John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen 'Verrat'. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles - und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den 'Schatz'. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
5/5
17.01.2021
eBook (ePUB)
Der Meister des Horrors
Wieder einmal im eher ungewohnten Thriller-Genre angesiedelt. Mit wiederkehrenden Figuren aus "Mr. Mercedes". Dieses Buch fand ich noch besser. Man ist sofort in der Geschichte drin und schließt es in der Hoffnung, dass Stephen King noch zahlreiche weitere Bücher schreiben wird.
Bewertung
4/5
02.10.2023
eBook (ePUB)
Bill Hodges ist zurück im zweiten Band seiner Trilogie
Finderlohn trifft gefühlt das Schicksal der "zweiten Teile" einer Trilogie.
Meistens sind diese nicht so gut wie der erste und der dritte Teil.
Das trifft hier meiner Meinung nach leider auch zu.
Ich habe mich gefreut Hodges und Holly wieder zu sehen. Aber hier wird erstmal eine komplett andere Geschichte aufgebaut, so dass Hodges erst ab Seite 150 in Erscheinung tritt.
Das finde ich sehr schade. Hier hätte man die Vorgeschichte anders aufsplitten sollen. Natürlich ist die Vorgeschichte wichtig, aber zumindest ich habe die ganze Zeit gewartet.
Die Geschichte an sich ist wieder gut ausgearbeitet. Und auch die alten Bekannten haben ihren Auftritt. Unter anderem auch "Mr. Mercedes" selber, Brady Hartsfield. Auch wenn der sehr klein ausfällt: Man kann schon erahnen, dass da noch was kommen wird. Und dafür ist dann Teil 3 auch da.
Guter zweiter Band, der aber nicht an Teil 1 heran reicht.
Hortensia13
4/5
07.10.2017
eBook (ePUB)
Ungelesene Worte
1978 wird der zurückgezogene Bestsellerautor John Rothstein in seinem Haus überfallen und ermordet. Morris Bellamy will sich so an ihm rächen, da Rothstein seinen Roman nicht so abgeschlossen, wie Morris sich das vorgestellt hatte. Schlussendlich erbeutet er eine Menge Geld und unzählige Notizbücher, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Morris vergräbt vorerst alles und muss wegen eines anderen Verbrechens ins Gefängnis. Jahrzehnte später stösst der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den man aus dem ersten Band kennt, Peter beschützen und vor den fanatischen Morris retten?
Im zweiten Band der Bill Hodges-Triologie verwendet Stephen King die gleichen Schauplätze und Hauptprotagonisten wie im ersten, obwohl das Buch trotzdem eine Geschichte für sich ist. Das hat mir gut gefallen.
books and phobia
aus Halle
3/5
17.01.2021
eBook (ePUB)
Wenn dich ein Buch in den Wahnsinn treibt
Nachdem mich Mr. Mercedes auf seine wahnsinnige Amokfahrt mitgenommen hatte, wollte ich einfach wissen wie sein Aufspürer, Bill Hodges, weiter macht.
Zumal wartet in meinem Bücherregal schon der 3. Teil, "Mind Control", bei dem ich mir allerdings etwas mehr erhoffe als bei diesem.
Etwas Zeit ist verstrichen nachdem wir Mr. Mercedes unschädlich gemacht haben, aber vergessen wird man ihn wohl nicht so leicht. Dies liegt vor allem daran, das die Ereignisse rund um die Amokfahrt und das unschädlich machen des Täters sehr oft im Buch erwähnt werden und sogar ein entscheidender Punkt in der aktuellen Story sind.
Dies störte mich jedoch leicht, da so viel Platz für die Geschichte von diesem Buch weg genommen wurde, welche diese vielleicht einen Hauch spannender gemacht hätte.
Tatsächlich empfand ich diesen Teil der Reihe um einiges ruhiger als seinen Vorgänger. Natürlich gab es Tote, natürlich gab es Verletzte und natürlich gab es eine blutige Spur zum Täter, aber so richtig schockieren konnten sie mich nicht. Vielleicht weil es nur selten Beschreibungen der Wunden gab, wodurch sie für mich einfach Wunden blieben ohne ein nennenswertes Bild.
Schriftlich hatte ich allerdings wieder meine Freude am Buch, da man einfach sehr geschmeidig durch die Zeilen kam und Seiten nur so weg huschten. Man hatte unterhaltsame Momente die einem trotz dem Ernst der Lage zum Grinsen brachten, aber auch diese die einem zum Nachdenken brachten. Gerade für mich als Leser, war es erschreckend zu sehen, wie schnell man von einen Autor besessen werden kann und wie herb die Taten sein können,die man ausführt, wenn man das Gefühl bekommt, das der Autor sich selbst und seine Figur verraten hat.
