Produktbild: Das Leben nehmen

Das Leben nehmen Suizid in der Moderne

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

532

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/3,8 cm

Gewicht

716 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42598-5

Beschreibung

Rezension

»Wie sehr Wahrnehmung und Realität des Suizids auseinanderklaffen, zeigt das kluge Buch des österreichischen Soziologen und Philosophen Thomas Macho ... . Macho bringt eine Ordnung, fast schon eine Methodologie in die Geschichte des Suizids und zeigt leitmotivisch auf, wie sehr die Selbsttötung mit der Moderne verbunden ist.« ("Neue Zürcher Zeitung")
» Das Leben nehmen erzählt eine breitgefächerte Kulturgeschichte des Selbstmords …« ("Der Tagesspiegel")
»Thomas Macho bleibt streng sachlich in seinem Buch ... Denn [er] betreibt Wissenschaft, keine Propaganda – weder in der einen, noch in der anderen Richtung.« ("Deutschlandfunk")
» ... Thomas Macho [präsentiert] eine Fülle an Material, bestehend aus zahllosen Fallgeschichten und Beispielen aus der Literatur-, Film-, Kunst- und Philosophiegeschichte. Machos Zusammenschau belegt eindrucksvoll, wie sehr die Menschen dieses Thema beschäftige und beunruhigte, schon in der Antike und im Mittelalter, vor allem aber seit der Moderne.« ("WDR")
»Alle Leser, die eine bravouröse Kulturgeschichte des Suizids und der Moderne gleichermaßen suchen, sollten zugreifen.« ("Falter")
»Camus schrieb, dass es nur ein ernstes philosophisches Problem gebe: den Selbstmord. Macho liefert keine eigene Theorie und löst auch nicht das von Camus benannte Problem. Aber er breitet es doch in all seinen Facetten und Formen vor uns aus.« ("Philosophie Magazin")
»Macho zieht seine historische Linie nicht nur ungeheuer plastisch, verführerisch kasuistisch, sondern erzählt mit leichter Feder auch von der Dialektik der Automisierung, dass der Tod als Projekt, als individuelle Aufgabe, den überalterten Einzelnen leicht überfordert.« ("Zeitschrift für Geschichtswissenschaft")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

532

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/3,8 cm

Gewicht

716 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42598-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Samantha Faye

    aus Freihung

    5/5

    30.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Selbstbestimmtes Sterben oder Leid ohne Ende?

    Hervorragend recheriert, dezidiert und differenziert geschrieben, exzellent recheriert und sehr lesenswert erfährt mehr über Suizid. Wenn ein Mensch sich infolge von Depressionen das Leben nimmt, stellt sich die Frage, ob dies selbstbestimmt ist im eigentlichen Sinne des Wortes, und nicht eher dem Leid der Erkrankung geschuldet. Hat sich seit Robert Enkes Tod grundlegend etwas geändert?  Suizid ist immer noch ein großes Tabu. Selbst wenn jemand terminal irreversibel erkrankt ist und selbstbestimmt von eigener Hand sterben will, polarisiert das ohne Ende.  In diesem hervorragend recherierten Buch von Thomas Macho behandelt er den Suizid in der Moderne, nachdem die Macht der Kirchen spürbar abnahm und viele Umwälzungen alles auf den Kopf zu stellen schien.. In 13 Kapiteln geht er auf verschiedene Aspekte ein. Wem gehört mein Leben? Suizid vor der Moderne, Werther-Effekte, Fin-de-Siècle-Suizide, Suizide in der Schule, Suizid, Krieg und Holocaust, Philosophie des Suizids in der Moderne, Suizid der Menschengattung, Praktiken des politischen Suizids, Suizidaler Terrorismus, Bilder meines Todes: Suizid in den Künsten, Orte des Suizids, Debatten um Sterbehilfe und assistierten Suizid und ein Nachwort. Er bringt dafür zahllose Beispiele aus Literatur und Realität, aus Biographien von ( bekannten ) Menschen, die durch eigene Hand starben, der Historie, im Windschatten von geschichtlichen Katastrophen.  Es ist eine psychosoziale Kulturhistorie des Freitodes. Er spürt ihm ebenso im popkulturellen Kontext nach. Was fasziniert auf dunkle Weise soviele Künstler daran? Warum fasziniert und stößt dieses Phänomen zugleich ab? Ruft Angst und Abwehr hervor, sowie Unverständnis aber zugleich ein Bedürfnis es verstehen zu wollen?  Ich finde es gut, daß er ebenso auf Suizid im politischen und terroristischen Rahmen eingeht, denn da spielen Zwang, Verzweiflung und je nachdem auch Verblendung hinein.  Orte des Suizids ist ebenso sehr interessant, weil wohl jeder von uns solche Lokalitäten nennen kann, die Menschen, die ihrem Ende ein Leben setzen wollen, "magisch" anziehen. Oder der Nachahmungseffekt, den man seit Goethe den Werther-Effekt nennt.  Das Buch ist sehr informativ, aufschlußreich, nicht trocken, hat diverse SW-Abbildungen, Anmerkungen und ein Namensregister. Sollte man nicht verpassen! 

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  • Produktbild: Das Leben nehmen
  • Einleitung

    Wem gehört mein Leben?

    Suizid vor der Moderne

    Werther-Effekte

    Fin-de-Siècle-Suizide

    Suizide in der Schule

    Suizid, Krieg und Holocaust

    Philosophie des Suizids in der Moderne

    Suizid der Menschengattung

    Praktiken des politischen Suizids

    Suizidaler Terrorismus

    Bilder meines Todes: Suizid in den Künsten

    Orte des Suizids

    Debatten um Sterbehilfe und assistierten Suizid

    Nachwort