'Wonderfully funny and sharp as knives' Sunday Times In the third instalment of the hilarious Adrian Mole series, 16-year-old Adrian navigates his way into adulthood . . .
Monday June 13th I had a good, proper look at myself in the mirror tonight. I've always wanted to look clever, but at the age of twenty years and three months I have to admit that I look like a person who has never even heard of Jung or Updike.
Adrian Mole is an adult. At least that's what it says on his passport. But living at home, clinging to his threadbare cuddly rabbit 'Pinky', working as a paper pusher for the DoE and pining for the love of his life, Pandora, has proved to him that adulthood isn't quite what he expected.
Still, without the slings and arrows of modern life what else would an intellectual poet have to write about . . . __________
'Essential reading for Mole followers' Times Educational Supplement
'Townsend has held a mirror up to the nation and made us happy to laugh at what we see in it' Sunday Telegraph
'The funniest person in the world' Caitlin Moran
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
KarinJ
4/5
21.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Ungewohnte Form und es fällt nicht so leicht, den Bezug zu den Geständnissen der Damen herzustellen
Inhalt:
Es handelt sich bei diesem Buch um den 3. Teil der Adrian-Mole-Reihe. Ein paar Monate, nachdem der 16jährige "extremely heavy petting" mit seiner angebeteten Pandora hatte und dabei eine mächtige Last von ihm abfiel, ist die damals gewonnene Leichtigkeit immer noch vorhanden. Diese trägt ihn durch ein Weihnachtsfest mit den Großeltern mütterlicherseits und durch die Gestaltung einer Sendung des BBC Radio 4, in der Adrian ausführlich über Kunst, Kultur, Politik, eine Moskau-Reise und seinen Lifestyle redet. Weiterhin erfährt man, wie Adrian aus dem Elternhaus auszieht und seinen ersten Job macht. Außer den Tagebuch-Einträgen sind im Buch Briefwechsel enthalten, die Adrian mit einem amerikanischen Brieffreund und seinem ehemaligen Mitschüler Barry Kent führt; und die Briefe, die er Fergie schickt, um sie von der Heirat mit Prinz Andrew abzubringen. Insgesamt wird der Zeitraum abgedeckt, in dem Adrian zwischen 16 3/4 und 21 1/4 Jahre alt ist. Bis dahin sind mit diesem ersten Teil etwa 60% des Buchumfangs gefüllt. Danach wird den "wahren Geständnissen" von Susan Lilian Townsend und Margaret Hilda Roberts Platz eingeräumt. Im zweiten Teil schreibt Sue Townsend über einen Mallorca-Aufenthalt, über das Schreiben fürs Fernsehen, ein Schriftsteller-Treffen in Moskau und warum sie England mag. Der dritte Teil ist dann wieder "diary fiction". Die 14jährige Margaret Hilda Roberts, die wir besser als Margaret Thatcher kennen, schreibt über ihren Alltag.
Meine Bewertung:
Mich hat der Aufbau des Buches irritiert. Einmal innerhalb des Teils von Adrian Mole; andererseits insgesamt mit der Idee, "wahre Geständnisse" dreier Personen in ein Buch zu packen. Zunächst dachte ich, es wäre mir lieber gewesen, Adrians Tagebuch "normal" weiterzulesen. Aber die beiden anderen Teile haben tatsächlich etwas mit Adrian zu tun, wenn ich darüber auch nur spekulieren kann und mir dazu nicht viel eingefallen ist. Einerseits soll wohl dem Ganzen ein hauchdünner Anstrich von Realität gegeben werden. Als wäre Adrian Mole eine reale Person. Sue Townsend habe die Tagebücher ("full of sex and scandal") gestohlen und ausgebeutet. Falls die "wahren Geständnisse" von Sue Townsend denn tatsächlich wahr sind, teilt die Autorin andererseits mit Adrian die Begeisterung für Russland und das Mittelmeer, die Liebe zu England und dass diese keinen Abbruch daran nimmt, dass man über England meckert. Und viel zu meckern gibt es im Land von Maggie Thatcher. Im dritten Teil macht die Autorin ihre Meinung über die Premierministerin sehr deutlich. Thatcher mache Politik wie ein 14jähriges Kind, das, beeindruckt von simplen, unzulänglichen Lehren, empathielos unmenschliche Leistung von anderen fordere, die außer ihr keiner erfüllen kann. Das habe ich aus diesem Teil als Sue Townsends Meinung herausgehört. Margaret Hilda Roberts gleicht in dieser Verständnislosigkeit Adrian Mole. Für ihn sind die Dinge auch oft klar, obwohl seine Erkenntnisse und Forderungen dem Leser lächerlich und absurd erscheinen. Eine positive Entwicklung für Adrian ist, dass er viele seiner Ängste abgelegt hat. Hypochondrisch ist er zwar immer noch. Er wirkt jedoch nun auf mich glücklicher und gleichmütig, fast schon stoisch. In der Fortsetzung der Reihe wird ihm diese Entwicklung zum Verhängnis; aber das ist wortwörtlich eine andere Geschichte. Die Familie dagegen ist gewohnt chaotisch. Das macht auch diesen Teil abwechslungsreich und gibt ihm Fahrt. Die Briefe fand ich nicht alle interessant. Gerade der erste, wo es um den amerikanischen Brieffreund geht. Das ist wohl mehr als Glossar für die früheren Bücher zu verstehen. Der Briefwechsel mit Barry Kent (The Skinhead Poet) enthält jedoch ein bewegendes Gedicht über die Ungerechtigkeit der Strafverfolgung. Auch die absurden Gedichte von Adrian Mole gefallen mir. Sue Townsend hat es verstanden, bei Adrians Gedichten die Erwartungen anfangs zu heben, bevor sie den Text dann ins Lächerliche abgleiten lässt. Seine Briefe an Fergie sind ebenfalls sehr lustig. Sie betonen das Dramatische, Hysterische und Überhebliche seines Charakters. Andererseits kann er einem auch leid tun mit seiner Idee, dass aus diesem Crush etwas werden könnte. Er ist und bleibt eben immer naiv. Anders kann man sich seine Radio-Sendung nicht erklären, in der er redet, als könnte ihn nicht das ganze Land hören. Diese Vorstellung legte einen wohligen Schauer über das Radio-Kapitel. Zusammengefasst fand ich das Buch recht lustig, wenn auch den Teil über Sue Townsend weniger. Mir hat auch etwas die Anleitung gefehlt, wie man die drei Teile des Buchs integrieren soll, oder was die beiden anderen Teile für die Adrian Mole-Serien tun. Ich bewerte dieses Buch insgesamt mit 4 Sternen. Davon gibt es meines Wissens keine deutsche Übersetzung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.