Britische Kolonien, Massachusetts, 1763. Susanna ist die Tochter einer wohlhabenden Pfarrersfamilie, die in vornehmen Kreisen verkehrt. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und unterrichtet die Töchter armer Witwen. Doch ihr scharfer Verstand sehnt sich nach höherer Bildung, die ihr als Frau verwehrt blieb, und ihr Herz nach einem ebenbürtigen Gesprächspartner. Da wird ihr Benjamin vorgestellt, ein mittelloser Anwalt mit unkonventionellen Ansichten. Susanna gerät in höchste Gefahr, als sie seine heimlichen Aktivitäten gegen die britische Kolonialmacht unterstützt. Doch während die Vertrautheit zwischen ihnen wächst, scheint der Abgrund zwischen ihren Welten immer größer zu werden …
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
agnes.bookworld
aus Heiligenhaus
5/5
28.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Vielfältige Themen historisch eingebettet
Ich muss erstmal über das Cover schwärmen. Es ist für mich wunderschön und passt wunderbar zu der Hauptprotagonistin. So ganz anders als es bei der Erstauflage der Fall ist.
Bücher von Jody Hedlund sind für mich schon ein Must-Have und Read. Was ich jedoch bei diesem Buch übersehen habe ist das ich es bereits in der Erstauflage besaß. jedoch kann ich mich nicht erinnern es gelesen zu haben und wenn dann ist es schon sehr sehr lange her.
Ich begleitete in diesem Buch Susanna und Benjamin, der jedoch von allen Ben genannt wird. Lesetechnisch befand ich mich in Massachusetts im Jahr 1763. Die beschriebene Zeit und das Setting war für mich Bildreich beschrieben sodass ich mich beim lesen fühlte als ob ich einen Film sehe und kein Buch lese.
Susanna ist eine junge Frau aus einer wohlhabenden Familie. Sie ist sehr gesetzestreu und nimmt die Bibel wörtlich. Was ja auch richtig ist. Jedoch sollte man sich fragen ob man eine Bibelstelle wörtlich genommen werden muss wenn es dabei um Nächstenliebe und Hilfe geht.
Ben ist der Sohn eines Farmers und Schusters. Sein Vater tat alles damit er eine ordentliche Schulbildung erhielt damit er auch studieren konnte. Als Anwalt setzt er sich für Menschen ein die Schuldlos einer Straftat beschuldigt werden.
Was verbindet nun Ben und Susanna? Um die Antwort auf diese Frage zu erhalten empfehle ich dir das Buch selbst zu lesen.
Mir hat es sehr gut gefallen. Ich fand es hin und wieder zum schmunzeln, ärgerte mich über Susanna und ihre Gesetzlichkeit. Bewunderte gleichzeitig Ben wie gut er mit der Situation umging. Ich fand die Liebesentwicklung zwischen den beiden gelungen und realistisch.
Ich würde sagen es ist eine Friends to lover Geschichte.
Es ist ein schönes Buch und beinhaltet nicht nur eine Liebesgeschichte sondern auch diese Themen: Frauenbildung und Selbstbestimmung, Mut und Rebellion gegenüber Ungerechtigkeit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Der Glaube an Gott steht klar im Fokus aber auch gesellschaftliche Rollenbilder und persönliche Freiheit.
Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen und vielleicht ergeht es dir ja auch genauso wie mir. Ich empfehle es gern weiter.
gerdys_buecher.reich
5/5
05.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Neuauflage
Die Stimme meines Herzens
✒️Autorin: Jody Hedlund
Übersetzung: Silvia Lutz
Verlag: Francke 2026
Print: 336 Seiten
Perspektive: Erzähler
Altersempfehlung: ab ca. 13 Jahren
⭐️: 4,5/5 Sternen
:
Massachusetts 1763: Die wohlhabende Pfarrerstochter Susanna Smith ist sich sicher: Es ist ihre gottgewollte Aufgabe, der Regierung zu gehorchen – in jedem Fall. Der junge Anwalt Benjamin Ross sieht das anders und begehrt gegen die britische Kolonialmacht auf.
