Produktbild: Das trügerische Gedächtnis

Das trügerische Gedächtnis Wie unser Gehirn Erinnerungen fälscht

2

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.09.2016

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1617 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christa Broermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783446448926

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

26.09.2016

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1617 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christa Broermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783446448926

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Gleich im ersten Kapitel…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 09.12.2018

Bewertungsnummer: 2727000

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleich im ersten Kapitel räumt Rechtspsychologin Julia Shaw mit verbreiteten Vorstellungen über Gedächtnisleistungen auf, die aus neurobiologischer Sicht unmöglich sind. Dazu zählen frühkindliche Erinnerungen sowie Erinnerungen an die eigene Geburt oder an die Zeit davor. Die strukturelle Entwicklung des Babygehirns, der Mangel an Organisation und die fehlende Sprache verhindern, dass bewusste Erinnerungen entstehen können. (34) Die Autorin erläutert bildhaft die Physiologie des Gehirns, dessen Formbarkeit und Anpassungsfähigkeit für eine Welt der Unsicherheit und Entscheidungsfähigkeit geschaffen wurde. Dafür werden Erinnerungsfehler als Nebenprodukt in Kauf genommen. Der Fokus liegt auf diesen Schwächen des Gehirns, die einem selbst nicht bewusst sind, sondern erst durch empirische Untersuchungen zutage treten. Betroffen von diesem Phänomen sind auch sog. Gedächtnisgenies. (105) Erinnerungen bilden wir nicht im Schlaf, sondern nur wenn wir aufmerksam sind. Schlaf dient im Gegenteil dazu, einer Reizüberflutung entgegen zu wirken, die zu einer Schädigung der Nervenzellen führen kann. (140) Da für die Erzeugung von Erinnerungen Aufmerksamkeit erforderlich ist, hält die Autorin auch intelligenzfördernde Babyvideos, Hypnose oder sublime Botschaften im Hinblick auf Beeinflussungen für Fiktionen. (156) Dabei beruft sie sich auf zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Die Autorin muss als Kriminalpsychologin Expertengutachten erstellen. Sie bedauert, dass Polizei und Justiz zu wenig über Erinnerungsprobleme und Wahrnehmungsverzerrungen wissen. Aufgrund mangelhafter Selbsteinschätzung gab es und gibt es zahlreiche Justizirrtümer. Zum Thema hat sich bereits Thomas Fischer in "Im Recht" ausführlich geäußert, der Zeugenaussagen kritisch sieht und eine Lanze bricht für Indizienprozesse. Aus psychologischer Sicht sind seine Bedenken gerechtfertigt. Menschen können suggestiv falsche Erinnerungen eingepflanzt werden. Hierzu gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Erinnerungen an emotionsgeladene Ereignisse können fehlerhaft sein, mit manchmal schrecklichen Folgen für Betroffene. "Das trügerische Gedächtnis" richtet sich gegen die Selbstüberschätzung des Menschen. Julia Shaw beweist mit ihrer kritischen Haltung Bodenhaftung. Die Begründungen könnten mehr in die Tiefe gehen, dennoch handelt es sich um ein wichtiges Aufklärungsbuch.

Gleich im ersten Kapitel…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 09.12.2018
Bewertungsnummer: 2727000
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleich im ersten Kapitel räumt Rechtspsychologin Julia Shaw mit verbreiteten Vorstellungen über Gedächtnisleistungen auf, die aus neurobiologischer Sicht unmöglich sind. Dazu zählen frühkindliche Erinnerungen sowie Erinnerungen an die eigene Geburt oder an die Zeit davor. Die strukturelle Entwicklung des Babygehirns, der Mangel an Organisation und die fehlende Sprache verhindern, dass bewusste Erinnerungen entstehen können. (34) Die Autorin erläutert bildhaft die Physiologie des Gehirns, dessen Formbarkeit und Anpassungsfähigkeit für eine Welt der Unsicherheit und Entscheidungsfähigkeit geschaffen wurde. Dafür werden Erinnerungsfehler als Nebenprodukt in Kauf genommen. Der Fokus liegt auf diesen Schwächen des Gehirns, die einem selbst nicht bewusst sind, sondern erst durch empirische Untersuchungen zutage treten. Betroffen von diesem Phänomen sind auch sog. Gedächtnisgenies. (105) Erinnerungen bilden wir nicht im Schlaf, sondern nur wenn wir aufmerksam sind. Schlaf dient im Gegenteil dazu, einer Reizüberflutung entgegen zu wirken, die zu einer Schädigung der Nervenzellen führen kann. (140) Da für die Erzeugung von Erinnerungen Aufmerksamkeit erforderlich ist, hält die Autorin auch intelligenzfördernde Babyvideos, Hypnose oder sublime Botschaften im Hinblick auf Beeinflussungen für Fiktionen. (156) Dabei beruft sie sich auf zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Die Autorin muss als Kriminalpsychologin Expertengutachten erstellen. Sie bedauert, dass Polizei und Justiz zu wenig über Erinnerungsprobleme und Wahrnehmungsverzerrungen wissen. Aufgrund mangelhafter Selbsteinschätzung gab es und gibt es zahlreiche Justizirrtümer. Zum Thema hat sich bereits Thomas Fischer in "Im Recht" ausführlich geäußert, der Zeugenaussagen kritisch sieht und eine Lanze bricht für Indizienprozesse. Aus psychologischer Sicht sind seine Bedenken gerechtfertigt. Menschen können suggestiv falsche Erinnerungen eingepflanzt werden. Hierzu gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Erinnerungen an emotionsgeladene Ereignisse können fehlerhaft sein, mit manchmal schrecklichen Folgen für Betroffene. "Das trügerische Gedächtnis" richtet sich gegen die Selbstüberschätzung des Menschen. Julia Shaw beweist mit ihrer kritischen Haltung Bodenhaftung. Die Begründungen könnten mehr in die Tiefe gehen, dennoch handelt es sich um ein wichtiges Aufklärungsbuch.

