Produktbild: "Wir wollten ins Verderben rennen"

"Wir wollten ins Verderben rennen" Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2016

Verlag

Psychiatrie Verlag

Seitenzahl

500

Maße (L/B/H)

16,3/23,8/3,3 cm

Gewicht

813 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88414-672-9

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2016

Verlag

Psychiatrie Verlag

Seitenzahl

500

Maße (L/B/H)

16,3/23,8/3,3 cm

Gewicht

813 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88414-672-9

Herstelleradresse

Psychiatrie Verlag GmbH
Ursulaplatz 1|50668|Köln|DE
info@psychiatrie-verlag.de

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  • Produktbild: "Wir wollten ins Verderben rennen"
  • Vorwort 13
    1. Einleitung 15
    1.1 Was war das SPK? 15
    1.2 Eigene Motivation – Entstehungsgeschichte der Studie 19
    1.3 Doppelrolle von Forscher und Zeitzeuge 23
    1.4 Vorgehensweise – Forschungsfragen 25
    1.5 Oral History 26
    1.6 Die Zeitzeugengespräche 32
    1.7 Interaktion mit den Zeitzeugen 35
    1.8 Archivrecherchen 36
    1.9 Auswertung der Daten 36
    1.10 Abschließende Betrachtung 37
    1.11 Danksagung 38
    2. Die Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg 40
    2.1 Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus und Neuanfang 40
    2.2 Werkstatt der Psychiatriereform 42
    2.3 Grenzen der Reform, Richtungsstreit 48
    2.4 Die Psychiatrische Poliklinik 51
    3. Vorgeschichte des SPK – Der »Fall Dr. Huber« 54
    3.1 Schilderungen von Kollegen und Außenstehenden 55
    3.2 Schilderungen von Patienten 57
    3.3 Beziehung zu seinen Vorgesetzten 58
    3.4 Außenseiterrolle 61
    3.5 Studentenarzt Dr. Huber 66
    3.6 Politisierung 69
    3.7 Das Bündnis mit den Patienten 70
    3.8 »Atmosphäre von Gereiztheit, Aggressivität, Ironie und Spannung« – Kritik an Hubers Gruppentherapie 73
    3.9 Der Konflikt mit Kollegium und Klinikleitung 74
    3.10 Die Kündigung und die Mobilisierung der Patienten 79
    3.11 Der »Fall Dr. Huber« zieht Kreise 85
    3.12 Zusammenfassung 91
    4. Die Entstehung des SPK 93
    4.1 Die Besetzung der Klinikverwaltung – Der Kompromiss 93
    4.2 Das Ringen um die Umsetzung des Kompromisses 99
    4.3 Scheitern des Kompromisses 105
    4.4 Überregionale Pressestimmen 108
    4.5 Die Hintergründe des Scheiterns 110
    4.6 Interne Auseinandersetzungen zwischen Patientenkollektiv und Unterstützern 111
    5. »Ein sozialistisches Patientenkollektiv setzt sich durch« 115
    5.1 Das turbulente Sommersemester 1970 115
    5.2 Die Besetzung des Rektorats 117
    5.3 Der Beschluss des Verwaltungsrats – Die Krisenintervention Prof. Richters 120
    5.4 Auseinandersetzung zwischen Medizinischer Fakultät und Rektorat 122
    5.5 Einschaltung des Kultusministeriums 126
    5.6 Das Richter-Gutachten – Die Suche der Fakultät nach Gegengutachtern 128
    5.7 Der Zulauf von Patienten 132
    6. Zeitgeist: Studentenbewegung – Hochschulreform – Psychogruppen – Grenzüberschreitungen 135
    6.1 Der »Heidelberger Winter« 135
    6.2 Das SPK – Alternative zum »subjektfeindlichen Materialismus« der Heidelberger Linken 139
    6.3 Die Hochschulreform – Obstruktion der Ordinarien 143
    6.4 Anteil des SDS am Scheitern von Rendtorffs Reformpolitik 147
    6.5 Instrumentalisierung des SPK im universitären Machtkampf 149
    6.6 SDS und SPK gegen die »58er« 153
    6.7 68er-Bewegung und Nationalsozialismus 157
    6.8 Psychotherapeutische Studentenberatungsstellen 165
    6.9 Psychogruppen 167
    6.10 Grenzüberschreitungen 174
    6.11 Psychiatriereform und Antipsychiatrie 179
    6.12 Bürgerinitiativen für psychisch Kranke 183
    7. Die Therapeutische Praxis des SPK 187
    7.1 Die Krankheitstheorie in der Selbstdarstellung des SPK 187
    7.2 Die Krankheitstheorie aus der Sicht ehemaliger Patienten 189
    7.3 Für und Wider der Krankheitstheorie – Die Analyse von Jörg Bopp 191
    7.4 Ambulanz Rohrbacherstraße – Klientel 193
    7.5 Therapeutische Praxis und Methode in der Selbstdarstellung des SPK 196
    7.6 Praxis und Methode aus der Sicht von Spazier, Brückner, Bopp und Kretz 199
    7.7 Zeitzeugenberichte: Das SPK – Zufluchtsort und Rettungsanker 203
    7.8 Therapie/Agitation durch Laientherapeuten 207