Der kluge Anwalt und die schlagkräftige und höchst intelligente Frau, geraten immer wieder aneinander. Doch schon bald merken sie, dass sie im anderen mehr als nur einen ebenbürtigen Gegner (oder Freund) gefunden haben.
Ü :
Susanna ist eine junge Frau, die sehr angepasst und gehorsam ihren Eltern und dem britischen König gegenüber lebt. Das Einzige, das sie wirklich ärgert, ist, dass sie nicht die Möglichkeit hat, gleich ausgebildet zu werden wie ihr Bruder und die Männer. Denn sie merkt, sie passt nicht in das Bild von einer ruhigen, schweigenden Frau. Viel zu gern liest sie und hat zu allem eine Meinung.
Benjamin Ross ist der Sohn eines Bauern, der sich als Schuster noch Geld dazuverdienen muss. Egal wie gut er ist als Anwalt, es fehlt ihm am nötigen gesellschaftlichen Ansehen, weshalb er nach einer Frau sucht, die ihm Vorteile verschafft. Er ist teils starrköpfig, hat das Herz aber am rechten Fleck und ist bereit, für die Wahrheit und das Gute sein Leben zu riskieren.
❤️ :
✅ Anziehungskraft zwischen den Protagonisten war richtig spürbar
✅ Spannungselemente – musste echt mitfiebern
✅ Glaube: Beide Protas waren gläubig, mussten aber lernen, den Willen Gottes neu zu erkennen und Gott zu vertrauen.
✅ Ben war bereit zuzuhören und, wo nötig, umzudenken: Er hat sehr viel an neuer Erkenntnis dazugewonnen, was die Bildung der Mädchen und Frauen betrifft.
✅ Alle Charaktere waren gut ausgearbeitet. Der Wandel bei der Mutter hat mir gut gefallen.
:
Manchmal glauben wir, dass wir das Richtige tun, indem wir gehorsam sind, ohne Dinge zu hinterfragen, doch es ist wichtig zu sehen, ob die Gesetze, denen wir folgen, den Menschen zum Guten dienen, oder ob sie tyrannisieren. Manchmal muss man aufstehen und dagegen gehen. Rebellen sind nicht immer im Unrecht.
ü :
Manchmal muss man Angst überwinden und für das Richtige kämpfen, auch wenn man dabei „Falsches“ tun muss.
:
❎️Die beiden Hauptprotagonisten haben immer und immer wieder betont, dass sie nur Freunde seien und Freundschaft lebten. Dafür wurde es teils aber doch sehr körperlich. Es ist natürlich klar, dass sie sich selbst belogen haben, doch das permanente Abstreiten, hat irgendwann genervt.
Auch haben sie oftmals einfach nur selbst Dinge gedacht und beschlossen, wie der andere es wohl gemeint hat, ohne wirklich miteinander zu reden.
Das hat natürlich die Spannung hochgehalten und die Geschichte noch etwas in die Länge gezogen, hat aber bewirkt, dass ich die zwei gern mal geschüttelt hätte.
:
Ein toller Roman, der zwei Protagonisten begleitet, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten stammen und dadurch unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dieselbe Situation haben. Im Laufe der Geschichte lernen beide, ihren eigenen Egoismus zu erkennen und zu überwinden und der Stimme ihres Herzens zu folgen und dadurch dem Willen Gottes.
Eine Liebesgeschichte, die zwar fiktiv, doch auf zwei realen Personen beruht, die mich gefesselt hat und ins Amerika vor dem Unabhängigkeitskrieg entführte.
smillas_bookworld
aus Rheinland Pfalz
5/5
28.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Überaus romantisch und spannend!
