Produktbild: Der reichste Mann der Weltgeschichte

Der reichste Mann der Weltgeschichte Leben und Werk des Jakob Fugger

3

26,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2016

Abbildungen

mit 8 farbigen Bildtaf.

Verlag

Finanzbuch Verlag

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

14,9/21,5/3,1 cm

Gewicht

443 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89879-961-4

Beschreibung

Rezension

... von Wagemut und Intrigen, Netzwerken und Machtspielen eines Spekulanten, vorausschauenden Geschäftsmannes und Philanthropen. Lesen!
€uro
„Dies ist die fesselnde Geschichte wie Fugger das Libretto zur Geldvermehrung schrieb […]. Ein Muss für jeden, der sich für Geschichte und Vermögensaufbau interessiert.“
Bryan Burrough, Autor von “Days of Rage” and Co-Autor von “Barbarians at the Gate”
“Greg Steinmetz hat die unwahrscheinliche und doch wahre Geschichte des ersten modernen Kapitalisten der Weltgeschichte ausgegraben. Im Deutschland des 15. Jahrhunderts geboren, überwand er seine niedere Geburt und machte ein Vermögen im Bank-, Textil- und Minengeschäft, das […] immer das größte jemals erwirtschaftete Vermögen ist. Ein Moneymaker aus langvergangener Zeit, der, bei den heutigen Königen Midas zu Hause wäre.“
Roger Lowenstein, Autor von “Der große Irrtum” und “Buffett: Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten”
„Jakob Fugger war der Rockefeller der Renaissance. Er war ein kapitalistisches Genie, das mit Greg Steinmetz endlich den Biographen gefunden hat, den er verdient. Steinmetz‘ energiegeladene Geschichte über Geld, religiöse Unruhen, politische Täuschungsmanöver und gewaltsame Zusammenstöße der Disziplinen „Kapitalismus“ und „Kommunismus“ ist zeitlos und gleichzeitig brandaktuell.“
James Grant (Autor von The Forgotten Depression: 1921 – The Crash That Cured Itself
„Als einer der einflussreichsten Finanziers, der jemals gelebt hat, war Jakob Fugger lange ein Mysterium. Wenn Sie diesen visionären, streitlustigen und waghalsigen Money-Man verstehen wollen, lesen Sie Greg Steinmetz‘ fesselnde und klare Biographie. Es wird Sie bereichern.”
Laurence Bergreen, Autor von Columbus: The Four Voyages and Over the Edge of the World: Magellan's Terrifying Circumnavigation of the Globe
„Greg Steinmetz hat das Renaissance-Äquivalent des heutigen Zelig vor den Fußnoten der Geschichte gerettet. Das Finanzgenie Jakob Fugger taucht in nahezu jedem kritischen Moment seiner Zeit auf. Könige, Kaiser und Päpste – alle kannten ihn. Nun, Dank des bemerkenswert recherchierten und faszinierenden Buches lernen auch wir ihn kennen.“
Steve Stecklow, Pulitzer-Preisträger
„Faszinierend.“
Andrew Ross Sorkin, The New York Times & Bestsellerautor
„Unterhaltsam, schön zu lesen und tempogeladen.“
The Wall Street Journal
„Die Geschichte von Fuggers Ambitionen, Rücksichtslosigkeit und Habgier sind fesselnd.“
The Economist
„Erzählt eine faszinierende und zur Vorsicht mahnende Geschichte über zügellosen Kapitalismus besonders in Wirtschaftsräumen, die von autokratischen Machthabern gelenkt werden.“
The New York Times
„Einer der einflussreichsten Geschäftsleute der Geschichte wir farbenfroh vorgestellt.“
New York Times Book Review

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2016

Abbildungen

mit 8 farbigen Bildtaf.

Verlag

Finanzbuch Verlag

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

14,9/21,5/3,1 cm

Gewicht

443 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89879-961-4

Herstelleradresse

Finanzbuch Verlag
Türkenstraße 89
80799 München
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

Kundinnen und Kunden meinen

3 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

der reichste Mann der Welt

Bewertung aus Jona am 25.02.2019

Bewertungsnummer: 1175808

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

interessant dargestellte Geschichte mit viel Hintergrundinformationen. emphele ich immer mal wieder weiter.

der reichste Mann der Welt

Bewertung aus Jona am 25.02.2019
Bewertungsnummer: 1175808
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

interessant dargestellte Geschichte mit viel Hintergrundinformationen. emphele ich immer mal wieder weiter.