Wenn es etwas gibt das Stephen King perfekt beherrscht, dann ist es die Darstellung von Emotionen. Sie waren in diesem Buch zwar nicht perfekt, aber da und bereiteten mir dadurch trotzdem ein Erlebnis.
Wenn ich an das Buch zurück denke, kann ich mich an jede Person erinnern die darin mitspielte. Erschreckend oder? Aber auf angenehme Art und Weise.
Über Bill, Holly und Jerome möchte ich nicht wirklich etwas erzählen, da ich finde das man selbst erlesen sollte, wie sie ihr Leben nachdem ersten Teil leben. Überraschungen sind hier übrigens nicht ausgeschlossen.
Der junge Pete Saubers, welcher der Hauptcharakter im Buch war, kann man wohl als die Art Jugendlicher bezeichnen der einfach gut ist. Er ist fleißig, clever und hat ein gutes Herz. Was dies allerdings mitbringt, ist die Angst etwas falsches zutun und genau dies passiert auch teilweise. Wie jeder der noch einigermaßen rechtlich denkt, hat er Angst davor selbst für kleine Taten hart bestraft zu werden. Gerade deswegen war es so interessant zu sehen wie er sich aus einer schwierigen Situation heraus kämpft.
Morris Bellamy ist wahnsinnig. Er hört keine Stimmen, aber in seinem Kopf gibt es nur eine wichtige Person, den Autor "John Rothstein". Er vergöttert seine Texte, aber hasst ihn dafür das er seinen Hauptcharakter verriet. Dieser Hass ist stets greifbar und für den Leser klar zu spüren. Natürlich kann einen ein Ende einmal nicht gefallen, darüber schaut man hinweg und die Sache ist getan, aber Morris, kann dies nicht so stehen lassen. So eigenartig wie es klingt, aber ein wenig mehr Wahnsinn, hätte Morris noch verkraftet, damit das Ende etwas runder wirkt.
Egal ob Pete´s Eltern oder die Familie und Bekanntschaften von Morris, sie waren gut durchdacht und sehr gut vorstellbar. Teilweise überkam mich sogar das Gefühl zumindest Charakterstränge in anderen Menschen bereits gesehen zu haben. Man merkt also, es ist sehr realistisch verarbeitet.
Die derzeitigen Aufmachungen der Stephen King-Bücher finde ich zeitgemäß und sehr gut gestaltet.
Die Reihe um Bill Hodges ist zwar eine seiner Jüngeren, weckt allerdings großes Interesse. Bei diesem Buch zeiht ein Füller das Hauptaugenmerk auf sich und das zurecht. Ein toter Schriftsteller, was würde da besser passen als ein Füller mit Blutspuren?
Auch wenn ich nur selten schwarz/weiß/rot-Cover lobe, so kann ich bei diesem nur sagen, das es mich ansprach.
Zu weiche Charaktere und ein bisschen zu wenig Spannung, aber eine Story die verblüffte.
inlibrisfutura.de
5/5
22.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Eine solide, gruselige und spannende Fortsetzung à la Stephen King
Im zweiten Buch über Bill Hodges bekommen es der pensionierte Detective und sein Team mit einem wahnsinnigen Fan eines berühmten Schriftstellers und einem Jungen zu tun, der dessen gestohlene und unveröffentlichte Manuskripte findet. Von Morris dem "Wolf" gejagt gerät der 17-jährige Peter in einen Strudel aus Böswilliigkeit und Gewalt.
Bill tritt erst nach den ersten knapp 200 Seiten das erste Mal auf. Vorher schafft Stephen King eine detaillierte und stimmungsvolle Vorgeschichte zu den Ereignissen, die sich im weiteren Verlauf des Buches rasant entwickeln. So lernt der Leser Morris und Peter genau so gut kennen, wie ihre Lebenslage und Umgebung.
Spannend ist schon die Vorgeschichte, aber die folgenden ca. 350 Seiten sind so mitreißend, dass sich dieser King wie gewohnt kaum aus der Hand legen lässt.
Mit Bills Auftritt wird auch ein deutlicher Bezug zum ersten Band "Mr. Mercedes" gezogen, der auch schon vorher in Peters Geschichte eine wesentliche Rolle spielt. Notwendig ist die Kenntnis des ersten Bandes nicht, für die Stimmung allerdings sehr zu empfehlen. Doch keine Angst: Es gibt keine Spoiler, die nicht bereits zu Beginn von "Mr. Mercedes" bekannt sind.
Auch das Ende des Buches weist klar auf den letzten Teil der Trilogie hin. So könnte "Finderlohn" als ein Zwischenspiel vor dem großen Finale in "Mind Control" betrachtet werden. Es steht dem ersten Band allerdings in nichts nach und bietet eine solide, spannende und gruselig-brutale Unterhaltung, wie man es sich von Stephen King wünscht.
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