The Court - das waren die Coolen. Die Unerreichbaren. Die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben?
Die Kings und Queens der coolen Clique sind zwar wenig begeistert, als Lana statt ihres siebten Mitglieds bei ihrem Treffen auftaucht. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Trip führt die Clique in eine alte abgelegene Mühle, umgeben von Wildnis. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als der erste der Freunde verschwindet, bricht Panik in der Gruppe aus ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Radevormwald
5/5
15.01.2021
eBook (ePUB)
Ein unfreiwilliger und gefährlicher Aufenthalt in den Bergen bei Karlsbad
Eigentlich denkt Lana nicht gerne an ihre Schulzeit zurück, war sie doch immer Außenseiter. Doch Johnny, einer aus der coolen Clique einige Jahrgangsstufen über ihr, den sie an der Uni sieht, bringt die Erinnerungen wieder.br/> Zufällig ist sie dabei als er sich bei einem Sturz verletzt und so kommt es dazu, dass er ihr seine Fahrkarte nach Karlsbad schenkt, wo sich die Clique für ein Wochenende treffen wird. Schon am ersten Abend wird klar, dass von Freunden nicht die Rede sein kann. Trotzdem machen sich alle am nächsten Tag auf zu einem Picknick in den Bergen am Hochzeitszug. Kaum angekommen beginnen seltsame Vorfälle und der erste von ihnen verschwindet.br/> Da ihnen der Rückweg über die Hängebrücke verwehrt ist, bleibt ihnen nur die Richtung weg vom Plateau, der sie zu einer alten Mühle führt.br/> Bald ist sich Lana sicher, jemand hat alles hier vorbereitet und derjenige hat nichts Gutes im Sinn. Es muss mit einem Ereignis aus der Vergangenheit der Gruppe zu tun haben. Doch mit ihren Nachfragen stößt sie auf Granit. Auch bestreiten alle, die Einladungen zu diesem Wochenende verschickt zu haben. Dann sieht Lana die Leiche eines von ihnen, doch als sie diese den anderen zeigen will ist sie verschwunden.
Lana schreibt die Ereignisse des Wochenendes in einem Rückblick nieder. Zwar weiß sie, was geschehen ist und wie es ausging, der Leser jedoch bleibt im Dunklen. Ebenso, wie es ihr damals ging, eröffnen sich ihm die Geschehnisse und Hintergründe nur Stück für Stück.
Dabei lässt Elisabeth Hermann die Spannung nicht abfallen. Man bleibt permanent neugierig, stellt eigene Vermutungen an und fürchtet sich mit den Protagonisten.
Die Charaktere sind ebenso wie die Handlungsorte derart dargestellt, so dass man sie vor Augen hat. Daher könnte man das Buch sicher auch gut verfilmen oder man nutzt es als Vorlage für ein Rollenspielsetting.
Allerdings wundert man sich manchmal etwas über das Verhalten der Personen. Es wirkt zum Teil unüberlegt und unlogisch, was sich aber durch die extreme Lage erklären ließe. Anders ist es mit dem Motiv des Täters. Dies wirkt in jedem Fall etwas konstruiert.
Trotzdem ist dies ein empfehlenswerter Krimi, nicht nur für Jugendliche.
Altersempfehlung: ab 15 Jahren
Bewertung
aus Gaggenau
5/5
15.01.2021
eBook (ePUB)
Super
Ich habe nicht das Buch gelesen,aber ich habe es als Hörbuch gehört und finde es ist sehr spannend,sowie die Leserin,die es gut erzählt hat,sowie der Inhalt.Großes Lob.
Mel
aus Minden
4/5
15.01.2021
eBook (ePUB)
Die Mühle
Die Mühle hat mich ziemlich erwischt. Erwartet hatte ich einen soften Jugendthriller, ohne viel Herumgerede. Bekommen habe ich eine spannende, teils verworrene, aber dennoch kurzweilige Geschichte um versnobte Berufsanfänger und undurchsichtige Protagonisten.
Wenn Lana, die eigentlich Helena heißt, aber nur noch mit Lana angesprochen werden möchte (aber warum sollten wir das jemals auflösen...) aus dem langweiligen Städtchen L. kommt, aus dem auch die beliebte Clique aus früheren Zeiten, die sogenannten Courts kommen und gemeinsam zu einem "Wiedersehen" ins tschechische Karlsbad eingeladen werden und das auch noch von einem anonymen Gastgeber/in, dann sollte Lana & Konsorten und auch dem Leser klar sein, dass da irgendwas nicht stimmen kann.