Mit Hochrisikogeschäften zur politischen grauen Eminenz seiner Zeit

Dr_ M aus Sachsen am 10.07.2018

Bewertungsnummer: 1116822

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor 500 Jahren lebten in Deutschland zwei völlig unterschiedliche Männer, die beide den Lauf der Geschichte nachhaltig verändert haben. Bei Luther scheint das unbestreitbar, denn er war der Initiator der Reformation und der Kirchenspaltung. Seine Bibelübersetzung hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Sprache. Luther besaß einen Feind, den er eigentlich nicht kannte, aber zurecht für die graue Eminenz der deutschen Politik zu seiner Zeit hielt. Dieser Mann hieß Jakob Fugger, und war der größte Finanzier und reichste Unternehmer seiner Zeit in Europa. Von seinem Geld waren deutsche Kaiser und Fürsten abhängig. Jeweils zwei deutsche Städte tragen den Beinamen dieser beiden tief verfeindeten Männer. Fuggers Geburtsstadt Augsburg und sein ehemaliger Besitz Weißenhorn heißen "Fuggerstadt". Luthers Geburtsort Eisleben und Wittenberg, die Stadt, an deren Kirchpforte er seine Thesen anschlug, nennt man "Lutherstadt". Während man sich über Luther in Deutschland wohl einig ist, trifft das auf Fugger nur bedingt zu. An ihn erinnert man sich vor allem wegen der sogenannten Fuggerei, einem sozialen Wohnprojekt, das Jakob Fugger gründete und unverschuldet in Not geratenen Menschen nahezu mietfrei so lange zur Verfügung stellte, bis sie wieder auf die Beine gekommen waren. Das gilt auch heute noch. Die Fuggerei ist aber lediglich eine Randerscheinung aus Fuggers Leben. Heute wäre Fugger dem Zeitgeist entsprechend sicher bei vielen nicht weniger verhasst als zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Denn Jakob Fugger war unfassbar reich und wohl der einflussreichste Mann seiner Zeit, der zunächst nicht zum Adel gehörte. Sein Leben und sein Werk hat Greg Steinmetz sich vorgenommen in diesem Buch zu beleuchten. Das gelingt ihm nach meinem Empfinden auch recht gut, wenngleich man auch zahlreiche Kritikpunkte nicht verschweigen kann. Dass US-Amerikaner fasziniert von extrem reichen Leuten sind, ist kein Geheimnis. Wenn diese Menschen vor langer Zeit lebten und dennoch angeblich reicher waren als alle Reichen heute, dann reizt das Leute wie Steinmetz offenbar besonders. Doch die angeblichen fast 300 Milliarden Euro nach heutiger Rechnung, die Fugger besessen haben soll, sind eine Hochrechnung, deren Sinnhaftigkeit und Genauigkeit man durchaus bezweifeln kann. Der Autor setzt Fuggers Reichtum auch ins Verhältnis zum damaligen Bruttosozialprodukt. Auch das ist sehr zweifelhaft, weil einfach die Datenlage zu Beginn des 16. Jahrhunderts für uns rückwirkend etwas schwer zu ermitteln sein dürfte. Leider enthält das Buch keinen Stammbaum der Fuggers dieser Zeit, was das Lesen nicht immer erleichtert. Jakob Fugger war zwar der Enkel eines Bauern, doch er kam in einer nicht gerade armen Familie von Händlern als eines der jüngeren Kinder zur Welt. Als junger Mann wurde er von seiner Familie zur Ausbildung ins deutsche Handelskontor nach Venedig geschickt. In einer der mächtigsten Städte dieser Zeit lernte Fugger das Handels- und Bankgeschäft. Später wurde er nach Rom gesandt. Als er seine Aufgaben dort erledigt hatte, beorderten ihn seine älteren Brüder nach Österreich. Dort sollte er den aufstrebenden Bergbau als neues Geschäftsfeld der Tuchhändlerfamilie erkunden. Jakob Fugger bewies dabei ein außerordentliches Geschick in jeder Beziehung. Bald darauf stieg er als Kreditgeber des Erzherzogs Sigmund ein, nachdem