Produktbild: Platzspitzbaby

Platzspitzbaby Meine Mutter, ihre Drogen und ich

15

19,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.2015

Verlag

Wörterseh

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/12,6/2 cm

Gewicht

245 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03763-304-5

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch ist so stark!«
Kai Hermann, Co-Autor des Buches »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.2015

Verlag

Wörterseh

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/12,6/2 cm

Gewicht

245 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03763-304-5

EU-Ansprechpartner

Brockhaus Kommission GmbH
Kreidlerstraße 9
70806 Kornwestheim
DE
info@brocom.de

Herstelleradresse

Wörterseh GmbH
Herrrengasse 3
8853 Lachen
CH
verlag@woerterseh.ch

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Aufwachsen mit einer schwer drogenabhängigen Mutter

Bewertung aus Hamburg am 27.12.2021

Bewertungsnummer: 1629020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Orte Platzspitz und Letten waren in den 1980er Jahren in Zürich eng mit der harten Drogenszene verbunden. Dort hat Michelle Halbheer viele Stunden ihrer Kindheit verbracht, das Elend hautnah miterlebt, Drogen für ihre Mutter besorgt, Menschen sterben sehen. In den ersten vier Lebensjahren wächst sie noch relativ behütet mit ihrem Vater und ihrer Mutter auf, die beide einen Entzug hinter sich haben. Während der Vater stabil bleibt, wird die Mutter rückfällig und gelangt immer mehr in eine Abwärtsspirale, in der sie sich um nichts anderes mehr als ihre Drogen kümmern kann. Trotzdem erhält sie nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter. Michelle ist fortan den unberechenbaren Launen ihrer Mutter, den Drohungen und Misshandlungen alleine ausgeliefert. Hunger, das Leben in einer vermüllten Wohnung, die Sorge um die Mutter sind ihr Alltag, in dem sie völlig auf sich alleine gestellt ist. Behörden und Polizei waren die Zustände bekannt - sie unternahmen trotzdem viele Jahre nichts. Dies hat mich am meisten erschüttert. So wie Michelle ging und geht es vielen Kindern, die in den Angeboten für suchtkranke Menschen kaum wahrgenommen und alleine gelassen werden. Trotz aller Widrigkeiten ist es Michelle gelungen, erwachsen zu werden und heute ein relativ normales Leben zu führen. Sie ist nicht, wie so viele ihrer gleichaltrigen Freundi:innen, früh gestorben oder selbst drogenabhängig geworden. Ihre Resilienz ist beeindruckend. „Platzspitz Baby“ verschriftlicht nicht nur Michelle Halbheers Lebensgeschichte, sondern macht auf schwersten Kindesmissbrauch aufmerksam, der durch staatliche Institutionen hingenommen wurde und auch heute teilweise noch wird. Ein sehr interessantes Interview mit Peter Burkardt, der für den Verein „Die Alternative in Ottenbach“ bereits Jahrzehnte im Bereich Suchttherapie arbeitet, erläutert, warum der Kinderschutz in den Ansätzen der Suchttherapie so wenig berücksichtigt wurde und Verantwortliche sich ihrer Verantwortung so leicht entziehen konnten. Kürzlich erschien der gleichnamige Dokumentarfilm in Anlehnung an Michelle Halbheers Leben.

