber meine Befürchtungen, Floras Erkrankung könne herabgesetzt werden, indem die Liebe wundersamerweise die Lösung für all ihre Probleme ist, haben sich nicht erfüllt. Die Autorin geht sehr sensibel und realistisch mit dem Thema um. Die anderen Charaktere muss man zusammen mit Flora immer wieder neu von vorn entdecken, und trotzdem bekommt man einen guten Eindruck davon, wer sie sind. Ein echtes Kunststück der Autorin! Der Schreibstil ist eher einfach, denn Flora denkt meist wie ein Kind. Natürlich gibt es unzählige Wiederholungen, was aber keineswegs dazu führt, dass die Geschichte langweilig wird, und es wird auch nicht benutzt, damit der Leser auf Floras Kosten lachen kann. Stattdessen hat es etwas unbeschreiblich Bewegendes und oft Tragisches. Man fiebert mit Flora mit, man freut sich über ihre Fortschritte, und dann... Schnitt. Reset. Flora schaut sich um, wundert sich, wo sie ist, und muss schon wieder von vorne anfangen. Ich fand das Buch unglaublich gut geschrieben und konnte es kaum einmal weglegen. Ich habe es in Rekordzeit beendet, denn ich habe mit Flora mitgefiebert und ihr so sehr ein (glaubhaftes) Happy End gewünscht... Die Auflösung fand ich überraschend und dennoch schlüssig. Flora und der Leser stellen fest, dass die ganze Zeit Dinge vorgingen, die Flora nicht bewusst waren, und die Autorin verzichtet auf einfache Lösungen, findet aber ein Ende, mit dem ich zufrieden war. Fazit: Flora hat anterograde Amnesie und kann sich Dinge nur für sehr kurze Zeit merken; seit sieben Jahren ist ihr Leben wie ein Puzzle, das sie immer wieder neu zusammensetzen muss. Obwohl ihre Eltern ihr kaum zutrauen, mal einen Nachmittag alleine zuhause zu bleiben, macht sie sich ganz alleine auf und reist in die Arktis, um den Jungen zu finden, den sie am Strand geküsst hat - denn dieser Kuss ist das einzige aus den vergangenen sieben Jahren, an das sie sich erinnern kann. Eine wunderbare, originelle, einzigartige Geschichte: ein Mädchen ohne Erinnerung macht sich auf ins Abenteuer ihres Lebens und findet sich selbst. Weit, weit mehr als eine Liebesgeschichte, großartig geschrieben, mit einer Heldin, die erst entdecken muss, dass sie trotz ihrer Erkrankung ein wertvoller Mensch ist.

