Perspektiven für die Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen durch systemische Beratung und Therapie
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.02.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
316 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668138186
Ab Ende der 1980er Jahre, als sich das systemische Denken in Beratung und Therapie etablierte, begann auch die Behindertenpädagogik, sich mit diesen Konzepten auseinanderzusetzen. Dies in einer Zeit, als die Definition von Behinderung einem Paradigmenwechsel unterworfen war und (behindernde) Strukturen der Einrichtungen und Organisationen in den Blick genommen wurden (Strubel/Weichselgartner 1995, S. 78ff). Was damals fehlte, waren Erklärungsmodelle und Behandlungsansätze für Menschen mit Behinderungen, die durch Verhalten auffielen, welches psychischen Störungen zugeschrieben wurde.
Hier kann inzwischen die systemische Perspektive Abhilfe schaffen, denn sie sieht Behinderung als individuelle Bedingung, als Kontextvariable. Das heißt, das Verhalten und die Besonderheiten des behinderten Menschen können als sinnvolle Lebensäußerung in einem konkreten Kontext verstanden werden. Das Erklären und Verstehen von Verhalten ermöglicht es schließlich, Ansatzpunkte für Veränderung zu formulieren, die nicht notwendigerweise in der von Behinderung betroffenen Person liegen, sondern in ihrem sozialen Umfeld.
So ist es folgerichtig, dass auch die Methoden aus der systemischen Therapie und Beratung in der Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen und auffälligem Verhalten Einzug gehalten haben.
In Kapitel 1 wird die Entstehungsgeschichte der systemischen Therapie und Beratung dargestellt. Anschließend werden im zweiten Kapitel die Systemtheorie sowie der Konstruktivismus skizziert. Diese bilden die zwei wesentlichen erkenntnistheoretischen Modelle, auf denen das systemische Denken und Handeln basiert. Das 3. Kapitel stellt die Grundprinzipien systemischer Praxis vor. Im Anschluss daran wird in Kapitel 4 schließlich das systemische Handeln in der Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen konkretisiert. Die Darstellung der Methoden folgt dabei dem idealtypischen Verlauf eines Beratungs- und Therapieprozesses.
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