Produktbild: Der Herr der kleinen Vögel

Der Herr der kleinen Vögel Roman

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18,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2015

Herausgeber

Sabine Mangold

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/2,7 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-050-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2015

Herausgeber

Sabine Mangold

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/2,7 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-050-3

Herstelleradresse

Liebeskind
Tal 15
80331 München
DE
post@liebeskind.de

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  • Birkatpet

    aus Wesseling

    5/5

    22.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine wunderschöne leise Geschichte

    Die Geschichte um den Herrn der kleinen Vögel beginnt mit seinem Tod, ein Zeitungsjunge findet ihn tot in seinem Garten liegend und einen Bambuskäfig mit kleinem Vogel in den Armen haltend, seine Miene zeigte nicht die leiseste Spur von Agonie, ein friedliches Bild. Und so ist dieses Buch auch, friedlich, zärtlich, ruhig, leise, stellenweise still und doch voller Veränderungen und Entwicklung. Nach dem Fund des toten jüngeren Bruders wird die Geschichte der beiden Brüder erzählt. Namen werden keine genannt, der eine ist der ältere Bruder, der andere der jüngere und Herr der kleinen Vögel. Die beiden Brüder teilen sich die elterliche Wohnung, die Eltern sind früh verstorben. Der Herr der kleinen Vögel kümmert sich aufopferungsvoll und verantwortungsbewußt von diesem Zeitpunkt an alleine um seinen älteren Bruder. Dieser lebt in seiner eigenen Welt, spricht seine eigene Sprache seit dem 11. Lebensjahr und einzig der jüngere Bruder versteht seine Sprache unter den Mitmenschen, die Vögel jedoch verstehen ihn ebenso, wie er sie. Der Alltag ist völlig ritualisiert und auf die Bedürfnisse des älteren Bruders abgestimmt. Ausnahmen darf keine geben, da der Ältere sonst sehr verstört reagiert und unruhig wird. Die Vögel, die Musik und der wöchentliche Lutscherkauf verbinden die beiden. Mit dem Tod des Älteren verändert sich das Leben des Jüngeren sehr, denn seine sortierte Welt, die ganzen Abläufe fehlen und zum ersten Mal lebt er alleine und im Grunde frei. Neue Rituale ziehen in sein sein Leben, das Versorgen der Vögel in der Voliere des benachbarten Kindergartens und jeden Sonntag der Besuch in der Bücherei, er leiht sich ausschließlich Bücher über Vögel aus und auch dort spricht die Biblithekarin, eine junge Frau zu der sich der Jüngere hingezogen fühlt spricht ihn mit "Herr der kleinen Vögel" an. Trotz des Formates und der nicht allzu großen Seitenanzahl habe ich mir einige Tage Zeit gelassen mit der Geschichte, sie zu lesen, ihr zu folgen hatte etwas beruhigendes, zärtliches, warmes, meditatives. Keine Aufregung und Ruhe. Ich habe die Zeit mit dem Herrn der kleinen Vögel sehr genossen, die leisen Töne, der Gesang der Vögel und die Veränderungen zu begleiten waren schön und entspannend. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin und hoffentlich damit wieder die Zeit etwas zu entschleunigen.

  • Bewertung

    4/5

    06.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch dieses Buch ist der Autorin...

    Auch dieses Buch ist der Autorin wieder sehr gut gelungen. Ein stiller Roman, der in tiefer Zurückgezogenheit von der Gesellschaft spielt. Poetisch und andächtig. Eine starke Geschwisterliebe und eine besondere Bindung zu Vögeln. Sehr berührend.

  • Mikka Liest

    aus Hilter am Teutoburger Wald

    5/5

    21.03.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Leise Töne und bescheidenes Glück