Massachusetts, 1763:
Susanna Smith, Tochter eines Pfarrers und aus wohlhabendem Hause, trifft bei einer Gerichtsverhandlung auf Ben wieder. Dieser führt dort als Anwalt die augenscheinlich aussichtslose Verteidigung für einen des Mordes angeklagten Mannes. Während ihrer Kindheit begegnete Susanna Ben bereits schon einmal und schämt sich inzwischen für ihr Verhalten, das sie ihm damals entgegenbrachte. Doch in Ben gärt noch die Erinnerung an das, was Susanna ihm sagte. Nun führt sie einerseits die Liebe zwischen Susannas Schwester Mary und Bens bestem Freund Cranch, andererseits ein paar heimliche Aktivitäten, immer wieder zusammen.
Die Liebesgeschichte ist schon arg kitschig, das muss ich vorweg gleich sagen. Kitschig und doch so schön! Da fliegen bei deftigen Diskussionen ziemlich die Fetzen! Das macht die Story natürlich umso prickelnder. Aber auch an Spannung mangelt es dem Roman nicht und so fliegt man nur so durch die Seiten, bis man endlich das dramatische Ende gelesen hat und mit einem Seufzen das Buch zu klappt.
So oberflächlich sich das Ganze nun anhören mag ist es aber dann doch nicht. Es geht um Gerechtigkeit und Mut, Charakterstärke oder gesellschaftliches Ansehen. Und natürlich auch um den Glauben an Gott, welcher zu Beginn sehr stark vertreten war, gegen Ende aber etwas im Sande verlief.
Auch die historischen Hintergründe fand ich sehr interessant und atmosphärisch beschrieben. So taucht man ein in eine Zeit vor dem Unabhängigkeitskrieg, in der es unter den Kolonisten brodelte ob der Ungerechtigkeiten und Steuern, die ihnen der König auferlegt hatte.
Manchmal ist es gefährlich und sogar lebensbedrohlich, das Richtige zu tun.
Wenn sie sich jetzt nicht gegen Unrecht und Tyrannei einsetzten, würden sie diese Probleme nur künftigen Generationen überlassen. (S. 190)
Da es zum Ende hin ein wenig zu viel Hin und Her und Theatralik gab vergebe ich 4,5 Sterne für diesen dennoch wunderbaren romantischen Schmöker. Jody Hedlund ist ein Garant für (ent-)spannende Lesestunden!
Petra Donatz
5/5
28.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein absoluter Lesegenuss
Klappentext
Britische Kolonien, Massachusetts, 1763. Susanna ist die Tochter einer wohlhabenden Pfarrersfamilie, die in vornehmen Kreisen verkehrt. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und unterrichtet die Töchter armer Witwen. Doch ihr scharfer Verstand sehnt sich nach höherer Bildung, die ihr als Frau verwehrt blieb, und ihr Herz nach einem ebenbürtigen Gesprächspartner. Da wird ihr Benjamin vorgestellt, ein mittelloser Anwalt mit unkonventionellen Ansichten. Susanna gerät in höchste Gefahr, als sie seine heimlichen Aktivitäten gegen die britische Kolonialmacht unterstützt. Doch während die Vertrautheit zwischen ihnen wächst, scheint der Abgrund zwischen ihren Welten immer größer zu werden
Die Autorin
Jody Hedlund lebt mit ihrem Mann, den sie als ihren größten Fan bezeichnet, in Michigan. Ihre 5 Kinder werden zu Hause unterrichtet. Die Zeit, die ihr neben dieser Tätigkeit noch bleibt, widmet sie dem Schreiben.
Meine Meinung
Story
Die Geschichte handelt zur Zeit der Kolonialisierung Amerikas und der Unterdrückung durch die englische Krone, was auch eine große Rolle in diesem Buch einnimmt. Durch die beiden Hauptcharaktere, Susanna und Benjamin erfährt man als Leser sehr gut wie die Zustände damals waren und wie die Kolonisten damals regelrecht von der englischen Krone unterdrückt und in ihren Handlungen beschnitten wurden. Hier hat Jody Hedlund wirklich gut recherchiert und dieses geschickt in die Handlung einfließen lassen, so das zum Schluss ein spannender, aber dennoch gefühlvoller Roman daraus geworden ist.
