In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebender, die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, die Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste von Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.
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Ein absolutes Meisterwerk
Bewertung am 01.08.2023
Bewertungsnummer: 1992443
Bewertet: Hörbuch-Download
Es ist in meinen Augen fast unmöglich The Stand mit bloßen Worten zu beschreiben. Was mit einer anfangs simpel anmutenden Geschichte über den Ausbruch eines neuartigen Virus beginnt, entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einem epischen Schlagabtausch zwischen den Mächten des Guten und des Bösen.
Die Länge des Buches schreckte mich, wie warscheinlich viele andere auch, zunächst ab. Nach den ersten paar Stunden war ich allerdings dermaßen gefesselt, dass es mir schwer viel den Pause Knopf zu drücken. King beschreibt sämtliche Charaktere so unfassbar realistisch, dass der Leser/Hörer das Gefühl bekommt mitten im Geschehen zu sein. Man lacht, man weint, man bangt und erschaudert.
Selten hat mich ein Buch noch nach dem Hören gedanklich so sehr beschäftigt wie dieses. Mehrmaliges anhören ist hier vorprogrammiert!
Ich kann jedem, der aufgrund des Umfangs noch zögert, nur raten, über seinen Schatten zu springen und dem Buch eine Chance zu geben. So gut Geschriebenes kann gar nicht lang genug sein!
Ein absolutes Meisterwerk
Jana SternSplitter am 23.05.2026
Bewertungsnummer: 3146458
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich dieses Buch, mit seinen 1700 Seiten, vernünftig beschreiben soll, vor allem, ohne dabei komplett dramatisch durchzudrehen, aber okay, ich versuche es mal, denn das Buch war einfach der absolute Hammer.
Also meiner Meinung nach handelt es sich hierbei nicht nur um einen schlichten Endzeitroman. Nein, hier wurde eine ganze Welt absolut präzise zerlegt, dabei blieben halt ein paar Überlebende zurück, und dann hieß es einfach ganz getreu dem Motto: Schauen wir mal, was mit euch passiert.
Tja, da saß ich nun mit dem dicken Wälzer und dachte erstmal, vielen Dank für nichts, du Meister, denn das kann doch nur schiefgehen, wozu also 1700 Seiten? Da kann ich euch direkt sagen: Dieses Werk dürfte kein Stück kürzer sein. Und was mich wirklich komplett umgehauen hat, war mal wieder die Ausarbeitung der Charaktere. Die waren halt nicht einfach nur da, damit irgendwelche Trottel durch eine zerstörte Welt stapfen. Nein, die haben bei mir gefühlt so richtig geatmet, gelitten und gehofft. Es fühlte sich so real an, dass ich fast erwartete, ein paar von ihnen würden gleich bei mir klingeln und fragen, ob ich noch irgendwelche Konserven im Schrank habe.
Besonders Tom Cullen und Nick Andros haben mein Herz richtig tiefgreifend berührt. Nick hatte diese stille und ruhige Art, die mich beim Lesen einfach unglaublich geerdet hat. Und Tom erst. Ach Tom, du liebenswürdiger, zurückgebliebener Kerl. Den wollte ich zwischendurch am liebsten einfach nur in eine warme Decke einmummeln und trösten. Besonders diese Verbindung zwischen Nick und Tom war für mich eines der schönsten Dinge im ganzen Buch, wobei es so unglaublich viele intensive Momente gab.
Und dann kommt da auch noch so ein unglaublich cooler Randall Flagg um die Ecke. Der Dunkle Mann. Oder wohl besser gesagt das pure Böse auf zwei Beinen. Und trotzdem dachte ich mir so: Na ja .... irgendwie hat er schon was. Schlimm, ich weiß. Aber genau das macht ihn so genial. Er ist nicht einfach nur böse, und fertig ist die Laube. Er ist echt unheimlich, gefährlich, manipulativ und dabei leider auch noch so unfassbar anziehend. Ich wäre wahrscheinlich wie warmes Wachs in seinen Händen zerflossen und hätte dabei noch gedacht: Ach komm, wird schon so richtig sein. Absolut beängstigend, ich weiß, aber eben auch faszinierend, zumindest für mich.
Letztlich war die ganze Atmosphäre einfach der Wahnsinn. Die verlassenen Städte, diese beklemmende Stille und natürlich dieses Gefühl, dass die Welt fast komplett ausgelöscht wurde, einfach mal so in Rekordzeit. Gleichzeitig gab es dann aber auch immer wieder Momente, die soooo warm, witzig und unglaublich menschlich waren. Und genau dadurch hat mich das Buch so eiskalt erwischt.
Für mich ist es eine Geschichte darüber, was uns Menschen alle ausmacht, wenn alles andere plötzlich wie durch ein Fingerschnippen wegbricht. Wer sind wir dann wirklich, wenn keiner mehr hinschaut? Ganz ehrlich, ich werde wohl noch lange an diese Geschichte zurückdenken. Für mich ist es ein absolutes Meisterwerk.
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