Wenn du das perfekte Leben lebst, hast du alles zu verlieren. Alison hat sich ihr perfektes Leben hart erarbeitet. Sie ist verheiratet mit Jeff, hat ein schönes Haus und eine kluge Tochter: Katherine, das Zentrum von Alisons Welt. Doch dann endet Alisons Leben, so wie sie es kennt. Ein Fremder steht vor der Tür und offenbart ihr eine schreckliche Wahrheit. Vor fünfzehn Jahren wurden seine und ihre Tochter im Krankenhaus vertauscht. Und damit nicht genug. Katherine droht wahres Unheil ... "Es gibt kaum Autoren, die so eindringliche Charaktere schaffen wie Adele Parks." Glamour
Kundinnen und Kunden meinen
2.8/5.0
Bewertung
aus Stuttgart
3/5
24.07.2017
eBook (ePUB)
Kein Thriller, sondern Schicksalsroman
Alison lebt das perfekte Leben: Sie hat eine wunderbare Tochter, einen liebenden Mann, und auch ums Finanzielle muss sie sich keine Sorgen machen. Ihr Leben ändert sich dramatisch, als ein Fremder in diese Idylle einbricht und erzählt, dass ihre Tochter im Krankenhaus vertauscht wurde, sie könne einen Genfehler geerbt haben und müsse sich dringend untersuchen lassen. Alison versucht Abstand zu Tom zu halten, doch bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden Familien. Letztendlich geraten sowohl Alison als auch ihre Tochter in größte Gefahr und sie kommt von einer ganz anderen Seite als erwartet
In Rückblenden sowie vorrangig in der Gegenwart erzählt die Autorin Adele Parks eine Geschichte, die als Thriller vom Verlag eingestuft wird, jedoch in meinen Augen als Familiengeschichte durchgehen müsste. Sehr lange plätschert die Geschichte vor sich hin, bis sie endlich erst gegen Ende richtig Fahrt aufnimmt und auch dann erst Anzeichen eines Thrillers zeigt. Dieser Show-Down ist vielleicht ein bisschen aufgesetzt, aber doch ganz spannend gemacht.
Die Protagonistin in ihrem perfekten Familienleben ist anfangs eher unsympathisch dargestellt, erst im Laufe der Geschichte konnte ich mich ein bisschen in sie hineinversetzen. Überhaupt gibt es keine wirklich sympathischen Personen in dieser Geschichte, das hat mich ein bisschen gestört.
Insgesamt also ein Buch, das als Thriller völlig falsch eingestuft ist und damit auch falsche Erwartungen weckt. Als Schicksalroman würde es sicher seine Anhänger finden.
Lebenslügen Adele Parks geht gleich in medias res. Ein Fremder steht vor Alisons Tür und behauptet, dass vor fünfzehn Jahren seine und ihre Tochter im Krankenhaus vertauscht wurden. Eine DNA-Untersuchung bestätigt die schlimmsten Befürchtungen. Doch damit nicht genug. Rückblenden 15 und 30 Jahre zuvor verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Am Anfang viel zu ausschweifend und langatmig erzählt. Erst als Alison offensichtlich schwanger ist, kommt Spannung auf. Was war damals geschehen? Alison nervt total, kommt megaunsympathisch rüber. Sie ist egoistisch, ein Kontrollfreak, eine typische Helikoptermutter, besessen von ihrem perfekten Kind. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir, warum das so ist. Entschuldigt eine verkorkste Kindheit alles? Nichts ist wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint… „Bis du alles verlierst“ lässt sich leicht und locker lesen. Aber für einen Thriller hat mir der Thrill gefehlt. Daher fand ich die Geschichte auch nur leidlich spannend. Mich konnte sie nicht wirklich fesseln. Selbst wenn die Autorin am Ende nochmal Gas gibt. Fazit: Kein Thriller, bestenfalls ein Spannungsroman, den man lesen kann, aber nicht muss.
YaBiaLina
aus Berlin
2/5
13.07.2017
eBook (ePUB)
Ein Thriller,der keiner ist...
Ehrlich gesagt,weiß ich nicht,was ich über dieses Buch denken soll.
Es wird als Thriller angepriesen und verkauft,aber geliefert bekommt man das als Leser nicht.Das Buch hat rein gar nichts mit einem Thriller gemeinsam.Bis auf ein wenige Seiten zum Ende des Buches,gab es keinerlei Spannung.Und das ist doch das A und O eines Thrillers. Auch war der Schreibstil sehr platt,keine Höhen oder Tiefen,langweiliger Schreibstil,keine Emotionen die ich irgendwie nach empfinden konnte.
Die Geschichte hat eher an ein Erfahrungsbericht erinnert,hätte man das auch so verkauft,wäre es genau das richtige gewesen und das Buch hätte dann vielleicht die richtige Lesegruppe getroffen.
Auch war mir gerade die Hauptprotagonistin Alison mehr als unsympathisch.Sie war naiv und musste stets alles unter Kontrolle haben.Der einzige Charakter,der mir recht positiv erschien,war Anabell.
Auch war es mir ein Rätsel,was die Autorin mit "Peter" erreichen wollte...als Leser wurde man "heiß" gemacht und man wollte mehr über diese Sache erfahren,aber schlussendlich wird da rein gar nichts aufgeklärt und der Leser bleibt mit tausend Fragezeichen übern Kopf zurück.
Fazit: Die Geschichte hat durchaus Potenzial,zwischendurch gab es interessante Stellen,aber es wurde einfach schlecht umgesetzt und im falschen Genre angepriesen.
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