Natürlich darf in so einem Roman auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die auch sehr spannend war, weil die Protagonisten Susanna und Ben einen schlechten Start hatten und sie nicht unterschiedlicher hätten sein können.. Dabei haben doch beide etwas gemeinsam, denn sie setzten sich für die armen ein, was nicht immer auf legalem Wege geschieht und somit handeln sie sich öfters mal große Probleme ein, die das ganze aber noch spannender gemacht hat.
Schreibstil
Jody Hedlund schreibt sehr bildgewaltig, so das man die Schauplätze förmlich vor Augen hat. Ihr Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Ist man erstmals in die Geschichte eingetaucht, kann man das Buch nur schweren Herzens aus der Hand legen. Sehr gut finde ich die gut recherchierten Hintergründe in ihren Romanen.
Charaktere
Ich liebe die Tiefe, die die Autorin ihren Charakteren verleiht. Sie wirken authentisch und passen perfekt in ihre Rollen. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit Susan warm zu werden, aber das hat sich nach einigen Seiten schnell geändert. Ben mochte ich wiederum von Anfang an sehr gerne. Bei ihm wusste man sofort woran man ist. Ich mochte die Entwicklung die Susan in diesem Buch durchgemacht hat. Vom gut behüteten, eingebildetem Töchterchen des Pfarrers, zu einer mutigen, taffen jungen Frau, die sich für die Armen einsetzt und die an ihrer Bildung arbeitet, was damals bei Frauen ein absolutes Tabu war.
Mein Fazit
Ein toller, spannender Roman den man nur schwerlich aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und die Geschichte Amerikas, zu Zeiten der Kolonialherrschaft Englands, mit einfließen lassen. Die Charaktere haben Tiefe und waren sehr gut dargestellt, genauso wie die Schauplätze, ich sag nur Kopfkino pur.
Ich vergebe hier fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung.
Ulrike Werner
aus Nettersheim
5/5
28.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Stimme meines Herzens
Zum Inhalt:
Susanna Smith, Tochter einer wohlhabenden Pfarrersfamilie lebt in den Britischen Kolonien, des 18. Jahrhunderts. Eigentlich hat Susanna alles was man sich wünschen kann und verkehrt in den vornehmsten Kreisen. Doch das ist der jungen Frau nicht genug, sie sehnt sich danach ebenso wie ihr jüngerer Bruder von einem Lehrer unterrichtet zu werden und sich weiter zu bilden.
Während eines Gerichtsprozesses in ihrem Heimatort, trifft sie nach Jahren den aufstrebenden Anwalt Benjamin Ross wieder, den sie bereits seit ihrer Kindheit kennt. Die beiden vertreten ähnliche Ansichten und so gerät Susanna in große Gefahr als sie Ben bei seinen Aktivitäten gegen die britischen Kolonialherren unterstützt. Allerdings ist Bens einfache Abstammung Susannas Mutter ein Dorn im Auge. Strebt diese doch nach einer besseren Partie für ihre beiden Töchter.
Meine Meinung:
Die Stimme meines Herzens von Jody Hedlund ist ein wunderschöner warmherziger Roman der Autorin, dessen Handlung im Amerika des 18. Jahrhunderts, zur Zeit der Kolonialherrschaft, spielt.
Hedlund hat mit ihren beiden Hauptprotagonisten zwei grandiose Charaktere geschaffen, die sich wirklich wunderbar ergänzen, wenn sie sich dann erst einmal über sich selber und ihre Gefühle klar geworden sind. So richtig klar wurde das mir als Leser am Ende des Romans noch mal, als ich dann gelesen habe, dass die Geschichte auf zwei realen sehr berühmten Charakteren aufgebaut ist. Um wen es sich handelt werde ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten. Besonders Susanna macht im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung durch.
Die Handlung des Romans reicht was Spannung und Nervenkitzel angeht schon fast an einen Krimi heran. Zeitweise möchte man den Protagonisten regelrecht zurufen: Passt auf! Seit vorsichtig! Für mich persönlich wirklich erstklassige Romanliteratur.
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