andere dankend abgewunken hatten. Sigmund war der Besitzer (für damalige Verhältnisse) großer Bergwerke, die in Fuggers Blickfeld geraten waren. Sigmund brauchte das Geld stets sofort und vermachte im Gegenzug Silber aus seinen Bergwerken zu Discountpreisen an Fugger, was der wiederum mit einer enormen Gewinnspanne weiterverkaufte. Was hier klein angefangen hatte, entwickelte sich im Folgenden zu einem der grundlegenden Geschäftsmodelle Fuggers. Oft mit dem Risiko des finanziellen Fiaskos behaftet, ging Fugger stets aufs Ganze und setzte wie ein moderner Banker auf die Hebelwirkung von Fremdkapital. Auf diese Weise kam er recht bald in den Besitz großer Silbermengen und schuf sich so auch ein Monopol auf Kupfer und andere Metalle. Dies gelang, weil Fugger mit dieser Art von Geschäften auch sehr schnell der Hauptfinanzier des deutschen Kaisers Maximilian wurde. Je reicher er wurde, um so mehr politischen Einfluss besaß er. Ähnlich wie heute führte die Verschwendungssucht der Herrschenden sie in die finanzielle Abhängigkeit von Bankern. Mit seinem Netz aus "Faktorein" in fast ganz Europa konnte er auch unter Umgehung von riskanten Geldtransporten schnell finanziell aushelfen. Diese Geschäftssitze schufen nebenbei auch ein dichtes Informationsnetz. Da auch damals schon ein Informationsvorsprung bares Geld bedeutet, vereinfachte und vervielfachte diese revolutionäre Herangehensweise seine Geschäfte. Fugger führte auch wie keiner vor ihm eine vernünftige Buchführung und eine für die damalige Zeit unbekannte Art des Controllings ein. Das alles und reichlich viel Zeitgeschichte kann man in diesem Buch nachlesen. Leider bleibt manches in diesem Buch nur vage. Der Großteil des Textes befasst sich mit den im Prinzip immer gleichen Rohstoffdeals Fuggers und seine enorme politische Einflussnahme. Seine übrigen Bankgeschäfte oder das Unternehmen als Ganzes werden kaum beleuchtet. Vielleicht liegt es daran, dass über Fuggers Geschäfte im Detail nicht allzu viel bekannt ist. Noch weniger scheint über Fuggers Charakter oder gar seine Gedankenwelt überliefert zu sein. Und selbst wenn es anders wäre, so dürften sich in 500 Jahren Dichtung und Wahrheit bereits erheblich vermischt haben. Ob einige Aussagen des Autors auf diesem Gebiet tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wird deshalb nicht zu überprüfen sein. Mitunter erwies sich der Text auch als sehr sprunghaft. Figuren werden nicht immer so eingeführt, dass man ihre Rolle im Geschehen tatsächlich versteht. Auch die Bildauswahl erweist sich als nicht besonders aussagekräftig. Manchmal merkt man, dass hier ein Amerikaner für Amerikaner schreibt. Einige Vergleiche versteht man nur, wenn man die US-Wirtschaftsgeschichte kennt. Und gelegentlich scheint auch eine gewisse historische Naivität beim Autor durch. Dennoch erweist sich das Buch insgesamt als informativ und lehrreich, besonders wenn man über Jakob Fugger bisher noch nicht viel gelesen hat. Sein Neffe Anton, der von Jakob mit Bedacht als sein Nachfolger ausgewählt wurde, vervielfachte den Fuggerschen Besitz fast schon ins Gigantische. Heute erweist sich der Stammbaum der Fugger (die Lilienlinie, aus der Jakob entstammt) als unüberblickbar. Darauf geht der Autor am Ende kurz ein. Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren die historischen Parallelen. Nimmt man einige der im Text zitierten Aussagen damaliger Revolutionäre wie Luther oder Müntzer, so könnten sie fast aus der heutigen Anti-Banken-Szene stammen. In 500 Jahren hat sich die Welt nicht wirklich grundlegend geändert.

