Cécile hat das Wochenende bei den Eltern verbracht. Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft im Frühzug, ist auf dem Rückweg zu Mann und Kind. Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc. Auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch beide schweigen sie geschockt. Jeder für sich erinnern sie sich in den eineinhalb Stunden bis Paris, wie verliebt sie vor dreißig Jahren waren. Als sie zusammen ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet. Je näher der Gare de l’Est kommt, desto größer wird die Ungewissheit: Soll er sie ansprechen? Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre, wenn ..
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
07.04.2016
Buch (Taschenbuch)
6 Uhr 41
Was für ein Buch...man möchte sofort in den Zug steigen und die beiden rütteln.
Ein sehr schöner Roman mit Hang zur Nostalgie. Für alle die sich schon mal gefragt haben...Was wäre wenn? Wenn die Dinge anders verlaufen wären.
Cecile, eine starke Frau hat das Leben im Griff...trifft im Zug auf Philipp -ihren Ex. Sie haben sich nichts zu sagen und doch sind sie neugierig.
dsbk
aus Düsseldorf
4/5
07.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine ruhige Geschichte über eine alte Liebe
"6 Uhr 41" handelt von einer Frau und einen Mann, die in einem überfüllten Zug plötzlich nebeneinander sitzen und jeder für sich bemerkt, dass sie neben ihrer alten Jugendliebe sitzen.
Der Autor gewährt uns mit seinem leisen Schreibstil einen Blick ins Innenleben der Charaktere, in deren Gedanken und Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit. Tatsächlich hätte ich mir mehr Interaktion zwischen den beiden Charakteren erwünscht. Dennoch ist es ein sehr ruhiger und interessanter Roman, der sich perfekt für kurzweilige Bahnfahrten eignet.
Circlestones Books Blog
4/5
13.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine leise Geschichte über das Leben
„Wenn ich die Augen schließe, sehe ich sie wieder vor mir, die nächtlichen Straßen von London, damals in jenem heißen Juli“.“ (Zitat Seite 138)
Inhalt:
Nach einem Wochenend-Besuch bei ihren Eltern sitzt Cécile, 47 Jahre alt und eine erfolgreiche Geschäftsfrau, um 6 Uhr 41 im Frühzug zurück nach Paris. Der Platz neben ihr ist der letzte frei Platz im Waggon und ein Mann setzt sich neben sie. Es ist Philippe Leduc, der Mann, in den sie vor vielen Jahren verliebt war. Bis zu einer gemeinsamen Reise nach London und deren katastrophalem Ende. Siebenundzwanzig Jahre ist das nun her. Soll er sie ansprechen, hat sie ihn erkannt?
Thema und Genre:
In diesem Roman schauen zwei Menschen in Gedanken und unabhängig von einander zurück in ihre Jugend und eine Entscheidung, die sie damals getroffen haben. Beide erinnern sich und fragen sich auch, was wäre gewesen, wenn.
Handlung und Schreibstil:
Der Geschichte spielt im Zeitraum von weniger als zwei Stunden, nur die Länge einer Bahnfahrt. Durch die jeweiligen Gedanken der beiden Protagonisten ergeben sich erklärende Rückblenden in die Vergangenheit. Sie waren erst zwanzig Jahre alt, als ihre Beziehung in London abrupt zu Ende ging. Wir erfahren auch, wie es im Leben von Cécile und Philippe weiterging, wo sie heute stehen. Wobei beider Leben eine andere Entwicklung genommen hatte, als damals zu erwarten war. Die Spannung ergibt sich aus der Frage, ob die beiden doch noch miteinander reden, oder ob sie schweigend vorgeben, einander nicht erkannt zu haben.
Die Sprache ist leise und poetisch, aber auch präzise beobachtend und macht aus diesem Buch eine sehr angenehme Lektüre.
Fazit:
Zwei Menschenleben, die sich dem Leser nur durch die Gedanken der beiden Protagonisten erschließen, denn sie sitzen schweigend im Zug nebeneinander. Eine leise Geschichte, die nachdenklich stimmt.
Buchliebhaberin
aus Trippstadt
4/5
30.10.2016
Buch (Taschenbuch)
Was wäre wenn?
Cecile und Phlippe waren vor 30 Jahren ineinander verliebt und begegnen sich unverhofft im Frühzug nach Paris. Der Platz neben Cecile ist frei und Phillippe setzt sich neben sie. Beide schweigen geschockt und jeder für sich erinnert sich innerhalb der 1 1/2-stündigen Zugfahrt nach Paris wie es "damals" war bis alles auseinander geriet. Paris kommt näher und die Ungewissheit wird größer. Soll Philippe Cecile ansprechen und was könnte sie der langen Zeit zu ihm sagen? Mit 167 Seiten handelt es sich um einen kurzweiligen Roman, den man sich "zwischendurch" gönnen kann. Mir hat allerdings der Tiefgang gefehlt und empfand den Inhalt als etwas zu flach.
Bewertung
aus Meißen
4/5
14.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Schöne kurzweilige Geschichte
Auf das Buch bin ich vor einer Weile durch Youtube aufmerksam geworden. Nur gab es das Buch zu der Zeit nur als Hardcover. Bei nicht mal 200 Seiten waren mir 16,90€ einfach zu viel.
Anfang der Woche kam die Geschichte dann im Taschebuch-Format raus. Das hatte ich mir natürlich vorbestellt.
Wir tauchen ein in die Gedankenwelt von Cécile und Philippe.
Beide haten eine kurze gemeinsame Zeit vor 27 Jahren, die nicht im Guten geendet hat. Nun sitzen sie zufällig im Zug nebeneinander und wissen nicht ob sie sich ansprechen sollen. Sie erinnern sich an die Zeit von damals und wie es zum Bruch ihrer Bekanntschaft kam.
Diese Buch ist eine kurzweilige, aber tiefgründige Geschichte. Ohne großes Tamtam und mir wenigen Stilmitteln lässt Blondel einen in die Gedankenwelt der beiden Protagonisten sinken.
An machen Stellen brauchte ich ein paar Zeilen, um zu wissen in welchen Kopf wir und gerade "befinden".
Philippe wirkt zeitweise recht depressiv und man weiß nicht so recht, ob er sich nach dem Aussteigen nicht gleich vor den nächsten Zug springt.
Angeregt durch die Gedanken der beiden kehrt man auch in seine eigene Vergangenheit zurück. Gab es denn auch bei einem selber Geschehnisse, die das eigene Denken grundlegend geändert haben und somit auch der Grundstein für die Zukunft waren, die jetzt Realität ist?
Das offende Ende schreit nach einer Fortsetzung. Ich finde aber ein zweiter Teil würde die Stimmung und den Zauber der Geschichte zerstören und kann gut mit dem Buch an der Stelle abschließen.
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