Kapitalistischer (Sur)realismus Neoliberalismus als Ästhetik
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
01.08.2018
Verlag
Bertz und FischerSeitenzahl
300
Maße (L/B/H)
19,6/12,6/2,2 cm
Gewicht
342 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86505-735-8
Mittlerweile hat ihn der kapitalistische Surrealist abgelöst. Wo der kapitalistische Realist im System seine Ordnung zu finden hofft, ist der kapitalistische Surrealist geradezu besessen von der Zerstörung aller Ordnungen und Beziehungen. Wie der Surrealist in der Kunst liebt er es, Dinge zueinander zu bringen, die nicht zueinander gehören. Er reagiert mit Lust auf jeden Zusammenbruch, auch den eigenen. Der Crash ist der Kick. Dieser ideale Protagonist des Gegenwartskapitalismus liebt das exzessive Ausleben der Widersprüche; er nimmt das System nicht ernst, akzeptiert aber klaglos seine Totalität. So werden aus Unternehmen Kultstätten und aus den Menschen "Kreative", die in einer symbolischen Performance Sinn und Wert generieren und zugleich an ihrem eigenen Gefängnis arbeiten. Der Mensch ist Marke und Puzzle, Management ist Kunst und Arbeit Bullshit.
Aus einer Glaubensgemeinschaft lässt sich austreten. Aber sich außerhalb von Kultur und Ästhetik des Neoliberalismus stellen? Wo wäre man dann? Die Antwort ist zugleich einfach und schwierig: im Widerstand.
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