    7.9 »Linke Sozialstelle« mit Selbsthilfecharakter – Das SPK kompensiert einen Versorgungsnotstand 210
    7.10 Odyssee durch Kliniken und Arztpraxen 212
    7.11 Gehör für tabuisierte Themen 214
    7.12 Politische Aktivität und Arbeitskreise als Therapie 217
    7.13 Kritische Stimmen – »Verzahnung von Psychotherapie und Klassenkampf« 221
    7.14 »Am Leid vom einzelnen Patienten vorbeigeredet« 225
    7.15 Nichtakademiker im SPK: »Minderwertigkeitsgefühle gegenüber den Studierten« 227
    7.16 Überforderung der Laientherapeuten 230
    7.17 Kritik linker Studentengruppen am Therapiekonzept 232
    7.18 Bilanz der therapeutischen Praxis 233
    8. Gruppendynamik und Gruppenstruktur im SPK 236
    8.1 »Leitwolf« und »Guru« Dr. Huber 236
    8.2 Patienten als informelle Gruppenleiter 238
    8.3 Die Bindungen zwischen Dr. Huber und den Patienten 239
    8.4 Gruppenbindung, »Praktisches Erlebnis von Kollektivität« 243
    8.5 Selbstorganisation von Patienten? 246
    8.6 Aufhebung der Hierarchie zwischen Arzt und Patient 247
    8.7 »Kollektives Ich« – »Paranoid kämpferische Gruppenstimmung« 252
    8.8 Feindbilder 255
    8.9 Die existentielle Bedrohung – Angst – Aggression 257
    8.10 Verrat 260
    8.11 Angst vor Sturz ins Leere bei Verlassen der Gruppe 262
    8.12 »Selbstmord = Mord« – Dämonisierung und Bedrohung der Gegner 263
    8.13 Hubers sexuelle Beziehungen zu Patientinnen 270
    8.14 Persönlichkeitsveränderungen 273
    8.15 Ausschluss aus der Gruppe 275
    8.16 Das Fehlen von »holding environment« und »containing« 278
    9. Sprache als Waffe – Die Sprache des SPK 286
    9.1 Ein schreibendes Kollektiv – ein kollektives Schreiben? 287
    9.2 »Verbale Aufrüstung« in der Linken 288
    9.3 »Wortdrechseleien« – Hubers Stil 292
    9.4 Zur unterschiedlichen Diktion der Flugblätter 294
    9.5 »Ein neues Nazireich verhindern« – Faschismusmetaphern 297
    9.6 Alle sind gegen uns – »Kriegserklärungen« 301
    9.7 »Sprache als Zumutung« – die Isolation 303
    9.8 »Geschlachtet mit dem Schwert der Sprache« – das Scheitern 305
    10. Das SPK kämpft ums Überleben 307
    10.1 Die drohende Räumung der Rohrbacherstraße 307
    10.2 Suche nach Unterstützern 308
    10.3 Rendtorff zwischen allen Stühlen 313
    10.4 »Schützen wir uns vor Nierensteinen!« – Mobilisierung der Öffentlichkeit 315
    10.5 Gegenkampagne der Medizinischen Fakultät und des Kultusministeriums 320
    10.6 Das endgültige Nein des Senats der Universität 324
    10.7 Bündnispartner vor den Kopf gestoßen 327
    10.8 Der Weg in die Gewalt 332
    10.9 »Wir wollten ins Verderben rennen« 335
    10.10 Die Schüsse von Wiesenbach – das Ende 337
    10.11 Woran ist das SPK gescheitert? – Analyse von ehemaligen Patienten, Peter Brückner und Erich Wulff 342
    11. SPK und RAF 347
    11.1 Frühe Wege in den Untergrund 347
    11.2 Zeugenaussagen und Polizeiberichte 349
    11.3 Spätere Wege zur RAF 355
    11.4 Haftbedingungen 356
    11.5 Die Kontroverse um die Isolationshaft 361
    11.6 Ursprünge der Stadtguerilla in der Studentenbewegung 364
    11.7 Der »innere Kreis« – eine Heidelberger Variante der Stadtguerilla 370
    11.8 Selbstkritik 376
    11.9 Legendenbildung – Stilisierung des SPK zur Keimzelle und Rekrutenschmiede der RAF 380
    11.10 »Irre ans Gewehr« – Verbreitung von Schreckensbildern über psychisch Kranke 386
    11.11 »Revolutionierung auf dem Rücken von Patienten?« 389
    11.12 Das PATIENTEN-Kollektiv war keine Stadtguerilla – Die Überreaktion des Staatsapparates 399
    12. Die Prozesse 402
    12.1 Die Prozessvorbereitungen 402
    12.2 Pressestimmen »Keine Kriminellen sondern Kranke« 406
    12.3 Die Gewissenskonflikte des Hauptbelastungszeugen 408
    12.4 Der erste SPK-Prozess – »Makabre Szenen« 409
    12.5 Solidaritätsbekundungen aus dem Ausland – Presseecho 414
    12.6 Das Urteil 417
    12.7 Nachklang – die weiteren Prozesse 417
    12.8 Die Boykotthaltung der Angeklagten 418
    13. Nachwort 420
    13.1 Was war das SPK? 420
    13.2 Aktualität des SPK 421
    Anhang
    Chronologische Auswahl von Daten und Ereignissen 426
    Informationen zu den Zeitzeugen 440
    Informationen zu beteiligten Personen/Patienten aus Archivakten 457
    Archive 462
    Abkürzungsverzeichnis 464
    Glossar 468
    Namensregister 480
    Literaturverzeichnis 485