    "Der Herr der kleinen Vögel" ist ein Buch der leisen Töne, der kleinen Dinge, des bescheidenen Glücks oder Unglücks. Der Leser wird eingeladen, zur Ruhe zu kommen und einer Geschichte zu lauschen, auf die man sich einlassen muss, die dann aber einen ganz eigenen poetischen Zauber entfaltet. Behutsam erzählt Yoko Ogawa die ungewöhnliche Lebengeschichte zweier Brüder, die eine Faszination für Vögel und deren Gesang teilen, auch über den Tod des älteren hinaus. Ihre Namen werde im ganzen Buch niemals erwähnt (sie sind immer nur "der Ältere" und "der Jüngere"), und auch sonst verzichtet die Autorin weitgehend auf Etiketten. Der ältere Bruder spricht schon seit seiner Kindheit ausschließlich in einer selbst erfundenen Sprache und braucht seine festen Rituale, um glücklich zu sein. Da kann man als Leser insgeheim spekulieren: Selektiver Mutismus? Autismus? Die Autorin verrät es uns nicht, aber das ist auch gar nicht nötig. Der jüngere Bruder findet ein wunderbares Bild: in seiner Vorstellung ist der Ältere der alleine Bewohner einer einsamen Insel, und nur sein Boot findet den Weg dorthin. Die beiden leben fast vollkommen isoliert, ihr Leben richtet sich noch im Kleinsten nach den Ritualen des älteren Bruders. Sie essen immer das Gleiche, besuchen gemeinsam die Vogelvoliere des nahegelegenen Kindergartens und unternehmen ausgedehnte, metikulös geplante Weltreisen - Letzteres jedoch nur in ihrer Fantasie. Es ist eine Geschichte bedingungsloer Liebe, ruhig und ohne Pathos erzählt und dennoch bewegend. Nach dem Tod des Älteren ist der Jüngere im Grunde sein ganzes restliches Leben auf der Suche nach dessen Insel. Auch, dass er die Pflege einer zu einem Kindergarten gehörenden Vogelvoliere übernimmt, obwohl er Angst vor Kindern hat, geschieht zunächst im Angedenken an seinen Bruder, entwickelt sich dann aber zu einer echten Liebe zu den Vögeln. Die Kinder nennen ihn daher "Herr der kleinen Vögel". Die Geschichte hat in meinen Augen keinen ausgeprägten Spannungsbogen. Das Leben des Jüngeren ist meist eher ein stiller See denn ein bewegtes Meer. Menschen treten in sein Leben und verschwinden wieder, gute und schlechte Dinge passieren... All das sind nur Steine, die ins Wasser seines Sees fallen und für kurze Zeit Kreise ziehen. Manches bleibt gänzlich ungeklärt. Diese Offenheit hat jedoch etwas beinahe Schwereloses, wie ein langer Tagtraum. Ich habe mich beim Lesen keineswegs gelangweilt. Yoko Ogawa findet wunderschön verträumte, zarte Worte. Ich habe immer wieder innegehalten, um mir einen Satz auf der Zunge zergehen zu lassen. Der Jüngere ist mir sehr ans Herz gewachsen - er ist ein ruhiger Mensch mit einfachen, bescheidenen Wünschen. Sein Leben wirkt unspektakulär und sogar einsam, aber er findet auch immer wieder Erfüllung in den kleinen Dingen. Als ich das Buch zuschlug, hatte ich fast das Gefühl, einen alten Freund verloren zu haben. Da die Brüder nur wenig mit anderen Menschen interagieren, bleiben die anderen Charaktere eher unvollständig. Manchmal wirken sie wie bloße Kulisse, während die Vögel lebendig und individuell geschildert werden - aber anders könnte diese Geschichte vielleicht gar nicht erzählt werden, und ich habe beim Lesen nichts vermisst. Fazit: "Der Herr der kleinen Vögel" ist ein wunderbares Buch, das sich nur schwer beschreiben lässt und an das man möglichst ohne Erwartungen herangehen sollte. Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Nach dem Tod der Eltern leben zwei Brüder ihr ganzes Erwachsenenleben zusammen, bis auch der Ältere schließlich stirbt. Da er Vögel über alles geliebt hat, bietet der Jüngere an, fortan kostenlos die Voliere des örtlichen Kindergartens zu betreuen. Manchmal geht er in die Bibliothek, um die Bibliothekarin scheu beobachten zu können, und im Park lernt er einen alten Mann kennen, der stets eine Grille in einer hübschen Holzschachtel mit sich herumträgt. Dann passiert etwas, was seinem Spitznamen "Herr der kleinen Vögel" einen unschönen Beigeschmack gibt, und schließlich begegnet er Menschen, die von sich behaupten, den Gesang der Vögel zu lieben, ihn in Wirklichkeit aber für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Aber eigentlich kommt es gar nicht darauf an, was genau passiert. Für mich war es die schlichte Poesie der Worte, die mich verzaubert hat, und der Einblick in ein bescheidenes Leben, das die meisten Menschen wohl nicht als sonderlich glücklich bezeichnen würden, das aber dennoch seine schönen, erfüllenden Momente hat.

  • Mikka Liest

    aus Zwischen den Seiten

    5/5

    21.03.2017

    Buch (Taschenbuch)

