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Produktbild: Muttergehäuse

Muttergehäuse Roman

9

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

09.02.2016

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1374 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218010313

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

09.02.2016

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1374 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218010313

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Mutter, mit Körper oder mit Papier

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 10.06.2026

Bewertungsnummer: 3164113

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin total fasziniert von diesem Buch. “Muttergehäuse” ist kein allgemeines Buch über Frauen, Mutterschaft oder Kinderwunsch. Es erzählt sehr genau von einer bestimmten Frau, die Mutter werden will, deren Körper aber nicht mitmacht. Und Gertraud Klemm macht aus ihr keine sympathische, traurige „gute“ Frau, sondern eine sehr menschliche Figur: wütend, neidisch, verbittert, klug, verletzlich und manchmal auch unangenehm. Gerade das fand ich stark. Der Text beschreibt nicht einfach die objektive Gesellschaft, sondern die Wahrnehmung einer Frau, die sich ausgeschlossen fühlt. Überall sieht sie Mütter, Kinder, Körper, Erwartungen. Und aus dem Kinderwunsch wird etwas, das sich in alles hineinfrisst: in die Sprache, in den Alltag, in den eigenen Körper. Das Buch ist leider kurz – aber eigentlich sage ich das nur, weil ich es so gut fand und gern noch länger darin geblieben wäre. Gleichzeitig ist es extrem verdichtet, und genau das mag ich sehr. Ich mag verdichtetes Schreiben sowieso sehr, und hier passt es für mich perfekt. Die Kapitel sind kurz und wirken oft wie harte Schnitte. Es wird grundsätzlich linear erzählt, aber nicht ausladend. Ein Ereignis folgt dem nächsten, doch die Übergänge bleiben oft ausgespart. Zwischen manchen Kapiteln stehen zudem kurze Traumstücke. Auch sie wirken nicht wie bloße Einschübe, sondern sind eng mit dem verbunden, was die Erzählerin erlebt. In ihnen kommt oft noch einmal auf eine andere, dunklere Weise hervor, was im normalen Erzählen schon angelegt ist: Angst, Körper, Gewalt, Scham und Ausgeliefertsein. Klemm schreibt bitter, direkt, sarkastisch und manchmal fast brutal komisch. Sie schreibt über Demütigung, ohne jammerig zu werden. Gerade nach manchen kurzen Kapiteln musste ich wirklich anhalten und nachdenken, weil auf wenigen Seiten unglaublich viel steckt. Besonders stark fand ich auch den Teil über Adoption und Bürokratie. Das hat mich richtig wütend gemacht. Klemm zeigt sehr genau, wie unterschiedlich leibliche Elternschaft und adoptive Elternschaft behandelt werden: Dort Körper und Selbstverständlichkeit, hier Papier, Prüfung, Kurse und Misstrauen. Für mich ist das ein absolutes Highlight. Sprachlich und inhaltlich. Gertraud Klemm erzählt nicht einfach von Kinderwunsch und Adoption; sie zeigt, wie sich ein unerfüllter Wunsch in Wahrnehmung, Körperbild, Sprache und Denken hineinfrisst. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Mutter, mit Körper oder mit Papier

Bewertung (Mitglied der Orell Füssli Book Circle Community) am 10.06.2026
Bewertungsnummer: 3164113
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin total fasziniert von diesem Buch. “Muttergehäuse” ist kein allgemeines Buch über Frauen, Mutterschaft oder Kinderwunsch. Es erzählt sehr genau von einer bestimmten Frau, die Mutter werden will, deren Körper aber nicht mitmacht. Und Gertraud Klemm macht aus ihr keine sympathische, traurige „gute“ Frau, sondern eine sehr menschliche Figur: wütend, neidisch, verbittert, klug, verletzlich und manchmal auch unangenehm. Gerade das fand ich stark. Der Text beschreibt nicht einfach die objektive Gesellschaft, sondern die Wahrnehmung einer Frau, die sich ausgeschlossen fühlt. Überall sieht sie Mütter, Kinder, Körper, Erwartungen. Und aus dem Kinderwunsch wird etwas, das sich in alles hineinfrisst: in die Sprache, in den Alltag, in den eigenen Körper. Das Buch ist leider kurz – aber eigentlich sage ich das nur, weil ich es so gut fand und gern noch länger darin geblieben wäre. Gleichzeitig ist es extrem verdichtet, und genau das mag ich sehr. Ich mag verdichtetes Schreiben sowieso sehr, und hier passt es für mich perfekt. Die Kapitel sind kurz und wirken oft wie harte Schnitte. Es wird grundsätzlich linear erzählt, aber nicht ausladend. Ein Ereignis folgt dem nächsten, doch die Übergänge bleiben oft ausgespart. Zwischen manchen Kapiteln stehen zudem kurze Traumstücke. Auch sie wirken nicht wie bloße Einschübe, sondern sind eng mit dem verbunden, was die Erzählerin erlebt. In ihnen kommt oft noch einmal auf eine andere, dunklere Weise hervor, was im normalen Erzählen schon angelegt ist: Angst, Körper, Gewalt, Scham und Ausgeliefertsein. Klemm schreibt bitter, direkt, sarkastisch und manchmal fast brutal komisch. Sie schreibt über Demütigung, ohne jammerig zu werden. Gerade nach manchen kurzen Kapiteln musste ich wirklich anhalten und nachdenken, weil auf wenigen Seiten unglaublich viel steckt. Besonders stark fand ich auch den Teil über Adoption und Bürokratie. Das hat mich richtig wütend gemacht. Klemm zeigt sehr genau, wie unterschiedlich leibliche Elternschaft und adoptive Elternschaft behandelt werden: Dort Körper und Selbstverständlichkeit, hier Papier, Prüfung, Kurse und Misstrauen. Für mich ist das ein absolutes Highlight. Sprachlich und inhaltlich. Gertraud Klemm erzählt nicht einfach von Kinderwunsch und Adoption; sie zeigt, wie sich ein unerfüllter Wunsch in Wahrnehmung, Körperbild, Sprache und Denken hineinfrisst. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Emotionaler Roman

