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Produktbild: Planung von Bahnanlagen

Planung von Bahnanlagen Grundlagen - Planung - Berechnung

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.12.2017

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

23,3/19,5/1,5 cm

Gewicht

565 g

Farbe

Tabak

Auflage

2. aktualisierte und erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-44220-7

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.12.2017

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

23,3/19,5/1,5 cm

Gewicht

565 g

Farbe

Tabak

Auflage

2. aktualisierte und erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-44220-7

Herstelleradresse

Hanser Fachbuchverlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Gute Einführung in das System Bahn aus Planungsperspektiven mit Nostalgiecharme

Bewertung aus Delémont am 13.07.2020

Bewertungsnummer: 1351044

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grundsätzlich eine gute Einführung in das System Bahn aus Planungsperspektiven mit einer erfrischend klaren, jargonarmen Sprache - auch wenn sich die Autoren manche unfreiwillig komischen pseudo-akademischen Ausdrücke nicht verkneifen können. Wer kennt sie denn nicht, die "disperse Verteilung"? Dennoch liest sich das Buch flott und bietet eine Flughöhe, welche es beruflichen Neueinsteigern oder Interessierten ermöglicht, die Grundlagen aus Planung und Trassierung kennenzulernen, zumindest aus einer historischen Perspektive. Letzteres ist die grösste Schwäche des Buches. Die Autoren haben sich dafür entschieden, die Planung von Bahnanlagen aus der historischen Perspektive zu erklären und den Blick ganz auf die "Tradition" der deutschen Planungsschule zu richten. Das liegt wohl auch daran, dass für neue Erkenntnisse und Technologien wenig Verständnis herrscht. Selbstverständlich kann nicht jede Technologie, Neuerung oder grundsätzliche Stossrichtung in einem 200 S. Lehrbuch berücksichtigt werden - dafür sollten die Themen umso sorgfältiger gewählt und priorisiert werden. Die Prioritäten der Autoren scheint jedoch klar, vor allem bei der Wahl der Themen ausserhalb der reinen Trassierung und der mathematischen Grundlagen der Planung. Zum Beispiel werden moderne, "State-of-the-Art" elektronische Stellwerke in knapp einer Seite angeschnitten, während obsolete mechanische und elektromechanische Stellwerke über 4 Seiten detailliert erklärt werden. Ein Auszug aus dieser Beschreibung von elektronischen Stellwerken? "Bei elektronischen Stellwerken werden dazu Tastatur, Maus oder ein grafisches Tableau verwendet. Zum Schutz von Fehlbedienungen müssen jedoch mehrere Aktionen hintereinander ausgeführt werden. Auswahl des Startpunktes, Auswahl des Zielpunktes und die Bestätigung mit O.K. Der Bahnhof ist symbolisch am Bildschirm dargestellt." Richtet sich das Buch an einen jungen Studierenden oder an meinen 80 jährigen Grossvater, welcher mal wieder widerwillig damit konfrontiert wird, dass man irgendwas ja "auch auf diesem Computerzeugs" machen kann. ETCS wird ebenfalls nur auf einer knappen halben Seite auf das Gröbste zusammengefasst ("irgendwas mit Funk von der EU zur Harmonisierung des Bahnverkehrs, ist aber technisch nicht besser als die nationalen Lösungen und daher in Deutschland nicht sinnvoll..."), während die technischen Grundzüge der Zugbeeinflussungstechnologien Indusi aus den 30ern ausführlich erklärt werden. Bei der Signalisierung wird gemäss der Autoren das "Ks-System" aus den 70er Jahren Stand der Technik, welcher das H/V System aus den 50er Jahren langfristig verdrängen wird, während ETCS nicht einmal in diesem Kontext erwähnt wird, sei dies auch nur kritisch. Zudem leidet das Buch dann doch an einer demonstrativ einfachen Sprache, welche an vielen Stellen einfach nicht den Inhalt rüberbringt, welcher in einem akademischen Rahmen nötig wäre. Zumindest finde ich persönlich Aussagen wie "Im Vergleich mit der Bahn ist das Todesunfallrisiko als Insasse eines Pkws ungefähr 30mal höher" ohne Kontext oder Hintergrund schwierig. Es ist mir jedenfalls unklar, ob die Autoren einfach bewusst eine solche Aussage vereinfachen oder ob sie es selbst nicht die Ambiguität verstehen. Grundsätzlich wären diese inhaltlichen Schwierigkeiten nicht weiter schlimm, das Kernthema ist und bleibt die Planung und Trassierung. Dennoch hinterlässt dieses Unverständnis gegenüber Technologien und Trends, welche über die 90er Jahre hinausgehen, lässt mich als Leser daran Zweifeln, ob eben dieser Kern des Buches, die Trassierung und Planung über die mathematischen, physikalischen Verhältnisse hinaus, nicht ebenfalls inhaltlich völlig veraltet ist. Ich könnte dies in einem Buch, welches sich an historische Eisenbahnamateure richtet verstehen. Wer sich für das System Bahn bis so etwa um die Jahrtausendwende interessiert, der macht mit diesem Buch bestimmt nichts verkehrt. Als Lehrbuch, welches sich an zukünftige Bahnplaner, Ingenieure oder professionell Interessierte richtet, ist solche Nostalgie nicht angebracht und leider auch der beste Garant dafür, jegliche halbwegs freidenkende und neugierige Köpfe für das Thema zu vergraulen. Aber was soll man auch zu einem Buch sagen, wenn laut Wissenstand der Autoren bei Veröffentlichung im Jahr 2018 "Planungen für den Ersatz des Kopfbahnhofs Stuttgart Hauptbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof [laufen]."... (Das Buch ist nicht gebunden sondern ein Taschenbuch)