Wir sind die Summe unserer…

Rela aus Thüringen am 19.01.2018

Bewertungsnummer: 2738103

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir sind die Summe unserer Erinnerungen. Aber inwieweit stimmen diese überhaupt? Und wie weit kann unser „Erinnern“ zurückgehen? Kann man sich an seine eigene Geburt zurück erinnern? Da gibt es jede Menge Fragen dieses Thema betreffend. Wir definieren uns über unser Geschlecht, das Alter, den Beruf, unseren Stand … aber unsere eigentliche Definition liegt doch in unseren Erfahrungen. Erinnerungen helfen uns dabei, unser Leben besser zu verstehen. Julia Shaw gibt in ihrem Buch in zehn Kapiteln einen anschaulichen Überblick über Studien und Experimente. Durch welche Mechanismen sich Erinnerungen verfälschen lassen und warum wir uns auf unser Gedächtnis nicht hundertprozentig verlassen können. Es lässt mich – als Laien - staunen, wie unzuverlässig das menschliche Erinnerungsvermögen in Wirklichkeit ist. Aber wie wirklich ist diese Wirklichkeit? Ich tauche tief in dieses Buch ein und beginne über mein eigenes Leben ganz neu nachzudenken. Das Buch ist in einer verständlichen Sprache für den interessierten Laien geschrieben - aber es könnte auch für Polizisten, Journalisten oder Staatsanwälte interessant sein. In zahlreichen Fußnoten kann man noch tiefer in verschiedene Themen eintauchen und weiter verfolgen. Ein großer Kritikpunkt ist für mich allerdings die Gestaltung und Verarbeitung des Buches. Für eine gute Lesbarkeit könnte die Schrift ein Punkt größer sein und der Bundsteg etwas breiter. Das Lesen in der Buchmitte ist sehr anstrengend. Es ist auch nicht möglich, das Buch aufgeschlagen liegen zu lassen (widerspenstig macht es macht sich sofort selbständig und schließt sich). Schade für den interessanten Inhalt - Umschlag und Inhalt korrespondieren nicht wirklich. Fazit: Nicht wir machen Erfahrungen, sondern die Erfahrungen machen uns. 3 Sterne PS: Sehr interessant finde ich den Hinweis am Ende des Buches auf ein anders Buch: „Irren ist nützlich“.

Wir sind die Summe unserer…

Rela aus Thüringen am 19.01.2018
Bewertungsnummer: 2738103
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir sind die Summe unserer Erinnerungen. Aber inwieweit stimmen diese überhaupt? Und wie weit kann unser „Erinnern“ zurückgehen? Kann man sich an seine eigene Geburt zurück erinnern? Da gibt es jede Menge Fragen dieses Thema betreffend. Wir definieren uns über unser Geschlecht, das Alter, den Beruf, unseren Stand … aber unsere eigentliche Definition liegt doch in unseren Erfahrungen. Erinnerungen helfen uns dabei, unser Leben besser zu verstehen. Julia Shaw gibt in ihrem Buch in zehn Kapiteln einen anschaulichen Überblick über Studien und Experimente. Durch welche Mechanismen sich Erinnerungen verfälschen lassen und warum wir uns auf unser Gedächtnis nicht hundertprozentig verlassen können. Es lässt mich – als Laien - staunen, wie unzuverlässig das menschliche Erinnerungsvermögen in Wirklichkeit ist. Aber wie wirklich ist diese Wirklichkeit? Ich tauche tief in dieses Buch ein und beginne über mein eigenes Leben ganz neu nachzudenken. Das Buch ist in einer verständlichen Sprache für den interessierten Laien geschrieben - aber es könnte auch für Polizisten, Journalisten oder Staatsanwälte interessant sein. In zahlreichen Fußnoten kann man noch tiefer in verschiedene Themen eintauchen und weiter verfolgen. Ein großer Kritikpunkt ist für mich allerdings die Gestaltung und Verarbeitung des Buches. Für eine gute Lesbarkeit könnte die Schrift ein Punkt größer sein und der Bundsteg etwas breiter. Das Lesen in der Buchmitte ist sehr anstrengend. Es ist auch nicht möglich, das Buch aufgeschlagen liegen zu lassen (widerspenstig macht es macht sich sofort selbständig und schließt sich). Schade für den interessanten Inhalt - Umschlag und Inhalt korrespondieren nicht wirklich. Fazit: Nicht wir machen Erfahrungen, sondern die Erfahrungen machen uns. 3 Sterne PS: Sehr interessant finde ich den Hinweis am Ende des Buches auf ein anders Buch: „Irren ist nützlich“.

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Das trügerische Gedächtnis

von Julia Shaw

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