Produktbild: Lügen in Zeiten des Krieges

Lügen in Zeiten des Krieges Roman

3

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.07.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1284 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Wartime Lies

Übersetzt von

Christa Krüger

Sprache

Deutsch

EAN

9783518745564

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

13.07.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1284 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Wartime Lies

Übersetzt von

Christa Krüger

Sprache

Deutsch

EAN

9783518745564

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Verlust der Kindheit

Bewertung aus Zürich am 31.03.2023

Bewertungsnummer: 1911984

Bewertet: eBook (ePUB)

«Lügen in Zeiten des Krieges» ist ein Roman über Einsamkeit und den Verlust der Identität. Die Handlung des Romans wird durch die Augen von Maciek wahrgenommen. Zum Kriegsende war er zwölf Jahre alt. Er muss ständig lernen, sein Verhalten zu ändern, eine Rolle zu spielen, um nicht entdeckt und verhaftet zu werden. In Gesellschaft anderer Leute wird dies zu einer heiklen Aufgabe: «Man hatte da zu erzählen, über Bücher konnte man nicht immer reden, und manchmal musste man bereit sein, über sich selbst zu sprechen. Aber über welches Selbst? Erfindungsgabe und Gedächtnis haben Grenzen, das war das Problem – denn die Lügen mussten konsistent sein – konsistenter als die Wahrheit.» (Kapitel IV). Am Ende trauert der zum Mann gewordene Junge um den Verlust der Kindheit: «Und wo ist Maciek jetzt? Er wurde allmählich lästig und ist langsam gestorben. An seine Stelle ist nun ein Mann getreten, der einen der Namen trägt, die Maciek gebraucht hat. Ist noch etwas von Maciek in dem Mann? Nein, nichts: Maciek war ein Kind, und unser Mann hat eine Kindheit, die zu erinnern er nicht ertragen kann; er hatte sich eine Kindheit erfinden müssen.» (Schluss Kapitel VIII). Der Roman ist stark, solange der Junge in schlichter, unpathetischer Sprache spricht. Die Bezüge des erwachsenen Erzählers zur «Aeneis» und der «Divina Commedia» stehen dazu in einem starken Kontrast und wirken arg bildungsbürgerlich.

Verlust der Kindheit

Bewertung aus Zürich am 31.03.2023
Bewertungsnummer: 1911984
Bewertet: eBook (ePUB)

«Lügen in Zeiten des Krieges» ist ein Roman über Einsamkeit und den Verlust der Identität. Die Handlung des Romans wird durch die Augen von Maciek wahrgenommen. Zum Kriegsende war er zwölf Jahre alt. Er muss ständig lernen, sein Verhalten zu ändern, eine Rolle zu spielen, um nicht entdeckt und verhaftet zu werden. In Gesellschaft anderer Leute wird dies zu einer heiklen Aufgabe: «Man hatte da zu erzählen, über Bücher konnte man nicht immer reden, und manchmal musste man bereit sein, über sich selbst zu sprechen. Aber über welches Selbst? Erfindungsgabe und Gedächtnis haben Grenzen, das war das Problem – denn die Lügen mussten konsistent sein – konsistenter als die Wahrheit.» (Kapitel IV). Am Ende trauert der zum Mann gewordene Junge um den Verlust der Kindheit: «Und wo ist Maciek jetzt? Er wurde allmählich lästig und ist langsam gestorben. An seine Stelle ist nun ein Mann getreten, der einen der Namen trägt, die Maciek gebraucht hat. Ist noch etwas von Maciek in dem Mann? Nein, nichts: Maciek war ein Kind, und unser Mann hat eine Kindheit, die zu erinnern er nicht ertragen kann; er hatte sich eine Kindheit erfinden müssen.» (Schluss Kapitel VIII). Der Roman ist stark, solange der Junge in schlichter, unpathetischer Sprache spricht. Die Bezüge des erwachsenen Erzählers zur «Aeneis» und der «Divina Commedia» stehen dazu in einem starken Kontrast und wirken arg bildungsbürgerlich.

Darf man lügen? Man muß!

Polar aus Aachen am 17.09.2007

Bewertungsnummer: 568964

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Europäer müßte man vor dem 21. Jahrhundert auf die Füße fallen und ihm danken, nicht im 20. festgesteckt zu haben. Das Leben Macieks ist wohlbehütet bis zu jenem Tag 1939, der den Schrecken nach Polen brachte. Die Familie zerrissen, ihres Schutzes beraubt, das ganze Augenmerk gilt nur noch dem Überleben. Sei es, indem man mit dem Feind sich einläßt, sei es, daß man durch ein Wechselbad der Lügen marschiert, die allesamt so schwach sind, daß man es manchmal überhaupt nicht fassen kann, wenn sie greifen. Der Krieg erreicht auch die Kleinstädte, er findet längst nicht mehr nur auf den Schlachtfeldern statt. Er kriecht in die Seelen. schürt die Angst trotz falscher Papiere entdeckt, deportiert oder gleich erschossen zu werden. Wie Tanja und Maciek die Katastrophe überleben, ist ein Lehrstück menschlichen Willens, niemals aufzugeben, sich durchzubringen, auf bessere Zeiten zu hoffen. Daß nach dem Wahn der Deutschen dann die Sowjets vor der Tür stehen und die Odyssee weitergeht, mag angesichts der Opfer wie eine sarkastische Laune des Schicksals wirken. Bücher wie das von Louis Begley sollten schwankende Europäer zur Hand nehmen, wenn ihnen die Kosten für ein geeintes Europa zu hoch erscheinen.

Darf man lügen? Man muß!

Polar aus Aachen am 17.09.2007
Bewertungsnummer: 568964
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als Europäer müßte man vor dem 21. Jahrhundert auf die Füße fallen und ihm danken, nicht im 20. festgesteckt zu haben. Das Leben Macieks ist wohlbehütet bis zu jenem Tag 1939, der den Schrecken nach Polen brachte. Die Familie zerrissen, ihres Schutzes beraubt, das ganze Augenmerk gilt nur noch dem Überleben. Sei es, indem man mit dem Feind sich einläßt, sei es, daß man durch ein Wechselbad der Lügen marschiert, die allesamt so schwach sind, daß man es manchmal überhaupt nicht fassen kann, wenn sie greifen. Der Krieg erreicht auch die Kleinstädte, er findet längst nicht mehr nur auf den Schlachtfeldern statt. Er kriecht in die Seelen. schürt die Angst trotz falscher Papiere entdeckt, deportiert oder gleich erschossen zu werden. Wie Tanja und Maciek die Katastrophe überleben, ist ein Lehrstück menschlichen Willens, niemals aufzugeben, sich durchzubringen, auf bessere Zeiten zu hoffen. Daß nach dem Wahn der Deutschen dann die Sowjets vor der Tür stehen und die Odyssee weitergeht, mag angesichts der Opfer wie eine sarkastische Laune des Schicksals wirken. Bücher wie das von Louis Begley sollten schwankende Europäer zur Hand nehmen, wenn ihnen die Kosten für ein geeintes Europa zu hoch erscheinen.

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Lügen in Zeiten des Krieges

von Louis Begley

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