Gute Einführung in das System Bahn aus Planungsperspektiven mit Nostalgiecharme

Bewertung aus Delémont am 13.07.2020
Bewertungsnummer: 1351044
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grundsätzlich eine gute Einführung in das System Bahn aus Planungsperspektiven mit einer erfrischend klaren, jargonarmen Sprache - auch wenn sich die Autoren manche unfreiwillig komischen pseudo-akademischen Ausdrücke nicht verkneifen können. Wer kennt sie denn nicht, die "disperse Verteilung"? Dennoch liest sich das Buch flott und bietet eine Flughöhe, welche es beruflichen Neueinsteigern oder Interessierten ermöglicht, die Grundlagen aus Planung und Trassierung kennenzulernen, zumindest aus einer historischen Perspektive. Letzteres ist die grösste Schwäche des Buches. Die Autoren haben sich dafür entschieden, die Planung von Bahnanlagen aus der historischen Perspektive zu erklären und den Blick ganz auf die "Tradition" der deutschen Planungsschule zu richten. Das liegt wohl auch daran, dass für neue Erkenntnisse und Technologien wenig Verständnis herrscht. Selbstverständlich kann nicht jede Technologie, Neuerung oder grundsätzliche Stossrichtung in einem 200 S. Lehrbuch berücksichtigt werden - dafür sollten die Themen umso sorgfältiger gewählt und priorisiert werden. Die Prioritäten der Autoren scheint jedoch klar, vor allem bei der Wahl der Themen ausserhalb der reinen Trassierung und der mathematischen Grundlagen der Planung. Zum Beispiel werden moderne, "State-of-the-Art" elektronische Stellwerke in knapp einer Seite angeschnitten, während obsolete mechanische und elektromechanische Stellwerke über 4 Seiten detailliert erklärt werden. Ein Auszug aus dieser Beschreibung von elektronischen Stellwerken? "Bei elektronischen Stellwerken werden dazu Tastatur, Maus oder ein grafisches Tableau verwendet. Zum Schutz von Fehlbedienungen müssen jedoch mehrere Aktionen hintereinander ausgeführt werden. Auswahl des Startpunktes, Auswahl des Zielpunktes und die Bestätigung mit O.K. Der Bahnhof ist symbolisch am Bildschirm dargestellt." Richtet sich das Buch an einen jungen Studierenden oder an meinen 80 jährigen Grossvater, welcher mal wieder widerwillig damit konfrontiert wird, dass man irgendwas ja "auch auf diesem Computerzeugs" machen kann. ETCS wird ebenfalls nur auf einer knappen halben Seite auf das Gröbste zusammengefasst ("irgendwas mit Funk von der EU zur Harmonisierung des Bahnverkehrs, ist aber technisch nicht besser als die nationalen Lösungen und daher in Deutschland nicht sinnvoll..."), während die technischen Grundzüge der Zugbeeinflussungstechnologien Indusi aus den 30ern ausführlich erklärt werden. Bei der Signalisierung wird gemäss der Autoren das "Ks-System" aus den 70er Jahren Stand der Technik, welcher das H/V System aus den 50er Jahren langfristig verdrängen wird, während ETCS nicht einmal in diesem Kontext erwähnt wird, sei dies auch nur kritisch. Zudem leidet das Buch dann doch an einer demonstrativ einfachen Sprache, welche an vielen Stellen einfach nicht den Inhalt rüberbringt, welcher in einem akademischen Rahmen nötig wäre. Zumindest finde ich persönlich Aussagen wie "Im Vergleich mit der Bahn ist das Todesunfallrisiko als Insasse eines Pkws ungefähr 30mal höher" ohne Kontext oder Hintergrund schwierig. Es ist mir jedenfalls unklar, ob die Autoren einfach bewusst eine solche Aussage vereinfachen oder ob sie es selbst nicht die Ambiguität verstehen. Grundsätzlich wären diese inhaltlichen Schwierigkeiten nicht weiter schlimm, das Kernthema ist und bleibt die Planung und Trassierung. Dennoch hinterlässt dieses Unverständnis gegenüber Technologien und Trends, welche über die 90er Jahre hinausgehen, lässt mich als Leser daran Zweifeln, ob eben dieser Kern des Buches, die Trassierung und Planung über die mathematischen, physikalischen Verhältnisse hinaus, nicht ebenfalls inhaltlich völlig veraltet ist. Ich könnte dies in einem Buch, welches sich an historische Eisenbahnamateure richtet verstehen. Wer sich für das System Bahn bis so etwa um die Jahrtausendwende interessiert, der macht mit diesem Buch bestimmt nichts verkehrt. Als Lehrbuch, welches sich an zukünftige Bahnplaner, Ingenieure oder professionell Interessierte richtet, ist solche Nostalgie nicht angebracht und leider auch der beste Garant dafür, jegliche halbwegs freidenkende und neugierige Köpfe für das Thema zu vergraulen. Aber was soll man auch zu einem Buch sagen, wenn laut Wissenstand der Autoren bei Veröffentlichung im Jahr 2018 "Planungen für den Ersatz des Kopfbahnhofs Stuttgart Hauptbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof [laufen]."... (Das Buch ist nicht gebunden sondern ein Taschenbuch)

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Planung von Bahnanlagen

von Haldor Jochim, Frank Lademann

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