The Courts sind das typisch gezeichnete Teenie-Grüppchen, die in Filmen/ Serien und Büchern immer glorifiziert werden, weil sie hübsch und stylish sind, die aber IMMER arrogant und herablassend daherkommen. Warum himmelt man solche Menschen an, frage ich mich dann immer, aber egal.
Sprachlich kann sich die Mühle lesen lassen. Die Autorin hat es geschafft, in kurzen knappen Sätzen die Spannung der Geschichte aufrecht zu erhalten. Die Charaktere wurden insgesamt glaubwürdig, wenn auch hier und da arg klischeehaft dargestellt. Dennoch konnte mich, wie schon erwähnt, die Mühle begeistern. Sie hätte mich auch fast bis zum Ende in Ihren Bann gezogen, wenn nur das Ende nicht gewesen wäre. Das wollte nämlich so gar nicht passen und war für mich dann doch zu weit hergeholt. Da auch ein paar Fragen am Ende offen blieben, konnte mich das Buch nicht vollends verzaubern.
Mein Fazit
Spannende Lektüre aus deutschen Landen, der leider am Schluss etwas die Luft und die Kreativität ausgeht.
Mrs.Moriarty
Thalia Book Circle Community
4/5
29.11.2016
eBook (ePUB)
Wer schon andere Jugendthriller der Autorin mochte ich hier genau richtig!
Ich bin schon länger schwer begeistert von den bisherigen Jugendthrillern, die Elisabeth Herrmann in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Auf “Die Mühle” habe ich mich daher sehr gefreut. Schon das düstere Umschlagbild gibt eine ungefähre Ahnung, in welche Richtung es gehen wird. Amazon empfiehlt hierbei ein Alter ab 14. Ich persönlich würde da etwas höher gehen wollen, aber das kommt dann natürlich auch auf die bisherige Leseerfahrung an. Es sind schon einige heftige Dinge dabei und die Situation in der Mühle ist auf jeden Fall beklemmend.
Schade fand ich, das sich die Autorin sehr sehr viel Zeit lässt, das Geheimnis überhaupt nur anzudeuten. Ich hätte mir gewünscht, das dieses nach und nach gelüftet würde und nicht mehr oder weniger ziemlich auf einmal. Dadurch konnte man aber andererseits Lanas Frustration verstehen, denn sie spürt schnell, das ihr vieles verheimlicht wird. Unglaubwürdig fand ich die gesamte Geschichte rund um Johnny. Dieser gibt Lana die Einladung weiter, obwohl er sie praktisch nur 5 Minuten kennt. Diesen Punkt fand ich zu holprig geschildert. Auch gegen Ende, als langsam deutlich wird, wer hier sein Spielchen mit der Gruppe spielt, gibt es ein paar Dinge die mich gerade hier nicht komplett überzeugen konnten.
Dafür ist “Die Mühle” spannend geschrieben und Elisabeth Herrmann gelingt es wunderbar, die Spannung immer wieder zu steigern. Vor allem durch die Angst , die immer wieder neu geschürt wird, aber auch durch das Schweigen, das offensichtlich zwischen den ehemaligen Freunden herrscht, genau das hat mich überzeugt.
Da der Roman von Lana erzählt wird, hat man eine beobachtende Position auf die restlichen Figuren. Gemeinsam mit der jungen Frau erkennt man das die Clique schon in der Schulzeit nicht so strahlend war, wie sie es gerne nach außen suggeriert haben. Gerade diesen Aspekt fand ich glaubwürdig geschildert. Mir persönlich kam es definitiv sehr bekannt vor und ich habe sofort überlegt, hinter welcher Fassade sich wohl die coolste Clique in meiner Realschule versteckt hat. Daher hätte es mich durchaus auch interessiert, einen weiteren Blickwinkel zu kennen. Z.B Johnny wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.
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Gerade Johnny war tatsächlich auch die Figur mit der ich am wenigsten anfangen konnte und deren Entwicklung mir am Ende zu gezwungen war.
Die Stärke des Romans liegt auf der Spannung und der Beschreibung der düsteren Stimmung, atemlos habe ich immer weiter gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was wirklich dahinter steckt. Wie schon erwähnt hätte ich da ein paar mehr Hinweise schön gefunden. Ich knoble immer gerne mit. Andererseits war es so nicht ganz so vorhersehbar. Was wiederum ein Pluspunkt für “Die Mühle” darstellt.
Es gibt also schon ein paar Kritikpunkte, die aber weite Strecken der Handlung nicht so stark betreffen. Einzig das Ende hat mich dadurch nicht zu hundert Prozent überzeugt. Aber ich bin trotzdem ganz zufrieden damit.
