Vor dem "Osttransport" nach Auschwitz kann Willi Weber die Gedichte seiner Frau Ilse in einem Geräteschuppen einmauern - Gedichte und Lieder, die sie für ihre Mithäftlinge und ihre Pflegekinder geschrieben hat. Willi überlebt und kann die Papiere nach der Befreiung in Sicherheit bringen: die Schilderungen ihres Lebens als Jüdin in Mähren, die Briefe, in denen sie vom Terror des Nationalsozialismus erzählt, die Trostgesänge aus der Kinderkrankenstube im KZ. Das Buch macht zum ersten Mal die charismatische Figur Ilse Weber sichtbar, die bei Überlebenden von Theresienstadt und in der Literatur ein Mythos ist, von deren Werk aber bisher fast nichts bekannt war.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Hardegg
5/5
11.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Sehr berührendes Buch
Dieses Buch einer in Auschwitz ermordeten Autorin und großartigen Frau, die alles versucht hat, die Hoffnung für ihre Mithäftlinge in Theresienstadt und besonders für die von ihr betreuten Kinder aufrecht zu erhalten, ist nicht nur durch die schlichte Schönheit ihrer Gedichte, sondern auch als einzigartiges Dokument der Lebensumstände in diesem Todeslager wichtig und äußerst berührend. Sehr empfehlenswert!
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