Mit Hochrisikogeschäften zur politischen grauen Eminenz seiner Zeit

Dr_ M aus Sachsen am 10.07.2018
Bewertungsnummer: 1116822
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor 500 Jahren lebten in Deutschland zwei völlig unterschiedliche Männer, die beide den Lauf der Geschichte nachhaltig verändert haben. Bei Luther scheint das unbestreitbar, denn er war der Initiator der Reformation und der Kirchenspaltung. Seine Bibelübersetzung hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Sprache. Luther besaß einen Feind, den er eigentlich nicht kannte, aber zurecht für die graue Eminenz der deutschen Politik zu seiner Zeit hielt. Dieser Mann hieß Jakob Fugger, und war der größte Finanzier und reichste Unternehmer seiner Zeit in Europa. Von seinem Geld waren deutsche Kaiser und Fürsten abhängig. Jeweils zwei deutsche Städte tragen den Beinamen dieser beiden tief verfeindeten Männer. Fuggers Geburtsstadt Augsburg und sein ehemaliger Besitz Weißenhorn heißen "Fuggerstadt". Luthers Geburtsort Eisleben und Wittenberg, die Stadt, an deren Kirchpforte er seine Thesen anschlug, nennt man "Lutherstadt". Während man sich über Luther in Deutschland wohl einig ist, trifft das auf Fugger nur bedingt zu. An ihn erinnert man sich vor allem wegen der sogenannten Fuggerei, einem sozialen Wohnprojekt, das Jakob Fugger gründete und unverschuldet in Not geratenen Menschen nahezu mietfrei so lange zur Verfügung stellte, bis sie wieder auf die Beine gekommen waren. Das gilt auch heute noch. Die Fuggerei ist aber lediglich eine Randerscheinung aus Fuggers Leben. Heute wäre Fugger dem Zeitgeist entsprechend sicher bei vielen nicht weniger verhasst als zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Denn Jakob Fugger war unfassbar reich und wohl der einflussreichste Mann seiner Zeit, der zunächst nicht zum Adel gehörte. Sein Leben und sein Werk hat Greg Steinmetz sich vorgenommen in diesem Buch zu beleuchten. Das gelingt ihm nach meinem Empfinden auch recht gut, wenngleich man auch zahlreiche Kritikpunkte nicht verschweigen kann. Dass US-Amerikaner fasziniert von extrem reichen Leuten sind, ist kein Geheimnis. Wenn diese Menschen vor langer Zeit lebten und dennoch angeblich reicher waren als alle Reichen heute, dann reizt das Leute wie Steinmetz offenbar besonders. Doch die angeblichen fast 300 Milliarden Euro nach heutiger Rechnung, die Fugger besessen haben soll, sind eine Hochrechnung, deren Sinnhaftigkeit und Genauigkeit man durchaus bezweifeln kann. Der Autor setzt Fuggers Reichtum auch ins Verhältnis zum damaligen Bruttosozialprodukt. Auch das ist sehr zweifelhaft, weil einfach die Datenlage zu Beginn des 16. Jahrhunderts für uns rückwirkend etwas schwer zu ermitteln sein dürfte. Leider enthält das Buch keinen Stammbaum der Fuggers dieser Zeit, was das Lesen nicht immer erleichtert. Jakob Fugger war zwar der Enkel eines Bauern, doch er kam in einer nicht gerade armen Familie von Händlern als eines der jüngeren Kinder zur Welt. Als junger Mann wurde er von seiner Familie zur Ausbildung ins deutsche Handelskontor nach Venedig geschickt. In einer der mächtigsten Städte dieser Zeit lernte Fugger das Handels- und Bankgeschäft. Später wurde er nach Rom gesandt. Als er seine Aufgaben dort erledigt hatte, beorderten ihn seine älteren Brüder nach Österreich. Dort sollte er den aufstrebenden Bergbau als neues Geschäftsfeld der Tuchhändlerfamilie erkunden. Jakob Fugger bewies dabei ein außerordentliches Geschick in jeder Beziehung. Bald darauf stieg er als Kreditgeber des Erzherzogs Sigmund ein, nachdem andere dankend abgewunken hatten. Sigmund war der Besitzer (für damalige Verhältnisse) großer