An den Schicksalen eines Lehrers aus einem nordhessischen Dorf und seines jüdischen Freundes skizziert Helwig Dörrbecker die Jahre der Naziherrschaft von 1933 bis zum Ende des Krieges in 24 eindrucks-vollen Kapiteln. Um seine Erlebnisse zu bewältigen, entwirft der Protagonist in Fragmenten einen alternativen Verlauf der Geschichte – bis hin zu einem erfolgreichen Attentat auf Hitler. Durch diesen Kunstgriff und die unprätentiöse Schilderung des Autors ist der Roman hervorragend geeignet, nachwachsenden Generationen die faschistische Herrschaft ohne moralischen Zeigefinger erlebbar zu machen und zu kritischen Reflexionen über den damaligen Zeitgeist anzuregen.
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