    "Der Herr der kleinen Vögel"…

    "Der Herr der kleinen Vögel" ist ein Buch der leisen Töne, der kleinen Dinge, des bescheidenen Glücks oder Unglücks. Der Leser wird eingeladen, zur Ruhe zu kommen und einer Geschichte zu lauschen, auf die man sich einlassen muss, die dann aber einen ganz eigenen poetischen Zauber entfaltet. Behutsam erzählt Yoko Ogawa die ungewöhnliche Lebengeschichte zweier Brüder, die eine Faszination für Vögel und deren Gesang teilen, auch über den Tod des älteren hinaus. Ihre Namen werde im ganzen Buch niemals erwähnt (sie sind immer nur "der Ältere" und "der Jüngere"), und auch sonst verzichtet die Autorin weitgehend auf Etiketten. Der ältere Bruder spricht schon seit seiner Kindheit ausschließlich in einer selbst erfundenen Sprache und braucht seine festen Rituale, um glücklich zu sein. Da kann man als Leser insgeheim spekulieren: Selektiver Mutismus? Autismus? Die Autorin verrät es uns nicht, aber das ist auch gar nicht nötig. Der jüngere Bruder findet ein wunderbares Bild: in seiner Vorstellung ist der Ältere der alleine Bewohner einer einsamen Insel, und nur sein Boot findet den Weg dorthin. Die beiden leben fast vollkommen isoliert, ihr Leben richtet sich noch im Kleinsten nach den Ritualen des älteren Bruders. Sie essen immer das Gleiche, besuchen gemeinsam die Vogelvoliere des nahegelegenen Kindergartens und unternehmen ausgedehnte, metikulös geplante Weltreisen - Letzteres jedoch nur in ihrer Fantasie. Es ist eine Geschichte bedingungsloer Liebe, ruhig und ohne Pathos erzählt und dennoch bewegend. Nach dem Tod des Älteren ist der Jüngere im Grunde sein ganzes restliches Leben auf der Suche nach dessen Insel. Auch, dass er die Pflege einer zu einem Kindergarten gehörenden Vogelvoliere übernimmt, obwohl er Angst vor Kindern hat, geschieht zunächst im Angedenken an seinen Bruder, entwickelt sich dann aber zu einer echten Liebe zu den Vögeln. Die Kinder nennen ihn daher "Herr der kleinen Vögel". Die Geschichte hat in meinen Augen keinen ausgeprägten Spannungsbogen. Das Leben des Jüngeren ist meist eher ein stiller See denn ein bewegtes Meer. Menschen treten in sein Leben und verschwinden wieder, gute und schlechte Dinge passieren... All das sind nur Steine, die ins Wasser seines Sees fallen und für kurze Zeit Kreise ziehen. Manches bleibt gänzlich ungeklärt. Diese Offenheit hat jedoch etwas beinahe Schwereloses, wie ein langer Tagtraum. Ich habe mich beim Lesen keineswegs gelangweilt. Yoko Ogawa findet wunderschön verträumte, zarte Worte. Ich habe immer wieder innegehalten, um mir einen Satz auf der Zunge zergehen zu lassen. Der Jüngere ist mir sehr ans Herz gewachsen - er ist ein ruhiger Mensch mit einfachen, bescheidenen Wünschen. Sein Leben wirkt unspektakulär und sogar einsam, aber er findet auch immer wieder Erfüllung in den kleinen Dingen. Als ich das Buch zuschlug, hatte ich fast das Gefühl, einen alten Freund verloren zu haben. Da die Brüder nur wenig mit anderen Menschen interagieren, bleiben die anderen Charaktere eher unvollständig. Manchmal wirken sie wie bloße Kulisse, während die Vögel lebendig und individuell geschildert werden - aber anders könnte diese Geschichte vielleicht gar nicht erzählt werden, und ich habe beim Lesen nichts vermisst.

  • Monika Schulte

    aus Hagen

    5/5

    05.03.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte wie eine sanfte Umarmung

    Nachdem die Eltern verstorben sind, kümmert sich der junge Bruder liebevoll um den älteren. Der ältere Bruder kommuniziert nicht mit den Menschen. Er hat sich bereits als Kind seine eigene Welt, seine eigene Sprache erschaffen. Nur sein jüngerer Bruder kann ihn verstehen. Mittwochs gehen die beiden immer zusammen in die Apotheke. Dort darf sich der ältere Bruder dann einen Lutscher aussuchen, ein Ritual aus Kindheitstagen. Der jüngere Bruder arbeitet in einem Gästehaus und verdient den Unterhalt für beide. Als er Urlaub bekommt, möchte er mit seinem Bruder für zwei Tage verreisen. Der ältere Bruder packt und packt und schließlich bleiben sie doch Zuhause, dort, wo sich der ältere Bruder am wohlsten fühlt. Von Stund an tun die beiden nur noch so, als würden sie verreisen. Als der ältere Bruder stirbt, übernimmt der jüngere Bruder die Pflege der Vögel in der Voliere eines Kindergartens. Die Kinder nennen ihn „Herr der kleinen Vögel“. Der jüngere Bruder geht immer sonntags in eine Bücherei, um sich ganz viel Wissen über Vögel und eine bestimmte Firma anzueignen. Eine junge Bibliothekarin gewinnt sein Vertrauen. Später auch ein alter Mann, der stets dem Gesang einer Grille lauscht, die er in einem Kästchen mit sich herumträgt, doch beide sind auf einmal verschwunden und der jüngere Bruder ist wieder allein. „Der Herr der kleinen Vögel“ - es ist ein so wunderbarer, ein ganz leiser Roman. Die Geschichte ist wie Balsam für die Seele, wie eine sanfte Umarmung. Es ist ein außergewöhnlicher Roman über zwei Brüder, die Vögel lieben, ein Roman über die Einsamkeit. Poetische Bilder ziehen am Leser vorüber. Ein sehr berührendes Buch voller Wärme. Ein Buch, das sehr leise daher kommt, wunderschön erzählt.

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