Aufwachsen mit einer schwer drogenabhängigen Mutter

Bewertung aus Hamburg am 27.12.2021
Bewertungsnummer: 1629020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Orte Platzspitz und Letten waren in den 1980er Jahren in Zürich eng mit der harten Drogenszene verbunden. Dort hat Michelle Halbheer viele Stunden ihrer Kindheit verbracht, das Elend hautnah miterlebt, Drogen für ihre Mutter besorgt, Menschen sterben sehen. In den ersten vier Lebensjahren wächst sie noch relativ behütet mit ihrem Vater und ihrer Mutter auf, die beide einen Entzug hinter sich haben. Während der Vater stabil bleibt, wird die Mutter rückfällig und gelangt immer mehr in eine Abwärtsspirale, in der sie sich um nichts anderes mehr als ihre Drogen kümmern kann. Trotzdem erhält sie nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter. Michelle ist fortan den unberechenbaren Launen ihrer Mutter, den Drohungen und Misshandlungen alleine ausgeliefert. Hunger, das Leben in einer vermüllten Wohnung, die Sorge um die Mutter sind ihr Alltag, in dem sie völlig auf sich alleine gestellt ist. Behörden und Polizei waren die Zustände bekannt - sie unternahmen trotzdem viele Jahre nichts. Dies hat mich am meisten erschüttert. So wie Michelle ging und geht es vielen Kindern, die in den Angeboten für suchtkranke Menschen kaum wahrgenommen und alleine gelassen werden. Trotz aller Widrigkeiten ist es Michelle gelungen, erwachsen zu werden und heute ein relativ normales Leben zu führen. Sie ist nicht, wie so viele ihrer gleichaltrigen Freundi:innen, früh gestorben oder selbst drogenabhängig geworden. Ihre Resilienz ist beeindruckend. „Platzspitz Baby“ verschriftlicht nicht nur Michelle Halbheers Lebensgeschichte, sondern macht auf schwersten Kindesmissbrauch aufmerksam, der durch staatliche Institutionen hingenommen wurde und auch heute teilweise noch wird. Ein sehr interessantes Interview mit Peter Burkardt, der für den Verein „Die Alternative in Ottenbach“ bereits Jahrzehnte im Bereich Suchttherapie arbeitet, erläutert, warum der Kinderschutz in den Ansätzen der Suchttherapie so wenig berücksichtigt wurde und Verantwortliche sich ihrer Verantwortung so leicht entziehen konnten. Kürzlich erschien der gleichnamige Dokumentarfilm in Anlehnung an Michelle Halbheers Leben.

diese Geschichte geht einem sehr nahe...

KerMelis aus Berlin am 10.12.2021

Bewertungsnummer: 1621051

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch wenn der Schreibstiel sehr einfach daher kommt, hat es der Erfahrungsbericht von Michelle Halbheer doch in sich! Als Kind einer stark drogenabhängigen Frau ist ihre Kindheit ein eiziger Kampf. Der Kampf ums überleben, ums gesehen werden und ein Kampf nicht selbst in die Drogenwelt abzudriften. Michelles Vater versucht nur halbherzig seine Tochter aus dem Leben der Mutter zu nehmen, und auch offizielle Stellen wie Jugendamt, Polizei und Lehrer versagen auf der ganzen Linie. Erst als Michelle mit 16 stark genug ist sich selbst zu helfen und darüber zu sprechen anfängt, wird sie in eine Pflegefamilie gesteckt. Doch dort geht es ihr auf anderer Art auch wieder nicht gut. Doch Michelle gibt nicht auf und kann mit ihrem starken Willen ihr Leben meistern. Das Buch ist ein ehrlicher Bericht von einem Frau die in der Schweiz ihrer schlimmen Kindheit entkommen konnte. Ich wünsche ihr für ihre Zukunft nur noch sonnige Tage und bewerte das Buch mit 5 Sternen.

diese Geschichte geht einem sehr nahe...

KerMelis aus Berlin am 10.12.2021
Bewertungsnummer: 1621051
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch wenn der Schreibstiel sehr einfach daher kommt, hat es der Erfahrungsbericht von Michelle Halbheer doch in sich! Als Kind einer stark drogenabhängigen Frau ist ihre Kindheit ein eiziger Kampf. Der Kampf ums überleben, ums gesehen werden und ein Kampf nicht selbst in die Drogenwelt abzudriften. Michelles Vater versucht nur halbherzig seine Tochter aus dem Leben der Mutter zu nehmen, und auch offizielle Stellen wie Jugendamt, Polizei und Lehrer versagen auf der ganzen Linie. Erst als Michelle mit 16 stark genug ist sich selbst zu helfen und darüber zu sprechen anfängt, wird sie in eine Pflegefamilie gesteckt. Doch dort geht es ihr auf anderer Art auch wieder nicht gut. Doch Michelle gibt nicht auf und kann mit ihrem starken Willen ihr Leben meistern. Das Buch ist ein ehrlicher Bericht von einem Frau die in der Schweiz ihrer schlimmen Kindheit entkommen konnte. Ich wünsche ihr für ihre Zukunft nur noch sonnige Tage und bewerte das Buch mit 5 Sternen.

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