  • Favola

    aus Diessenhofen

    5/5

    24.04.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman

    Flora Banks ist ein ganz aussergewöhnlicher Teenager. Sie leidet nämlich an anterograder Amnesie, das heisst, dass sie sich an nichts erinnern kann, das nach ihrem 10. Geburtstag passiert ist. Sie hilft sich mit einem Erinnerungs-Buch, einer Flut Notizzettel und den wichtigsten Stichwörtern auf ihren Armen. Doch dann küsst sie Drake, den Freund ihrer einzigen und besten Freundin. Dies ist für Flora so einschneidend, dass sie sich daran erinnern kann. Drake kann ihr helfen, sich zu erinnern! Nur dumm, dass er zum Studieren in die Arktis fährt und Flora mit ihrem Gefühlschaos alleine lässt. Doch wir erleben, wie sich Flora weiterentwickelt, über sich hinaus wächst und so das Abenteuer ihres Lebens erlebt. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist aus der ich-Perspektive der 17-jährigen Flora erzählt. Emily Barrs Schreibstil ist zwar sehr einfach und schlicht gehalten, doch durch die vielen Wiederholungen durch Floras Amnesie, schafft es die Autorin super, uns Floras Leben und Probleme näher zu bringen. Klar können diese sich ständig wiederholenden Sequenzen den Lesefluss etwas stören und man muss sich erst etwas an diesen doch sehr speziellen Erzählstil gewöhnen, doch man kann sich dadurch viel mehr in die Protagonistin hineinversetzen. Flora Banks ist ein toller Charakter. Komplex und facettenreich gezeichnet, bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihr Innerstes. Durch den Kuss realisiert sie immer mehr, dass sie ja keine zehn Jahre mehr ist sondern eine junge Frau. Durch die Amnesie hat sie viele Ängste und Zweifel, doch sie ist mutig und springt immer wieder über ihren Schatten. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" beginnt sehr ruhig. Emily Barr lässt sich Zeit, uns ihre Protagonistin vorzustellen und uns in ihre Krankheit zumindest zu einem Teil einfühlen zu können. Gekonnt zieht sie nach und nach die Spannung an, Floras Lage spitzt sich immer mehr zu, bis sie sich wirklich auf die Reise macht. Gegen den Schluss überschlagen sich die Dinge regelrecht. Die Autorin überrascht mit unerwarteten Wendungen, gibt eine gehörige Portion Drama hinzu und bringt Licht ins Dunkle. Dazu schleicht sich leider die eine oder andere Ungereimtheit ein. Mir persönlich war es schon fast ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit, doch das Ende lässt einen versöhnlich und hoffnungsvoll zurück. Fazit: "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist ein wirklich aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman! Emily Barrs Debüt ist zwar nicht ganz rund, dafür aber ein ungeschliffener Diamant mit starker Protagonistin, interessanter Thematik und einer wichtigen Botschaft: Sei mutig!

  • Ingrid

    aus Erkelenz

    5/5

    17.04.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnliche Liebesgeschichte mit mutiger Protagonistin