Bergwerke, die in Fuggers Blickfeld geraten waren. Sigmund brauchte das Geld stets sofort und vermachte im Gegenzug Silber aus seinen Bergwerken zu Discountpreisen an Fugger, was der wiederum mit einer enormen Gewinnspanne weiterverkaufte. Was hier klein angefangen hatte, entwickelte sich im Folgenden zu einem der grundlegenden Geschäftsmodelle Fuggers. Oft mit dem Risiko des finanziellen Fiaskos behaftet, ging Fugger stets aufs Ganze und setzte wie ein moderner Banker auf die Hebelwirkung von Fremdkapital. Auf diese Weise kam er recht bald in den Besitz großer Silbermengen und schuf sich so auch ein Monopol auf Kupfer und andere Metalle. Dies gelang, weil Fugger mit dieser Art von Geschäften auch sehr schnell der Hauptfinanzier des deutschen Kaisers Maximilian wurde. Je reicher er wurde, um so mehr politischen Einfluss besaß er. Ähnlich wie heute führte die Verschwendungssucht der Herrschenden sie in die finanzielle Abhängigkeit von Bankern. Mit seinem Netz aus "Faktorein" in fast ganz Europa konnte er auch unter Umgehung von riskanten Geldtransporten schnell finanziell aushelfen. Diese Geschäftssitze schufen nebenbei auch ein dichtes Informationsnetz. Da auch damals schon ein Informationsvorsprung bares Geld bedeutet, vereinfachte und vervielfachte diese revolutionäre Herangehensweise seine Geschäfte. Fugger führte auch wie keiner vor ihm eine vernünftige Buchführung und eine für die damalige Zeit unbekannte Art des Controllings ein. Das alles und reichlich viel Zeitgeschichte kann man in diesem Buch nachlesen. Leider bleibt manches in diesem Buch nur vage. Der Großteil des Textes befasst sich mit den im Prinzip immer gleichen Rohstoffdeals Fuggers und seine enorme politische Einflussnahme. Seine übrigen Bankgeschäfte oder das Unternehmen als Ganzes werden kaum beleuchtet. Vielleicht liegt es daran, dass über Fuggers Geschäfte im Detail nicht allzu viel bekannt ist. Noch weniger scheint über Fuggers Charakter oder gar seine Gedankenwelt überliefert zu sein. Und selbst wenn es anders wäre, so dürften sich in 500 Jahren Dichtung und Wahrheit bereits erheblich vermischt haben. Ob einige Aussagen des Autors auf diesem Gebiet tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wird deshalb nicht zu überprüfen sein. Mitunter erwies sich der Text auch als sehr sprunghaft. Figuren werden nicht immer so eingeführt, dass man ihre Rolle im Geschehen tatsächlich versteht. Auch die Bildauswahl erweist sich als nicht besonders aussagekräftig. Manchmal merkt man, dass hier ein Amerikaner für Amerikaner schreibt. Einige Vergleiche versteht man nur, wenn man die US-Wirtschaftsgeschichte kennt. Und gelegentlich scheint auch eine gewisse historische Naivität beim Autor durch. Dennoch erweist sich das Buch insgesamt als informativ und lehrreich, besonders wenn man über Jakob Fugger bisher noch nicht viel gelesen hat. Sein Neffe Anton, der von Jakob mit Bedacht als sein Nachfolger ausgewählt wurde, vervielfachte den Fuggerschen Besitz fast schon ins Gigantische. Heute erweist sich der Stammbaum der Fugger (die Lilienlinie, aus der Jakob entstammt) als unüberblickbar. Darauf geht der Autor am Ende kurz ein. Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren die historischen Parallelen. Nimmt man einige der im Text zitierten Aussagen damaliger Revolutionäre wie Luther oder Müntzer, so könnten sie fast aus der heutigen Anti-Banken-Szene stammen. In 500 Jahren hat sich die Welt nicht wirklich grundlegend geändert.

Kundinnen und Kunden meinen

Der reichste Mann der Weltgeschichte

von Greg Steinmetz

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Der reichste Mann der Weltgeschichte