Ich empfehle den Roman jedenfalls gerne weiter und wer sowieso auch die anderen Jugendthriller der Autorin mochte (z:b Schattengrund), macht hier definitiv nichts falsch!
Siderea
3/5
15.01.2021
eBook (ePUB)
Böhmerwald meets Agatha Christie
Durch einen verrückten Zufall landet die 20-jährige Lana als Zweitbesetzung für den lädierten Johnny bei einem Wiedersehenstreffen der coolsten Clique ihrer früheren Schule. Sie waren sieben charismatische, gutaussehende Jugendliche, als sie sich zum letzten Mal gesehen haben. Ein paar Jahre sind seither vergangen und nun machen sie ihre ersten Schritte im Berufsleben. Lana ist ein paar Jahre jünger und hat natürlich nie dazugehört - sie hat "The Court", wie sie von den anderen ehrfürchtig genannt wurden, immer nur aus der Ferne verehrt.
Wie sich in einem Karlsbader Nobelhotel herausstellt, wirken sie aus der Nähe nicht ganz so glorreich, lassen Lana ständig spüren, dass sie nicht dazugehört, und haben keine Ahnung, wer diesen kostspieligen Kurztrip organisiert und bezahlt hat. Ein Ausflug zu einer abgelegenen Sehenswürdigkeit läuft völlig aus dem Ruder, sie haben keine Verbindung mehr zur Außenwelt, finden aber Schutz in einer alten, einsamen Mühle - wo der erste spurlos verschwindet und der Albtraum beginnt.
"Die Mühle" war für mich das erste Buch der namhaften Bestsellerautorin Elisabeth Herrmann, von der ich schon seit langem endlich mal etwas lesen wollte - meine Erwartungshaltung im Vorfeld war also recht hoch. Als erstes fielen mir zwangsläufig die Parallelen zu "Und dann gab's keines mehr" von Agatha Christie ins Auge: Eine Gruppe wird anonym an einen entlegenen Winkel der Welt gelockt, wo sie keinerlei Verbindung zur Außenwelt hat, und in eine perfide geplante Falle geht.
Dieses Grundmotiv verspricht viel Spannung und wird sowohl in der Kriminalliteratur als auch in Filmen in abgewandelter Form immer mal wieder zitiert. Auch in diesem Fall hat die Autorin es in die heutige Zeit übertragen, wobei mir aber fast zu viele Details ans Original angelehnt wurden. Allzu ausführlich kann ich leider nicht darauf eingehen ohne zu spoilern, aber beispielsweise verschwindet bei Christie mit jedem neuen Opfer eine Porzellanfigur - hier sind es stattdessen Matratzen.
Die Figurenzeichnung hält dem direkten Vergleich nicht stand: Obwohl Christie mit der halben Seitenzahl auskommt, verleiht sie ihren Figuren durch häufige Perspektivwechsel Tiefe und Persönlichkeit - der Leser stockt nicht bei einem Namen und fragt sich: War das jetzt der Richter oder der Arzt...?
Herrmann lässt dagegen Lana selbst in der Retrospektive die Ereignisse im Böhmerwald schildern, sodass zum einen leider bereits im vierten Kapitel (und bevor die Ereignisse überhaupt so richtig ins Rollen kommen) klar ist, dass Lana zwangsläufig überleben muss, und zum anderen alle Figuren sehr flach bleiben und auch insgesamt arg klischeehaft gezeichnet sind: Lana, die schüchterne Außenseiterin. Siri, das arrogante Model. Joshua, der sportliche Womanizer. Stephan, der ehrgeizige Unsympath. Ich musste desöfteren nochmal zur Einführung zurückblättern um herauszufinden, um wen es gerade geht.
Was mir dagegen richtig gut gefallen hat, und mich trotz einiger Schwächen bei der Stange gehalten hat, war die Stimmung, die Elisabeth Herrmann erzeugt hat. Sind es zu Anfang nur kleine Irritationen, die Lana kurz aufhorchen lassen, wird es im späteren Verlauf immer düsterer und beklemmender, und auch als Leser konnte ich mich dem nicht entziehen, was "Die Mühle" insgesamt für mich gerettet hat.
Ich würde zwar nicht sagen, dass man dieses Buch unbedingt gelesen haben muss, aber wenn man das Original von Christie nicht kennt, erwartet einen hier durchaus eine spannende und actionreiche Story, auch wenn sie nicht so intelligent und minutiös durchgeplant ist wie das Original - und Logik und Glaubwürdigkeit manchmal etwas zu sehr auf der Strecke bleiben.
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