    Der Titel des Buchs „Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden“ von Emily Barr ist für die 17-jährige Protagonistin Flora Banks Programm, denn in ihrem 10. Lebensjahr hat eine anterograde Amnesie, die durch ein Ereignis eingetreten ist bei dem ihr Gehirn so geschädigt wurde, dass sie alltägliche Dinge spätestens beim Aufwachen wieder vergessen hat. Manches kann sie sich sogar nur für Stunden merken. Wer das wunderschön gestaltete Cover mit seinen Ranken und der glänzenden erhabenen Schrift anschaut, wundert sich über einen Elch in der Mitte links und ein Flugzeug auf der rechten Seite. Sie stehen symbolisch für das Abenteuer, das Flora in diesem YA-Roman erlebt und dabei über sich selbst hinauswächst. Alles, was sich vor der Amnesie ereignet hat, vergisst Flora nicht. Für die Sachen, die sie im täglichen Leben wissen muss, beschreibt sie ihre Arme und Hände, Zettel und Notizbücher, manchmal macht sie ein Foto mit ihrem Handy. Sie hat es wirklich nicht einfach; so zu leben wünscht man sich nicht. Doch dann hat sie nach einer Party ein neues, nie dagewesenes Erlebnis. Sie wird von dem 19-jährigen Drake in einer romantischen Situation geküsst. Und es passiert für sie das Unmögliche: sie kann sich am nächsten Tag daran erinnern! Auch an das Gespräch mit ihm. Doch Drake hat sich gerade von ihrer besten Freundin getrennt und wird zukünftig auf Spitzbergen/Norwegen studieren. Als ihr in Paris lebender Bruder dringend die Hilfe ihrer Eltern benötigt und sie allein zu Hause bleibt, sieht sie endlich die Chance aus dem ihr von ihren Eltern gesetzten Rahmen auszubrechen und alleine zu entscheiden, was sie tun und lassen möchte. Der Kuss lässt sie nicht ruhen und sie beschließt, Drake zu suchen. Die 17-jährige Flora verharrt wissensmäßig auf dem Stand einer 10-Jährigen. Jede neue Erkenntnis, jede neue Erfahrung ist bereits nach wenigen Stunden nicht mehr abrufbar. Sie legt sich ihre Notizen sichtbar hin, um daran erinnert zu werden, dass es diese gibt. Eigentlich müsste sie stundenlang darüber nachlesen, was sie in den letzten Jahren gelernt und erlebt hat. Das geht natürlich nicht und so beschränkt sie sich auf das Wesentliche. Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben. So konnte ich durch die etlichen Wiederholungen, die Flora jeden Tag durchliest, um sich ihr Wissen mühsam erneut zu erarbeiten ein wenig davon ahnen, wie schrecklich es für sie jedes Mal sein muss, ihr Umfeld neu kennen zu lernen. Und dennoch konnte ich es kaum nachzuvollziehen, denn an das, was mich bereits anfing zu langweilen, konnte Flora sich ja jedes Mal nicht erinnern. Flora kleidet sich meistens wie ein Kind und äußert sich entsprechend, ihr Tun wirkt auf andere häufig befremdlich. Sie selbst ist sich dessen bewusst und nichts liegt ihr mehr am Herzen als so zu sein wie Gleichaltrige. Im Buch wird ihre Pubertät nicht thematisiert, doch ihre Reize bleiben nicht verborgen und es prickelt und kribbelt in ihr als sie mit Drake allein ist. Von Drake geht für sie keine Gefahr aus, denn sie hat festgestellt, dass er sie schon eine Weile kennen muss. Weil sie sich am nächsten Tag auch an das Gespräch mit ihm erinnert sieht sie die Möglichkeit, dass sie sich an noch mehr erinnern wird und ihr Leben sich demzufolge ändert. Diese Chance ist es ihr Wert, ihn zu suchen um die Beziehung fortzusetzen, weil sie ihn für ihren Glückritter hält. Die Autorin stellt die Liebesromanze zwischen Flora und Drake bei ihrer Erzählung in den Vordergrund. Dahinter zurück tritt das Verhältnis von Flora zu ihren Eltern, die bewusst das Verhalten ihrer Tochter in den vergangenen Jahren nach eigenem Willen geleitet haben. Für mich war es schwierig, trotz der Probleme der Mutter, dafür Verständnis aufzubringen. Flora hätte sicher durch weiteren Zugang zu sozialen Medien mehr Möglichkeiten gehabt, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Zum Glück hat sie ihre Freundin Paige, die sie seit dem Kindergarten kennt. Aber auch in diese Freundschaft mischt sich ein Erwachsener ein. Floras ganz großer Rückhalt ist ihr Bruder, erst zum Ende des Buchs begreift sie und damit auch ich als Leser welche große Rolle er seit der Erkrankung für sie gespielt hat. „Sei mutig“ liest Flora jeden Tag eintätowiert auf ihrer Hand. Wie wichtig der Mut für sie ist, um eingefahrene Gleise zu durchbrechen und Grenzen zu überschreiten liest man in dieser Geschichte. Emily Barr erzählt sehr emotional und neben der Faszination für die Kraft, die Flora aufbringt um mit ihrer Einschränkung zu leben, war ich gespannt darauf, ob es ihr gelingen wird, Drake in Spitzbergen zu finden und ob er sie wirklich liebt. Das Ende konnte manche meiner offenen Frage beantworten und ließ mich erneut staunen, was alles in Flora steckt. „Jeder Tag kann der Schönste n deinem Leben werden“ ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einer beherzten Protagonistin, die mir sympathisch wurde. Der Autorin ist es gelungen, einige Charaktere so zu zeichnen, dass man bis zum Schluss nicht weiß, ob sie es gut mit Flora meinen oder nicht. Ich habe Flora gerne auf ihrer Reise begleitet, die für mich gefühlsmäßig ein Abenteuer war. Gerne gebe ich hierfür eine Leseempfehlung.

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