Bewertung aus Euskirchen am 13.01.2021

Bewertungsnummer: 906311

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Muttergehäuse“ ist ein Roman von Gertraud Klemm und ist 2016 im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen. Die Aufmachung ist im Hardcover und wirkt hochwertig und stabil. Das Cover hat ein ungewöhnliches Muster in blau-und orangtönen und sticht direkt ins Auge. Der Titel ist auch außergwöhnlich. Er vermittelt Härte und Schutz gleichzeitig. So ungewöhnlich wie der Titel ist auch der Roman. Es war mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Der Roman handelt von einer Frau mit unerfüllten Kinderwunsch, unglücklich mit den eigenen Körper und der Gesellschaft. Sie entscheidet sich zu Adoption. Ein schwieriges Thema und eher ein Tabuthema. Es ist in drei große Kapitel unterteilt: Mutter: Da handelt es sich um die kinderlose Frau, die mit ihrem Schicksal hadert, wütend auf ihren Körper ist. Papier: Der Weg zur Adoption. Unglaublich komplizierte Weg über Papierberge und Bürokratie und dem Entsetzen der Gesellschaft, dass man sich dafür entscheidet. Kind: Das Leben mit dem adoptierten Kind. Mutterglück und doch anders sein und auffallen müssen. Der Roman hat mich im warsten Sinne des Wortes umgehauen und bewegt. So wortgewaltig. Man erlebt die Gefühle, Wut, Verzweiflung, Unglück der kinderlosen Protoganistin hautnah mit und kann sich sich in die schlimme Lage hineinversetzen. Auch die Hoffnung, Bürokratie, Anstrengungen zur Adoption. Das Glück mit dem adoptierten Kind, der Wut auf die Gesellschaft, die Adoption als was „anderes“ betrachten. Es ist kein Roman, den man als Gute-Nacht-Geschichte lesen kann. Nein, ich musste viel nachdenken. Es sind viele Emotionen, die gelesen werden und hochkommen. Es gibt Ungerechtigkeit und Wut und die Gesellschaft, über die man beim Lesen nachdenkt. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, ein Roman den ich so noch nicht gelesen habe und kann ihn trotz, oder wegen dem schwierigen Thema weiterempfehlen.

Emotionaler Roman

Bewertung aus Euskirchen am 13.01.2021
Bewertungsnummer: 906311
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Muttergehäuse“ ist ein Roman von Gertraud Klemm und ist 2016 im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen. Die Aufmachung ist im Hardcover und wirkt hochwertig und stabil. Das Cover hat ein ungewöhnliches Muster in blau-und orangtönen und sticht direkt ins Auge. Der Titel ist auch außergwöhnlich. Er vermittelt Härte und Schutz gleichzeitig. So ungewöhnlich wie der Titel ist auch der Roman. Es war mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Der Roman handelt von einer Frau mit unerfüllten Kinderwunsch, unglücklich mit den eigenen Körper und der Gesellschaft. Sie entscheidet sich zu Adoption. Ein schwieriges Thema und eher ein Tabuthema. Es ist in drei große Kapitel unterteilt: Mutter: Da handelt es sich um die kinderlose Frau, die mit ihrem Schicksal hadert, wütend auf ihren Körper ist. Papier: Der Weg zur Adoption. Unglaublich komplizierte Weg über Papierberge und Bürokratie und dem Entsetzen der Gesellschaft, dass man sich dafür entscheidet. Kind: Das Leben mit dem adoptierten Kind. Mutterglück und doch anders sein und auffallen müssen. Der Roman hat mich im warsten Sinne des Wortes umgehauen und bewegt. So wortgewaltig. Man erlebt die Gefühle, Wut, Verzweiflung, Unglück der kinderlosen Protoganistin hautnah mit und kann sich sich in die schlimme Lage hineinversetzen. Auch die Hoffnung, Bürokratie, Anstrengungen zur Adoption. Das Glück mit dem adoptierten Kind, der Wut auf die Gesellschaft, die Adoption als was „anderes“ betrachten. Es ist kein Roman, den man als Gute-Nacht-Geschichte lesen kann. Nein, ich musste viel nachdenken. Es sind viele Emotionen, die gelesen werden und hochkommen. Es gibt Ungerechtigkeit und Wut und die Gesellschaft, über die man beim Lesen nachdenkt. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, ein Roman den ich so noch nicht gelesen habe und kann ihn trotz, oder wegen dem schwierigen Thema weiterempfehlen.

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Muttergehäuse

von Gertraud Klemm

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